Interview

Das Interview oder auch Partnerinterview genannt, kann zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und zur Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls in neu gebildeten Klassen beitragen. Dies geschieht, indem sich zuvor gebildete Interviewpartner*innen gegenseitig mit Hilfe von festgelegten Fragen interviewen. Die Fragen werden in der Vorbereitung von der Lehrkraft entwickelt und dienen zum Kennenlernen des Gegenübers. Nach dem Interview werden die erfassten Informationen im Plenum vorgestellt. Im Anschluss können Ähnlichkeiten innerhalb der Klasse zusammengetragen oder ein Quiz erstellt werden, um das Kennenlernen zu vertiefen (Müller, 2016, S. 173).

Einstiegsgeschichte

„Es gibt nichts Spannenderes als eine gut erzählte Geschichte“ (Greving & Paradies, S.30). – Die Methode eignet sich prinzipiell für alle Schulformen, bedarf lediglich kleiner individueller Variationen.

Eine Geschichte, welche je nach Thematik und Altersstufe variiert, wird möglichst natürlich und frei von der Lehrperson erzählt. Die Geschichte kann dabei entweder einer Quelle entnommen oder von der Lehrperson eigenständig verfasst sein.

Um die Geschichte möglichst ansprechend zu erzählen und für Lebendigkeit zu sorgen, sollte Wert auf gezielt „eingesetzte Mimik, Gestik und Bewegungen im Raum, Variationen in Intonation und Lautstärke, Sprechtempo und Pausen“ (Greving & Paradies, S. 31) gelegt werden.

Durch die Einbettung der Geschichte in altersgemäße Settings und Handlungsabläufe sowie Charaktere, in die sich die SuS gut hineinversetzen können, kann Spannung und Neugier erzeugt werden.

Klassenmusizieren

gemeinsam Musik machen

Klassenmusizieren bezeichnet die „didaktisch-methodisch geplante, gemeinsame Ausübung mit Gesang, Instrumentalspiel, Bewegung und Szene […]. Als musikalischer Lernprozess und als ästhetisch-musikalische Gebrauchspraxis enthält Klassenmusizieren sowohl Anteile von musikalischem Handwerk und von künstlerischer Ausübung als auch von Reflexion der Material- und Bedeutungsdimensionen von Musik sowie der musikalischen Handlungen“  (Bähr, Kosuch, Terhag 2005, S. 160). Als Formen des Klassenmusizierens gelten unter anderem Singen, Warmups, Bodypercussion, Vocussion, das Klassenorchester, Live- Arrangements, Mitspielsätze wie auch das Musizieren in einem Schulchor, einer Schulband oder in Streicher- und Bläserklassen.

Laute Post – Rhythmen herumgeben

Rhythmuskommunikation

Ähnlich wie beim bekannten Kinderspiel „stille Post“ wird ein eintaktiger Rhythmus im Kreis von Schüler*in zu Schüler *in weitergegeben. Der Rhythmus kann sowohl mit Bodypercussion (z.B. Klatschen) als auch mit Schlag- und Rhythmusinstrumenten weitergegeben werden.

  1. Als Probedurchlauf gibt der Lehrer einen einfachen Rhythmus vor. Zur metrischen Unterstützung stampfen alle SuS den Rhythmus mit. Zusätzlich sollte das Metrum durch ein Schlaginstrument (etwa eine Trommel) verstärkt werden.
  2. Nun leiten die SuS die Übung selbst an und geben eigene Rhythmen vor.
  3. Für fortgeschrittene Klassen: Im Abstand von 5 bis 10 Schülern werden neue Rhythmen auf den Weg geschickt. Eine Verkürzung der Abstände ist möglich, wobei dies auch mehr Konzentration erfordert.

(Vgl. Buschendorff 2008, S. 10)

Bewegungsspiel: „Gustaf Gustafsson, wie tief ist das Wasser?“ (Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?)

Dieses Bewegungsspiel ist an die Geschichte von Gustaf Gustafsson angelehnt, normalerweise würde man stattdessen immer von dem Fischer reden. Es wird ein Kind als Gustaf Gustafsson (Fischer) gewählt, das kann die Lehrkraft übernehmen. Außerdem wird eine Start- und Ziellinie festgelegt. Diese sollten ca. 10 Meter voneinander entfernt sein, es bietet sich also an, das Spiel draußen oder in der Aula zu spielen. Gustaf Gustafsson stellt sich an die Ziellinie, die anderen Kinder an die Startlinie. Die Kinder rufen Gustaf (dem Fischer) dann zu: „Gustaf Gustafsson, wie tief ist das Wasser?“ („Fischer Fischer…“) Gustaf antwortet mit einer beliebigen Zahl, z.B. „ozeantief“, „20 Meter tief“ etc. Dann antworten die Kinder: „Und wie kommen wir darüber?“. Daraufhin denkt sich Gustaf eine Fortbewegungsart aus, z.B. hüpfend, krabbelnd, rückwärts, auf einem Bein, Spinnenschritt, kriechend, lange Schritte, ein Liedchen pfeifend usw. Die Kinder beginnen dann auf diese Weise zur Ziellinie zu laufen und Gustaf wiederum versucht sie (auch mit derselben Fortbewegungsart) zu fangen. Die gefangenen Kinder helfen nun, die übrigen Kinder zu fangen. Wer bis zum Schluss übrig bleibt, ist der neue Gustaf. Das Spiel beginnt dann von vorne.

