Zukunftswerkstatt

Die Zukunftswerkstatt wurde von Robert Jungk erfunden und ist eine Methode, bei der die Schüler eine Vorstellung von einer erwünschten Zukunft entwickeln. Dabei ist der Ausgangspunkt für alle gleich, welcher immer ein bestimmtes Problem darstellt. Der Zeitrahmen, sowie die Materialien sind dabei frei wählbar.

Die Zukunftswerkstatt kann in fünf Phasen unterteilt sein, die bei der Entwicklung des problemlösenden Denkens helfen können. Nach der Vorbereitungsphase, Darstellung des Problems, wird dieses nun genauer betrachtet. In der Kritikphase stellt sich heraus, warum es nicht mehr so weiter gehen kann wie bisher. Die dritte Phase ist die Fantasiephase, wo die Schüler ihre Wünsche für die Zukunft entwickeln, die das Problem lösen können. Dabei können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In der Verwicklichungsphase werde die Wünsche dargestellt, die umgesetzt werden sollen. Zudem müssen Sie die angewendeten Schritte, die nötig sind, um die Ziele zu erreichen, herausarbeiten. Zum Abschluss, in der Nachbereitungsphase, sollen die Schüler sich klar machen, was sich ändern muss und was sie neues erfahren haben. Danach können die Ergebnisse präsentiert werden.

Bildergeschichte

Die Methode „Bildergeschichte“ kann auf verschiedenste Arten und Weisen angewandt werden. Hierbei sollen die Schülerinnen und Schüler von den Bildern zu kreativem Schreiben angeregt werden (Brenner & Brenner, 2012, S.122). „Die SchülerInnen sollen anhand vorgegebener Bildimpulse eine Geschichte schreiben, die einerseits gut verständlich zu formulieren und andererseits mit einem eigenen Schlussteil zu versehen ist“ (Klippert, 2008, S. 121).

Ablauf:
Die Lehrperson wählt vor der Unterrichtseinheit geeignete Bilder aus. Zu Beginn der Unterrichteinheit werden die Bilder im Plenum beprochen. Je nach Variation, müssen die Schülerinnen und Schüler die Bilder chronologisch sortieren und sich eventuell einen passenden Schluss überlegen. Geschrieben wird die Geschichte in Einzelarbeit. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt im Plenum (Klippert, 2008, S. 121).

Pferderennen (Bewegungsspiel)

Die Kinder sitzen dicht nebeneinander auf dem Boden oder auf Stühlen, so dass sich ihre Schultern berühren. Sie bilden dabei einen Kreis.

Es wird ein Pferderennen inszeniert, das von der Spielleitung, der Lehrperson, moderiert wird. Die Kinder sind die Pferde, die am Rennen teilnehmen. Zuerst müssen die Teilnehmer  die Bewegungen kennen lernen und die Kommandos üben, welche variiert werden können. Dazu werden die Aktivitäten auf dem Rennplatz vor dem Start geschildert.

  • Die Pferde gehen an den Zuschauern vorbei (abwechselnd ruhig auf die Oberschenkel klopfen).
  • Die Zuschauer begrüßen Pferde und Reiter (applaudieren).
  • Die feinen Damen begrüßen Pferde und Reiter (sachtes Winken).
  • Die Pferde laufen durch eine Pfütze (schnalzen mit der Zunge),
  • sie stehen aufgeregt in den Startboxen (mit Finger- oder Fußspitzen auf den Boden tippeln),
  • der Kameramann filmt (pantomimisch filmen mit Kurbelbewegung).
  • Die Pferde kommen zur Ruhe (langsamer auf die Oberschenkel klopfen, schließlich aufhören),
  • dann der Start (in die Hände klatschen und laut „Start“ rufen.
  • Die Pferde galoppieren los (schnelles Klopfen auf die Oberschenkel),
  • dann das erste Hindernis (mit den Händen einen Sprung nachahmen),
  • es folgt eine Rechts-/Linkskurve (nach rechts/links lehnen),
  • die Pferde laufen über eine Holzbrücke (mit den Fäusten auf die Brust klopfen).
  • Jetzt ein Doppelhindernis (zweifache Handbewegung),
  • hinter der nächsten Kurve befindet sich die Zielgerade (zum Endspurt schneller auf die Oberschenkel schlagen)
  • und … gewonnen! (Jubeln, Hände in die Luft strecken),
  • Pferde werden langsamer (langsamer schlagen),
  • das Publikum applaudiert, es wird ein Foto für die Zeitung gemacht (lächeln).

