Experiment

Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einer Thematik in einem praktischen Experiment durch Probieren, Untersuchen und Beobachten, neue Sachverhalte erforschen. Dabei geht es in erster Linie um die Selbsttätigkeit der SuS und um die Beantwortung der Frage „Warum?“. Diese Forscherrolle der SuS begünstigt nachhaltiges Lernen.

Es gibt mehrere Phasen des Experimentierens, in die die SuS einbezogen werden:

  1. Begegnung mit dem Phänomen
  2. Hypothesenbildung
  3. Planung des Versuchsaufbaus
  4. Durchführung mit Dokumentation
  5. Auswertung und Erklärung der Zusammenhänge

Experimente müssen unter gleichen Bedingungen wiederholbar und überprüfbar sein.

Beispiel Versuchsprotokoll

Projektarbeit

Die Projektarbeit ist eine Großmethode, die durch eine Vielzahl an kleineren Methoden gefüllt werden kann. Das Projekt ist eine gemeinsame Aufgabe von Lehrer/innen und Schüler/innen, die in einer vorgegebenen Zeit bewältigt werden soll (Mattes, 2002, S. 70). Ziel ist es, durch einen gemeinsamen Prozess ein Problem zu lösen und ein Produkt zu entwickeln (Paradies & Linser, 2010, S. 49). Die Projektarbeit ist ganzheitlich und hebt die Strukturen vom klassischen Schulunterricht (wie Fächertrennung oder Klassen) kurzzeitig auf (Peterßen, 2009, S. 239).

Mit Projektarbeit (oder auch Projektunterricht) ist dabei der gesamte Ablauf gemeint:

  1. Erkunden des Themas
  2. Planung des Projekts
  3. Durchführung
  4. Präsentation
  5. Auswertung (Brenner & Brenner, 2012, S. 20f.)

Vorteile der Projektarbeit sind die Handlungsorientierung, die Berücksichtigung der Interessen der SuS sowie die Möglichkeit der Partizipation der SuS an Entscheidungsprozessen. All dies führt gewöhnlich zu einer hohen Motivation. Weiterhin werden soziale Fähigkeiten trainiert: Das Arbeiten verläuft kooperativ und trainiert die Zusammenarbeit (Brenner & Brenner, 2012, S. 21).

(Lern-)Feature

Das (Lern-)Feature ermöglicht es, ein Thema durch emotionale Zugänge zu vermitteln und multimedial alle Sinne zu aktivieren. Hierbei werden von der Lehrkraft gleichzeitig verschiedene haptische, visuelle und auditive Impulse präsentiert und nach der Vorstellung bezüglich spezifischer Fragen analysiert. Somit kann die Methode sowohl als Einstieg als auch als Abschluss einer Stunde eingesetzt werden. Es steht vor allem der emotionale Gesamteindruck als Spagat zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung im Fokus (vgl. Klein 2013, Gerlach 2016).