Standbild

Ein Standbild ist eine eingefrorene Konstellation eines Problems, einer sozialen Situation oder eines Themas

Ein Standbild ist eine eingefrorene Konstellation eines Problems, einer sozialen Situation oder eines Themas. Dabei werden Beziehungen/ Verhältnisse zwischen Personen und wesentliche Charakterzüge der Figuren dargestellt.

Die Standbilder werden der Klasse präsentiert und von den Beobachtenden gedeutet und besprochen. Anschließend erklärt und reflektiert die Gruppe bzw. der Regisseur warum sie das Thema/ die Situation so dargestellt haben. Durch das „Hineinversetzen“ wird das Verständnis der SuS für das Thema/ die Figur/ die Situation erhöht.

Bilder-Kiosk

Verschiedene Bildmotive, z.B. Postkarten, Fotos, usw., die passend zur Themenstellung ausgewählt werden, werden in der Raummitte oder im gesamten Raum ausgelegt oder aufgehängt. Die Teilnehmer*innen gehen im Raum herum und schauen sich alle Motive an. Dies kann als Stillarbeit vereinbart werden. Jede*r Teilnehmer*in entschließt sich nun eigenständig, ohne Eingreifen der Lehrkraft, für ein Motiv und nimmt es an sich. Sobald sich jede*r für ein Motiv entschieden hat, nimmt jede*r Teilnehmer*in je nach Thema oder Aufgabe Stellung zu diesem. Hierbei werden zum Beispiel die eigenen Empfindungen beziehungsweise das eigene Wissen zu diesem Gegenstand erläutert. Es ist wichtig, dass jede*r Teilnehmer*in angehört wird. Diese Methode sollte zudem nicht losgelöst vom Kommenden stehen, sondern immer Bezug zum Thema haben und kann auch im Laufe des Unterrichts immer wieder aufgegriffen werden.

Wollknäuel

Beschreibung: Die Wollknäuel-Methode dient als Kennlernmethode. Die SuS sitzen in einem Stuhlkreis und sollen ihren Mitschüler*innen bestimmte Informationen preisgeben. Die Informationen werden von der Lehrkraft vorgegeben, um nicht zu viele Inhalte auszutauschen. Nachdem der*die erste Schüler*in sich vorgestellt hat, hält der*die Schüler*in das Ende des Wollknäuels fest und wirft es zu einem*r Mitschüler*in, so dass sich das Knäuel abwickelt. Die Reihenfolge ist dabei beliebig. Der*die nächste Schüler*in hält den Faden fest, stellt sich vor und wirft den Knäuel zum*r Nächsten. Mit dieser Vorgehensweise entsteht eine Art Spinnennetz, mit dem jede*r SuS verbunden ist.

Blitzlicht

Beschreibung: Die Lehrperson beginnt mit ihrer Moderation und führt die SuS zu einem Oberthema/ Oberbegriff und erklärt die Blitzlichtmethode. Die SuS haben nun die Möglichkeit, ihre spontanen Gedanken dazu nacheinander auszusprechen. Der Lehrer hält jeden Begriff an der Tafel fest. Die Äußerungen der SuS werden währenddessen weder kommentiert noch bewertet.

Mind-Map

Die Mind-Map Methode ist eine der am häufigsten eingesetzten Unterrichtsmethoden. Begonnen wird mit der Platzierung des Themas in der Mitte eines Blattes. Danach werden rund um dieses Hauptthema die Unterthemen eingetragen. Dies sollten nicht zu viele sein, damit die Übersichtlichkeit der Mind-Map nicht beeinträchtigt wird. Nun machen sich die SuS jeweils zu den Unterthemen Gedanken und notieren diese wiederum an den jeweiligen Strängen. In der Regel geht eine Mind-Map nicht über diese drei Ebenen hinaus. Nun kann die fertige Mind-Map als Gliederungshilfe, Gedankenstütze oder einfach als Lernzettel benutzt werden.