Gitterrätsel

Das Gitterrätsel (← Beispiel) ist auch unter dem Namen „Schwedenrätsel“ (Gugel 2011, S.207) bekannt. Ziel der Methode ist es, Schlüsselbegriffe, die in einer Unterrichtseinheit erlernt werden, zu festigen. Dazu werden in ein Gitter verschiedene Begriffe eines bestimmten Themas eingetragen, die zuvor im Unterricht behandelt wurden. Dies kann waagerecht, senkrecht oder diagonal geschehen (Gugel 2011). Die freien Kästchen im Gitter werden mit willkürlich gewählten Buchstaben aufgefüllt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass keine neuen, ungewollten Wörter entstehen. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist es, durch vertiefende und anleitende Fragen die im Gitter versteckten Antworten (Schlüsselbegriffe) zu finden und zu umkreisen (Müller 2004).

Differenzierungsmöglichkeiten

Allgemein kann über die Anzahl der Wörter sowie die Größe des Gitters der Schwierigkeitsgrad variiert werden. Für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler können die Anfangsbuchstaben der Begriffe, die gefunden werden sollen, kenntlich gemacht werden, sodass sie einen Lösungsimpuls erhalten. Außerdem können die Schlüsselbegriffe bereits unter dem Gitter vorgegeben werden, so dass diese nur noch im Gitter wiedergefunden werden müssen.
Der Schwierigkeitsgrad kann aber auch durch das Weglassen von Fragen erhöht werden (Müller 2004). So müssen die Schülerinnen und Schüler eigenständig auf die Begriffe des Unterrichtsthemas schließen.

Tipps

Um die Lösungen der Schülerinnen und Schüler zu vergleichen, eignet sich eine Folie auf der das gelöste Gitterrätsel abgebildet ist. Ebenso kann ein Plakat genutzt werden. Im Deutschunterricht kann das Gitterrätsel genutzt werden, um richtige und falsche Schreibweisen von Begriffen aufzudecken. Das Gitterrätsel kann auch im Fremdsprachenunterricht sinnvoll eingesetzt werden, um Vokabeln zu üben.

Material

  • ausreichend Gitterrätsel ( evtl. für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler sollte ein differenziertes Gitterrätsel)
  • Stifte/Textmarker
  • Evtl. Folie oder ein Plakat zum Vergleichen der Ergebnisse
  • Evtl. leeres Gitterrätsel für Variation

Variation

Das Klären der Bedeutung der gefundenen Schlüsselbegriffe und das Einordnen in den passenden Sachkontext führt zu einem tieferen Verständnis. Die gefundenen Begriffe können anschließend kategorisiert werden (Müller 2004), wodurch die Zusammenhänge des Themas deutlich werden.
Die Schülerinnen und Schüler können in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit eigene Gitterrätsel entwerfen, die von den Mitschülern gelöst werden sollen. Dadurch werden die bedeutenden Schlüsselbegriffe eines Unterrichtsthemas erschlossen, die den Schülerinnen und Schülern als wichtig erscheinen (Gugel 2011).
Statt Fragen können auch Bilder dargestellt werden, zu denen die passenden Bezeichnungen im Gitter gesucht werden sollen.

Quellen

Müller, F. (2004). Selbstständigkeit fördern und fordern. Handlungsorientierte Methoden – praxiserprobt, für alle Schularten und Schulstufen (3. Auflage). Weinheim & Basel: Beltz Verlag.

Gugel, G. (2011). 2000 Methoden für Schule und Lehrerbildung. Das Große Methoden-Manual für aktivierenden Unterricht. Weinheim & Basel: Beltz Verlag.

Abbildung:
Müller, F. (2016). Selbstständigkeit fördern und fordern. Handlungsorientierte und praxiserprobte Methoden für alle Schularten und Schulstufen (5. Auflage). Weinheim & Basel: Beltz Verlag.