closed book

Als „closed book“ werden klassischerweise alle schriftlichen Prüfungen, wie u.a. Tests, Klausuren etc. bezeichnet, die ohne (oder nur sehr eingeschränkt) die Hinzunahme von Hilfsmitteln und Unterlagen durchgeführt werden. Closed-Book-Prüfungen zielen üblicherweise auf das Reproduzieren von gelerntem Faktenwissen ab. Der Lehrer nimmt hierbei eine eher passive Rolle ein.

Loci – Methode

lociDie SuS stellen sich einen Gang durch verschiedene Orte (lat.: locus, Pl.: loci) vor, um schwer memorierbare Fakten damit zu verbinden und so besser behalten zu können. Wie andere Verfahren der mnemotechnischen Verknüpfung verbindet die Methode Einzeldaten zu einem Wissensnetz, mit dem diese besser eingeprägt werden können.

Abfallmontage

Ein Artikel wird aus einer Zeitschrift oder Zeitung ausgewählt und in verschiedene Bestandteile geschnitten (Wörter, Teilsätze, Sätze). Nachdem alle Schnipsel gemischt werden, werden diese in einen Umschlag gesteckt und jeder Schüler/Schülerin zieht eine vorher festgelegte Anzahl an Ausschnitten. Aus diesen Elementen sollen sie dann eine Geschichte schreiben.

Kettenquiz

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte, auf der Vorder- und Rückseite befinden sich eine Frage und eine nicht dazugehörige Antwort. Ein Schüler liest seine Frage vor. Derjenige, der die zugehörige Antwortkarte hat, liest diese vor und anschließend die neue Frage auf seiner Karte. So läuft das Quiz als laufendes Frage- Antwortspiel durch die Klasse.

Menschen-Memory

  • Durch die Lehrkraft wird ein Oberthema festgelegt, z.B. Verben, Tiere, Körperteile, etc.
  • Zwei SchülerInnen werden ausgewählt, die den Raum verlassen müssen, um anschließend die einzelnen Paare erraten zu können
  • Während die zwei draußen warten, suchen sich die anderen Schülerinnen und Schüler einen Partner und überlegen sich eine passende Bewegung
  • Nachdem jedes Paar sich eine Bewegung überlegt hat, dürfen die zwei „Ratekinder“ reinkommen
  • Die zwei ratenden Kinder spielen nun gegeneinander und müssen jeweils zwei SchülerInnen aussuchen, die ihr Verb nennen und die Bewegung vormachen
  • wurde ein Paar zusammen „aufgedeckt“, müssen diese sich hinter dem „Ratekind“ aufstellen, welches nochmal raten darf
  • wurden alle Paare erraten, ist das Spiel vorbei

Jeopardy – Der große Preis –

Bei der Methode Jeopardy – Der große Preis – handelt es sich um eine Art Quizspiel. Es gibt in der Regel sechs Kategorien wobei jede der fünf Fragen mit einer Punktzahl versehen (z.B. 20, 40, 60, 80, 100) ist. Die schwierigen Fragen geben mehr Punkte als die leichten Fragen. Die Fragen und Antworten werden im Vorfeld vorbereitet und an eine Tafel oder Wand befestigt. Auf der Vorderseite stehen die möglichen Punkte der jeweiligen Frage, damit die Schüler*innen diese gleich sehen können. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel. Die Teams wechseln sich bei der Auswahl der Frage ab.

Wort-Lawine

Bei dieser Methode bilden die Schülerinnen und Schüler Gruppen aus 4-5 Personen. Jede/r bekommt nun ein Blatt mit einem vorgefertigten Schema, auf das Worte eingetragen werden sollen. Jedes Kind schreibt in die erste Reihe ein Wort, das ihm besonders gut gefällt und reicht den Zettel an den/die linke/n Sitznachbar/in weiter. Jetzt sollen die Schüler und Schülerinnen unter das erste Wort in die zweite Zeile zwei weitere Worte schreiben, von denen sie denken, dass sie gut zu dem ersten Wort passen. Das Blatt wird wieder weitergegeben. In die dritte Zeile kommen nun dementsprechend drei Worte. Die Weitergabe der Arbeitsblätter wird so lange fortgeführt, bis das Schema vervollständigt und ein Gedicht entstanden ist.

