Kreuzworträtsel

Bei dem Kreuzworträtsel handelt es sich um ein Buchstabenrätsel, welches eine beliebte Methode zur Festigung bestimmter Begriffe darstellt. Hierbei müssen die Schülerinnen und Schüler Lösungen in ein vorgegebenes Rätselschema eintragen. Dieses Schema besteht aus waagerechten und senkrechten Reihen, die sich so kreuzen, dass sich Überschneidungen von Buchstaben ergeben. Die einzutragenden Lösungsbegriffe lassen sich durch Synonyme, Beschreibungen, Erläuterungen oder Definitionen ermitteln. Innerhalb des Schemas sind einige Buchstabenkästchen besonders gekennzeichnet, sodass die Buchstaben der markierten Kästchen am Ende ein Lösungswort ergeben. Da es sich hierbei um eine Überprüfung der gelernten Inhalte und Begriffe handelt, ist die Methode nach dem Lernen bzw. am Ende einer Unterrichtsstunde oder Einheit einzusetzen.

Zahlenroulette

Die Methode „Zahlenroulette“ (Müller, 2004, S. 168) dient der Wiederholung und Sicherung der Inhalte der vorherigen Unterrichtsstunde. Allen Schülerinnen und Schülern wird durch Abzählen eine Zahl zugeordnet, die sie nun als ihre „Kennnummer“ (Müller, 2004, S. 168) verinnerlichen sollen. Daran anschließend wird durch die Lehrperson eine Impulsfrage dargeboten. Zudem nennt die Lehrperson eine erste Kennnummer, woraufhin der Schüler oder die Schülerin mit dieser einen zu der Impulsfrage passenden Aspekt formuliert. Schließlich fordert diese*r Schüler*in die nächste Kennnummer auf, einen weiteren informativen Gedanken einzuwerfen. Sind alle relevanten Bezüge aufgeworfen worden, führt die Lehrperson eine neue Impulsfrage an. Weiterhin kann die Lehrperson an jeder Stelle ergänzende Impulse einwerfen oder die Methode beenden.

Odd man out (Eins passt nicht)

Die Methode „Odd man out“ (Müller, 2016, S. 168) ist in der Literatur auch unter der Bezeichnung „Eins passt nicht“ (Roche u.a., 2015, S. 26), „Fehlersuche“ (Gugel, 2011, S. 204) oder „Falsche Serie/Kuckuckseier“ (Brenner & Brenner, 2012, S. 138) zu finden. Ziel des „Odd man out“ ist es, anhand einer Serie von Symbolen, Wörtern, Zahlen oder Bildern einerseits das ihnen zugrunde liegende und sie verbindende Kriterium zu erkennen und andererseits das eine Element zu identifizieren, das der erkannten Kategorie nicht untergeordnet werden kann (Müller, 2016). Um diesen „überzähligen Mann“ (Müller, 2016, S. 168), den „odd man“, zu finden, ist es notwendig, von den einzelnen Aspekten auf den Oberbegriff abstrahieren und generalisieren zu können. Nur wenn dies erfolgt ist, kann der sich davon unterscheidende „odd man“ ausgemacht werden.

Gitterrätsel

Das Gitterrätsel (← Beispiel) ist auch unter dem Namen „Schwedenrätsel“ (Gugel 2011, S.207) bekannt. Ziel der Methode ist es, Schlüsselbegriffe, die in einer Unterrichtseinheit erlernt werden, zu festigen. Dazu werden in ein Gitter verschiedene Begriffe eines bestimmten Themas eingetragen, die zuvor im Unterricht behandelt wurden. Dies kann waagerecht, senkrecht oder diagonal geschehen (Gugel 2011). Die freien Kästchen im Gitter werden mit willkürlich gewählten Buchstaben aufgefüllt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass keine neuen, ungewollten Wörter entstehen. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist es, durch vertiefende und anleitende Fragen die im Gitter versteckten Antworten (Schlüsselbegriffe) zu finden und zu umkreisen (Müller 2004).

Erinnerungsquiz

Die Schüler und Schülerinnen werden in vier gleich große Gruppen eingeteilt und bilden einen gemeinsamen Gruppentisch. Die SuS brauchen keinen Platz zum Schreiben. Die Lehrkraft hat einen Katalog mit Fragen für die SuS vorbereitet, die inhaltlich das behandeln, was die SuS in der letzten Stunde/Einheit gemacht haben.

Die Lehrkraft stellt nun Fragen. Die Gruppe aus der sich zuerst ein SuS meldet darf zuerst antworten. Ist die Frage richtig beantwortet gibt es einen Punkt. Ist die Frage falsch beantwortet darf die Gruppe mit der zweiten Meldung antworten. Sollte keine Gruppe die Antwort wissen, wird die Frage zurück gestellt. Die Punkte der vier Gruppen werden an der Tafel jeweils festgehalten. Die Lehrkraft kann sich im Einzelfall auch für halbe Punkte entscheiden, wenn die Antwort in Teilen richtig war, oder Aspekte fehlen.

Tafelbildgestaltung

Die Tafelbildgestaltung ist eine der am häufigsten eingesetzten Unterrichtsmethoden. Im Idealfall soll dies ein gemeinsamer Erarbeitungsprozess von der Lehrkraft und den SuS sein. Diese Methode soll den SuS als Informationsmedium und als Lernhilfe dienen, mit der Funktion, die Intensität des Lernens durch optische, visuelle Anreize zu erweitern und zu festigen.