Fotografieren

Die Methode „Fotografieren“ dient zur bildlichen Dokumentation von Sachverhalten. Durch die Nutzung einer Digitalkamera zur Anfertigung von Fotos für ausgewählte Lerngegenstände im Sachunterricht, erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Medienkompetenzen.

Eine Fotodokumentation könnte folgendermaßen aussehen:
Ein Baum im Jahreskreis

  1. Die Klasse sucht sich einen Laubbaum (jener zeigt gut die jahreszeitlichen Veränderungen) aus. Dieser sollte möglichst dicht am Schulgelände sein. Der Baum wird ein ganzes Jahr beobachtet und jeden Monat zum Ersten fotografiert.
  2. Dabei ist es wichtig, dass die Kamera jedes Mal gleich positioniert wird. Am Besten kann eine Markierung zur Orientierung vorgenommen werden.
  3. Anschließend wird das Foto auf den Computer übertragen, bearbeitet und für den Klassenraum ausgedruckt sowie aufgehängt. Die Aufgaben können dabei in kleinen Gruppen unter den Schülern verteilt und mit jedem Monat gewechselt werden.
  4. Nach einem Jahr können die Fotos einen Blankokalender füllen und von der Klasse verschenkt oder verkauft werden. Führt die Schule eine Homepage, so können die Bilder monatlich verwechselnd dort aufgeführt werden.

 

Schauspiel

In dem Schauspiel soll die Kreativität und die Gruppendynamik der Schüler und Schülerinnen angeregt werden. Sie sollen dabei bestimmte, ausgewählte Ergebnisse noch einmal reflektieren und überlegen wie diese in einem Schauspiel konkret umgesetzten werden können.

Auf Grundlage eines Buches, Gedichtes, Theaterstückes o.ä. wird mit der gesamten Klasse ein Schauspiel vorbereitet. Dabei können verschiedene Gruppen im Bereich Kostüme, Schauspiel, Musik, Dekoration u.v.m. gebildet werden. Jeder Schüler und jede Schülerin kann sich eigenständig für eine Gruppe entscheiden und seiner Kreativität freien lauf lassen.  Die Lehrkraft kann ihre Gedanken ebenfalls in die Gruppen mit einfließen lassen, sollte jedoch eine passive Haltung einnehmen. Das Schauspiel kann über einen längeren Zeitraum verlaufen und durch einen Auftritt vor Familie, Schule und Freunden präsentiert werden.

Dosendiktat

Bei einem Dosendiktat wird ein Text in kleine Abschnitte, bestehend aus kurzen Sätzen, geteilt. Diese Abschnitte werden mit der Schrift nach unten hingelegt und gemischt.

Im Anschluss werden die Streifen wieder umgedreht und der Lernende liest sie sich nach und nach aufmerksam durch. Die Streifen werden nun wieder in die richtige Reihenfolge gebracht.

Danach nimmt sich der Lernende den ersten Streifen, liest ihn sich aufmerksam durch und steckt ihn in die Dose. Nun schreibt er den zuvor gelesenen Satz in sein Heft. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis sich alle Streifen in der Dose befinden.

Bevor der Lernende die Dose öffnet, liest er sich seinen Text noch einmal genau durch und vergleicht ihn dann mit dem Originaltext.

Wortstamm

Jedes Wort hat einen Wortstamm  (Beispiel: schenken, beschenken, das  Geschenk). Wörter mit gleichem oder ähnlichem Wortstamm gehören zu einer Wortfamilie. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, zu einem Wortstamm einen Baum mit vielen übereinander liegenden Ästen zu zeichnen. In den Stamm eines Baumes wird jeweils der Wortstamm (Beispiel: schenk), auf die Äste werden möglichst viele Wörter geschrieben, die  von diesem Wortstamm abgeleitet sind. Dies dient der Überprüfung  der Schreibweise mit einem verwandten Wort. Da der gleiche Wortstamm vieler Wörter einen zentralen Schlüssel bei der richtigen Schreibweise bildet, kann die Strategie „Wortstamm“ als eine der wichtigsten orthografischen Regeln der deutschen Rechtschreibung angesehen werden. Mit Hilfe der Wortverwandtschaft können sich die Schülerinnen und Schüler auch bei Lautähnlichkeit zwischen „e“ und „ä“ sowie der Lautgleichheit von „eu“ und „äu“ die  richtige Schreibweise  der Wörter herleiten.

