Die Hörmaler

In dieser Methode geht es darum Erlebnisse und Eindrücke kreativ auszudrücken und zu reflektieren. Der Fokus liegt hierbei auf der Wahrnehmung von Geräuschen, einer Melodie oder der Stimme einer anderen Person, die die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld einer Aufgabe gehört haben. Aufgrund dieser Wahrnehmung beginnen sie zu malen und verbinden damit Empfindungen, die durch das Hören hervorgerufen werden, mit der kreativen Gestaltung eines Bildes. Dies führt zu dem Namen der Methode „Die Hörmaler“.

Der Vorgang erfolgt z.B. durch eine Melodie, welche die Kinder in der Klassengemeinschaft hören. Aufgrund dieser melodischen Basis und einer Erinnerung, die die Kinder teilen (z.B. ein gemeinsamer Schulausflug), reflektieren die Schüler und Schülerinnen anschließend in Einzelarbeit die Eindrücke und beginnen zu malen. Hierzu falten sie ein Blatt Papier in 4 Kästchen, die sie nummerieren und mit vorgegebenen Stationen des Schulausflugs kreativ gestalten. Dies kann beispielsweise mit der Erinnerung an das gemeinsame Frühstück, dem anschließenden Spaziergang durch den Wald, dem Klettererlebnis und einer anschließenden Mittagspause erfolgen. Anschließend erhalten die Schülerinnen und Schüler genügend Zeit, um ihre Ideen „schön“ auszudrücken, welche dann im Plenum vorgestellt werden. Wichtig ist an dieser Stelle, dass es keine falschen Hörbilder gibt.

Ziel ist es herauszufinden, welche Assoziationen die Schülerinnen und Schüler zu beispielsweise einer gemeinsamen Erinnerung haben und inwiefern sie sich unter Berücksichtigung des Hörens kreativ ausdrücken. Zudem soll die Merkfähigkeit trainiert werden.

 

Differenzierungsmöglichkeiten

Die Dauer des Geräusches/der Melodie/der Stimme kann in unterschiedlicher Länge und je nach Klassenstufe oder Ziel variieren. Trägt der Lehrer z.B. einen Text vor (Variation innerhalb der Methode), dann kann er seine Stimme in unterschiedlichen Tonlagen einbringen und somit einen Text bzw. eine Situation lebendiger gestalten.

Tipps

Damit jedes Kind der Aufgabe gerecht werden kann, ist es wichtig darauf zu achten, dass alle Schülerinnen und Schüler das Geräusch/die Melodie bzw. die Stimme wahrnehmen können. Hierbei ist die angemessene Lautstärke elementar. Darüber hinaus muss eine gewisse Ruhe vorausgesetzt sein, da allein diese den Hörern hilft einen Reiz aufzunehmen und diesen gestalterisch umzusetzen.

Material

Zeichen bzw. Malutensilien (Buntstifte, Malblock, Lineal)

Variation

Als Variation kann die Einzelarbeit in eine Gruppenarbeit umgewandelt werden. Hierzu erfolgt die Reflexion dann nicht mehr durch den einzelnen Schüler/in, sondern in einer Gruppe.

Hierbei liest die Lehrerin bzw. der Lehrer z.B. eine Geschichte vor. Die Aufgabe besteht darin im Nachhinein möglichst viele Einzelheiten und Details des Textes aufzumalen. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich untereinander abstimmen und agieren im Team.

Quellen

Wienerl, I. /Fleischmann, S. & Rotte, U. Das Methoden-Handbuch für die Grundschule. Unterrichtsmethoden kennen und anwenden. München, Düsseldorf, Stuttgart: Oldenbourg Schulverlag, 2007, S.90 f.

Lehrerrolle:

Auswahl der Basis (Geräusch, Hinführung zu einem Erlebnis mittels eigener Sprache, Melodie)

Schülerrolle:

Reflexion eines Erlebnisses, zuhören, kreative Gestaltung eines Bildes (malen)

Sozialform:

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Kompetenz:

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Basismodell des Lernens:

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Schulform: