Schneeball Verfahren

Ziel ist, dass die Schüler*innen zu einem vorgegebenen Thema Stichworte, Fragen oder Antworten notieren und diese dann von den Schüler*innen in Gruppen auf das Wesentliche reduziert werden.

Die Lehrkraft gibt der Lerngruppe eine Fragestellung vor, woraufhin alle Schüler*innen sich drei Fragen, Stichworte, Impulse etc. zum Thema notieren. Die Klasse wird in Dreiergruppen aufgeteilt, in denen sich die Schüler*innen auf vier Punkte einigen müssen, die ihnen am treffendsten erscheinen. Danach werden je zwei Dreiergruppen zu Sechsergruppen zusammengeführt, die sich auf je fünf gemeinsame Punkte einigen. Diese „konzentrierten“ Notizen werden an die Tafel/Stellwand/Wand geheftet, sodass eine Sammlung für die gesamte Klasse entsteht.

 

Vier Ecken Methode

Die Lehrkraft stellt eine Frage und nennt zu dieser vier Antwortmöglichkeiten, welche jeweils in einer Ecke veranschaulicht (wie z.B. mit einem Bild oder einem Zettel, wo die Antwort) zugeordnet wird. Die Schülerinnen und Schüler ordnen sich der Ecke zu, mit der sie sich identifizieren. Die Lehrkraft befragt die Schüler, aus welchem Grund sie sich für ihre Ecke gewählt haben und im Abschluss werden die Schüler*innen dazu angehalten miteinander zu diskutieren, welche Ecke die beste ist oder die Vor- und Nachteile der jeweiligen Ecken herausfiltern.

WWW-Methode

Die Methode soll den SuS ermöglichen konstruktiv Feedback zu geben und anzunehmen. WWW steht hier für Wahrnehmung, Wirkung und Wunsch. Sie sollen formulieren, wie sie etwas wahrnehmen und dazu Ich-Botschaften verwenden. Dann  sagen sie, wie sich das Wahrgenommene auf sachlicher und emotionaler Ebene auswirkt. Zuletzt formulieren die SuS einen Wunsch für die Zukunft, indem sie Änderungsvorschläge oder Lösungen darbieten.

Die Methode hat Ähnlichkeit mit dem ‚Feedback‘ ist jedoch durch die festgelegten Teilaspekte fokussierter auf bestimmte Aspekte des ‚Feedback‘.

Fantasiereise

So geht es:

„Die Fantasiereise ist ein meditatives Verfahren, mit dem Phasen der Ruhe und Entspannung in das Unterrichtsgeschehen eingebaut werden. Der Lehrer erzählt eine Geschichte oder liest einen Text vor. Die Schüler und Schülerinnen verhalten sich still  während dieser Methode. Sie lauschen der Stimme  der Lehrerin bzw. des Lehrers.  Diese kann durch Musik unterstützt werden.“  (Mattes, 2006, S.43-44)

Lesestrategien

Lesestrategien dienen zur Förderung des verstehenden Lesens. Die Lesestrategien sollen, nach dem Erlernen, den Schülern und Schülerinnen dazu dienen, Texte selbstständig zu erarbeiten und zu verstehen. Es gibt verschiedene Arten von Lesestrategien.
Ordnende Lesestrategien dienen dazu, Texte zu strukturieren und auf ihre wesentlichen Kernaussagen zu reduzieren.
Elaborierende Lesestrategien sollen dazu genutzt werden, bewusst über die unmittelbare Textebene „hinauszugehen“, um die Inhalte mit Vorwissen, Gefühlen, Meinungen, inneren Bildern etc. der Schüler und Schülerinnen in Beziehung zu setzen.
Die Wiederholenden Lesestrategien, welche eine erneute intensivierte Textauseinandersetzung einleiten sollen, sind gut geeignet, um die Verstehens- und Behaltensleistungen zu vertiefen.

Mein Mitbringsel

Die Methode „Mein Mitbringsel“ ist eine vielseitige Methode, die trotz unterschiedlicher Ausführungsmöglichkeiten nach ein und demselben Schema abläuft.
Die Gruppe sitzt im Stuhlkreis und jede Person hat einen Gegenstand in der Hand. Der Reihe nach erzählen alle etwas zu ihrem Gegenstand, während die anderen zuhören.
Die Methode wird auch „optischer Impuls“ genannt und lässt sich in zwei verschiedenen Varianten durchführen.

