Argumentationsmap

Die Methode „Argumentationsmap“ bildet ein Hilfsmittel zur Lösungsfindung in Problemsituationen. Dabei werden 4 Ebenen betrachtet, die als Abschnitte auf der Map selbst dargestellt werden.

  1. Man beginnt rechts oben mit dem „Ist-Zustand“. Dabei geht es zunächst darum, die bestehende Situation zu analysieren.
  2. Dann beschäftigt man sich mit dem erwünschten Ergebnis, dem „Soll-Zustand“. Der Fokus liegt hierbei auf der idealen Situation, der das „Problem“ im Weg steht.
  3.  In diesem Schritt beschäftigt man sich mit der Differenz zwischen dem „Ist-“ und dem „Soll-Zustand“. Es sollen Gründe gefunden werden, die das Erreichen der idealen Situation im Weg stehen.
  4. Der anschließende „Appell“ soll eine Lösung des Problems darstellen. In diesem Punkt geht es um die Frage, welche Schritte und Veränderungen erfolgen müssen, um das vorangegangen analysierte Problem zu beseitigen. Wichtig hierbei ist, den Appell schriftlich zu formulieren. Das kann in Form eines Plakates, eines Merksatzes oder ähnlich erfolgen.

Differenzierungsmöglichkeiten

Die Anwendbarkeit dieser Methode ist vielfältig. Die Möglichkeit dabei zu differenzieren liegt einerseits bei der freien Auswahl der Sozialform. Außerhalb der Plenumsdiskussion gibt es in den anderen Formen die Möglichkeit, den einzelnen Gruppen entweder jeweils einen der vier Schritte zuzuordnen, oder jeder Gruppe jedem SuS verschiedene Aspekte des Problems diskutieren zu lassen. Andererseits lässt auch die Themenwahl Differenzierungsoptionen zu, da sie sehr frei und daher auf die verschiedenen Situationen gut zuschneidbar ist. Auch der Appell kann in der Art und Weise erfordern, wie er für die bestimmte Problem-/Klassensituation geeignet oder von der Lehrperson bestimmt wird.

Material

  • Plakat/Tafel
  • Stifte/Kreide

Variation

Möglichkeit 1: Das Problem wird im Klassenverband erörtert. Die Lehrkraft leitet die Diskussion und gibt Impulse zur Problemfindung.

Möglichkeit 2: Die SuS erörtern das Problem in Gruppen-/ Partner- oder Einzelarbeit. Der Lehrer steht unterstützend zur Seite.

Die „Argumentationsmap“ kann auch anders als Hilfmittel dienen:

  • zur Veranschaulichung der Argumentations eines/r Redners/erin
  • als Recherchehilfe (Recherche-Map)
  • als Spickzettel (Manuskript) zur Ergebnispräsentation

Quellen

Methoden-Kiste. Methoden für Schule und Bildungsarbeit, in: Scholz, Lothar: Thema im Unterricht/Extra (Bundeszentrale für politische Bildung), 2016, 7.Auflage, 32