Der Zauberer

Die Methode „Der Zauberer“ ist eine Methode für den Deutschunterricht. Auf spielerische und kreative Art und Weise können SuS, die die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschen, neue Begriffe erlernen.

Die SuS sammeln sich im Sitzkreis. In der Mitte des Sitzkreises werden Figuren ausgelegt. Die Figurensammlung kann aus vielerlei Objekten und Materialien zusammengesetzt sein.

Eine Schülerin bzw. ein Schüler wird als Zauberin bzw. Zauberer ausgewählt. Die Zauberin bzw. der Zauberer wird mit Zauberhut und Zauberstab ausgestattet. Die Zauberin bzw. der Zauberer darf von seinem Platz aufstehen und in die Mitte des Kreises treten. Mit dem Zauberstab darf er/sie der Reihe nach auf die aufgestellten Figuren und Objekte zeigen. Der Rest der Klasse antwortet im Chor, wie die jeweilige Figur bzw. das Objekt in der deutschen Sprache bezeichnet wird.

Sokratisches Gespräch

Das Sokratische Gespräch als eine metakommunikative Gesprächsmethode ermöglicht das strukturierte Philosophieren bereits im Grundschulalter.  Durch festgelegte Regeln und eine neutrale Moderation der Lehrkraft wird nicht nur die verbale Kommunikationskompetenz der SuS innerhalb eines soziales Kontextes geübt, sondern ebenfalls das logische Argumentieren, Reflektieren, sowie das selbstständige Denken erprobt. Die Methode eignet sich bezüglich ethischer Fragestellungen innerhalb des Unterrichts wie z.B. „Was sind eigentlich Träume?“, oder „Ist jeder Mensch gleich wichtig?“. Auch auf der Metaebene bietet das sokratische Gespräch eine kritische Reflexionsplattform als Basis einer thematischen oder sozialen Supervision an. Folgende Regeln sollen dabei den SuS, sowie der Lehrkraft einen transparenten Gesprächsrahmen schaffen:

Regeln für das sokratische Gespräch

  1. Die Lehrer/in sagt ihre Meinung zum Thema nicht.
  2. Die Lehrer/in lenkt das Gespräch am roten Faden entlang, d.h. wir verzetteln uns nicht an Nebenthemen.
  3. Bestreben nach Konsens, d.h. wir versuchen Sätze zu finden, denen alle zustimmen. Jeder sagt aber nur das was er wirklich meint und stimmt nicht deswegen zu weil die Anderen es von ihm erwarten.
  4. Wir beginnen mit einem kleinen Beispiel.
  5. Wir hören dem Anderen genau zu, versuchen zu verstehen und entgegnen unsere Meinung erst dann, wenn wir erklären können was der Andere meint.
  6. Das Metagespräch ist das Gespräch über das Gespräch.Wie ging es uns? Was hat uns gestört? Was war gut?

Blitzlicht

Das Blitzlicht eignet sich um mit wenig Zeit eine Rückmeldung (z.B. zum Vorwissen) aus der Klasse zu bekommen.

Die Lehrkraft gibt einen Input zu einem bestimmten Themenkomplex oder stellt eine Frage. Jede*r  Schüler*in darf nun in ein bis zwei Sätzen seine Assoziationen oder Ideen kundgeben. Sehr gut eignet sich die Methode ebenfalls zum Feedback einholen.

Assoziationskette

Die Assoziationskette ist eine gute Methode für den Einstieg. Es können Ideen, Vorwissen und Assoziationen zu einem bestimmten Thema gesammelt werden.

Die Lehrperson gibt eine Stichwort oder Thema vor und wirft einen Ball (oder Wollknäul o.Ä) zu einer Schülerin oder einem Schüler, die/der dann spontan eine Assoziation sagen soll. Die SuS werfen sich den Ball kreuz und quer zu und wer den Ball fängt sagt eine weitere Assoziation.

Durch diese Methoden kann eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema stattfinden, aber auch ein Meinungsspektrum dargestellt werden.

 

Assoziationsstern

  • Besonders geeignet für den Einstieg in ein neuen Thema/ Fragestellung
  • Die Schüler*innen können Spontanität entwickeln, eigene Ideen äußern und es wird assoziatives Denken gefördert

Durchführung:

  • Der „Assoziationsstern“ wird an die Tafel gemalt, in den Körper des Sterns wird die Fragestellung formuliert
  • Hinweis an die Teilnehmenden: Jede Idee wird aufgenommen, keine Idee wird hinterfragt oder kritisiert und die Schüler*innen dürfen sich mehrmals einbringen
  • Ein Protokollant schreibt die Ideen an den Assoziationsstern
  • Daraufhin wird die Ideensammlung durchgeführt (ca. 10-15 Minuten)

Geocaching (Erlebnispädagogik)

Das Geocaching ist eine erlebnis- und handlungsorientierte Methode, die die Abenteuerlust der Schülerinnnen und Schüler weckt und nebenbei ihre sozialen Kompetenzen fördert.

