Ergebnissicherung in Bildform

Die Schülerinnen und Schüler haben durch die Methode die Möglichkeit ihre Ergebnisse kreativ fest zu halten. Die Lehrkraft ist hierbei nur Beobachter und gibt eventuell Hilfestellungen. Die SuS müssen die zuvor erarbeiteten Ergebnisse in ein Bild übertragen. Es ist dabei die freie Entscheidung der Lehrkraft, ob es ein vorgefertigtes Bild ist oder ob die SuS, durch freie Entscheidungen ihr Bild gestalten können.

Farbige Partitur

Eine farbige Partitur ist die Aufzeichnung von Musik in farbiger Notenschrift. Zu jeder farbigen Note gehört dabei ein gleichfarbiger Boomwhacker, welcher aus einem Kunststoffrohr besteht. Die unterschiedlichen Längen der Rohre sind für die verschiedenen Klanghöhen verantwortlich. Klopft man mit ihnen beispielsweise auf die Hand, wird der entsprechende Ton erzeugt. Nach dem Verteilen der Boomwhacker an die Schülerinnen und Schüler, können Melodien nachgespielt oder Stücke eingeübt werden. Diese Methode hilft den Lernenden visuell, Notation und Klang in Verbindung zu setzen.

Der Zauberer

Die Methode „Der Zauberer“ ist eine Methode für den Deutschunterricht. Auf spielerische und kreative Art und Weise können SuS, die die deutsche Sprache noch nicht so gut beherrschen, neue Begriffe erlernen.

Die SuS sammeln sich im Sitzkreis. In der Mitte des Sitzkreises werden Figuren ausgelegt. Die Figurensammlung kann aus vielerlei Objekten und Materialien zusammengesetzt sein.

Eine Schülerin bzw. ein Schüler wird als Zauberin bzw. Zauberer ausgewählt. Die Zauberin bzw. der Zauberer wird mit Zauberhut und Zauberstab ausgestattet. Die Zauberin bzw. der Zauberer darf von seinem Platz aufstehen und in die Mitte des Kreises treten. Mit dem Zauberstab darf er/sie der Reihe nach auf die aufgestellten Figuren und Objekte zeigen. Der Rest der Klasse antwortet im Chor, wie die jeweilige Figur bzw. das Objekt in der deutschen Sprache bezeichnet wird.

Blitzlicht

Das Blitzlicht eignet sich um mit wenig Zeit eine Rückmeldung (z.B. zum Vorwissen) aus der Klasse zu bekommen.

Die Lehrkraft gibt einen Input zu einem bestimmten Themenkomplex oder stellt eine Frage. Jede*r  Schüler*in darf nun in ein bis zwei Sätzen seine Assoziationen oder Ideen kundgeben. Sehr gut eignet sich die Methode ebenfalls zum Feedback einholen.

Assoziationskette

Die Assoziationskette ist eine gute Methode für den Einstieg. Es können Ideen, Vorwissen und Assoziationen zu einem bestimmten Thema gesammelt werden.

Die Lehrperson gibt eine Stichwort oder Thema vor und wirft einen Ball (oder Wollknäul o.Ä) zu einer Schülerin oder einem Schüler, die/der dann spontan eine Assoziation sagen soll. Die SuS werfen sich den Ball kreuz und quer zu und wer den Ball fängt sagt eine weitere Assoziation.

Durch diese Methoden kann eine erste Auseinandersetzung mit dem Thema stattfinden, aber auch ein Meinungsspektrum dargestellt werden.

 

Assoziationsstern

  • Besonders geeignet für den Einstieg in ein neuen Thema/ Fragestellung
  • Die Schüler*innen können Spontanität entwickeln, eigene Ideen äußern und es wird assoziatives Denken gefördert

Durchführung:

  • Der „Assoziationsstern“ wird an die Tafel gemalt, in den Körper des Sterns wird die Fragestellung formuliert
  • Hinweis an die Teilnehmenden: Jede Idee wird aufgenommen, keine Idee wird hinterfragt oder kritisiert und die Schüler*innen dürfen sich mehrmals einbringen
  • Ein Protokollant schreibt die Ideen an den Assoziationsstern
  • Daraufhin wird die Ideensammlung durchgeführt (ca. 10-15 Minuten)

Ampelquiz

Für diese Methode erhalten alle SuS drei Farbkarten entsprechend der Ampel. Die Lehrperson präsentiert gut sichtbar auf großen Karten oder als Powerpoint- Präsentation einige Fragen zur Thematik, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können und liest diese vor. Die SuS halten, je nachdem welche Antwort sie für richtig halten, eine rote Karte (Nein), eine grüne Karte (Ja) oder eine gelbe Karte (Ich bin mir nicht sicher) hoch. Dies soll möglichst schnell, nachdem die Frage gestellt wurde, erfolgen. Daraufhin kann die Lehrperson, wenn dafür genügend Zeit ist, die Zahl der roten Karten und die Zahl der grünen Karten zählen und in eine Strichliste an der Tafel eintragen.Anschließend wird nach kurzer Beobachtungszeit über das Ergebnis gesprochen, indem die Lehrperson einige SuS nach einer Begründung für ihre Antwort fragt oder indem sich die SuS  gegenseitig nach Gründen fragen. So können mögliche Unentschiedenheit thematisiert werden. Abschließend gibt die Lehrperson kurz die richtige Antwort.

