3-mal plus, 3-mal minus

Die Methode „3-mal plus, 3-mal minus“ eignet sich gut, um Feedback zu einer kurzen Lehreinheit oder zu Lehrmitteln zu erhalten und um diese dadurch zu evaluieren.
Jedoch kann man diese Methode auch gut zur Sammlung von Vor- und Nachteilen zu einem bestimmten Thema nutzen, wie z.B. „Ob die PKW Maut in Deutschland eingeführt werden sollte?“
Beispiel: Methodentag, Schullektüre, Gruppenarbeit

Ablauf:
1. Die Lehrperson informiert die Schüler und Schülerinnen über die Methode und gibt das Thema vor.
2. Die Lehrperson teilt jeweils sechs Moderationskärtchen für jeden aus.
3. Die Schüler und Schülerinnen schreiben jeweils drei positive und drei negative Aspekte zu dem vorgegebenen Thema auf.
4. Alle Moderationskärtchen werden an der Tafel befestigt.
5. Im Plenum werden die Karten dann nach positiven, negativen und ähnlichen Meinungen sortiert. Es können gegebenenfalls unklare Formulierungen geklärt werden.

Durch die vorgestellte Methode kann eine Lehrperson ein Klassenfeedback zu Themen, Lehreinheiten und Lehrmaterialien erhalten.

Differenzierungsmöglichkeiten

Die Anzahl der positiven und negativen Meinungen kann nach Belieben variiert werden. Es sollten jedoch immer gleich viele positive und negative Meinungen sein. Somit wird vermieden, dass es nur positive oder nur negative Meinungen gibt.

Material

  • Moderationskarten
  • Tafel/ Wand
  • Tesafilm/ Keppband um die Kärtchen an der Tafel zu befestigen

Variation

Die Beschriftung und Erarbeitung der Moderationskärtchen kann in Einzel- oder in Partnerarbeit durchgeführt werden.
Wenn das Feedback, der Klasse, sich auf die Lehrperson bezieht, kann diese die Kärtchen auch mit nach Hause nehmen. Somit kann die Hemmschwelle gesenkt werden.

Quellen

Bastian, J. & Come, A. & Langer, R. (2016) Methoden-Feedback, Erprobte Konzepte, Evaluierte Erfahrungen. Weinheim, Basel: Beltz Verlagsgruppe. S. 147