Zuruffrage

Die Lehrkraft stellt eine gut verständliche Frage an die Klasse. Diese wird auch visuell an der Tafel oder auf einer Overheadfolie dargestellt, damit die SuS diese im Laufe der Methode nochmals nachlesen können bzw. ggf. SuS mit Förderschwerpunkten diese nochmals anders präsentiert bekommen.

Im weiteren Verlauf werden die SuS dazu angeregt, ihre Antworten auf die Frage hereinzurufen. Die Antworten werden dann bspw. durch die Lehrkraft neben der schriftlich notierten Frage festgehalten.

Die SuS sollen besonders zu spontanen Äußerungen und Handlungen angeregt werden. Hierbei greift kein ordnendes Prinzip, sondern die Spontanität bestimmt die Methode.

Aus einem Gedicht etwas Eigenes machen

Als Grundlage kann jedes erdenkliche Gedicht dienen. Etwas Eigenes daraus zu machen, kann dabei bedeuten, z.B. einen eigenen Text dazu zu verfassen, oder ein Bild zu zeichnen, bzw. zu malen, oder aber auch etwas zu basteln. Die Anforderungen sollten dabei auf die Klassenstufe und das Thema zugeschnitten sein.

Lesestrategien

Lesestrategien dienen zur Förderung des verstehenden Lesens. Die Lesestrategien sollen, nach dem Erlernen, den Schülern und Schülerinnen dazu dienen, Texte selbstständig zu erarbeiten und zu verstehen. Es gibt verschiedene Arten von Lesestrategien.
Ordnende Lesestrategien dienen dazu, Texte zu strukturieren und auf ihre wesentlichen Kernaussagen zu reduzieren.
Elaborierende Lesestrategien sollen dazu genutzt werden, bewusst über die unmittelbare Textebene „hinauszugehen“, um die Inhalte mit Vorwissen, Gefühlen, Meinungen, inneren Bildern etc. der Schüler und Schülerinnen in Beziehung zu setzen.
Die Wiederholenden Lesestrategien, welche eine erneute intensivierte Textauseinandersetzung einleiten sollen, sind gut geeignet, um die Verstehens- und Behaltensleistungen zu vertiefen.

Fünfsatztechnik

Diese Methode soll Schüler*innen dabei unterstützen in einer Diskussion ihre Stellung zu beziehen.

Damit soll es ihnen gelingen, an den*die Vorredner*in anzuknüpfen, eine eigene Position strukturiert aufzubauen und mit ihrem Redebeitrag ihren gesamten Gedankengang auf den Höhepunkt zu bringen und abzuschließen.

In der Vorbereitung analysieren die Schüler*innen ihr eigenes Diskussionsverhalten im Plenum daraufhin, ob sie die Kompetenz besitzen an den*die vorherige*n Redner*in anzuknüpfen, ihre eigene Position aufzubauen und ihre eigene Stellungnahme auf eine für die Zuhörenden beeindruckende Art und Weise abzuschließen.

Der weitere Ablauf sieht vor, dass die Schüler*innen für die anschließende Diskussion ein Arbeitsblatt bekommen, welches sie dabei unterstützen soll, ihre Beiträge so effektiv wie möglich aufzubauen. Selbiges soll für verschiedene Formen von Diskussionsbeiträgen wie Unterstützende Argumentation, Gegenargumentation, Kompromisse und Öffnung zu neuen Sichtweisen jeweils fünf Satzanfänge bieten, die zu einer gedanklichen Strukturierung verhelfen.

Der didaktische Aspekt ist, dass es bei dieser Technik nicht darum geht einen Redebeitrag nach fünf Sätzen abgeschlossen zu haben, sondern darum die eigene Argumentation in fünf logischen Schritten aufzubauen.

  1. Einleitung durch Anknüpfung: Der Beitrag beinhaltet einen Bezug zu einem oder mehreren Vorredner*innen, zur expliziten Ausgangssituation der Diskussion und es wird unter Umständen Bezug auf einen zuvor gelesenen Text genommen, der an das aktuelle Thema anknüpft.
  2. Argument finden
  3. Gegenargument und/ oder unterstützendes Zusatzargument zu Vorredner*innen beachten
  4. Abwägung der bisher vorgetragenen Argumente
  5. Schluss in Form eines Appells oder einer Frage, bei dem der gesamte Gedankengang zugespitzt, auf den Punkt gebracht werden und auf die Zuhörer nachhaltig einwirken soll.

Vier-Ecken-Methode (Meinungsaustausch)

Bei der Vier-Ecken-Methode geht es darum verschiedene Meinungsbilder zu initiieren und die Argumente dieser zu diskutieren.

Es werden Aussagen zu vier verschiedenen Sichtweisen einer bestimmten Frage-oder Problemstellung in die vier Ecken eines Raumes gehängt. Die Schülerinnen und Schüler versammeln sich zunächst in der Mitte des Raumes. Nun ordnen sie sich individuell, der für Sie zutreffendsten Aussage zu und diskutieren über die Aussage  „ihrer Ecke“. Im Anschluss wird in jeder Gruppe ein Sprecher/In gelost, der die Standpunkte der Gruppe im Plenum vertritt.

Die Schülerinnen und Schüler üben sich in Meinungsbildung und erlangen Selbstkompetenz durch das vertreten der eigenen Meinung.

