Bushaltestelle

Diese Methode eignet sich besonders gut für die Bearbeitung von Texten und für Übungsphasen. Wer die erste Aufgabe erledigt hat, geht zur Haltestelle und wartet dort bis jemand mit derselben Aufgabe fertig ist. Dann folgt ein Austausch bzw. eine Kontrolle in Partnerarbeit. Dieser erfolgt an freien Plätzen im Klassenzimmer oder im Stehen. Danach wird die nächste Aufgabe bearbeitet.

Find the Fib (Finde den Fehler)

Die Schüler_innen überlegen sich in Kleingruppen drei Behauptungen zu einem vorgegeben Thema. Zwei Behauptungen sind wahr und eine ist es nicht. Alle drei Behauptungen werden als Fakten der Klasse präsentiert. Der Rest der Klasse soll daraufhin die Lüge herausfinden.

Bienenkorb

 

Diese Methode wird nach einer Einzelarbeits- oder auch einer Informationsphase eingesetzt. Die Lernenden bilden mit ihren direkten Sitznachbarn Teams (Partner- oder Kleingruppen). Dabei ist angedacht, dass sie sich nur mit ihren Stühlen drehen müssen und nicht den Raum verlassen, um so den Charakter eines Bienenkorbes zu imitieren. In den so entstandenen Teams tauschen sie sich über das in der Informationsphase Erfahrene oder bezüglich einer gegebenen Fragestellung aus (ca. 5 Minuten). Es soll möglichst jeder des Teams einen Beitrag leisten. Die Resultate der Teams werden dann im Plenum vorgestellt.

Diese Methode kann neben der Sachkompetenz auch die Sozial- und die Selbstkompetenz schulen, da die SuS mit Klassenkameraden zusammenarbeiten müssen. Einzelne Standpunkte sollen argumentiert und respektiert werden. Dies hat zu Folge, dass die SuS die Möglichkeit haben sich selbst zu reflektieren.

 

Kompetenzspinne

Mithilfe der Kompetenzspinne sollen die Schüler und Schülerinnen ihre eigenen Kompetenzen einschätzen und reflektieren. Durch diese Methode können Stärken und Schwächen sichtbar gemacht werden.

Benötigt wird die Abbildung eines Spinnennetzes. An den Achsen des Spinnennetzes stehen die Kompetenzen. An den Knotenpunkten des Netzes stehen die Werte. Der Schüler oder die Schülerin erkennt welche Kompetenzen noch förderungsbedürftig sind und welche nicht. Außerdem wird durch diese Methode die Eigenständigkeit im Bezug auf den eigenen Lernprozess unterstützt. Der Schüler oder die Schülerin kann das Lernen selbst in die Hand nehmen.

Forschertagebuch

Die Schülerinnen und Schüler sollen selbständig eine Dokumentation ihrer eigenen Beobachtungen, Empfindungen, Erwartungen und Erkenntnissen, begleitend während eines Projekts, in Form eines Tagebuchs festhalten. Dabei können sie sehr individuell und kreativ an ihren Aufgaben arbeiten. Die Aufgaben befinden sich auf Arbeitsblättern und sind manchmal offen und auch komplex. Außerdem passen sie thematisch in die Unterrichtseinheit und können wiederum einzeln mit vielen anderen Methoden erarbeitet werden. Es sollten Teilergebnisse festgehalten und Arbeitsprozesse reflektiert werden. Das Forschertagebuch kann mit einem selbstangefertigten Deckblatt passend zum jeweiligen Thema versehen werden.

Denkzettel

Der Denkzettel ist ein weitläufiger Begriff und kann als eine Art Denkanstoß angesehen werden. Dieser kann unterschiedlich gestaltet werden. So können in der 1. Klasse zum Beispiel Piktogramme auf einen Merkzettel geklebt werden, damit die Kinder wissen was in welcher Phase zu tun ist (möglich wäre dies beim Stundenplan). In weiteren Jahrgängen können Denkzettel zum Festhalten neuer Erkenntnisse genutzt werden oder zur Hilfe genommen werden, um zum Beispiel Texte zu strukturieren und inhaltlich zu vervollständigen. Auch Erwachsene erstellen beispielsweise fürs Einkaufen Denkzettel, damit sie nichts vergessen. Dabei kann der Denkzettel verbindlich für alle gelten und als eine Art Vertrag gesehen werden oder nur als Erinnerungshilfe für eine Person dienen.

Der Denkzettel kann genutzt werden bei:

  • Sprechregeln
  • Klassenregeln
  • Stundenplan
  • Lernhilfen (zum Beispiel kleine Merksätze aufschreiben oder die Struktur von Inhaltsangaben etc.)
  • Einkaufslisten
  • kleinen Störungen (zur Erinnerung wird der Denkzettel auf den Tisch des entsprechenden Kindes gelegt werden, z.B. „Denk bitte daran zu flüstern.“)

Schreibkonferenz

Die Schreibkonferenz ist eine Methode zur Überarbeitung von Schülertexten. Die SuS stellen ihren selbst verfassten Text zur Diskussion in einer Gruppe und erfahren durch die Außenperspektive auf ihren Text wichtige Verbesserungsvorschläge (Spitta, 1992, S. 13).
In einer Gruppe von drei bis vier SuS beginnt ein/e Schüler/in.
1) Er/ sie erklärt der Gruppe das Ziel des selbst verfassten Textes und liest ihn vor.
2) Die Gruppe gibt eine kurze Rückmeldung zum ersten Eindruck.
3) Der/ die Schüler/in liest den Text nun Satz für Satz vor, die Gruppe gibt dabei Tipps, die der/ die Schüler/in notiert.
4) In der Gruppe werden die Texte der anderen SuS besprochen.
5) Alle SuS bearbeiten ihre Texte anhand der Verbesserungsvorschläge.
6) In der Gruppe werden die bearbeiteten Texte erneut präsentiert (Brenner & Brenner, 2012, S. 129).

wahlweise:
Die Lehrperson führt eine Endkorrektur durch. Die SuS fertigen anhand der Endkorrektur eine Reinschrift an. Präsentation im Plenum, z.B. als Klassenzeitung oder Vorlesestunde

Folgende Aspekte können in der Gruppe überarbeitet werden: inhaltliche, stilistische und orthographische Aspekte
(Böttcher & Becker-Mrotzek, 2003, S. 131f.)