„Fishbowl-Diskussion, Variation: Expertengespräch“

Bei dieser Methode werden die Schüler und Schülerinnen in mindestens zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe vertritt hier dabei eine eigene, von den anderen Gruppen unterschiedliche Meinung. Die Gruppen erarbeiten zunächst ein Thema, indem sie z.B. einen Text lesen. Sie erarbeiten Argumente, welche sie für ihre Rolle bzw. für ihre zugeteilte Meinung benötigen. Anschließend werden (ca. drei) Schüler aus jeder Gruppe ausgewählt, welche die Sprecher der Gruppe sind. Diese werden in der Gruppe des Klassenraums positioniert und diskutieren über das Thema. Die anderen Schüler sind Zuhörer bzw. Beobachter. Des Weiteren gibt es einen „heißen Stuhl“, der allen Zuhörern die Möglichkeit bietet, sich an der Diskussion spontan zu beteiligen. Am Ende der Diskussion wertet der Moderator die Diskussion aus.

Methode „schneller Schuh“

Der schnelle Schuh ist eine Methode des Lernens durch eigene kleine Lernvorträge.
Die SuS werden in gleich große Gruppen an ca. vier Tischen eingeteilt, an denen jeweils ein Gruppenauftrag bearbeitet wird. Aus jeder Gruppe wird ein schneller Schuh ausgewählt. Der Arbeitsauftrag wird zunächst in Einzelarbeit gelöst, die SuS notieren ihre eigenen Gedanken auf Post-its. Diese werden auf der Tischplatte aufgeklebt, gruppiert und zusammengefasst. Die Gruppe einigt sich auf einen Kerngedanken. Dieser wird auf zwei Postern festgehalten. Der schnelle Schuh nimmt eines der Poster mit auf seinen Rundgang. Er beginnt am nächsten Tisch, an dem er eine kleine Präsentation über die Ergebnisse seiner Gruppe hält. Dann präsentiert mind. ein Mitglied der Gasttischgruppe die dortigen Ergebnisse. Nach einer bestimmten Zeit gehen die schnellen Schuhe zum nächsten Tisch, bis alle Gruppentische abgelaufen wurden. Nach ihrer Rückkehr berichten die schnellen Schuhe ihrer Stammtischgruppe von den Gesprächen. Es folgt eine Auswertung aller Arbeitsergebnisse.

Das Vierer-Skript

Die Ergebnisse aus einer Gruppenarbeit werden in Stichpunkten auf einem Plakat mit vier Feldern festgehalten. Die Felder können sich durch vier verschiedene Themenaspekte unterscheiden oder aus den individuell verschiedenen Ergebnissen zu einem Thema in einer Gruppe mit vier Personen bestehen. In ein Feld schreibt entweder eine einzelne Person ihre Ergebnisse oder die Gruppe einigt sich auf Stichpunkte, welche sie in eines der Felder einträgt. In diesem Fall würde die nächste Gruppe ihre Ergebnisse in das nächste Feld schreiben. In einem Kreis in der Mitte können Übereinstimmungen oder passende Überschriften festgehalten werden.

Ideensalat

Die Methode besteht aus drei Phasen. In der ersten Phase bekommen die Schülerinnen und Schüler Fragen und schreiben ihre Antworten in Einzelarbeit. Sie bekommen dazu von der Lehrkraft ein Blatt Papier oder verschiedenfarbige Karten und auf jeder Karte wird eine andere Frage beantwortet. Die Lehrkraft sammelt die Karten ein und verteilt sie auf Gruppen. Es müssen so viele Gruppen vorhanden sein, wie Fragen gestellt wurden. In der zweiten Phase bekommen die Gruppen alle vorher aufgeschriebenen Antworten zu einer Frage und sortieren diese, beispielsweise indem öfter genannte Aspekte zusammengelegt, oder die Antworten Kategorien zugeordnet werden. In der dritten Phase stellen die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum vor.

Schneeballmethode

Die Schülerinnen und Schüler notieren in Einzelarbeit fünf Aspekte zu einer Frage auf ein Din-A5-Blatt. Danach tauschen sie sich mit einem Partner oder einer Partnerin aus. Beide einigen sich auf sechs Aspekte, die auf ein Din-A4-Blatt geschrieben werden. Anschließend werden zwei Zweierteams zu einer Vierergruppe zusammengefasst. In dieser Gruppe besprechen die Schülerinnen und Schüler wieder ihre Ergebnisse und einigen sich auf acht Aspekte, die auf ein Din-A3- Blatt geschrieben werden. Zum Schluss stellen die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum vor.

Buchstaben-Verbindungen

Die Methode „Buchstaben-Verbindungen“ soll Assoziationen zu einem Thema oder zu einem Begriff liefern. Sie ist besonders geeignet als Einstieg in ein neues Thema, um zu überprüfen, auf welchem Stand die SuS sich befinden und über welches Vorwissen sie verfügen.
Diese Methode lässt sich in drei verschiedene Variationen unterteilen (s. Buchstaben-Verbindungen )

  1. Die erste Variante ist das „Alphabet“. Dabei werden zu einem Thema oder Schlagwort Assoziationen gesammelt, die mit den Buchstaben des Alphabets beginnen.
  2. Die zweite Variante „Buchstaben-Impulse“ nutzt die Buchstaben des Schlagwortes, z.B. Freundschaft, als Anfangsbuchstaben für die dazugehörigen Begriffe.
  3. Die dritte Variante ist der „Buchstaben-Impuls“. Bei dieser Variante wird das Impulswort waagerecht geschrieben und die Assoziationen werden senkrecht in dieses Impulswort eingefügt.

