Sokratisches Gespräch

Das Sokratische Gespräch als eine metakommunikative Gesprächsmethode ermöglicht das strukturierte Philosophieren bereits im Grundschulalter.  Durch festgelegte Regeln und eine neutrale Moderation der Lehrkraft wird nicht nur die verbale Kommunikationskompetenz der SuS innerhalb eines soziales Kontextes geübt, sondern ebenfalls das logische Argumentieren, Reflektieren, sowie das selbstständige Denken erprobt. Die Methode eignet sich bezüglich ethischer Fragestellungen innerhalb des Unterrichts wie z.B. „Was sind eigentlich Träume?“, oder „Ist jeder Mensch gleich wichtig?“. Auch auf der Metaebene bietet das sokratische Gespräch eine kritische Reflexionsplattform als Basis einer thematischen oder sozialen Supervision an. Folgende Regeln sollen dabei den SuS, sowie der Lehrkraft einen transparenten Gesprächsrahmen schaffen:

Regeln für das sokratische Gespräch

  1. Die Lehrer/in sagt ihre Meinung zum Thema nicht.
  2. Die Lehrer/in lenkt das Gespräch am roten Faden entlang, d.h. wir verzetteln uns nicht an Nebenthemen.
  3. Bestreben nach Konsens, d.h. wir versuchen Sätze zu finden, denen alle zustimmen. Jeder sagt aber nur das was er wirklich meint und stimmt nicht deswegen zu weil die Anderen es von ihm erwarten.
  4. Wir beginnen mit einem kleinen Beispiel.
  5. Wir hören dem Anderen genau zu, versuchen zu verstehen und entgegnen unsere Meinung erst dann, wenn wir erklären können was der Andere meint.
  6. Das Metagespräch ist das Gespräch über das Gespräch.Wie ging es uns? Was hat uns gestört? Was war gut?

Tipps

Bei Bedarf kann ein Sprechstein als Hilfsmittel genutzt werden.

Material

ggfs. Poster für die sokratischen Regeln im Klassenraum aufhängen

Quellen

Tafelbild, Prof. Dr. Silke Pfeiffer, 1.04.025 Seminar: Denkentwicklung im Sachunterricht II (2014)