„Aus Ereignissen werden Erlebnisse, Erlebnisse bündeln sich zu Erfahrungen, aus Erfahrungen werden Erkenntnisse gezogen.“ (Michl, 2015, S. 10)

Das Geocaching ist eine spielerische und handlungsorientierte Methode aus dem Bereich der Erlebnispädagogik. Im Bildungskontext existiert zudem der Begriff „Educaching“. Es handelt sich um eine moderne Form der Schnitzeljagd, bei der die Schülerinnen und Schüler eigenständig einzelne Stationen mithilfe von GPS-Geräten suchen und verschiedene Aufgaben lösen müssen, um am Ende einen Schatz – den sogenannten „cache“ – zu finden. Die Fragen der Geocaching-Rallye können sich inhaltlich auf ein aktuelles Unterrichtsthema beziehen.

Die erlebnispädagogische Methode bietet viel Raum für selbstständiges Handeln, soziales Lernen und weckt die Abenteuerlust der Kinder und Jugendlichen. Schulaufgaben werden zu spannenden Rätseln, die auf unterschiedliche Weise gelöst werden müssen.

Das Geocaching wird allerdings erst dann zu einer Unterrichtsmethode, wenn es didaktisch aufbereitet wird. Eine Geocaching-Tour sollte daher nicht ohne ein vorher klar formuliertes Ziel und im Rahmen einer themenorientierten Unterrichtseinheit durchgeführt werden.
Auch eine anschließende Reflexion im Plenum ist sehr zu empfehlen um sich über das gemeinsame Erlebnis auszutauschen und einen Transfer in die Unterrichtseinheit zu ermöglichen. Denn jede/r Schüler/in nimmt das Ereignis subjektiv und individuell wahr.


Durchführung

Zu Beginn der Geocaching-Rallye wird die Funktionsweise der GPS-Geräte erklärt und ausprobiert. Bevor die Schatzsuche starten kann, sollten allgemeine Regeln besprochen werden (Naturschutz und Spielregeln wie z.B. auf den Waldwegen bleiben). Die Klasse wird in kleinere Gruppen aufgeteilt (max. 4 Pers.), die je einen Fragebogen mit Aufgaben zum Unterrichtsthema erhalten. Obwohl alle die gleichen Stationen anlaufen und dasselbe Endziel verfolgen, kann jede Gruppe unterschiedliche Aufgaben bekommen (Differenzierungsmöglichkeit). Nun ist gute Zusammenarbeit gefragt! Denn bei der richtigen Beantwortung einer Frage erhalten die einzelnen Teams eine Koordinate. Nur mithilfe der Lösungen der anderen Gruppen können die Koordinaten für die nächste Station vollständig in die GPS-Geräte eingegeben werden. Die ganze Klasse muss sich also an jedem Treffpunkt immer wieder zusammenfinden. Zur besseren Orientierung und Stärkung des Wir-Gefühls kann sich jedes Team einen Gruppennamen, ein gemeinsames Zeichen, o.ä. geben. Während des Geocachings ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler innerhalb ihrer Gruppe immer zusammen bleiben. Niemand geht auf eigene Faust los! An der letzten Station kann ein zuvor versteckter Schatz darauf warten, von der ganzen Klasse gefunden und geteilt zu werden.


Was zeichnet das Geocaching aus?

  • Außergewöhnliches Erlebnis: Die Lerninhalte werden mit dem prägenden Erlebnis verknüpft und bleiben somit nachhaltiger im Gedächtnis.
  • Hoher Spaßfaktor und intrinsische Motivation der Schülerinnen und Schüler durch spielerisches Lernen in der Natur.
  • Förderung sozialer Kompetenzen: Nur wenn die Schülerinnen und Schüler miteinander kooperieren und kommunizieren, kommen sie ans gemeinsame Ziel. Beim Geocaching sind Hilfsbereitschaft, Kooperationsfähigkeit, Rücksichtnahme auf langsamere Mitschüler/innen, aber auch Durchsetzungsfähigkeit und Kompromissbereitschaft gefragt.

Mögliche Herausforderungen

  • Es kann zu Konflikten innerhalb der Gruppe kommen (z.B. Meinungsverschiedenheiten bei der Wegrichtung). Wenn die Schülerinnen und Schüler diese möglichst selbst lösen, können sie ihre sozialen Kompetenzen ausbauen.
  • Konkurrenz unter den Gruppen kann durch unterschiedliche Aufgabenstellungen reduziert werden.
  • Es gilt zu berücksichtigen, dass die Ausdauerfähigkeit der Schülerinnen und Schüler stark variieren kann.
  • Wenn ein Kind mit körperlicher oder motorischer Beeinträchtigung am Geocaching teilnimmt, sollte eine barrierefreie Route gewählt werden.

