Feedbackplakate

Jedem Teilnehmer wird ein Papier, am besten DIN A3, auf dem Rücken mit Klebeband befestigt. Außerdem erhält jeder Teilnehmer einen Stift. Um das Feedback zu geben, bewegt sich die Gruppe durch den Raum. Jeder der einer Person eine Rückmeldung geben möchte, schreibt diese auf dem Papier, auf dem Rücken nieder. Rückmeldungen können sich auf bereits geschriebene Aussagen beziehen oder eigenständig stehen. Eine wichtige Regel bei der Feedbackgabe ist, dass jede Aussage differenziert begründet werden muss. Eine differenzierte Rückmeldung ist wichtig, da selbst und Fremdeinschätzung oft differieren. Bei negativen Anmerkungen sollten konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht werden.
Nach einer festgelegten Zeit, die sich an der Gruppengröße orientiert, ist die Feedbackzeit beendet und jeder darf sein Plakat vom Rücken nehmen und lesen.
Die Methode kann in unterschiedlichen Situationen genutzt werden. Besonders geeignet ist sie nach einer Phase in der die Gruppe etwas erarbeitet und präsentiert hat. So können verschiedene Aspekte bei der Rückmeldung Beachtung finden. Es kann auf persönliche Kompetenzen, die gezeigt wurden und auf die spezifische Leistung der Präsentation eingegangen werden. Zudem wird Jeder für seine Leistung individuell belohnt.
Durch diese Methode hat Jeder die Chance eine ehrliche Meinung abgeben und auch erhalten zu können. Die Personen, die das Feedback erhalten, wissen nicht, von wem es kommt. Deswegen ist es sehr ehrlich.

Fünf-Finger-Methode (vgl. Aßmann Methodenbox 2012)

Die Schüler(innen) malen zunächst den Umriss ihrer Hand auf ein weißes DIN-A4-Blatt. In die einzelnen Finger sollen die Schüler(innen) nun „stichpunktartig verschiedene Aspekte zu einem vom Lehrer vorgegebenen Thema notieren“ (Aßmann Methodenprofi 2012). Jedem Finger wird ein Aspekt zugeordnet. Anschließend werden die Notizen in Partnerarbeit ausgetauscht und verglichen (vgl. Aßmann Methodenprofi 2012).

Ziele: Stichpunkte zu fachlichen Inhalten, Ideen oder Erlebnissen verfassen; Informationen aufnehmen und weitergeben (vgl. Aßmann Methodenprofi 2012)

Sprechmühle

Die Sprechmühle ist eine Methode zur themenbezogenen Selbstdarstellung in Gruppen, die aufgrund der Beteiligung aller Schülerinnen und Schüler ein hohes Potential für intensiven Gedankenaustausch bietet und daher als besonders „adressaten-“ bzw. „schüleraktiv“ bezeichnet werden kann (Vgl. Jahnke-Klein & Meyer 2012). Die Teilnehmer bewegen sich dabei zu adressatengerechter Musik durcheinander und finden sich beim Stoppen der Musik mit einem Partner zusammen, mit welchem sie nun eine Leitfrage beantworten.

SMS

„SMS“ ist eine Methode, die dazu dient, ein Feedback abzugeben. Sie kann am Ende einer Unterrichtsstunde oder größeren Lehreinheiten eingesetzt werden. Die Schüler notieren auf einer vorgefertigten Karte eine fiktive SMS mit genau 10 Wörtern, die sie an eine Lehrkraft oder einen Mitschüler als Rückmeldung oder Zwischenbilanz simsen würden. Die Beschränkung auf 10 Wörter hilft den Schülern, das Wichtigste aus dem Unterricht zu erkennen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Außerdem unterstützt die Form und Kürze der „SMS“  sprachliche Kreativität. Für Schüler, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, bietet die „SMS“ eine  Möglichkeit, sich effektiv mit dem Lesen zu beschäftigen. Aufgrund der Kürze wird eine Überforderung vermieden, was förderlich auf die Motivation der Schüler wirkt und mögliche Hemmungen verhindern kann.

Die Schüler erhalten jeweils eine Karte aus festem Papier und einen Stift. Anschließend wird der Arbeitsauftrag durch die Lehrkraft erteilt. Nachdem alle Schüler ihre Rückmeldung verfasst haben, werden diese der Reihe nach vorgelesen und an einer Pinnwand gesammelt. In einem gemeinsamen Gespräch können wichtige Sachverhalte oder Perspektiven sichtbar und verarbeitet werden.

 

Pantomime

Pantomime ist eine spielerische und kreative Methode, um Begriffe oder Vorgänge darzustellen. Durch diese Form des Umsetzens werden die jeweiligen Inhalte vertieft und gesichert. Die Schüler werden dazu angehalten, sich mit den Begriffen intensiv auseinanderzusetzen, diese zu interpretieren und sie auf verschiedene Weisen zu betrachten, um so zu einer passenden Pantomime zu gelangen. Die zeitliche Begrenzung ist abhängig von der Komplexität der vorgegebenen Begriffe und der Klassengröße.

