Mathekonferenz

Die SuS lösen zunächst in Einzelarbeit, ggf. mit Hilfe der bereitgestellten Forschermittel, eine Mathematikaufgabe und dokumentieren ihre Vorgehensweise auf einem Blatt Papier. Das Plakat mit „Tipps für mögliche Satzanfänge und wichtige Wörter“ soll ihnen bei der Beschreibung der Vorgehensweise eine Unterstützung sein. Für die Bearbeitung der Aufgabe benötigen die SuS ausreichend Zeit.

Anschließend werden Kleingruppen von max. 3-4 SuS gebildet, die sich eine ruhige Umgebung suchen, um ihre Lösungswege und -strategien miteinander zu vergleichen und zu diskutieren. Die Kleingruppen wählen eine*n Sprecher*in, der nach der Gruppenphase die Gesprächsergebnisse dem Plenum präsentiert, eine*n Schreiber*in, der die zusammengefassten Gruppenergebnisse dokumentiert und eine*n Zeitwächter*in, der die für die Gruppenarbeit angesetze Zeit im Blick hat. Um den Ablauf besser zu strukturieren und die Kommunikation in der Lerngruppe anzuregen, können die SuS die Leitfragen zur Mathekonferenz nutzen. Die Fragen sollen außerdem den Blick auf die individuellen Lösungswege der Gruppenmitglieder lenken. Die SuS erhalten damit die Möglichkeit, ihre eigenen Lösungswege zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Zum Schluss werden die Gespächsergebnisse dem gesamten Plenum präsentiert. Dabei haben die Zuhörer*innen die Möglichkeit den Gruppen eine Rückmeldung zu geben.

Tipps

Mögliche Leitfragen für die Tipp-Karten:

  • „Wie ist dein Mitschüler beim Lösen der Aufgabe vorgegangen?“
  • „Hat dein Mitschüler die Aufgabe verständlich erklärt?“
  • „Ist seine Vorgehensweise geschickt?“
  • „Gibt es andere Lösungswege? Worin liegt der Unterschied?“
  • „Ist das Ergebnis richtig?“
  • etc.

Material

  • ergiebige Aufgabe, die mathematisch anspruchsvoll genug ist und verschiedene Denk- und Lösungswege zulässt
  • Schreibutensilien
  • Forschermittel (Material zur Lösung der Aufgaben), je nach Aufgabentyp: Wendeplättchen, Rechenrahmen, Zehner-System-Blöcke, GEO-Brett, o.ä.
  • Plakat mit möglichen Satzanfängen und wichtigen Wörtern zum Thema „Rechenwege“
  • Tipp-Karten, mit Leitfragen zur Mathekonferenz

 

Variation

Hat ein*e Schüler*in Schwierigkeiten beim Lösen einer Aufgabe und wünscht sich eine Unterstützung von  Mitschüler*innen, kann diese Methode auch für nur eine Kleingruppe genutzt werden. Diese*r Schüler*in trägt in dem Fall seinen Namen in eine Liste, die im Klassenraum aushängt, ein. Sobald sich dort max. 3-4 Schüler*innen eingetragen haben, kann sich die Gruppe für die Mathekonferenz zurückziehen.

Quellen

PIKAS (2010). Mathe-Konferenzen. Eine strukturierte Kooperationsform zur Förderung der sachbezogenen Kommunikation unter Kindern. http://pikas.dzlm.de/upload/Material/Haus_8_-_Guter_Unterricht/UM/Mathe-Konferenzen/Basisinfos/Infopapier_Mathekonferenzen.pdf (Zugriff am 24.07.16)