Schauspiel

In dem Schauspiel soll die Kreativität und die Gruppendynamik der Schüler und Schülerinnen angeregt werden. Sie sollen dabei bestimmte, ausgewählte Ergebnisse noch einmal reflektieren und überlegen wie diese in einem Schauspiel konkret umgesetzten werden können.

Auf Grundlage eines Buches, Gedichtes, Theaterstückes o.ä. wird mit der gesamten Klasse ein Schauspiel vorbereitet. Dabei können verschiedene Gruppen im Bereich Kostüme, Schauspiel, Musik, Dekoration u.v.m. gebildet werden. Jeder Schüler und jede Schülerin kann sich eigenständig für eine Gruppe entscheiden und seiner Kreativität freien lauf lassen.  Die Lehrkraft kann ihre Gedanken ebenfalls in die Gruppen mit einfließen lassen, sollte jedoch eine passive Haltung einnehmen. Das Schauspiel kann über einen längeren Zeitraum verlaufen und durch einen Auftritt vor Familie, Schule und Freunden präsentiert werden.

Dosendiktat

Bei einem Dosendiktat wird ein Text in kleine Abschnitte, bestehend aus kurzen Sätzen, geteilt. Diese Abschnitte werden mit der Schrift nach unten hingelegt und gemischt.

Im Anschluss werden die Streifen wieder umgedreht und der Lernende liest sie sich nach und nach aufmerksam durch. Die Streifen werden nun wieder in die richtige Reihenfolge gebracht.

Danach nimmt sich der Lernende den ersten Streifen, liest ihn sich aufmerksam durch und steckt ihn in die Dose. Nun schreibt er den zuvor gelesenen Satz in sein Heft. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis sich alle Streifen in der Dose befinden.

Bevor der Lernende die Dose öffnet, liest er sich seinen Text noch einmal genau durch und vergleicht ihn dann mit dem Originaltext.

Wortstamm

Jedes Wort hat einen Wortstamm  (Beispiel: schenken, beschenken, das  Geschenk). Wörter mit gleichem oder ähnlichem Wortstamm gehören zu einer Wortfamilie. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, zu einem Wortstamm einen Baum mit vielen übereinander liegenden Ästen zu zeichnen. In den Stamm eines Baumes wird jeweils der Wortstamm (Beispiel: schenk), auf die Äste werden möglichst viele Wörter geschrieben, die  von diesem Wortstamm abgeleitet sind. Dies dient der Überprüfung  der Schreibweise mit einem verwandten Wort. Da der gleiche Wortstamm vieler Wörter einen zentralen Schlüssel bei der richtigen Schreibweise bildet, kann die Strategie „Wortstamm“ als eine der wichtigsten orthografischen Regeln der deutschen Rechtschreibung angesehen werden. Mit Hilfe der Wortverwandtschaft können sich die Schülerinnen und Schüler auch bei Lautähnlichkeit zwischen „e“ und „ä“ sowie der Lautgleichheit von „eu“ und „äu“ die  richtige Schreibweise  der Wörter herleiten.

Rechenolympiade

Die „Rechenolympiade“ bietet zur Wiederholung verschiedene Übungsbereiche und Aufgabenformate und stärkt die Konzentrationsfähigkeit. Die Aufgaben sind gestaffelt in die unterschiedlichen Anforderungsbereiche und werden der Reihe nach gelöst. Bevor das Ergebnis der jeweiligen Aufgabe aufgeschrieben werden darf, müssen die Schülerinnen und Schüler zuerst zur Tür rennen, diese berühren und zurück rennen. Nachdem das Ergebnis aufgeschrieben wurde, rennt der nächste der Gruppe zur Tür, bevor das Ergebnis notiert werden darf usw. Ist eine Gruppe fertig und ruft Stopp, ist die Zeit für alle abgelaufen und es darf nicht mehr weitergerechnet werden. Die Aufgabenbögen werden zur Korrektur an eine andere Gruppe weitergegeben. Die Lehrkraft teilt die Lösungsbögen aus, damit die Gruppenlösungen mit dem Lösungsbogen verglichen werden können. So kontrollieren die Gruppen nicht ihre eigenen Aufgaben, sondern die der anderen. Die Gruppe mit den meisten richtigen Aufgaben, hat gewonnen. Der Wettkampfcharakter wirkt motivierend.

Collage

Die Lehrperson unterteilt die Klasse in gleichgroße Gruppen. Die Gruppen sollen jeweils zu einem bestimmten Thema (zum Beispiel als Sicherung) eine Collage erstellen. Dazu verwenden sie die gegebenen Materialien und kleben aus diesen eine Ideensammlung auf ihr Plakat. Zusätzlich können handschriftliche Elemente ergänzt werden. Insgesamt sollte eine strukturelle Übersicht entstehen. Wenn alle Gruppen fertig sind, stellt jede ihre Collage der Klasse vor.

