Klassenmusizieren

gemeinsam Musik machen

Klassenmusizieren bezeichnet die „didaktisch-methodisch geplante, gemeinsame Ausübung mit Gesang, Instrumentalspiel, Bewegung und Szene […]. Als musikalischer Lernprozess und als ästhetisch-musikalische Gebrauchspraxis enthält Klassenmusizieren sowohl Anteile von musikalischem Handwerk und von künstlerischer Ausübung als auch von Reflexion der Material- und Bedeutungsdimensionen von Musik sowie der musikalischen Handlungen“  (Bähr, Kosuch, Terhag 2005, S. 160). Als Formen des Klassenmusizierens gelten unter anderem Singen, Warmups, Bodypercussion, Vocussion, das Klassenorchester, Live- Arrangements, Mitspielsätze wie auch das Musizieren in einem Schulchor, einer Schulband oder in Streicher- und Bläserklassen.

Differenzierungsmöglichkeiten

Instrumente sollten jeder*jedem Schüler*in nach ihrem*seinen individuellen Leistungsstand angepasst werden.

Tipps

In Fachbüchern gibt es viele Mitspielsätze, die an unterschiedliche Leistungsniveaus angepasst sind.

Material

Instrumente, Stimme, Orff-Instrumentarium, Boomwhacker

Variation

Eine Alternative zum „klassischen“ Musizieren nach Noten bietet das sog. Live Arrangement bzw. die Live-Komposition. Hierbei wird die Produktion und Variation von Musikstücken im Spiel entwickelt und der jeweiligen Zielgruppe individuell angepasst. Im Mittelpunkt steht hierbei weniger das fertige Ergebnis, sondern der Prozess des Musikmachens.  Vermittelt werden soll also die Art und Weise, wie mit Musik umgegangen wird. (vgl. ebd., S. 167-176)

Quellen

Bähr, Johannes; Kosuch, Markus; Terhag, Jürgen: „Methodenkonzepte“. In: Musik Didaktik. Praxis für die Sekundarstufe I und II. Hrsg. von Werner Jank. Berlin: Cornelsen Verlag Scriptor Gmbh & Co.KG, 2005, S. 159-184.