Ideen-Karussell

Eine Problem- oder eine Fragestellung wird in kleinere Teilaspekte unterteilt, die dann auf jeweils einem Blatt Papier notiert werden. Die Lehrkraft hat so viele Blätter vorbereitet, wie Schüler und Schülerinnen da sind. Jeder Schüler erhält dann eines dieser Blätter und notiert seine eigenen Ideen. Anschließend werden die Blätter von Person zu Person im Kreise weitergereicht, so dass weitere Ideen hinzukommen. Nach mehrmaligem Austausch werden die Ideen in der Gesamtgruppe besprochen.

World-Café

Die Grundidee des „World-Café“ ist es, Lernende bzw. Teilnehmer eines Seminars o.Ä. miteinander ins Gespräch zu bringen und so Problem- oder Fragestellungen in Kleingruppen intensiv diskutieren und reflektieren zu können. Dabei ist die Art der Fragestellungen ebenso abhängig von der Bedeutsamkeit für die Lernenden/Teilnehmer wie von deren Interessen. Die Gespräche sollen den ganz alltäglichen Gesprächen in einem Straßen-Café ähneln. Eine Vertiefung der Gespräche wird hier durch das mehrfache Wechseln und Mischen der Lernenden/Teilnehmer ermöglicht. Am Ende wird eine Abschlussrunde im Plenum gehalten, bei der die Lernenden/Teilnehmer ihre Ergebnisse präsentieren.“Die Methode sorgt dafür, dass sich die Seminarteilnehmer schnell und ohne Berührungsängste treffen, kennen lernen und austauschen können“ (Uni Kiel).

Ablauf: Man beginnt mit einer Begrüßung und Erläuterungen zum Ablauf und zur Rolle der Gastgeber. Gastgeber sind die fixen Gesprächsrundenleiter an den jeweiligen Tischen.  In aufeinanderfolgenden Gesprächsrunden von 15-20 Minuten werden an allen Tischen gleichzeitig Frage- oder Problemstellungen besprochen. Die Lernenden schreiben, zeichnen und kritzeln in jeder Runde das nach ihrer Meinung nach Wichtigste auf das Papier. Nach jeder Runde mischen sich die Lernenden neu. Die Gastgeber bleiben an ihrem Tisch, begrüßen die Neuankömmlinge, resümieren das bisher Besprochene und bringen den Diskurs erneut in Gang (vgl. Uni Kiel). World-Café

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Info-Ecke

Info-Ecken sind eine Methode, mit der die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern zur weitgehend selbstständigen Informationsbeschaffung verhelfen kann.

Vorbereitung: Die Lehrkraft stellt geeignetes Informationsmaterial zu einem bestimmten Themenkomplex zusammen. Unterschiedliche Facetten des Themas und verschiedene Medien sollten berücksichtigt werden (Bücher, Bilder, Zeitschriften, Interviews, Karikaturen, Videos, …). Die unterschiedlichen Materialien werden nach Thema im Klassenraum verteilt und bilden so die Info-Ecken.

Durchführung: Die Schülerinnen und Schüler bekommen Rechercheaufträge. Bei Bedarf gehen sie selbstständig zu den Info-Ecken, um zu forschen und ihre Aufgaben zu bearbeiten. Die Schülerinnen und Schüler können die Aufgaben in Einzel-, Partner- oder Kleingruppenarbeit bearbeiten.

Teekesselchen

Die SuS erkunden Doppeldeutungen von Wörtern (Homonymen) und sollen diese möglichst vage beschreiben.  Zwei Sus überlegen sich zusammen ein Homonym und treten vor das Plenum. Sie beschreiben abwechselnd die verschiedenen Begriffsbedeutungen. z.B. A: Mein Teekesselchen ist aus Metall. / Schüler B: Mein Teekesselchen ist aus Stein (also: „Schloss“). Das Plenum darf dann den Begriff erraten. Wenn sie das nicht schaffen werden die Homonyme weiter beschrieben. Sobald ein Schüler oder eine Schülerin den Begriff errät, darf er oder sie mit einem weiteren Kind eine neue Runde starten.

Die Teekesselchen Methode kann angewandt werden, um das Strukturieren von Wörtern zu fördern oder um die SuS darauf aufmerksam zu machen, das es viele Wörter mit Doppel- oder Mehrfachbedeutungen gibt.

Stationenarbeit

Beim Stationen lernen oder der themenbezogenen Freiarbeit sind an verschiedenen Positionen im Raum, den sogenannten „Lernstationen“, handlungsorientierte Arbeitsaufträge unterschiedlicher Art ausgelegt, die nacheinander von den Lernenden bearbeitet werden. Die Aufträge können in einem thematischen Zusammenhang stehen, dürfen aber auch unabhängig voneinander und in unterschiedlicher Reihenfolge bearbeitet werden. Dadurch erhalten die Lernenden die Möglichkeit, ihren Lernweg entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten selbst zu steuern. Beim Stationen lernen wird durch Art und Auswahl der Aufträge die Vielfalt möglicher Zugänge zum Stoff betont. Innerhalb einer vorgegeben Zeit können die Kinder zum Teil selbst den Umfang und Schwierigkeitsgrad ihrer Aufgabe wählen, sowie den Arbeitsrhythmus und die Sozialform festsetzten. Stationen lernen setzt auf selbstverantwortliches, zielorientiertes Arbeiten in regelgeleiteter Atmosphäre, auf Kooperation der Schüler und Schülerinnen in Partner- oder Gruppenarbeit. Die Methode weist den Lernenden eine aktive und verantwortungsvolle Rolle innerhalb des Lernprozesses zu. Stationen lernen wird besonders empfohlen zur Vertiefung von Wissen, zur Übung und im Rahmen von fächerübergreifendem Unterricht.