Interview

Das Interview ist eine Methode, bei der es eine*n Interviewer*in (Fragende*n) und eine*n Interviewte*n (Befragte*n) gibt. Damit der Begriff des Interviews und die Aufgabenbereiche eines Interviewers klar für die SuS werden, kann ein Infoblatt zur gemeinsamen oder zur Erarbeitung in Kleingruppen in die Klasse gegeben werden.

Nach der Erarbeitung des Infoblattes erarbeiten die SuS sich in Kleingruppen (gebildet nach Interessengebiet oder Leistung), welche Person sie zu welchem Thema und an welchem Ort interviewen wollen. Hierzu gehören Fragen, die sie gemeinsam formulieren. Hilfreich kann dabei eine Checkliste sein, die die SuS abarbeiten.
Bevor die Fragen explizit formuliert werden können, sollen die SuS die zu befragende Person (Schüler*in, Hausmeister*in, Schulsekretär*in) aufsuchen und in einem Gespräch erfragen, ob sie zu einem Interview bereit wären und zu welchen Themenbereichen sie befragt werden können. Bei der Erarbeitung der Fragen für das Interview kann ein Arbeitsblatt unterstützen, welches die verschiedenen Fragearten kategorisiert.

Die SuS suchen einen geeigneten Ort für das Interview aus unter Berücksichtigung der Aspekte aus dem Text.
Falls das Interview gefilmt werden soll, sollten auch die folgenden Punkte des Infoblattes und die dazugehörigen Arbeitsblätter zum Thema „Funktionen der Kamera“ und „Lösung Kamerafunktionen“ abgearbeitet werden.
Während der Durchführung des Interviews sollten mindestens zwei SuS anwesend sein. Eine*r der SuS sollte die Fragen während des Interviews stellen, ein*e andere*r SuS sollte die Kamera bedienen. Hilfreich kann ein Notizblatt sein, auf dem die zu stellenden Fragen notiert sind (notizblatt_interview).

Nach Beendigung des Interviews finden Nacharbeiten statt, wie zum Beispiel das Verschriftlichen des Interviews. Hierzu wird das mit der Kamera aufgezeichnete Interview abgespielt und die Fragen, wie auch die Antworten dem Wortlaut entsprechend am Computer abgetippt. So kann das Interview auch in einer Schülerzeitung abgedruckt und gelesen werden.

Beispiele für Arbeitsaufgaben zur Erarbeitung eines Interviews finden sie unter folgendem Link.

Rollenspiele

In Rollenspielen stellt eine Gruppe aus beliebig vielen Personen eine Situation dar. Kennzeichnend ist hierbei, dass die Akteure eine andere Rolle einnehmen, die sie in dieser Szene verkörpern.

Diese Methode kann zu unterschiedlichen Themen und in verschiedenen Sprachen durchgeführt werden. Es eignen sich vor allem Konfliktthemen, bei denen die Spielenden verschiedene Standpunkte vertreten.

Die Methode lässt sich bei der Umsetzung in drei Phasen gliedern, wobei in der zweiten Phase die Umsetzung des Rollenspiels erfolgt. Dennoch wäre die Methode ohne die anderen Phasen nicht effektiv für den Unterricht.

Nach einer Gruppeneinteilung während der ersten Phase liefert die Lehrperson den Schülerinnen und Schülern wichtige Informationen für die Rollenspiele und den weiteren Unterrichtsverlauf. Darunter fallen Angaben zu dem Zeitmanagement, den Spielcharakteren, der Szene sowie der abschließenden Phase. Diese Anweisungen können sowohl mündlich als auch schriftlich erfolgen. Die schriftliche Aushändigung der Informationen bietet sich an, wenn die jeweiligen Gruppen unterschiedliche Szenen ausarbeiten sollen. Nach der Einführung der Lehrkraft werden die Rollenspiele in Gruppen vorbereitet. Dabei einigen sich die SuS darauf, wer welche Rolle in der Szene übernimmt. Diese Rollenzuteilung kann auch von der Lehrkraft übernommen werden, wenn diese es für notwendig hält. Außerdem machen sich die SuS mit den Spielcharakteren und dessen Motivationen vertraut und arbeiten die Unterschiede der Meinungen heraus. Bevor die Gruppen ihr Rollenspiel präsentieren, wird dieses geprobt und möglicherweise noch verändert. Unterdessen nimmt die Lehrkraft die lernbegleitende Rolle ein, greift jedoch ein, wenn es zu laut wird.

