Wandzeitung

Die Wandzeitung ist eine vielfältige und kreative Methode, um die Schülerinnen und Schüler zu motivieren.

Eine Wandzeitung bietet die Möglichkeit der Visualisierung und Dokumentation von bestimmten Themen und Arbeitsprozessen. Zugleich verschafft die Wandzeitung dem Betrachter einen Überblick über ein bestimmtes Thema.

Es können End- und Zwischenergebnisse, Prozesse, Projekte, Meinungen und Informationen dokumentiert werden. Neben dieser inhaltlichen Arbeit ist die Wandzeitung auch geeignet, um Beziehungsarbeit in der Klasse zu leisten. Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler Kritik und Lob mit Hilfe der Wandzeitung zum Ausdruck bringen können, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, sich eine Meinung zu bilden und diese frei zu äußern. Die Lernenden übernehmen selbst Verantwortung, indem sie die Wandzeitung gestalten und sich daher mit dem Lerngegenstand persönlich verbinden.

 

Eckenraten

Vier SuS  werden ausgewählt und auf die Ecken des Raumes verteilt. Dann stellt der/ die SpielleiterIn Fragen. Möglich wären hier das Abfragen von Vokabeln, das Lösen von Kopfrechnen-Aufgaben, Höraufgaben im Musikunterricht oder Wissensfragen aus verschiedenen Bereichen. Wer die Frage zuerst korrekt beantwortet, darf eine Ecke weiterziehen und wer zuerst wieder in seiner Anfangsecke steht, gewinnt die Runde. Ein Durchlauf variiert von der Dauer zwischen 4 und 10 Minuten, je nach dem, wie schnell die SuS sind und wie schwierig die Fragen sind.

Fishbowl Diskussion

Bei der Diskussionsmethode „Fishbowl“ (Aquarium) entfalten die Schüler und Schülerinnen ein Thema argumentativ. Zuerst werden die SuSin mindestens zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe vertritt hier dabei eine eigene, von den anderen Gruppen unterschiedliche Meinung. Die Gruppen erarbeiten zunächst ein Thema, indem sie z.B. einen Text lesen und Argumente herausstellen, welche sie für ihre Rolle bzw. für ihre zugeteilte Meinung benötigen. Es werden zwei Stuhlkreise (ein Innen- und ein Außenkreis) gebildet. Der Innenkreis, in dem die Thematik diskutiert wird, besteht aus einem oder mehreren SprecherInnen der Gruppen, einem oder zwei ModeratorInnen und einem bis zwei freien Stühlen. Die anderen Schüler sind Zuhörer bzw. Beobachter. Der/die Moderator*in leitet die Diskussion ein und achtet auf die Einhaltung der Gesprächsregeln. Die SuS im Außenkreises  können sich an der Diskussion beteiligen indem sie sich auf einen freien Stuhl im Innenkreis setzen. Diese*r  Schüler*in erhält als nächstes das Wort, setzt sich aber nach Verdeutlichung des Standpunktes zurück in den Außenkreis. Vom Außenkreis kann der Antrag gestellt werden, die Diskussion zu beenden, wenn keine neuen Gesichtspunkte mehr angesprochen werden. Die Gesamtgruppe stimmt über diesen Antrag ab.  Am Ende der Diskussion wertet der/die  Moderator*in die Diskussion aus. Die Methode kann in vielen Situationen und Kontexten eingesetzt werden. Gerade jüngere SuS können mit dieser Methode das angemessene Verhandeln miteinander z.B. über Konflikte im Schulalltag oder Ziele einer Klassenfahrt lernen. 

Fehlergeschichte

Bei einer Fehlergeschichte wird von der Lehrperson eine Geschichte zweimal vorgetragen. Jedoch unterscheiden sich die beiden Versionen der Geschichte in manchen Details. Zuerst informiert die Lehrperson die Schüler über das Vorgehen und rät ihnen, aufzupassen und aufmerksam zuzuhören. Die Lehrperson trägt im Anschluss die vorbereitete Geschichte möglichst lebendig vor. Direkt danach wird die Geschichte mit einigen Abweichungen oder falschen Fakten z.B. veränderte Namen, Orte, Wochentage…wiedergegeben.  Die Aufgabe der Lernenden ist es, sich die Details der ersten Version zu merken. Beim zweiten Vortragen sollen die SuS bei Fehlern bzw. Veränderungen die Hand heben und diese nach Aufforderung richtig stellen. Das Ziel der Methode ist es, die Konzentrations- und Merkfähigkeit der SuS zu trainieren. 

Expertenbefragung

In der Expertenbefragung befragen die SuS eine fachkundige Person zu einem bestimmten Thema gemäß ihren Interessen und/oder gestellten Aufgaben. In jedem Fall sollte die Expertenbefragung strukturell geplant, Fragen im Vorfeld gesammelt und u. U. ein Fragenkatalog erstellt werden.