Fallstudie

Beschreibung:

Die Schülerinnen und Schüler werden mit einem praxisorientierten Fall konfrontiert und diskutieren diesen innerhalb von Kleingruppen (vier bis sechs Personen) mit dem Ziel Lösungsvorschläge zu finden. Innerhalb der Gruppe muss sich für eine Alternative entschieden und die Wahl dieser Alternative begründet werden. Anschließend soll überprüft werden ob die getroffene Entscheidung und deren Konsequenzen/Bedingungen mit der Realität vereinbar sind. (vgl. Brettschneider und Kaiser 2008, S. 144)

Gliederung in Phasen:

1. Phase: Konfrontation mit dem Fall
→ Erfassen der Problem- und Entscheidungssituation

2.Phase: Informationsbeschaffung/bereitgestelltes Fallmaterial
→ Beschaffung und/oder Bewertung von Information zur Entscheidungsfindung

3.Phase: Exploration→Diskussion alternativer Lösungsmöglichkeiten

4.Phase: Resolution/Entscheidungsfindung
→ Gegenüberstellung und Bewertung der Lösungsvarianten mit anschließender Festlegung auf eine Variante

5.Phase: Disputation/Begründung der Entscheidungen
→ Gruppen argumentieren und bekräftigen ihre Wahl anhand von Argumenten

6.Phase: Kollation/Vergleich mit Lösung in der Realität 
→ Abwägen der Interessenzusammenhänge, in denen Einzellösungen stehen

(vgl. Brettschneider und Kaiser 2008, S. 149)

Zukunftswerkstatt

Die Zukunftswerkstatt wurde von Robert Jungk erfunden und ist eine Methode, bei der die Schüler eine Vorstellung von einer erwünschten Zukunft entwickeln. Dabei ist der Ausgangspunkt für alle gleich, welcher immer ein bestimmtes Problem darstellt. Der Zeitrahmen, sowie die Materialien sind dabei frei wählbar.

Die Zukunftswerkstatt kann in fünf Phasen unterteilt sein, die bei der Entwicklung des problemlösenden Denkens helfen können. Nach der Vorbereitungsphase, Darstellung des Problems, wird dieses nun genauer betrachtet. In der Kritikphase stellt sich heraus, warum es nicht mehr so weiter gehen kann wie bisher. Die dritte Phase ist die Fantasiephase, wo die Schüler ihre Wünsche für die Zukunft entwickeln, die das Problem lösen können. Dabei können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In der Verwicklichungsphase werde die Wünsche dargestellt, die umgesetzt werden sollen. Zudem müssen Sie die angewendeten Schritte, die nötig sind, um die Ziele zu erreichen, herausarbeiten. Zum Abschluss, in der Nachbereitungsphase, sollen die Schüler sich klar machen, was sich ändern muss und was sie neues erfahren haben. Danach können die Ergebnisse präsentiert werden.

Menschen-Memory

  • Durch die Lehrkraft wird ein Oberthema festgelegt, z.B. Verben, Tiere, Körperteile, etc.
  • Zwei SchülerInnen werden ausgewählt, die den Raum verlassen müssen, um anschließend die einzelnen Paare erraten zu können
  • Während die zwei draußen warten, suchen sich die anderen Schülerinnen und Schüler einen Partner und überlegen sich eine passende Bewegung
  • Nachdem jedes Paar sich eine Bewegung überlegt hat, dürfen die zwei „Ratekinder“ reinkommen
  • Die zwei ratenden Kinder spielen nun gegeneinander und müssen jeweils zwei SchülerInnen aussuchen, die ihr Verb nennen und die Bewegung vormachen
  • wurde ein Paar zusammen „aufgedeckt“, müssen diese sich hinter dem „Ratekind“ aufstellen, welches nochmal raten darf
  • wurden alle Paare erraten, ist das Spiel vorbei

Gordischer Knoten

Die Methode Gordischer Knoten besteht aus zwei Phasen, in der ersten Phase stellen sich die Kinder in einem Kreis auf, schließen ihre Augen und greifen mit jeder Hand nach der Hand eines anderen Kindes. Die Lehrperson muss hierbei darauf achten, dass die Kinder nur jeweils Hände von zwei verschiedenen Kindern halten und nicht zwei Kinder eine Einzelgruppe bilden.

In der zweiten Phase dürfen die Kinder ihre Augen wieder öffnen und müssen versuchen den Knoten ihrer Arme zu entwirren. Dies schaffen sie, indem sie über die Arme der anderen Kinder klettern oder unter ihnen durchtauchen, ohne die anderen Hände dabei los zu lassen.

Als Ziel steht, dass die Kinder im Kreis stehen und sich an den Händen halten-ohne Knoten!

Diese Methode bietet sich an um Berührungsängste unter den Kindern zu überwinden und um Situationen aufzulockern. Zusätzlich fördert es die Kommunikation unter den Kindern, da es ohne zu sprechen schwer wird, aus dem Knoten herauszukommen.

Anonymer Hut

Die Grundidee des „Anonymen Huts“ ist es, die Schüler/innen dazu zu bringen ihre Meinung/Idee/(Problemlösung) anonym zu äußern.

Vorgehen: Die Lernenden schreiben ihre Meinung/Idee zu einem vorgegebenem Thema auf einen Zettel und falten ihn. Wenn alle fertig sind, werden die Zettel in einem Hut gesammelt und durchgemischt. Dann werden sie einer nach dem anderen vorgelesen und je nach Verwendung der Methode diskutiert.