Rechenolympiade

Die „Rechenolympiade“ bietet zur Wiederholung verschiedene Übungsbereiche und Aufgabenformate und stärkt die Konzentrationsfähigkeit. Die Aufgaben sind gestaffelt in die unterschiedlichen Anforderungsbereiche und werden der Reihe nach gelöst. Bevor das Ergebnis der jeweiligen Aufgabe aufgeschrieben werden darf, müssen die Schülerinnen und Schüler zuerst zur Tür rennen, diese berühren und zurück rennen. Nachdem das Ergebnis aufgeschrieben wurde, rennt der nächste der Gruppe zur Tür, bevor das Ergebnis notiert werden darf usw. Ist eine Gruppe fertig und ruft Stopp, ist die Zeit für alle abgelaufen und es darf nicht mehr weitergerechnet werden. Die Aufgabenbögen werden zur Korrektur an eine andere Gruppe weitergegeben. Die Lehrkraft teilt die Lösungsbögen aus, damit die Gruppenlösungen mit dem Lösungsbogen verglichen werden können. So kontrollieren die Gruppen nicht ihre eigenen Aufgaben, sondern die der anderen. Die Gruppe mit den meisten richtigen Aufgaben, hat gewonnen. Der Wettkampfcharakter wirkt motivierend.

Collage

Die Lehrperson unterteilt die Klasse in gleichgroße Gruppen. Die Gruppen sollen jeweils zu einem bestimmten Thema (zum Beispiel als Sicherung) eine Collage erstellen. Dazu verwenden sie die gegebenen Materialien und kleben aus diesen eine Ideensammlung auf ihr Plakat. Zusätzlich können handschriftliche Elemente ergänzt werden. Insgesamt sollte eine strukturelle Übersicht entstehen. Wenn alle Gruppen fertig sind, stellt jede ihre Collage der Klasse vor.

Interview

Das Interview ist eine Methode, bei der es eine*n Interviewer*in (Fragende*n) und eine*n Interviewte*n (Befragte*n) gibt. Damit der Begriff des Interviews und die Aufgabenbereiche eines Interviewers klar für die SuS werden, kann ein Infoblatt zur gemeinsamen oder zur Erarbeitung in Kleingruppen in die Klasse gegeben werden.

Nach der Erarbeitung des Infoblattes erarbeiten die SuS sich in Kleingruppen (gebildet nach Interessengebiet oder Leistung), welche Person sie zu welchem Thema und an welchem Ort interviewen wollen. Hierzu gehören Fragen, die sie gemeinsam formulieren. Hilfreich kann dabei eine Checkliste sein, die die SuS abarbeiten.
Bevor die Fragen explizit formuliert werden können, sollen die SuS die zu befragende Person (Schüler*in, Hausmeister*in, Schulsekretär*in) aufsuchen und in einem Gespräch erfragen, ob sie zu einem Interview bereit wären und zu welchen Themenbereichen sie befragt werden können. Bei der Erarbeitung der Fragen für das Interview kann ein Arbeitsblatt unterstützen, welches die verschiedenen Fragearten kategorisiert.

Die SuS suchen einen geeigneten Ort für das Interview aus unter Berücksichtigung der Aspekte aus dem Text.
Falls das Interview gefilmt werden soll, sollten auch die folgenden Punkte des Infoblattes und die dazugehörigen Arbeitsblätter zum Thema „Funktionen der Kamera“ und „Lösung Kamerafunktionen“ abgearbeitet werden.
Während der Durchführung des Interviews sollten mindestens zwei SuS anwesend sein. Eine*r der SuS sollte die Fragen während des Interviews stellen, ein*e andere*r SuS sollte die Kamera bedienen. Hilfreich kann ein Notizblatt sein, auf dem die zu stellenden Fragen notiert sind (notizblatt_interview).

Nach Beendigung des Interviews finden Nacharbeiten statt, wie zum Beispiel das Verschriftlichen des Interviews. Hierzu wird das mit der Kamera aufgezeichnete Interview abgespielt und die Fragen, wie auch die Antworten dem Wortlaut entsprechend am Computer abgetippt. So kann das Interview auch in einer Schülerzeitung abgedruckt und gelesen werden.

Beispiele für Arbeitsaufgaben zur Erarbeitung eines Interviews finden sie unter folgendem Link.