In der ersten Version bittet man die Teilnehmer, selbst einen persönlichen Gegenstand mitzubringen. Dieser ist je nach Intention gegebenenfalls an ein Fach oder an ein bestimmtes Thema gebunden.
Beispiele:
1. Grundschule: Jedes Kind soll einen privaten Gegenstand mitbringen und dessen besondere Bedeutung erzählen oder nach dem Urlaub ein Andenken mitbringen und darüber berichten.
2. Sekundarstufe I: Im Geschichtsunterricht soll jede Person einen Gegenstand zum Thema „Leben in der DDR“ mitbringen und die zugehörige Geschichte (beispielsweise die Herkunft des Gegenstandes) schildern.
3. Sekundarstufe II: Im Kunstunterricht sollen die Schülerinnen und Schüler (SuS) einen Gegenstand ihrer Wahl zum Zeichnen mitbringen.

Die zweite Variante der Methode basiert auf Gegenständen, die von der Lehrkraft mitgebracht und organisiert werden. Die Lehrkraft verteilt die Gegenstände in der Mitte des Stuhlkreises und jede Person wird aufgefordert, einen Gegenstand auszuwählen.
Beispiele:
1. Sekundarstufe I: Um die erste Stunde des Lernens einer neuen Fremdsprache einzuleiten, kann die Lehrkraft länderspezifische Gegenstände mitbringen und die SuS wählen lassen (Tapas, Sombreros, Stier-Bilder, Churros… für den Spanisch-Unterricht).
2. Erwachsenenbildung: Zu Beginn des Theologiestudiums bringt die/der Dozent/in religionsbezogene Materialien (Kerzen, Kreuze, Tauben-Figuren etc.) mit und bittet die Anwesenden, sich den Gegenstand zu nehmen, den sie/er am meisten mit ihrem/seinem Glauben verbindet. Im Anschluss sollen die Studenten ihre Entscheidung begründen.

Je nach Altersstufe und Kontext kann die Methode dafür genutzt werden, dass sich die Gruppenmitglieder näher kennenlernen, dass die Anwesenden Informationen über ein Thema erhalten oder dass die/der Lehrende den Lernstand der Gruppe ermitteln kann.

Soziometrische Abfrage

Die Soziometrische Abfrage gehört zu den sozialen Forschungsmethoden. Sie untersucht den Rang und die Rolle des Individuums, bei Erwachsenen und Kindern, in einer Gruppe oder aber die Struktur der Gruppe insgesamt. Die Erkenntnisse werden zum einen durch spontane Äußerungen gewonnen, wobei darauf geachtet werden sollte, dass diese in möglichst natürlicher Umgebung erfolgen und zum anderen durch Befragungen. Diese sollten immer einen ernsthaften Charakter haben. Generell kann die Befragung zu Positivem als auch zu Negativem durchgeführt werden. Die Ergebnisse werden qualitativ und quantitativ ausgewertet und in einem Soziogramm dargestellt (vlg. zu diesem Abschnitt: Höhn, 1976).

Vier-Ecken-Methode (Meinungsaustausch)

Bei der Vier-Ecken-Methode geht es darum verschiedene Meinungsbilder zu initiieren und die Argumente dieser zu diskutieren.

Es werden Aussagen zu vier verschiedenen Sichtweisen einer bestimmten Frage-oder Problemstellung in die vier Ecken eines Raumes gehängt. Die Schülerinnen und Schüler versammeln sich zunächst in der Mitte des Raumes. Nun ordnen sie sich individuell, der für Sie zutreffendsten Aussage zu und diskutieren über die Aussage  „ihrer Ecke“. Im Anschluss wird in jeder Gruppe ein Sprecher/In gelost, der die Standpunkte der Gruppe im Plenum vertritt.

Die Schülerinnen und Schüler üben sich in Meinungsbildung und erlangen Selbstkompetenz durch das vertreten der eigenen Meinung.

Kettenquiz

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte, auf der Vorder- und Rückseite befinden sich eine Frage und eine nicht dazugehörige Antwort. Ein Schüler liest seine Frage vor. Derjenige, der die zugehörige Antwortkarte hat, liest diese vor und anschließend die neue Frage auf seiner Karte. So läuft das Quiz als laufendes Frage- Antwortspiel durch die Klasse.

Wort-Lawine

Bei dieser Methode bilden die Schülerinnen und Schüler Gruppen aus 4-5 Personen. Jede/r bekommt nun ein Blatt mit einem vorgefertigten Schema, auf das Worte eingetragen werden sollen. Jedes Kind schreibt in die erste Reihe ein Wort, das ihm besonders gut gefällt und reicht den Zettel an den/die linke/n Sitznachbar/in weiter. Jetzt sollen die Schüler und Schülerinnen unter das erste Wort in die zweite Zeile zwei weitere Worte schreiben, von denen sie denken, dass sie gut zu dem ersten Wort passen. Das Blatt wird wieder weitergegeben. In die dritte Zeile kommen nun dementsprechend drei Worte. Die Weitergabe der Arbeitsblätter wird so lange fortgeführt, bis das Schema vervollständigt und ein Gedicht entstanden ist.