Lautes denken

Lautes Denken bedeutet, dass das Individuum eine handlungsbegleitende, mündliche Beschreibung seiner gedanklichen Planungen und Vorgehensweisen formulieren soll“ (Düsing, 2014).

Alle S.[chüler] einer Lerngruppe entwickeln spontan Deutungsideen zu einem Text. In einem regelgeleiteten Verfahren üben sie Strategien des aktiven Lesens ein und intensivieren ihre geistige Beteiligung beim Lesen und Verstehen. In einem kleinen sozialen Kontext (Partnerarbeit) entwickeln sie eine intensive Interaktion, in der ein erstes, vorläufiges Textverstehen formuliert wird“ (Brenner & Brenner, 2009, S.106).

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Grundlage der Methode ein Text ist, zu dem Gedanken laut geäußert werden.

Wortstamm

Jedes Wort hat einen Wortstamm  (Beispiel: schenken, beschenken, das  Geschenk). Wörter mit gleichem oder ähnlichem Wortstamm gehören zu einer Wortfamilie. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, zu einem Wortstamm einen Baum mit vielen übereinander liegenden Ästen zu zeichnen. In den Stamm eines Baumes wird jeweils der Wortstamm (Beispiel: schenk), auf die Äste werden möglichst viele Wörter geschrieben, die  von diesem Wortstamm abgeleitet sind. Dies dient der Überprüfung  der Schreibweise mit einem verwandten Wort. Da der gleiche Wortstamm vieler Wörter einen zentralen Schlüssel bei der richtigen Schreibweise bildet, kann die Strategie „Wortstamm“ als eine der wichtigsten orthografischen Regeln der deutschen Rechtschreibung angesehen werden. Mit Hilfe der Wortverwandtschaft können sich die Schülerinnen und Schüler auch bei Lautähnlichkeit zwischen „e“ und „ä“ sowie der Lautgleichheit von „eu“ und „äu“ die  richtige Schreibweise  der Wörter herleiten.

Kugellager

Mit der Kugellager-Methode soll ein Meinungsaustausch innerhalb der ganzen Gruppe stattfinden. Die SuS kommen mit verschiedenen Mitschüler*innen in Kontakt, das Gespräch findet jedoch mit nur einem*einer Partner*in statt. Eine wichtige Voraussetzung bei der Durchführung der Kugellager-Methode ist eine gerade Anzahl an SuS. Zu Beginn werden zwei Sitzkreise gebildet, ein Innen- und ein Außenkreis, so dass jede*r Schüler*in einen Gegenüber hat. Mit einem akustischen Signal wird das Partnergespräch freigegeben. Die SuS tauschen sich mit ihrem*ihrer Partner*in über das Thema aus. Nach einigen Minuten gibt die Lehrkraft erneut ein akustisches Signal, die SuS des Innenkreises rutschen daraufhin zwei Plätze im Uhrzeigersinn weiter. Mit dem*der neuen Partner*in können die SuS dann erneut über das Thema diskutieren.

Markt der Ergebnisse

Die SuS werden zunächst in Kleingruppen eingeteilt. Sie erhalten einen schriftlichen Arbeitsauftrag, den sie gemeinsam erarbeiten. Nach der Erarbeitungsphase erstellen sie eine Präsentation ihrer Ergebnisse, die dann im Klassenzimmer oder einem separaten Raum ausgestellt werden.
Die Kleingruppen wählen einen Gruppensprecher, der den „Marktstand“ besetzt, um Auskunft zu geben. Die übrigen Gruppenmitglieder spazieren über den „Markt der Ergebnisse“ und besichtigen die einzelnen Stände. Hier sollen sie sich über die Ergebnisse informieren. Die SuS entscheiden selbst, wie lange sie an den einzelnen Markständen verweilen und müssen Wissen aktiv erfragen.
An jedem „Marktstand“ soll es eine Möglichkeit für eine Rückmeldung geben. Hierfür schreiben die SuS Fragen, Kritikpunkte und positive Wertungen auf ein Kärtchen oder Klebezettel und hinterlegen diesen an dem Marktstand.
Zum Abschluss kehrt jede Gruppe zu ihrem Stand zurück und wertet ihre Rückmeldungen aus. Zusätzlich können diese noch im Plenum besprochen werden.

One-Minute-Paper

Am Ende einer Unterrichtsstunde oder Unterrichtseinheit formuliert die Lehrkraft eine überschaubare Anzahl von Fragen zum zuvor behandelten Thema. Die Schülerinnen und Schüler haben eine Minute Zeit, ihre Gedanken auf Papier zu bringen. Anschließend sammelt die Lehrkraft die Papiere ein und wertet sie aus. In der nächsten Unterrichtsstunde werden offene Fragen und Unklarheiten geklärt.

