Teekesselchen

Die SuS erkunden Doppeldeutungen von Wörtern (Homonymen) und sollen diese möglichst vage beschreiben.  Zwei Sus überlegen sich zusammen ein Homonym und treten vor das Plenum. Sie beschreiben abwechselnd die verschiedenen Begriffsbedeutungen. z.B. A: Mein Teekesselchen ist aus Metall. / Schüler B: Mein Teekesselchen ist aus Stein (also: „Schloss“). Das Plenum darf dann den Begriff erraten. Wenn sie das nicht schaffen werden die Homonyme weiter beschrieben. Sobald ein Schüler oder eine Schülerin den Begriff errät, darf er oder sie mit einem weiteren Kind eine neue Runde starten.

Die Teekesselchen Methode kann angewandt werden, um das Strukturieren von Wörtern zu fördern oder um die SuS darauf aufmerksam zu machen, das es viele Wörter mit Doppel- oder Mehrfachbedeutungen gibt.

Think-pair-share

In der ersten Phase der think-pair-share Methode setzt sich jede*r Einzelne mit einer Aufgabe auseinander (think). Diese Aufgabe kann z.B. daraus bestehen einen kurzen Text zu bearbeiten oder über eine Fragestellung nachzudenken (1-5). Darauf folgt in der zweiten Phase ein Austausch mit einem*einer Partner*in (pair), in der am Ende jede*r die Themen so gut verstanden hat, dass diese vorgestellt werden können (5-10 Min). Schließlich findet in der dritten Phase der Austausch in einer Gruppe oder in dem Plenum statt (share), das kann in Form eines Vortrags geschehen (5-10 Min).

Zahlenkiste

Die Methode „Zahlenkiste“ ist für Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 100 entwickelt worden. Auf Arbeitsblättern o.ä. sind Kisten abgebildet, die vorne auf der Kiste eine Zahl und im Inneren mehrere unterschiedliche Zahlen haben (Zahlenkiste Beispiel). Die SuS sollen die Zahlen im Inneren der Kiste interpretieren und eigenständig Rechenoperationen und -Konstellationen erkennen, sodass sie mit den Zahlen in der Kiste Aufgaben bilden können, die als Lösung die Zahl auf der Vorderseite haben. Dabei müssen nicht alle Zahlen in der Kiste durch Rechenoperationen die Zahl auf der Vorderseite ergeben. Es können demnach auch Zahlen übrig bleiben.

Arbeitsschritte der Methode:

  • Die SuS bekommen ein Arbeitsblatt mit den Zahlenkisten und versuchen mit dem Partner die Aufgaben zu lösen
  • Danach setzen sich jeweils zwei Zweiergruppen zusammen und vergleichen die Lösungen. Sie kontrollieren, ergänzen und korrigieren ggf. ihre Lösungen.
  • Zum Schluss bekommen die SuS ein AB, bei dem wahlweise nach dem Rechenbefehl (Addition/ Subtraktion), nach der Eingabezahl oder nach der Ausgabezahl gefragt wird.

Domino

Die Aufgaben der Dominosteine bewegen sich im Hunderterraum. Die SuS wiederholen und festigen spielerisch die Grundrechenarten. Es werden Kleingruppen gebildet. Jeder Dominostein weist zwei Felder auf. Im ersten Feld steht jeweils der 1. Summand bzw. der Minuend, im zweiten Feld befindet sich der Rechenoperator und der zweite Summand bzw. der Subtrahend. Links steht also eine Zahl und rechts eine Rechenoperation und ebenfalls eine Zahl. Alle Steine werden verdeckt in die Mitte gelegt, gemischt und gleichmäßig an die Teilnehmer verteilt. Die Schülerinnen und Schüler legen ihre Steine verdeckt vor sich hin. Ein Dominostein aus der Mitte wird aufgedeckt und als Startstein genutzt. Der Teilnehmer, dessen Stein passt legt ihn an. Der nächste der Runde deckt ebenfalls einen Stein auf und versucht ihn an ein Ende anzulegen. Kann der nächste keinen Stein anlegen, muss sich derjenige einen Stein aus der Mitte nehmen. Passt dieser wieder nicht, ist der nächste dran. Hat ein Teilnehmer keine Steine mehr vor sich liegen, ist das Spiel beendet. Die SuS lernen das Dominospiel regelgebunden durchzuspielen und dabei die jeweiligen mathematischen Kombinationen zu kontrollieren.

