Erzählkette

Bei der Methode der Erzählkette werden den SuS  eine Vielfalt an Abbildungen vorgelegt, aus denen sie jene auswählen sollen, die für sie interessant oder bedeutsam sind. Im Folgenden werden die ausgewählten Bilder an die SuS verteilt. Die Aufgabe der SuS besteht nun darin, eine Geschichte aus den Abbildungen zu konstruieren. Dazu beginnt ein Schüler oder eine Schülerin und erzählt etwas über das zugeteilte Bild. Die Geschichte wird fortgesetzt, indem auch die anderen SuS die Situation, Gegenstände Personen oder Tiere ihres jeweiligen Bildes in die Handlung der Geschichte integrieren. So entsteht durch die Erzählungen der SuS eine Geschichte mit individuellen Interessen, Wendungen aber auch Höhepunkten.

Differenzierungsmöglichkeiten

Der Schwierigkeitsgrad kann erhöht werden, indem der Schüler oder die Schülerin nach der Fortsetzung der Geschichte ein Wort nennt, dass der nächste Schüler bzw. die nächste Schülerin mit in die Erzählung integrieren muss.

 

Tipps

Ein vorgegebener Zeitrahmen oder die Vorgabe einer maximalen Sätzeanzahl pro Schüler, wäre eine sinnvolle Empfehlung, um eine zu große Ausweitung der Erzählung zu verhindern und die Spannungsmomente aufrecht erhalten zu können.

Material

Abbildungen, Fotos, Bilder, Schreibutensilien

Variation

Diese Methode verfolgt kein thematisches Ziel, sondern dient der Förderung des freien Erzählens und ist somit in allen Schulfächern sowie in allen Schulformen integrierbar, unter der Beachtung der passenden Auswahl von Abbildungen.

Eine Variationsmöglichkeit besteht darin, dass ein Stuhl in die Mitte des Sitzkreises gestellt wird und der Schüler oder die Schülerin solange frei erzählt, bis ihm/ ihr die Ideen aus gehen und er/sie von einem anderen SuS abgelöst wird.

Quellen

Müller, Frank: Selbstständigkeit fördern und fordern, Handlungsorientierte Methoden – praxiserprobt, für alle Schularten und Schulstufen, Beltz, 3. Auflage, S.54.