Wandzeitung

Die Wandzeitung ist eine vielfältige und kreative Methode, um die Schülerinnen und Schüler zu motivieren.

Eine Wandzeitung bietet die Möglichkeit der Visualisierung und Dokumentation von bestimmten Themen und Arbeitsprozessen. Zugleich verschafft die Wandzeitung dem Betrachter einen Überblick über ein bestimmtes Thema.

Es können End- und Zwischenergebnisse, Prozesse, Projekte, Meinungen und Informationen dokumentiert werden. Neben dieser inhaltlichen Arbeit ist die Wandzeitung auch geeignet, um Beziehungsarbeit in der Klasse zu leisten. Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler Kritik und Lob mit Hilfe der Wandzeitung zum Ausdruck bringen können, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, sich eine Meinung zu bilden und diese frei zu äußern. Die Lernenden übernehmen selbst Verantwortung, indem sie die Wandzeitung gestalten und sich daher mit dem Lerngegenstand persönlich verbinden.

 

Fishbowl Diskussion

Bei der Diskussionsmethode „Fishbowl“ (Aquarium) entfalten die Schüler und Schülerinnen ein Thema argumentativ. Zuerst werden die SuSin mindestens zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe vertritt hier dabei eine eigene, von den anderen Gruppen unterschiedliche Meinung. Die Gruppen erarbeiten zunächst ein Thema, indem sie z.B. einen Text lesen und Argumente herausstellen, welche sie für ihre Rolle bzw. für ihre zugeteilte Meinung benötigen. Es werden zwei Stuhlkreise (ein Innen- und ein Außenkreis) gebildet. Der Innenkreis, in dem die Thematik diskutiert wird, besteht aus einem oder mehreren SprecherInnen der Gruppen, einem oder zwei ModeratorInnen und einem bis zwei freien Stühlen. Die anderen Schüler sind Zuhörer bzw. Beobachter. Der/die Moderator*in leitet die Diskussion ein und achtet auf die Einhaltung der Gesprächsregeln. Die SuS im Außenkreises  können sich an der Diskussion beteiligen indem sie sich auf einen freien Stuhl im Innenkreis setzen. Diese*r  Schüler*in erhält als nächstes das Wort, setzt sich aber nach Verdeutlichung des Standpunktes zurück in den Außenkreis. Vom Außenkreis kann der Antrag gestellt werden, die Diskussion zu beenden, wenn keine neuen Gesichtspunkte mehr angesprochen werden. Die Gesamtgruppe stimmt über diesen Antrag ab.  Am Ende der Diskussion wertet der/die  Moderator*in die Diskussion aus. Die Methode kann in vielen Situationen und Kontexten eingesetzt werden. Gerade jüngere SuS können mit dieser Methode das angemessene Verhandeln miteinander z.B. über Konflikte im Schulalltag oder Ziele einer Klassenfahrt lernen. 

Fehlergeschichte

Bei einer Fehlergeschichte wird von der Lehrperson eine Geschichte zweimal vorgetragen. Jedoch unterscheiden sich die beiden Versionen der Geschichte in manchen Details. Zuerst informiert die Lehrperson die Schüler über das Vorgehen und rät ihnen, aufzupassen und aufmerksam zuzuhören. Die Lehrperson trägt im Anschluss die vorbereitete Geschichte möglichst lebendig vor. Direkt danach wird die Geschichte mit einigen Abweichungen oder falschen Fakten z.B. veränderte Namen, Orte, Wochentage…wiedergegeben.  Die Aufgabe der Lernenden ist es, sich die Details der ersten Version zu merken. Beim zweiten Vortragen sollen die SuS bei Fehlern bzw. Veränderungen die Hand heben und diese nach Aufforderung richtig stellen. Das Ziel der Methode ist es, die Konzentrations- und Merkfähigkeit der SuS zu trainieren. 

Zuruffrage

Die Lehrkraft stellt eine gut verständliche Frage an die Klasse. Diese wird auch visuell an der Tafel oder auf einer Overheadfolie dargestellt, damit die SuS diese im Laufe der Methode nochmals nachlesen können bzw. ggf. SuS mit Förderschwerpunkten diese nochmals anders präsentiert bekommen.

Im weiteren Verlauf werden die SuS dazu angeregt, ihre Antworten auf die Frage hereinzurufen. Die Antworten werden dann bspw. durch die Lehrkraft neben der schriftlich notierten Frage festgehalten.

Die SuS sollen besonders zu spontanen Äußerungen und Handlungen angeregt werden. Hierbei greift kein ordnendes Prinzip, sondern die Spontanität bestimmt die Methode.