 

Lehrervortrag

Der Lehrervortrag soll die Schülerinnen und Schüler über ein bestimmtes Thema informieren oder in eine Unterrichtseinheit einführen.
Dabei wird folgendes beachtet:
Das Thema des Vortrags sollte angemessen in den Unterrichtsverlauf eingebettet und sein Ziel nachvollziehbar sein.
Die Dauer des Vortrags ist abhängig von Alter, Schulform (…) der Lerngruppe und sollte einen Zeitraum von 20 Minuten nicht übersteigen. Eine gute Gliederung und Strukturierung erleichtert es den Schülerinnen und Schülern, dem Unterricht zu folgen.
Der Einsatz von Medien unterstützt die Lehrkraft in ihrem Vortrag und gestaltet ihn abwechslungsreicher und interessanter. Die Lehrkraft sollte ihren Vortrag frei vortragen und flexibel auf Fragen oder Einwände reagieren können.

Einer bleibt, drei gehen

Die SuS haben zuvor in einer Gruppenarbeit Ergebnisse erarbeitet. Die Gruppenmitglieder werden daraufhin neu eingeteilt, ein*e Schüler*in bleibt am Arbeitsplatz, die anderen verteilen sich gleichmäßig an die anderen Gruppentische. Am Ende befindet sich in den neuen Gruppen jeweils ein Experte der vorherigen Arbeitsgruppen. Alle tauschen sich über die zuvor erarbeiteten Ergebnisse aus. Die SuS finden sich anschließend wieder in ihren ersten Gruppen zusammen und vergleichen ihre neuen Ergebnisse.

Experiment

Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einer Thematik in einem praktischen Experiment durch Probieren, Untersuchen und Beobachten, neue Sachverhalte erforschen. Dabei geht es in erster Linie um die Selbsttätigkeit der SuS und um die Beantwortung der Frage „Warum?“. Diese Forscherrolle der SuS begünstigt nachhaltiges Lernen.

Es gibt mehrere Phasen des Experimentierens, in die die SuS einbezogen werden:

  1. Begegnung mit dem Phänomen
  2. Hypothesenbildung
  3. Planung des Versuchsaufbaus
  4. Durchführung mit Dokumentation
  5. Auswertung und Erklärung der Zusammenhänge

Experimente müssen unter gleichen Bedingungen wiederholbar und überprüfbar sein.

Beispiel Versuchsprotokoll

Projektarbeit

Die Projektarbeit ist eine Großmethode, die durch eine Vielzahl an kleineren Methoden gefüllt werden kann. Das Projekt ist eine gemeinsame Aufgabe von Lehrer*innen und Schüler*innen, die in einer vorgegebenen Zeit bewältigt werden soll (Mattes, 2002, S. 70). Ziel ist es, durch einen gemeinsamen Prozess ein Problem zu lösen und ein Produkt zu entwickeln (Paradies & Linser, 2010, S. 49). Die Projektarbeit  ist ganzheitlich und hebt die Strukturen vom klassischen Schulunterricht (wie Fächertrennung oder Klassen) kurzzeitig auf (Peterßen, 2009, S. 239).

Mit Projektarbeit (oder auch Projektunterricht) ist dabei der gesamte Ablauf gemeint:

  1. Erkunden des Themas
  2. Planung des Projekts
  3. Durchführung
  4. Präsentation
  5. Auswertung (Brenner & Brenner, 2012, S. 20f.)

Vorteile der Projektarbeit sind die Handlungsorientierung, die Berücksichtigung der Interessen der SuS sowie die Möglichkeit der Partizipation der SuS an Entscheidungsprozessen. All dies führt gewöhnlich zu einer hohen Motivation. Weiterhin werden soziale Fähigkeiten trainiert: Das Arbeiten verläuft kooperativ und trainiert die Zusammenarbeit (Brenner & Brenner, 2012, S. 21).

(Lern-)Feature

Das (Lern-)Feature ermöglicht es, ein Thema durch emotionale Zugänge zu vermitteln und multimedial alle Sinne zu aktivieren. Hierbei werden von der Lehrkraft gleichzeitig verschiedene haptische, visuelle und auditive Impulse präsentiert und nach der Vorstellung bezüglich spezifischer Fragen analysiert. Somit kann die Methode sowohl als Einstieg als auch als Abschluss einer Stunde eingesetzt werden. Es steht vor allem der emotionale Gesamteindruck als Spagat zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung im Fokus (vgl. Klein 2013, Gerlach 2016).