Die Methode des Ampelquiz eignet sich als Unterrichtseinstieg, bei dem in das Unterrichtsthema eingeführt wird, Vorwissen aktiviert wird und/oder der Wissensstand der Klasse in Erfahrung gebracht werden soll. Hierfür sollten nur wenige, einfache Fragen gewählt werden. Die Methode kann jedoch auch als Ergebnissicherung verwendet werden, bei der das erworbene Wissen abgefragt wird. Hierfür können dann auch mehrere komplexere Fragen verwendet werden.

Ampelfeedback

Kurzbeschreibung: Das sogenannte Ampelfeedback dient der schnellen Rückmeldung der SuS an den Lehrenden.

Durchführung: Die SuS erhalten drei Karten in den Farben einer Ampel (rot,gelb,grün), welche sie hochhalten und dadurch ihre Ansichten vertreten können. Es lässt sich auf klar formulierte Fragestellungen ein deutliches Meinungsbild der gesamten Klasse erstellen. Auch bei Schwierigkeiten oder Unklarheiten in Arbeitsphasen lassen sich die Ampelkarten adäquat auswerten, sodass sofort geholfen werden kann, ohne das Lärm entsteht. Die Lehrkraft kann auf der Grundlage des erhaltenen Feedbacks (direkt/indirekt) den weiteren Unterrichtsverlauf anpassen und modellieren. Die Methode lässt sich sowohl in der Einstiegsphase als Meinungs-/Stimmungsbild, in der Arbeitsphase als Lärmvermeidung als auch in der Ausstiegsphase als Reflexion anwenden. Die Methode ist nicht besonders zeitintensiv und erfolgt meist in nur 5 Minuten. Die Methode stellt allerdings nur ein allgemeines Meinungsbild dar und enthält keine argumentativen Begründungen für das Feedback der SuS.

Differenzierungsmöglichkeiten: Das Ampelfeedback kann zu einer allgemeinen stummen Stimmungslinie um einen Kommentar der SuS ergänzt werden, weshalb sie zu der jeweiligen Beurteilung gelangt sind. Diesen kann die Lehrkraft bei dem stummen Meinungsbild erfragen und bekommt dadurch einen stichprobenartigen Überblick über die Gedanken der SuS. Diese Anregungen können zur Verbesserung und Anpassung des Unterrichts verwendet werden.

Tipps: Die Ampelkarten sollten einlaminiert werden, um Knicke und Malereien auf den Karten präventiv vorzubeugen. Außerdem sollten die Ampelkarten von drei Schülern, die jeweils eine Farbe an jede*n Schüler*in vergeben, ausgeteilt werden. Somit kann Chaos vermieden werden und die Lehrkraft ist entlastet. Nach dem Ampelfeedback/nach der Unterrichtsstunde sollten die Karten von den selben drei SuS wieder eingesammelt werden, da die Karten immer wieder verwendet werden können.

Material: 3 einlaminierte Karten (rot,gelb,grün) pro Schüler*in

Variation: Es ist auch möglich, das sich die SuS mit ihren Ampelkarten nach Farben in verschiedene Ecken des Klassenraumes sortieren und in ihrer Gruppe eine positive Anmerkung sowie einen Verbesserungsvorschlag auswählen. Somit erhält die Lehrkraft ein noch differenzierteres Feedback und kann dieses in folgenden Unterrichtsstunden berücksichtigen. Dabei sollte das Sozialverhalten der Klasse beachtet werden, in wieweit ein solches Feedback nicht zu Chaos führt.

Quellen: meinUnterricht, Methodik & Didaktik, Unterrichtsmaterial. Feedback geben: 5 überzeugende Methoden. Abgerufen von URL: https://www.meinunterricht.de/blog/feedback-methoden-unterricht-schule/ (aufgerufen am 12.07.2020)

Geocaching (Erlebnispädagogik)

Das Geocaching ist eine erlebnis- und handlungsorientierte Methode, die die Abenteuerlust der Schülerinnnen und Schüler weckt und nebenbei ihre sozialen Kompetenzen fördert.

„Aus Ereignissen werden Erlebnisse, Erlebnisse bündeln sich zu Erfahrungen, aus Erfahrungen werden Erkenntnisse gezogen.“ (Michl, 2015, S. 10)

Das Geocaching ist eine spielerische und handlungsorientierte Methode aus dem Bereich der Erlebnispädagogik. Im Bildungskontext existiert zudem der Begriff „Educaching“. Es handelt sich um eine moderne Form der Schnitzeljagd, bei der die Schülerinnen und Schüler eigenständig einzelne Stationen mithilfe von GPS-Geräten suchen und verschiedene Aufgaben lösen müssen, um am Ende einen Schatz – den sogenannten „cache“ – zu finden. Die Fragen der Geocaching-Rallye können sich inhaltlich auf ein aktuelles Unterrichtsthema beziehen.