Fiktives Interview

Die Methode „Fiktives Interview“ stellt ein Rollenspiel dar, in dem ein Journalist einen Experten oder eine beteiligte Person nach einem Sachverhalt befragt.
Grundlage ist hierbei ein Text (z.B. ein Zeitungsartikel oder ein Sachbericht), der von den Schülerinnen und Schülern gelesen und in Textabschnitte gegliedert wird.
Anschließend stellt Schüler A (Journalist) Fragen, die aus dem Text beantwortet werden. Schüler B (Experte) beantwortet die Fragen, als habe er selbst den Text verfasst bzw. als sei er selbst dabei gewesen.

Fünf-Finger-Methode (vgl. Aßmann Methodenbox 2012)

Die Schüler(innen) malen zunächst den Umriss ihrer Hand auf ein weißes DIN-A4-Blatt. In die einzelnen Finger sollen die Schüler(innen) nun „stichpunktartig verschiedene Aspekte zu einem vom Lehrer vorgegebenen Thema notieren“ (Aßmann Methodenprofi 2012). Jedem Finger wird ein Aspekt zugeordnet. Anschließend werden die Notizen in Partnerarbeit ausgetauscht und verglichen (vgl. Aßmann Methodenprofi 2012).

Ziele: Stichpunkte zu fachlichen Inhalten, Ideen oder Erlebnissen verfassen; Informationen aufnehmen und weitergeben (vgl. Aßmann Methodenprofi 2012)

Das Lerntempo-Duett

Das Lerntempo-Duett ist eine Methode, bei der sich die Schüler wechselseitig Wissen vermitteln, nachdem sie es sich angeeignet haben.
Die Klasse wird in zwei gleichgroße Gruppen eingeteilt, von denen eine Text A, die andere Text B in Einzelarbeit liest. Wichtig ist, dass jeder in seinem individuellen Tempo arbeitet. Zu dem gelesenen Text sollen jeweils Visualisierungen zu Erklärung erstellt werden. Wer fertig ist, signalisiert dies durch Aufstehen vom Platz. Der nächste Schüler der anderen Gruppe, der fertig ist, bildet mit dem Stehenden ein Lerntempo-Duett. Anhand ihrer Visualisierungen erläutern sie sich gegenseitig ihren Text.

Die Methode bietet den Vorteil der einfach umzusetzenden inneren Differenzierung und die Tatsache, dass sich jeder Schüler mal in der Experten- und mal in der Novizenrolle befindet. Dadurch ergibt sich ein Gleichgewicht, in dem aber doch jeder lernen muss, Wissen aufzunehmen und zu vermitteln. Durch die Paarbildung sind sofortige Nachfragen im Gegensatz zur Plenumsarbeit jederzeit möglich.

Eine Voraussetzung für den Erfolg dieser Methode besteht in einem guten Klassenklima. Möglichweise könnte es sonst zu Konkurrenzempfinden kommen, durch das die Schüler sich zu sehr beeilen, weil ihre Lesegeschwindigkeit für alle sichtbar wird.

Die Schüler lernen etwas über ihren eigenen Lernstand (z.B. bezüglich der Lesegeschwindigkeit), erwerben aber auch Sozialkompetenz durch den Austausch mit ihrem Partner.

Es müssen zur Durchführung der Methode mindestens 25 Minuten eingeplant werden, jedoch können auch weit mehr Unterrichtsstunden damit gefüllt werden – je nach Komplexität und Schwierigkeitsgrad der Aufgaben.

SMS

„SMS“ ist eine Methode, die dazu dient, ein Feedback abzugeben. Sie kann am Ende einer Unterrichtsstunde oder größeren Lehreinheiten eingesetzt werden. Die Schüler notieren auf einer vorgefertigten Karte eine fiktive SMS mit genau 10 Wörtern, die sie an eine Lehrkraft oder einen Mitschüler als Rückmeldung oder Zwischenbilanz simsen würden. Die Beschränkung auf 10 Wörter hilft den Schülern, das Wichtigste aus dem Unterricht zu erkennen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Außerdem unterstützt die Form und Kürze der „SMS“  sprachliche Kreativität. Für Schüler, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, bietet die „SMS“ eine  Möglichkeit, sich effektiv mit dem Lesen zu beschäftigen. Aufgrund der Kürze wird eine Überforderung vermieden, was förderlich auf die Motivation der Schüler wirkt und mögliche Hemmungen verhindern kann.

Die Schüler erhalten jeweils eine Karte aus festem Papier und einen Stift. Anschließend wird der Arbeitsauftrag durch die Lehrkraft erteilt. Nachdem alle Schüler ihre Rückmeldung verfasst haben, werden diese der Reihe nach vorgelesen und an einer Pinnwand gesammelt. In einem gemeinsamen Gespräch können wichtige Sachverhalte oder Perspektiven sichtbar und verarbeitet werden.