Bisoziation

Über die Assoziationen zu Bildern, die nichts mit der Ausgangsfrage gemeinsam haben, gelangen die Schülerinnen und Schüler zu kreativen Lösungen für eine Problemstellung. Die Bisoziation ermöglicht die Problembetrachtung aus einem anderen Blickwinkel.

  1. Die Lehrperson formuliert die Problemstellung und präsentiert der Gruppe verschiedene Bilder die inhaltlich möglichst wenig mit der Thematik gemeinsam haben, aber den SuS dennoch bekannt sind.
  2. Nun werden die SuS gebeten sich auf ein Bild zu einigen und dazu frei ihre Ideen, Gefühle und Emotionen zu äußern. Diese werden von den Moderatoren auf den Moderationskarten festgehalten.
  3. Ist diese Phase beendet, werden die Moderationskarten an die Pinnwände geheftet und die Problemstellung wieder in den Mittelpunkt gerückt.
  4. Nun werden die SuS gebeten ihre Assoziationen mit der Problemstellung in Verbindung zu bringen. Dadurch können kreative und unkonventionelle Lösungen formuliert werden, die den Blick auf die Problemstellung erweitern.
  5. Die Lösungsvorschläge werden gesammelt und auf ihre Realisierbarkeit überprüft.

Differenzierungsmöglichkeiten

Für die SuS ist die Umsetzung dieser Methode einfacher, wenn sie vorher langsam an diese herangeführt werden. Die Lehrperson kann die SuS dazu animieren, selbst Bilder auszusuchen und mitzubringen. Mit diesen Bildern werden die Schüler dann wahrscheinlich bereits etwas verbinden.

Tipps

Für ein Gelingen dieser Kreativitätstechnik sollte die Bildauswahl möglichst ansprechend und inhaltlich ohne Bezug zur Ausgangsfrage  sein. Um die Konzentration aufrecht zu erhalten, können zwischendurch kurze Auflockerungsübungen durchgeführt werden. Die Lehrperson sollte die SuS zu möglichst kreativen Assoziationen ermutigen.

Material

Drei bis fünf Bilder (ohne Bezug zur Ausgangsfrage), mehrere Pinnwände, Moderationskarten, Pinnnadeln, Stifte für die Moderatoren

Variation

Das Verfahren kann auch in Kleingruppen mit unterschiedlichen Bildern durchgeführt werden. Anstelle von Bildern bietet sich die Verwendung von Schlagwörtern, Filmen, Fotos, Gegenständen etc. an.

Quellen

 www.bpb.de/lernen/formate/methoden/62269/methodenkoffer-detailansicht?mid=10

http://www.uni-koeln.de/phil-fak/paedsem/psych/staff/rueppell/klausuren/lernstrategien/kreativitaet/bisoziation.htm

 http://www.ideenfindung.de/Bisoziation-Kreativit%C3%A4tstechnik-Brainstorming-Ideenfindung.html

http://www.schulentwicklung.nrw.de/methodensammlung/karte.php?karte=009

(Zugriff am 07.06.16)