Bushaltestelle

Diese Methode eignet sich besonders gut für die Bearbeitung von Texten und für Übungsphasen. Wer die erste Aufgabe erledigt hat, geht zur Haltestelle und wartet dort bis jemand mit derselben Aufgabe fertig ist. Dann folgt ein Austausch bzw. eine Kontrolle in Partnerarbeit. Dieser erfolgt an freien Plätzen im Klassenzimmer oder im Stehen. Danach wird die nächste Aufgabe bearbeitet.

Forschertagebuch

Die Schülerinnen und Schüler sollen selbständig eine Dokumentation ihrer eigenen Beobachtungen, Empfindungen, Erwartungen und Erkenntnissen, begleitend während eines Projekts, in Form eines Tagebuchs festhalten. Dabei können sie sehr individuell und kreativ an ihren Aufgaben arbeiten. Die Aufgaben befinden sich auf Arbeitsblättern und sind manchmal offen und auch komplex. Außerdem passen sie thematisch in die Unterrichtseinheit und können wiederum einzeln mit vielen anderen Methoden erarbeitet werden. Es sollten Teilergebnisse festgehalten und Arbeitsprozesse reflektiert werden. Das Forschertagebuch kann mit einem selbstangefertigten Deckblatt passend zum jeweiligen Thema versehen werden.

Bisoziation

Über die Assoziationen zu Bildern, die nichts mit der Ausgangsfrage gemeinsam haben, gelangen die Schülerinnen und Schüler zu kreativen Lösungen für eine Problemstellung. Die Bisoziation ermöglicht die Problembetrachtung aus einem anderen Blickwinkel.

  1. Die Lehrperson formuliert die Problemstellung und präsentiert der Gruppe verschiedene Bilder die inhaltlich möglichst wenig mit der Thematik gemeinsam haben, aber den SuS dennoch bekannt sind.
  1. Nun werden die SuS gebeten sich auf ein Bild zu einigen und dazu frei ihre Ideen, Gefühle und Emotionen zu äußern. Diese werden von den Moderatoren auf den Moderationskarten festgehalten.
  1. Ist diese Phase beendet, werden die Moderationskarten an die Pinnwände geheftet und die Problemstellung wieder in den Mittelpunkt gerückt.
  1. Nun werden die SuS gebeten ihre Assoziationen mit der Problemstellung in Verbindung zu bringen. Dadurch können kreative und unkonventionelle Lösungen formuliert werden, die den Blick auf die Problemstellung erweitern.
  2. Die Lösungsvorschläge werden gesammelt und auf ihre Realisierbarkeit überprüft.

Schreibkonferenz

Die Schreibkonferenz ist eine Methode zur Überarbeitung von Schülertexten. Die SuS stellen ihren selbst verfassten Text zur Diskussion in einer Gruppe und erfahren durch die Außenperspektive auf ihren Text wichtige Verbesserungsvorschläge (Spitta, 1992, S. 13).
In einer Gruppe von drei bis vier SuS beginnt ein/e Schüler/in.
1) Er/ sie erklärt der Gruppe das Ziel des selbst verfassten Textes und liest ihn vor.
2) Die Gruppe gibt eine kurze Rückmeldung zum ersten Eindruck.
3) Der/ die Schüler/in liest den Text nun Satz für Satz vor, die Gruppe gibt dabei Tipps, die der/ die Schüler/in notiert.
4) In der Gruppe werden die Texte der anderen SuS besprochen.
5) Alle SuS bearbeiten ihre Texte anhand der Verbesserungsvorschläge.
6) In der Gruppe werden die bearbeiteten Texte erneut präsentiert (Brenner & Brenner, 2012, S. 129).

wahlweise:
Die Lehrperson führt eine Endkorrektur durch. Die SuS fertigen anhand der Endkorrektur eine Reinschrift an. Präsentation im Plenum, z.B. als Klassenzeitung oder Vorlesestunde

Folgende Aspekte können in der Gruppe überarbeitet werden: inhaltliche, stilistische und orthographische Aspekte
(Böttcher & Becker-Mrotzek, 2003, S. 131f.)

WebQuest

Die Erarbeitungs- bzw. Vertiefungsmethode WebQuest ist eine Form der angeleiteten Internetrecherche, durch die SchülerInnen sich motiviert, schülerzentriert und eigenständig Wissen zu einem bestimmten Thema aneignen können und das „Lernen lernen“ gefördert wird. Die SchülerInnen erhalten Fragestellungen, die sie mithilfe der vorgegebenen Links beantworten müssen. Die Internetseiten werden vorgegeben, um den Informationspool des Internets zu kontrollieren und überfordernde oder nicht angemessene Seiten zu vermeiden. Um den Rechercheprozess festzuhalten, kann ein Protokollblatt von den Lernenden ausgefüllt werden. Nach dem WebQuest werden die Ergebnisse im Klassengespräch oder anhand von erstellten Plakaten präsentiert und diskutiert. Die Methode ist in jedem Fach einsetzbar. Allerdings sollte ein gewisses Maß an Internetkompetenz der SchülerInnen vorhanden sein (vgl. Mattes 2011, Gerber 2007).