Die Lehrkraft beginnt mit der Themeneinführung und setzt zunächst eine Überschrift an der Tafel fest, die das Hauptthema beinhaltet. Dazu verfügt die Lehrkraft über eine Grobstruktur des Tafelbildes, woran sie sich orientieren kann (Unterrichtsvorbereitung). Die Lehrkraft kann als Einstieg bestimmte Fragen stellen, die mit dem Thema zu tun haben. Die SuS dürfen sich dann mit ihrem Wissen zu den Fragen äußern. Es ist nun die Entscheidung der Lehrkraft, ob die SuS selbst etwas an die Tafel schreiben bzw. zeichnen dürfen, oder ob sie diese Aufgabe übernimmt. Wichtig dabei ist, dass sich das Ergebnis nicht zu sehr von der Grobstruktur der Lehrkraft unterscheidet. Es gilt das Wesentliche des zu behandelnden Themas festzuhalten und mit ggf. leicht verständlichen Bildern/ Zeichnungen zu visualisieren.

Erst am Ende sollten die SuS das Tafelbild abzeichnen, damit sie konzentriert bei der Sache bleiben. Dafür sollte von der Lehrperson genügend Zeit eingeplant werden.

Ein Beispiel für ein strukturiertes und offenes Tafelbild finden Sie in der unten angegebenen Quellenangabe.

Dreier-Interview

Eine kleine Gruppe von drei SuS interviewt sich wechselseitig zu einem gemeinsamen Thema. Zusammen erarbeitet jede Gruppe ein Thema, welches anschließend in einem Interview diskutiert wird. Hierbei nehmen die Gruppenmitglieder unterschiedliche Rollen ein: Interviewer, Befragter und Protokollant. Die Rollen werden innerhalb des Interviews durchgewechselt, sodass jedes Kind jede Rolle einmal übernimmt. Der Interviewer formuliert Fragen zum erarbeiteten Thema und stellt diese dem Befragten. Der Protokollant beobachtet währenddessen das Interview und protokolliert das Geschehen.

Passt – Passt nicht!

Dient der Festigung von Begriffen im Geometrieunterricht.

Ein Schüler oder eine Schülerin sucht sich eine Regel oder eine geometrische Eigenschaft aus (z.B. „Besitzt nur rechte Winkel“), behält sie aber für sich. Die anderen Schülerinnen und Schüler zeigen verschiedene Objekte (Kreise, Quadrate, Dreiecke, Quader…) und der Schüler oder die Schülerin verrät, ob der gezeigte Gegenstand zur Regel passt oder nicht. Die gezeigten Figuren können dementsprechend an der Tafel angeordnet werden. Die anderen SuS versuchen nun die Regel zu erraten.

Kärtchentisch

Die Methode „Kärtchentisch“ dient der Strukturierung, Ordnung oder Klassifizierung einer Vielzahl von Begriffen unter Oberbegriffe. Einerseits kann diese Methode als Unterrichtseinstieg genutzt werden, wobei der fertige Kärtchentisch im weiteren Verlauf der Einheit zur Orientierung genutzt werden kann. Andererseits kann sie auch dafür verwendet werden, das Gelernte am Ende einer Unterrichtsstunde bzw. -einheit abschließend zu wiederholen, festzuhalten und damit ausreichend zu sichern.

Ablauf

  1. Die SuS erhalten zu zweit oder in Gruppen eingeteilt einen Satz Kärtchen. Auf diesen Kärtchen können je nach Thematik neben Begriffen auch z.B. Bilder, Tabellen oder Formeln abgebildet sein. Diese Kärtchen sollen auf dem Tisch unter selbstgewählte oder von der Lehrkraft vorgegebene Oberbegriffe sortiert und angeordnet werden.
  2. Innerhalb der bisherigen Oberbegriffs-Kategorien können die Kärtchen von den SuS z.B. nach Wichtigkeit hierarchisiert oder anderweitig in Zusammenhang gesetzt werden.
  3. Darauf kann auf verschiedene Arten die Präsentation der Ergebnisse erfolgen: Ein*e Schüler*in kann als „Experte“ am Tisch sitzen bleiben und die eigene Lösung vorstellen und begründen, während die anderen Gruppenmitglieder in der Klasse umher gehen und sich die jeweils anderen Lösungen präsentieren lassen. Dabei können voneinander differierende Lösungen unter den SuS diskutiert werden. Eine andere Möglichkeit wäre die Präsentation der eigenen Lösung als Kurzvortrag im Plenum.
  4. Im Anschluss können die Lösungen der einzelnen Gruppen mit einer Musterlösung der Lehrkraft verglichen werden. Gibt es voneinander differierende Lösungen, können diese mit der Lehrkraft besprochen werden.

Zurückspulen

Durch die Methode des „Zurückspulens“, die von der Lehrkraft als Ritual eingeführt werden kann, wird die Aufmerksamkeit der Schüler*innen trainiert und erhöht. Dies ist vor allem in Unterrichtsphasen einsetzbar, in denen die Aufmerksamkeit nachzulassen droht.

Ablauf:

Auf das von der Lehrkraft ausgesprochene Stichwort „Zurückspulen“ sollen alle Äußerungen, die in der folgenden Minute getätigt werden, möglichst genau gemerkt bzw. „gespeichert“ werden. Dabei stoppt ein Schüler/ eine Schülerin die Zeit, während der Unterricht im Plenum fortgeführt wird.

Nach Ablauf der Zeit wird das Gespräch unterbrochen und es wird seitens der Lehrkraft ein Schüler oder eine Schülerin bestimmt, die nun „zurückspulen“ soll. Dabei wird versucht, alle Äußerungen in der richtigen Reihenfolge wortwörtlich wiederzugeben.

Zum Schluss gibt die Lehrkraft eine Rückmeldung zur Aufnahme- und Wiedergabeleistung ab. Danach wird der Unterricht fortgesetzt.