Es folgt die Phase der Durchführung, in der die Gruppen ihre vorbereiteten Rollenspiele aufführen. Währenddessen beobachten die restlichen Gruppen die Vorstellung in Bezug auf die vorgegebenen Kriterien der Lehrkraft. Damit die Präsentation gewürdigt wird, muss die Lehrperson dafür sorgen, dass sich die restlichen Gruppen nicht weiterhin mit ihren Rollenspielen oder anderen Dingen beschäftigen, sondern ihrer Aufgabe als Beobachter*in nachgehen.

Anschließend werden die Beobachtungen in einer Besprechung vorgetragen. Außerdem beschreiben die Akteure, wie sie sich in ihrer Rolle gefühlt haben. Daraus werden Konsequenzen für den Alltag entwickelt und zum Beispiel mögliche Verhaltensweisen und Regeln in bestimmten Situationen erarbeitet.

Rollenspiele können als Einstieg eingesetzt werden, um die SuS spielerisch auf ein neues Thema einzustimmen. Ebenso können gelernte Inhalte während der Erarbeitung in einem Rollenspiel umgesetzt werden. In der Ergebnissicherung findet die Methode in gleicher Weise Verwendung.

Tafelfußball

Vorbereitung der Lehrkraft

 Beschreibung:

  1. Eines der Spielfelder (siehe Anhang 1.1. und 1.2.) wird auf die Tafel, einen Tonkarton oder auf eine OHP-Folie gezeichnet. In diesem Zusammenhang ist auch zu erwähnen, dass die Lehrkraft das Feld, sofern sie sich dafür entscheidet, es auf einen Tonkarton bzw. eine Folie zu zeichnen, dieses vor Unterrichtsbeginn erledigt haben sollte. Je nachdem für welche Variante man sich letztendlich entschlossen hat (siehe Anhang 1.1 und 1.2), wird ein Magnet, ein Stein oder eine Münze mittig auf den Mittelstreifen platziert, so wie es beim Anstoß im Fußball üblich ist.
  2. Anschließend wird die Klasse in zwei Mannschaften aufgeteilt -„A“ spielt gegen „B“, sofern sich die Schülerinnen und Schüler keinen eigenen Mannschaftsnamen ausdenken sollen.
  3. Für das Schießen von Toren müssen die Schülerinnen und Schüler Fragen beantworten, die sich die Lehrkraft vor Spielbeginn überlegt und notiert hat. Bei dessen Formulierung muss sie auch darauf achten, dass es sich hierbei möglichst um Fragen handelt, die relativ knapp zu beantworten sind. Das Team, das die Frage zuerst richtig beantwortet, schießt den Ball in Richtung des gegnerischen Tores. (genauere Erläuterungen der Spielvarianten befinden sich im Anhang). Falls jedoch beide Mannschaften die Antwort nicht wissen, wird eine neue Frage gestellt bzw. die Lehrkraft benennt eine neue Spielernummer (siehe Anhang 1.3.).
  4. Wichtig ist vor Spielbeginn außerdem, dass die Lehrkraft mit der Klasse bespricht, wie die Lösungen bekannt gegeben werden sollen:

Wenn die Kinder die Antwort laut hereinrufen dürfen, entscheidet die Lehrkraft, in welcher Mannschaft sie die korrekte Lösung zuerst gehört hat. Diese Umsetzung der Methode ist dynamisch und hat aufgrund des erhöhten Lärmpegels den Nachteil, dass häufig nicht zu hören ist, welche Mannschaft die Antwort als Erstes verkündet hat. Demzufolge kann es zu Streitigkeiten innerhalb des Klassenverbandes kommen. Es bietet sich daher an, dass die Mannschaft, welche die Antwort zu wissen vermutet, zunächst ein akustisches Signal geben muss, wie z.B. das Läuten einer Glocke.

Aufgrund dessen sind die folgenden Variationen leichter durchzuführen und zu bewältigen:

Die SuS melden sich und die Lehrkraft nimmt abwechselnd eine*n aus den Mannschaften dran.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass die SuS die Lösung mit den Fingern zeigen oder aufschreiben.

Des Weiteren könnten auch Gruppentische gebildet werden, so dass sich diese auf eine Antwort verständigen müssen.

  1. Die geschossen Tore sind an der Tafel festzuhalten. Ferner sollte die Lehrkraft eine Uhr in das Blickfeld der Kinder stellen und die SuS über die jeweilige Spielzeit in Kenntnis setzen, so dass sie über das Ende des Spiels informiert sind.

