Bildkartei

Bei der Methode der Bildkartei geht es darum, dass die Lehrkraft eine Menge von Bildern zu einem Thema mitbringt, aus denen die SuS je ein Bild auswählen sollen, mit dem sie, zu einer vorgegebenen Impulsfrage am meisten assoziieren. Diese Assoziationen können sowohl positiv als auch negativ sein. Bei diesem Auswählen der SuS gibt es kein richtig und kein falsch. Diese Methode weckt die Eigeninitiative der SuS und erlaubt es ihnen sich vollkommen angstfrei zu äußern. Positiv an dieser Methode ist, dass alle SuS zu Wort kommen und sich beteiligen müssen. Zudem kann diese Methode zur Motivationsförderung eingesetzt werden, weil das Interesse an den ausgewählten Bildern durch die eigene Auswahl sehr hoch sein kann. Mögliche Themen für diese Methode wären beispielsweise: So sehe ich die Schule und den Unterricht heute, Religion bedeutet für mich, … .

Differenzierungsmöglichkeiten

Unterschiedliche Zugänge können unter anderem dadurch erreicht werden, dass man für leistungsschwache SuS oder SuS, denen es schwer fällt sich eigenständig zu Bildern zu äußern, Stichpunktkarten zu den einzelnen Bildern vorbereitet, die Denkimpulse geben können.

Tipps

Am besten funktioniert die Methode im Sitzkreis da so von jedem Platz die in der Mitte des Kreises verteilten Gegenstände und Bilder gut zu sehen sind. Für die Präsentation, der jeweiligen SuS ihrer ausgewählten Bilder oder Gegenstände scheint jedoch ein Halbsitzkreis geeignet, da so gesichert ist, dass alle Mitschüler*innen gut auf den Vortrag  schauen können. Wichtig scheint es zudem, genügend Zeit für die Präsentationen einzuplanen. Die Phase kann zudem gut in der Erarbeitungsphase, als Art Brain-Storming mit Bildern, aber auch als Sicherung genutzt werden, wenn mit bildhaften Material oder Inhalten in einer Unterrichtsreihe gearbeitet wurde.

Material

Bilder oder Gegenstände

Variation

Die Methode kann zudem auch in der Sozialform der Gruppen,- oder Partnerarbeit angewendet werden, hier werden dann schließlich die Präsentationen in kleineren Gesprächsgruppen durchgeführt. Zudem ist die Methode nicht nur im Primarbereich, sondern auch im Sekundarbereich I und Sekundarbereich II anwendbar.

Durchgeführt werden kann diese Methode in Variation auch mit Gegenständen anstatt Bildern. Variieren lässt sich die Methode auch indem die Bilder nachdem Präsentieren wieder eingesammelt werden und ein Mitschüler das zuvor gehörte wiedergeben muss. Zudem könnte die Methode auch dementsprechend variiert werden, dass die Bilder selbst von den SuS gestaltet werden sollen oder Gegenstände von Zuhause mitgebracht werden sollen.

Quellen

Müller, Frank. Selbstständigkeit fördern und fordern. Handlungsorientierte Methoden-praxiserprobt, für alle Schularten und Schulstufen, Beltz 3. Auflage, S.30-33.