ABC-Methode

Durch die ABC-Methode werden bei den Schülerinnen und Schülern Gedanken und Ideen angeregt (Gugel, 2011, S. 91). Sie kann als Wortsammlung, zur Wiederholung eines Themas oder für Fachbegriffe genutzt werden. Dazu wird an alle Schülerinnen und Schüler jeweils eine Liste mit den 26 Buchstaben des Alphabets ausgeteilt, welche in Einzelarbeit ausgefüllt wird. Danach werden die Ergebnisse in Partnerarbeit ausgetauscht und es werden vier Wörter ausgewählt, die markiert werden. Im nächsten Schritt werden Gruppen gebildet, in denen die ausgewählten Wörter in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht werden. Diese wird im letzten Schritt im Plenum vorgestellt (Müller, 2016, S. 24).

Expertenexperimentierpuzzle

Das Expertenexperimentierpuzzle besteht aus drei Teilen:

Teil 1: Expertengruppen

Die Expertengruppen führen ein Experiment durch. Wenn sie fertig sind, überlegen sie, wie dieses Experiment  für andere Kinder angeleitet werden kann.

Teil 2: Experimentierpuzzle

Die Expertengruppen werden gemischt zu Experimentiergruppen. In diesen Gruppen gibt es für jeden Versuch immer mindestens einen Experten. Die Experimentiergruppen bearbeiten nun nacheinander jede Experimentierstation. Der Experte an der jeweiligen Station leitet das Experiment. Nach einer festgelegten Zeit gibt die Lehrkraft ein Signal, woraufhin die Versuche aufgeräumt werden und jede Gruppe zur nächsten Station wechselt.

Teil 3: Expertenfrage und Sicherung

Zum Schluss kehren wieder alle Experten zurück in ihre Expertengruppe und versuchen eine knifflige Expertenaufgabe zu lösen. Die Lehrkraft kann bezüglich der Präsentation der Ergebnisse Vorgaben machen. Zum Beispiel wäre die Erstellung eines Posters mit anschließendem Museumsrundgang möglich.

Ampelspiel

Die Methode eignet sich prinzipiell für alle Schulformen, bedarf lediglich kleiner individueller Variationen.

Alle SuS erhalten drei Farbkarten entsprechend den Farben der Ampel. Grün bedeutet Zustimmung, gelb bedeutet Unentschiedenheit oder Diskussionsbedarf, rot bedeutet Ablehnung.

Die Lehrperson nennt Thesen, zu denen die SuS mittels Hochhalten der entsprechenden Farbkarte ihre Einschätzung/Meinung ausdrücken. Anschließend wird nach kurzer Beobachtungszeit über das Ergebnis gesprochen, indem die SuS sich gegenseitig nach Gründen fragen oder mögliche Unentschiedenheit thematisiert werden kann.

Tonne und Koffer

Kurzbeschreibung:
Bestandsaufnahme einer Lerneinheit mit zwei Metaphern: eine Tonne für Unwichtiges und einen Koffer für Wichtiges.

Durchführung:
Jeder bekommt je einen Zettel mit dem Symbol „Mülltonne“ und einen mit dem Symbol „Koffer“. Die SuS können jeweils maximal drei Rückmeldungen in die Mülltonne bzw. den Koffer schreiben. In den Koffer schreiben die Lernenden die für sie wichtigen Aspekte, gewissermaßen, was sie aus der Unterrichtseinheit mitnehmen möchten und in die Tonne schreiben sie etwas, das unnötig ist oder sie nicht mehr benötigen.
Anschließend liest jede*r Schüler*in von den Mitschüler*innen unkommentiert seine Aspekte vor und pinnt sie mit einem Magneten in das jeweilige Symbol an der Tafel. Zum Schluss überlegt die Klasse, wie die Tonne „entsorgt“ werden soll. Wer möchte, darf seinen*ihren Koffer mitnehmen.

Themen-ABC

Kurzbeschreibung:
Informationen oder Ideen zu einem Thema werden über die Strukturierungshilfe „Alphabet“ neu gesammelt oder wiederholt.

Durchführung:
Die SuS erhalten einen ABC-Arbeitsbogen und werden gebeten, in Einzelarbeit zu einem vorgegebenen Thema zu jedem Buchstaben einen passenden Begriff aufzuschreiben. Anschließend bilden sich Tandems. Die Partner*innen vergleichen ihre Ergebnisse, ergänzen Begriffe und streichen Doppelnennungen. Danach werden die Begriffe im Plenum vorgestellt, evtl. auf Karten geschrieben und zu Clustern oder einer Mindmap zusammengefasst. Am Ende liegen eine Ideensammlung und eine mögliche Strukturierung des zu erarbeitenden Themas vor.

Schätzspiel

Der Lehrer stellt eine Frage und die SuS müssen die Antwort schätzen. Dies kann auf viele Arten passieren. Sie könnten es laut in die Klasse rufen, auf einen Zettel schreiben, oder z.B. die geschätzte Höhe des Wassers auf dem Messbecher Markieren. Wichtig ist, dass es ein schlüssiges Ergebnis gibt – immer verbunden mit zu schätzenden Werten.

Einsatz/Ziel: Als Einstieg in ein Thema; Selbsteinschätzung. Ziel ist es einen Wert zu schätzen, ihn bestätigt oder widerlegt zu finden und daraus Schlüsse zu ziehen (Wieso ist das so?).

Brainstorming

Die Lehrperson stellt eine präzise Frage, welche an der Tafel/Flipchart notiert wird. Dabei handelt es sich zumeist um Fragen, die aus dem Nahbereich der Schülerinnen und Schüler entstammen.
Daraufhin haben diese eine festgelegte Zeitspanne, um sich Gedanken zu dem Thema zu machen. Dies absolvieren sie in Einzelarbeit. Dabei sollen sie alle Ideen, die ihnen kommen, ohne Wertung formulieren, welche anschließend gemeinsam im Plenum an der Tafel/Flipchart o.ä. gesammelt werden. Während der Sammelphase sind Kommentare, Kritik und Korrekturen an den bisherigen Aussagen nicht gestattet. Eine Diskussion zur Äußerung von Kritik o.ä. kann sich anschließen.