Stationenarbeit

Beim Stationen-Lernen oder der themenbezogenen Freiarbeit sind an verschiedenen Positionen im Raum, den sogenannten „Lernstationen“, handlungsorientierte Arbeitsaufträge unterschiedlicher Art ausgelegt, die nacheinander von den Lernenden bearbeitet werden. Die Aufträge können in einem thematischen Zusammenhang stehen, dürfen aber auch unabhängig voneinander und in unterschiedlicher Reihenfolge bearbeitet werden. Dadurch erhalten die Lernenden die Möglichkeit, ihren Lernweg entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten selbst zu steuern. Beim Stationen lernen wird durch Art und Auswahl der Aufträge die Vielfalt möglicher Zugänge zum Stoff betont. Innerhalb einer vorgegeben Zeit können die Kinder zum Teil selbst den Umfang und Schwierigkeitsgrad ihrer Aufgabe wählen, sowie den Arbeitsrhythmus und die Sozialform festsetzten. Stationen lernen setzt auf selbstverantwortliches, zielorientiertes Arbeiten in regelgeleiteter Atmosphäre, auf Kooperation der Schüler und Schülerinnen in Partner- oder Gruppenarbeit. Die Methode weist den Lernenden eine aktive und verantwortungsvolle Rolle innerhalb des Lernprozesses zu. Stationen lernen wird besonders empfohlen zur Vertiefung von Wissen, zur Übung und im Rahmen von fächerübergreifendem Unterricht.

Differenzierungsmöglichkeiten

Die Schüler und Schülerinnen erhalten je nach Vorkenntnissen und Erfahrung formulierte Aufgaben oder die Materialien sind so ausgewählt, dass Fragestellungen selbständig entwickelt werden können.

Tipps

Ästhetische und stabile Gestaltung sollen Aufforderungscharakter ausüben, die Arbeitsaufträge aktivierend formulieren

Material

Anschauungsmaterial, Aufgabenstellung, je nach Station

Variation

Lernstraße (feste Reihenfolge), Lerntheke (Materialbearbeitung am Platz), Lernkabinett, Lernzirkel (feste Zeit pro Station, alle wechseln auf akustisches Zeichen)

Quellen

Peterßen W.H. (2009): Kleines Methoden-Lexikon. Oldenbourg Schulbuchverlag, München.