Expertenbefragungen können sowohl in der Schule als auch bei Besuchen von außerschulischen Lernorten durchgeführt werden. Die Lehrkraft moderiert nur zu Beginn einführend organisatorisch und tritt dann in den Hintergrund. Nur bei Gefährdung des Gesamtablaufes oder bei Überforderung der Klasse ist ein Eingreifen sinnvoll.

Um den Lernerfolg zu gewährleisten, sollte die Expertenbefragung in einer Nachbereitung reflektiert und gesammelte Befragungsergebnisse gesichert, korrigiert und verfestigt werden.

Zuruffrage

Die Lehrkraft stellt eine gut verständliche Frage an die Klasse. Diese wird auch visuell an der Tafel oder auf einer Overheadfolie dargestellt, damit die SuS diese im Laufe der Methode nochmals nachlesen können bzw. ggf. SuS mit Förderschwerpunkten diese nochmals anders präsentiert bekommen.

Im weiteren Verlauf werden die SuS dazu angeregt, ihre Antworten auf die Frage hereinzurufen. Die Antworten werden dann bspw. durch die Lehrkraft neben der schriftlich notierten Frage festgehalten.

Die SuS sollen besonders zu spontanen Äußerungen und Handlungen angeregt werden. Hierbei greift kein ordnendes Prinzip, sondern die Spontanität bestimmt die Methode.

VIT-Pool (very important terms – Schlüsselbegriffe)

VIT steht für very important terms. Diese Methode zielt darauf ab, zuvor erarbeitete Sachgebiete begrifflich durchzuarbeiten, zu definieren und zu lernen bzw. zentrale Schlüsselbegriffe zu festigen.

Vorgehen:

  1. Einteilung in Gruppen (max. 5 Personen)
  2. Jede Kleingruppe bekommt die Aufgabe, sich für fünf very important terms, die im Verlauf der Unterrichtseinheit/Veranstaltung vermittelt wurden, zu entscheiden.
  3. Anschließend soll die Gruppe die entsprechenden Begriffe (oder Fragen zu diesen Begriffen) einzeln auf Moderationskarten notieren.
  4. Neben den Begriffskarten soll die Gruppe, auf fünf weiteren Kärtchen, die Definitionen (oder Antworten auf die Fragen) für ihre ausgewählten Begriffe notieren. (Ggf. dürfen Mappen und Materialien zu Hilfe genommen werden)

Jetzt folgt das Quiz:

  1. Die Lehrkraft sammelt alle Begriffskarten ein und vermeidet durch die Strukturierung der Karten in Gruppen (A,B,C-oder im Vorfeld durch extra farbig gekennzeichnete Karten), dass eine Gruppe ihre eigenen VITs zieht.
  2. Die Gruppen werden nacheinander aufgefordert, „blind“ eine Karte zu ziehen und den darauf notierten Begriff zu diskutieren und zu definieren.
  3. Die Gruppe, in deren Besitz sich die Antwortkarte zum Begriff befindet, ist für die Kontrolle der Antwortqualität verantwortlich und verpflichtet, fehlende Aspekte zu ergänzen.

Als Anreiz können Punkte vergeben und abschließend eine Gewinnergruppe gekürt werden.

Schneeball Verfahren

Ziel ist, dass die Schüler*innen zu einem vorgegebenen Thema Stichworte, Fragen oder Antworten notieren und diese dann von den Schüler*innen in Gruppen auf das Wesentliche reduziert werden.

Die Lehrkraft gibt der Lerngruppe eine Fragestellung vor, woraufhin alle Schüler*innen sich drei Fragen, Stichworte, Impulse etc. zum Thema notieren. Die Klasse wird in Dreiergruppen aufgeteilt, in denen sich die Schüler*innen auf vier Punkte einigen müssen, die ihnen am treffendsten erscheinen. Danach werden je zwei Dreiergruppen zu Sechsergruppen zusammengeführt, die sich auf je fünf gemeinsame Punkte einigen. Diese „konzentrierten“ Notizen werden an die Tafel/Stellwand/Wand geheftet, sodass eine Sammlung für die gesamte Klasse entsteht.

 

Kinositz

Die Schülerinnen und Schüler sitzen in mehreren Reihen in einem Halbkreis vor der Tafel, sodass alle einen guten Blick auf diese haben. So können alle fokussiert nach vorn schauen. Der oder die Vortragende unterstützt seinen Vortrag durch den Einsatz der Tafel oder anderen Anschauungsmaterialien.

Modellbau

Die Schüler*innen sollen ein Modell eines vorher vorgestellten oder eines imaginär beschriebenen Sachgegenstands herstellen und nutzen dazu mathematische Fähigkeiten, sowie die Möglichkeit auszuprobieren. Am Ende soll nicht ein mathematisch korrektes Produkt stehen (zumindest nicht in der Primarstufe), sondern ein mögliches Ebenbild des Gegenstands.