Die erlebnispädagogische Methode bietet viel Raum für selbstständiges Handeln, soziales Lernen und weckt die Abenteuerlust der Kinder und Jugendlichen. Schulaufgaben werden zu spannenden Rätseln, die auf unterschiedliche Weise gelöst werden müssen.

Das Geocaching wird allerdings erst dann zu einer Unterrichtsmethode, wenn es didaktisch aufbereitet wird. Eine Geocaching-Tour sollte daher nicht ohne ein vorher klar formuliertes Ziel und im Rahmen einer themenorientierten Unterrichtseinheit durchgeführt werden.
Auch eine anschließende Reflexion im Plenum ist sehr zu empfehlen um sich über das gemeinsame Erlebnis auszutauschen und einen Transfer in die Unterrichtseinheit zu ermöglichen. Denn jede/r Schüler/in nimmt das Ereignis subjektiv und individuell wahr.


Durchführung

Zu Beginn der Geocaching-Rallye wird die Funktionsweise der GPS-Geräte erklärt und ausprobiert. Bevor die Schatzsuche starten kann, sollten allgemeine Regeln besprochen werden (Naturschutz und Spielregeln wie z.B. auf den Waldwegen bleiben). Die Klasse wird in kleinere Gruppen aufgeteilt (max. 4 Pers.), die je einen Fragebogen mit Aufgaben zum Unterrichtsthema erhalten. Obwohl alle die gleichen Stationen anlaufen und dasselbe Endziel verfolgen, kann jede Gruppe unterschiedliche Aufgaben bekommen (Differenzierungsmöglichkeit). Nun ist gute Zusammenarbeit gefragt! Denn bei der richtigen Beantwortung einer Frage erhalten die einzelnen Teams eine Koordinate. Nur mithilfe der Lösungen der anderen Gruppen können die Koordinaten für die nächste Station vollständig in die GPS-Geräte eingegeben werden. Die ganze Klasse muss sich also an jedem Treffpunkt immer wieder zusammenfinden. Zur besseren Orientierung und Stärkung des Wir-Gefühls kann sich jedes Team einen Gruppennamen, ein gemeinsames Zeichen, o.ä. geben. Während des Geocachings ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler innerhalb ihrer Gruppe immer zusammen bleiben. Niemand geht auf eigene Faust los! An der letzten Station kann ein zuvor versteckter Schatz darauf warten, von der ganzen Klasse gefunden und geteilt zu werden.


Was zeichnet das Geocaching aus?

  • Außergewöhnliches Erlebnis: Die Lerninhalte werden mit dem prägenden Erlebnis verknüpft und bleiben somit nachhaltiger im Gedächtnis.
  • Hoher Spaßfaktor und intrinsische Motivation der Schülerinnen und Schüler durch spielerisches Lernen in der Natur.
  • Förderung sozialer Kompetenzen: Nur wenn die Schülerinnen und Schüler miteinander kooperieren und kommunizieren, kommen sie ans gemeinsame Ziel. Beim Geocaching sind Hilfsbereitschaft, Kooperationsfähigkeit, Rücksichtnahme auf langsamere Mitschüler/innen, aber auch Durchsetzungsfähigkeit und Kompromissbereitschaft gefragt.

Mögliche Herausforderungen

  • Es kann zu Konflikten innerhalb der Gruppe kommen (z.B. Meinungsverschiedenheiten bei der Wegrichtung). Wenn die Schülerinnen und Schüler diese möglichst selbst lösen, können sie ihre sozialen Kompetenzen ausbauen.
  • Konkurrenz unter den Gruppen kann durch unterschiedliche Aufgabenstellungen reduziert werden.
  • Es gilt zu berücksichtigen, dass die Ausdauerfähigkeit der Schülerinnen und Schüler stark variieren kann.
  • Wenn ein Kind mit körperlicher oder motorischer Beeinträchtigung am Geocaching teilnimmt, sollte eine barrierefreie Route gewählt werden.

Call und Response

Call und Response ist ursprünglich ein musikalisches/rhythmisches Muster, das auf dem Ruf (Call) eines Vorsängers/Sprechers und der darauffolgenden Antwort (Response) eines Chores oder einer Sprechergruppe basiert. Die meisten SuS können schnell über diesen Weg zu einem gemeinsamen Rhythmus finden. Deswegen eignet sich die Methode gut für das Lernen rhythmischer Texte. Der Sprecher oder die Sprecherin trägt einen kurzen Teil der Textpassage rhythmisch vor und die Gruppe spricht nach. Diese Passage wird im Loop (fortlaufende Wiederholung) gesprochen, bis der Vorsänger oder die Vorsängerin zum nächsten Teil übergeht.  Die Person in der Rolle des Caller  entscheidet wie oft einzelne Teile wiederholt werden. Er oder sie hat die freie Wahl mehrere Pattern zu längeren Mustern zusammenzusetzen. Sind die Inhalte sicher erfasst, kann die Lehrkraft in die ursprüngliche Call und Response Form wechseln. Hilfreich sind das Aufstellen in einem großen Kreis und rhythmische Schrittbewegungen zur Unterstützung des gemeinsamen Pulses.