Fragenball

Bei dieser Methode handelt es sich um ein Art Spiel, welches sich zum Festigen von zuvor erarbeiteten Lerninhalten eignet.Die SuS bilden einen Kreis, je nach Bedarf entweder im Plenum oder in kleineren Gruppen. Für den Inhalt eignet sich am besten ein bereits eingeführtes Thema, zu dem die Lehrkraft eine Frage stellt und dann irgendeinem SuS dabei den Ball zuwirft. Der Schüler oder die Schülerin beantwortet diese Frage und setzt das Spiel fort. Hierfür eignen sich am besten Lerninhalte, die bereits mit den SuS behandelt wurden. Die Literatur verweist diesbezüglich z.B. auf folgende Themen:

  • Gegensätze („Wie heißt das Gegenteil von …?“)
  • Synonyme („Nenne ein anderes Wort für …?“)
  • Zeitform von Verben („Wie heißt die Vergangenheit von „ich gehe“?“)
  • Steigerung von Adjektiven („Wie heißen die Steigerungsformen von „schön“?“)
  • Artikel („Welcher Artikel steht vor „Biene“?“)

Die SuS benötigen deutsche Sprachkenntnisse entsprechend des jeweiligen Lerngegenstandes. Geeignet ist die Methode für Sprachlernklassen und den Fachunterricht Deutsch; sie ist jedoch auch in anderen Unterrichtsfächern nutzbar. Außerdem ist sie für verschiedene Gruppengrößen und Altersgruppen passend und geeignet. Die Durchführung ist unkompliziert und beinhaltet die aktive Mitarbeit.

Interview mit einem Bild

Bei der Methode „Interview mit dem Bild“ geht es darum in Gruppen, oder im Plenum Fragen an ein Bild, beziehungsweise an den „Künstler“ / die „Künstlerin“ des Bildes zu stellen. Diese Fragen dienen dazu eine Bildinterpretation vorzubereiten, oder sich ein Bild langsam überhaupt erst zu erarbeiten, sowie dessen Entstehungsgeschichte und Problemgehalt.

Die Lerngruppe wird, nachdem das Bild bereits betrachtet wurde (z.B. als Hausaufgabe), aufgeteilt in „Künstler“ und „Reporter“. Nun stellen die „Reporter“ reihum Fragen an das Bild, also an die „Künstler“, welche diese Fragen beantworten müssen. Besonders bei Werken die stellvertretend für eine Kunstepoche behandelt werden, kann diese Methode Verwendung finden.

Lernkino

Das Lernkino (alternativ auch Klassenkino) ist eine geeignete Methode zum Einstieg in ein neues Thema. Der Klassenraum wird abgedunkelt, die Schülerinnen und Schüler setzen sich wie in einem Kino vor die metaphorische Leinwand (Tafel, Beamer, OHP) auf Sitzkissen auf den Boden. Nun kann die Lehrperson beispielsweise einen Film abspielen oder eine Diashow zeigen, welche/r in das neue Thema einführt und erste Informationen übermittelt. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Lernkino aus ihrer regulären Lernhaltung genommen werden, indem sie nicht mehr an ihren Tischen sitzen. Durch den physischen Wechsel ihres Blickwinkels wird eine neue Situation geschaffen, die die Aufmerksamkeit und Neugier der Schülerinnen und Schüler neu entfachen soll. Diese Aufmerksamkeit wird durch die Präsentation in Kino-Art auf das neue Thema gelenkt.

Die Lehrperson hat innerhalb der Präsentation die Aufgabe, verschiedene Aspekte des neuen Themas darzustellen, um den Schülerinnen und Schülern einen umfassenden ersten Eindruck zu vermitteln. Sie kann während des Lernkinos entweder aktiv informieren, indem sie die visuellen Eindrücke mit Informationen untermauert oder Ideen der Schülerinnen und Schüler sammeln.

Wichtig: Die korrekten Begriffe für die Beobachtungen der Schülerinnen und Schüler und die Kausalzusammenhänge werden in den folgenden Unterrichtsstunden genauer thematisiert.