Darzustellende Begriffe und Sachverhalte werden von der Lehrkraft vorgegeben und von den beobachtenden Schülern wird versucht, sie zu erraten. Wichtig ist, dass die Lehrkraft die Begriffe zielgerichtet auswählt und diese vor der Unterrichtsstunde vorbereitet. Um die Methode erfolgreich mit dem Unterrichtsinhalt zu verknüpfen, ist es sinnvoll, Begriffe aus kürzlich stattgefundenen Unterrichtsstunden auszuwählen, sodass sichergestellt ist, dass den Schülern die jeweiligen Begriffe bekannt sind.

Hörverstehen – Dialoge hören

Das Hörverstehen ist eine gängige Methode in allen Klassenstufen und wird vor allem in (fremd-)sprachlichen Fächern genutzt. Die Lernenden hören sich einen bestimmten Text auf einer CD oder von einer Audiodatei an und müssen  Fragen zum Hörtext beantworten. Anschließend werden die Aufgaben im Plenum besprochen und die Lösungen verglichen. Gerade in Fremdsprachen, zum Beispiel Französisch oder Spanisch, ist es sinnvoll, die Aussprache zu trainieren, indem man die SuS die Lösungen vorlesen lässt. Durch die Übungen zum Hörverstehen, die von Kapitel zu Kapitel anspruchsvoller werden können, werden die Entwicklung des Wortschatzes und das aktive Zuhören gefördert.

(Vgl. Hugvísindasvið S. 9-10)

Lesewettbewerb

In dieser Methode wird das Lesen und die Lesemotivation gefördert. Die SuS bekommen in mehreren Kleingruppen jeweils einen Textabschnitt, den sie mehrmals lesen und üben. Anschließend entscheiden sich die Gruppenmitglieder für die bestlesende Person, welche dann an dem Lesewettbewerb teilnehmen darf. Die „Sieger“ der einzelnen Gruppen tragen nun ihren Teil den Klassenkameraden vor und sollen bewertet werden. Die Bewertungskriterien werden im Voraus besprochen, zum Beispiel Aussprachefehler, Satzmelodie, Lesefluss und Tempo, korrekte Aussprache, etc.
Als Hilfe für die Wertenden kann ein Evaluationsbogen ausgeteilt werden, um den Sieger zu ermitteln.

(Vgl. https://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/franzoesisch/bs/6bg/fb1/5spielerische_methoden/phonetik/)

Schneeballmethode

Das Ziel dieser Methode ist die Meinungsfindung oder die Reduktion von vielen Meinungen zu einem Gruppenkonsens.

Dazu machen sich die SuS zuerst individuell Gedanken zur gestellten Frage/zum Problem. Danach werden Schülerpaare gebildet, die ihre Meinungen austauschen und diskutieren, sich auf eine (von der Lehrkraft festgelegte) Anzahl von Punkten einigen und diese festhalten. Im Folgenden „rollt der Schneeball weiter“, indem sich je zwei Paare zu einer Gruppe zusammenfinden, ihre Meinungen besprechen, sich auf die wichtigsten Aussagen einigen und sie, z.B. auf einem Plakat, notieren. Ein Gruppensprecher erläutert diese Aussagen im Plenum für die ganze Klasse.

Impuls-Lesen

Das Impulslesen ist eine ab der dritten Jahrgangsstufe empfohlene Methode, mit der Schülerinnen und Schüler lernen Texte „aktiv zu lesen“ (Brenner & Brenner, 2012, S. 101). Hierbei bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Text vorgelegt, den sie zunächst überfliegen und danach, während eines intensiveren Leseprozesses, mit Markierungen versehen sollen. Diese Markierungen werden in einer darauf folgenden Gruppenarbeit besprochen.

Brenner und Brenner (2012, S.102) schlagen zur Markierung des Textes während der Lesephase einheitliche Symbole vor. So wird beispielsweise ein Ausrufezeichen „!“ hinter Informationen geschrieben, die für den einzelnen Schüler / die einzelne Schülerin neu sind. Ein „Häkchen“ wird hinter bereits bekannte Informationen gesetzt. Unklare Passagen des Textes werden mit zwei Fragezeichen „??“ markiert und Textstellen, die bei den Schülern Fragen aufwerfen, durch ein Fragezeichen mit darauf folgendem Ausrufezeichen „?!“ gekennzeichnet. Textstellen, die der Schüler oder die Schülerin noch einmal in der Gruppe thematisieren möchte, sollen mit drei Punkten versehen werden „…“.

Nach dieser Lesephase, die als Einzelarbeit erfolgt, soll die Klasse in Gruppen die so markierten Textstellen besprechen und dabei Symbol für Symbol vorgehen. Es empfiehlt sich, unklare Textstellen und Passagen, zu denen Fragen aufgekommen sind, besonders zu behandeln. Dies stärkt sowohl die Selbst- als auch die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler, da sie dadurch sowohl lernen die Hilfe Gleichaltriger anzunehmen als auch selbst Mitschülern zu helfen. Im letzten Schritt werden noch offene Fragen, die durch die Gruppenarbeit nicht beantwortet wurden, im Plenum mit der Lehrkraft besprochen und geklärt.