ABC-Methode

Kurzbeschreibung:
Informationen oder Ideen zu einem Thema werden über die Strukturierungshilfe „Alphabet“ neu gesammelt oder wiederholt.

Durchführung:
Die SuS erhalten einen ABC-Arbeitsbogen mit den 26 Bustaben des Alphabets und werden gebeten, in Einzelarbeit zu einem vorgegebenen Thema zu jedem Buchstaben einen passenden Begriff aufzuschreiben. Anschließend bilden sich Tandems. Die Partner*innen vergleichen ihre Ergebnisse, ergänzen Begriffe und streichen Doppelnennungen. Danach werden die Begriffe im Plenum vorgestellt, evtl. auf Karten geschrieben und zu Clustern oder einer Mindmap zusammengefasst. Am Ende liegen eine Ideensammlung und eine mögliche Strukturierung des zu erarbeitenden Themas vor.

Differenzierungsmöglichkeiten

Zum Einstieg in ein neues Themengebiet kann einigen SuS ein Wörterbuch zur Verfügung gestellt werden (Hugenschmidt & Technau, 2005, S. 26). Zudem können SuS, die Schwierigkeiten bei dieser Methode haben, einige Wörter vorgegeben werden, die zur Anregung dienen sollen. Im Primarbereich ist es hilfreich je nach Kenntnisstand der SuS über die einzelnen Buchstaben, die Unbekannten oder Schwierigeren auszulassen.

Tipps

Da zu einigen Buchstaben schwer Begriffe zu finden sind, können Sie mit den SuS vereinbaren, eine bestimmte Anzahl von Buchstaben individuell zu streichen (z.B. 3-5).

Material

Arbeitsblatt mit ABC-Schema:

668053874272

Variation

Die Übung können Sie auch als Wiederholung des Gelernten einsetzen. Dann sollten Sie nach der Nennung der Begriffe im Plenum die Erklärung oder Begründung erfragen.
Das Themen-ABC kann auch als Wettbewerb durchgeführt werden.

  1. In einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Begriffe aufschreiben oder
  2. Punkte vergeben (1 Punkt: Der Begriff wurde von mehreren SuS notiert. 2 Punkte: Der Begriff wurde nur von einem*r Schüler*in notiert. 3 Punkte: Zu den Buchstaben in Klammern (Q,X,Y,…) wurde ein Begriff notiert.)

Die ABC-Methode kann in der Zielsetzung durch die Sammlung von Argumenten für eine mögliche Diskussion variiert werden (Gugel, 2011, S. 91). Zudem können statt der Buchstaben des Alphabets die Buchstaben eines Wortes verwendet werden. Dabei zielen die zugeordneten Begriffe auf die Erklärung des vorgegebenen Wortes (Gugel, 2011, S. 91). Eine weitere Möglichkeit bietet die Variation durch die Sozialformen. Der erste Schritt kann beispielsweise auch in Partnerarbeit geschehen. Dadurch würde der nächste Schritt entfallen (Hugenschmidt & Technau, 2005, S. 23).

Quellen

Thal, Jürgen/Vormdohre, Karin: „Methoden und Entwicklung. Basismaterialien für effektiven und aktivierenden Unterricht“, Schneider Verlag Hohengehren 2009, S. 42f.

Gugel, G. (2011). 2000 Methoden für Schule und Lehrerbildung: Das große Methoden-Manual für aktivierenden Unterricht (1. Auflage). Weinheim: Beltz.

Hugenschmidt, B. & Technau, A. (2005). Methoden schnell zur Hand. 66 schüler- und handlungsorientierte Unterrichtsmethoden (1. Auflage). Leipzig: Klett.

Müller, F. (2016). Selbstständigkeit fördern und fordern: Handlungsorientierte und praxiserprobte Methoden für alle Schularten und Schulstufen (5. Auflage). Weinheim: Beltz.

http://spielend-leicht-lernen.at/WebRoot/Store11/Shops/65189760-8d20-4ac8-92f9-d62b15badcf8/54C0/DA45/DDB2/87A0/4332/0A48/3538/384A/668053874272.png (Zugriff am 25.08.16)