Erkundung (außerschulischer Lernort)

Ziel der Erkundung: Herausführen des Lernenden aus seinem gewohnten Lernumfeld und außerschulische Lernorte in der Wirklichkeit mit allen Sinnen erfahren. Das zuvor nur theoretisch erlernte Wissen kann durch die Erkundung vor Ort eigenständig überprüft werden. Es soll ein ausgeglichenes Verhältnis von Theorie und Praxis geschafft werden, sodass authentische und realitätsnahe Aufgaben besser von den Kindern aufgenommen und behalten werden können (vgl. Witt: 2013, s.7). Erkundung dient dazu, theoretische Erkenntnisse durch wirklichkeitsnahes Erleben zu vertiefen.

Gruppe: Förderung der Teamfähigkeit und Kommunikation, Entwicklung von Gemeinschaftsgefühl (Sozialkompetenzen) und Umgang mit Materialien wie Kamera, Texten usw. (Fachkompetenz)

Unterschied zur Exkursion: den Lernenden ist keine Aufgabenstellung vorgegeben, sodass Selbstbestimmung ein elementarer Bestandteil der Erkundung ist.

(Vgl. http://www.bpb.de/methodik/DJN1Z4,0,0,1_Erkundung.html)

Differenzierungsmöglichkeiten

  • Vorbereitung: Festlegung des Erkundungsthemas, Austausch von Ideen, Motivationen, Erwartungen (z.B durch das Beschriften eines Plakats oder für Kinder mit Probleme im Bereich Lese- Rechtschreibung durch Malen), Formulierung eines Lernziels, Auseinandersetzung mit technischen Bedingungen wie: mögl. Orte, Ansprechpartner, vorherige Gespräche, zeitlicher Rahmen, organisatorische Hilfen)
  • Planung:
    1. Berücksichtigung besonderer Bedingungen vor Ort
    2. Festlegung des Termins und Zeitplans für die Erkundung
    3. Festlegung einer Methode zur späteren Dokumentation und Präsentation der Erkundung.
  • Die Punkte können je nach individuellen Voraussetzungen aufgeteilt werden: z.B. können Schüler mit einer hohen Methodenkompetenz sich eher um den dritten Punkt kümmern und Schüler die z.B. eine Lese- Rechtschreib Schwäche haben können sich mit der Festlegung eines Termins befassen.
  • Durchführung: differenziert, je nach individuellen Voraussetzungen und Fähigkeiten. (z.B. Kinder mit Förderschwerpunkt Lernen bekommen die Aufgabe eine Zeichnung des zu erkundenden Objekts zu machen. Kinder mit dem Förderschwerpunkt im Bereich des Lesens und Schreibens erhalten einen nicht so komplexen Text, wie die anderen, Ansprechen der Sinne wie Tastsinn, Geruchssinn, Sehsinn usw.)
  • Auswertung/Präsentation: Dokumentation der Ergebnisse und Herstellung einer geeigneten Präsentationsform. (Auch hier Differenzierung: Einige Schülerinnen und Schüler gestalten das äußere der Präsentation kreativ, andere bauen etwas auf, was mit der Erkundung zu tun hat oder gestalten den Inhalt der Päsentation in Arbeitsgruppen usw.) Beispiele: Power-Point, Fotocollage, Ausstellungen, Rollenspiel usw.
  • Feedback: kritische Reflextion der Erkundung im Plenum, Verbesserungsvorschläge, gelungene Teilaufgaben usw.

(Vgl. http://www2.tu-berlin.de/fb2/medho/fadibau/projekte/erkundung/index.html)

Material

  • evtl. Equipment wie Kamera, Lupe etc.
  • Stifte
  • Papier
  • passende Bekleidung (je nach Erkundungsort)

Quellen

  • Witt,Dirk (2013): Ideen und Materialien für Unterrichtsgänge in Erdkunde. Verlag an der Ruhr.
  • http://www2.tu-berlin.de/fb2/medho/fadibau/projekte/erkundung/index.html
  • http://www.bpb.de/methodik/DJN1Z4,0,0,1_Erkundung.html