Museumsrundgang mit Experten

Der Museumsrundgang, auch Galeriegang genannt, ist eine Methode, bei der die Schülerinnen und Schüler das Präsentieren der Ergebnisse einer Gruppenarbeit üben sollen.

Ein Museumsrundgang mit Experten beinhaltet, dass die rundgehende Gruppe zu jeder Station einen Schüler oder eine Schülerin aufweisen kann, der mit der darzustellenden Materie vertraut ist.

Dabei wandern sie von Station zu Station bzw. von Plakat zu Plakat und erklären sich gegenseitig den zuvor erstellten Präsentationsgegenstand. Der Grundgedanke dieser Methode ist folglich, dass im Idealfall jede*r Schüler*in einmal die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe vortragen muss. Dementsprechend dient sie sowohl der Reflexion und Durchdringung als auch der Begutachtung verschiedener Gruppenergebnisse.

Ferner ist der Museumsrundgang eine einfache Methode, mit der in kurzer Zeit vielen SuS effektiv verschiedene Perspektiven eines Themenbereiches nahe gebracht werden können, da mehrere Präsentationen gleichzeitig durchgeführt werden. Infolgedessen ist die Methode des Museumsrundgangs somit auch vorteilhaft, wenn die Lehrperson ein hohes Maß an Kommunikation erreichen möchte.

Des Weiteren stellt er auch eine Präsentationsmöglichkeit dar, die in nahezu allen Jahrgangsstufen und Schularten (siehe Schulbereich) eingesetzt werden kann.

Die klassischen Formen der Informationsquelle bei dieser Methode sind Plakate oder Poster, aber es ist durchaus auch möglich kurze Filme oder Hörproben zu präsentieren. Im Sachunterricht bzw. in den naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern sind darüber hinaus kleine Experimente oder Ausstellungsstücke denkbar.

Einsatzmöglichkeiten:

  • Erarbeitung neuer Thematiken,
  • Förderung der Präsentationskompetenz, da alle Schülerinnen und Schüler einmal innerhalb ihrer Kleingruppe präsentieren müssen

Vorbereitung:

Zunächst werden Gruppen gebildet, in denen die SuS einen Präsentationsgegenstand erarbeiten sollen. Bereits bei der Einteilung der Arbeitsgruppen muss auf die Gruppengröße geachtet werden. Im Idealfall hat man genauso viele Gruppenmitglieder wie Arbeitsgruppen, also z. B. 5 Gruppen mit 5 Personen.

Oftmals geht dieses jedoch nicht aufgrund von unterschiedlichen Klassengrößen, so dass man mehr Arbeitsgruppen bilden muss, als die Gruppen Mitglieder haben. Zum Beispiel 6 Arbeitsgruppen mit je 4 Personen.

Hierfür werden die Lernenden, wie im Anhang 1.2. verdeutlicht, in verschiedenen Gruppen (z.B. Gruppe 1, Gruppe 2, Gruppe 3….) eingeteilt. Zusätzlich erhält jedes Gruppenmitglied innerhalb der Kleingruppe jeweils einen Buchstaben.

Beispiel:

Wenn die Gruppen aus je 4 Personen bestehen, werden ihnen die Buchstaben „A“ bis „D“  zugeteilt (siehe Anhang 1.2). Folglich besteht die Expertengruppe immer aus kongruent vielen Mitgliedern, wie es Gruppen gegeben hat (z.B. zunächst 6 Gruppen á  4 Mitglieder, anschließend 4 Gruppen á  6 Mitglieder (siehe Anhang 1.2.).

Der Museumsrundgang verläuft in der Regel in drei Phasen (siehe Anhang 1.3.)   

Anhang 1.1., Anhang 1.2. und Anhang 1.3.:

  • Anhang 1.1. = Skizzierung des Museumsrundgangs
  • Anhang 1.2. = Gruppeneinteilung
  • Anhang 1.3. = Phasen des Museumsrundgangs

Lesestrategie – 6 Schritte

Die Lehrkraft stellt den SuS sechs Schritte zur effektiven Texterschließung vor. Diese kann sie bspw. anhand einer Folie erläutern oder mithilfe von Beispieltexten erarbeiten und anschließend zur Sicherung als Plakat im Klassenraum aushängen, bzw. als Merkzettel verteilen. Die sechs Schritte sind: I. Auf den Text blicken: 1. Merkmale eines Textes erkennen, 2. Gedanken zum Thema machen; II. Verstehen und Bearbeiten: 3. Textprobleme erkennen, 4. Abschnitte einteilen und benennen, 5. Wichtiges unterstreichen; III. Zusammenfassen und Weiterarbeiten: 6. Informationen sortieren und darstellen.