Glückstopf

Bei der Methode „Glückstopf“ geht es um das begriffliche Klären und Erarbeiten eines Sachgebiets in Kleingruppen. Die Lehrperson legt zunächst die zu erarbeitenden Sachgebiete fest. Im zweiten Schritt werden die SuS in Kleingruppen eingeteilt. Die Gruppen sollen eine zuvor festgelegte Anzahl von Schlüsselbegriffen zu ihrem jeweiligen Sachgebiet auf Karten schreiben. Als nächstes werden die Begriffskarten in einem Behälter an die nächste Gruppe weitergegeben. Jedes Gruppenmitglied soll an dieser Stelle eine Begriffskarte ziehen und versuchen diese zu erläutern. Während der Gruppenarbeit sollen die anderen Gruppenmitglieder zuhören, ggf. Fragen stellen, kommentieren oder den Referenten ergänzen. Bei der Ergebnissicherung können offene Fragen im Plenum geklärt werden. Diese Methode kann entweder zum Wiederholen, Festigen, Vertiefen, Strukturieren, Stabilisieren, Konkretisieren oder Durcharbeiten komplexer Sachgebiete angewandt werden.

Brainstorming

Brainstorming ist eine gut einsetzbare Methode, um Ideen, Vorwissen und Assoziationen zu einem bestimmten Thema schnell und einfach zu sammeln. Aus diesem Grund ist diese Methode besonders für einen ersten Einstieg in ein Thema geeignet. Die Lehrkraft stellt zu Beginn des Brainstormings eine lernrelevante Frage oder nennt ein bestimmtes Oberthema, welches für die Stunde oder die gesamte Lerneinheit relevant ist. Diese wird auf der Tafel oder einer Pinnwand notiert. Wichtig ist hierbei, dass die Frage oder das Thema dazu geeignet ist, Ideenimpulse an die SuS weiterzugeben, sodass eine möglichst große Beteiligung der Gruppe gegeben ist. Prinzipiell ist jede Idee erlaubt. Es kommt also nicht darauf an, ob eine Idee richtig oder falsch ist. Ziel ist es, möglichst viele Ideen zum Abschluss an der Tafel zu haben. Aus diesem Grund sind Kritik und Diskussion in dieser Phase unerwünscht. Jede*r SuS soll möglichst viele Ideen einbringen und kann auch Ideen von Mitschülern*innen weiterentwickeln. Sind alle Ideen gesammelt, beginnt deren Auswertung. So können sie beispielsweise in Kategorien eingeordnet werden, auch Kritik kann nun geäußert werden. Die Methode ermöglicht eine Weiterentwicklung der Kreativität und des freien und spontanen Sprechens. Außerdem ermöglicht diese Methode, die Wissensstandunterschiede der SuS festzustellen.

Cluster

Cluster“ bedeutet übersetzt „Gruppe“ und stellt eine Methode dar, mit der etwas gruppiert werden soll. Dies geschieht, indem ein Oberbegriff festgelegt und notiert wird. Per Brainstorming werden alle Begriffe, die einem zu dem Oberbegriff spontan einfallen, notiert. Alle Begriffe lassen sich mit dem Oberbegriff in Verbindung setzten, aber auch untereinander kategorisieren oder durch eingezeichnete Linien eine Verbindung dargestellt werden.

Das Cluster muss nicht durch spontane Ideen erstellt werden. Es kann sich auch jede Gruppe, jedes Paar oder jeder Einzelne eine Anzahl von X Begriffen überlegen und sie auf einen Tonkartonstreifen notieren. Diese Notizen werden dann an der Tafel befestigt.

Sortieraufgabe

Bei der Sortieraufgabe werden Bilder zu verschiedenen Themen vorbereitet, die die Schüler und Schülerinnen einem Thema zuordnen müssen. Die Themenkarten werden an der Tafel oder der Wand befestigt und durch die SuS mit den Bildern ergänzt.

Die Methode lässt sich zu Beginn einer Unterrichtseinheit einsetzen um Vorwissen zu aktivieren, aber auch um Gelerntes zu wiederholen. Die Lehrperson kann so erkennen, wie viel die SuS schon zu einem Thema wissen oder an welchen Stellen noch Förderbedarf besteht. Außerdem soll die Methode dabei helfen Wissen zu ordnen und zu verknüpfen.

 

Pinnwandkarten

Die Lehrperson wirft eine Fragestellung in den Raum. Zu dieser Fragestellung notieren die Teilnehmer*innen der Gruppe ihre Ideen oder Vorschläge  auf eine Karteikarte. Die Karteikarten werden an die Pinnwand geheftet. Anschließend folgt die Diskussion der Ideen  im Plenum. Während der Diskussion stellt sich heraus, welche Ideen von der breiten Mehrheit akzeptiert werden. Andere Ideen werden aussortiert und dadurch das Tafelbild reduziert. Die verbleibenden Ideen können strukturiert werden und für die weitere Bearbeitung, Verbesserung und Diskussion der Fragestellung verwendet werden.