Denkzettel

Der Denkzettel ist ein weitläufiger Begriff und kann als eine Art Denkanstoß angesehen werden. Dieser kann unterschiedlich gestaltet werden. So können in der 1. Klasse zum Beispiel Piktogramme auf einen Merkzettel geklebt werden, damit die Kinder wissen was in welcher Phase zu tun ist (möglich wäre dies beim Stundenplan). In weiteren Jahrgängen können Denkzettel zum Festhalten neuer Erkenntnisse genutzt werden oder zur Hilfe genommen werden, um zum Beispiel Texte zu strukturieren und inhaltlich zu vervollständigen. Auch Erwachsene erstellen beispielsweise fürs Einkaufen Denkzettel, damit sie nichts vergessen. Dabei kann der Denkzettel verbindlich für alle gelten und als eine Art Vertrag gesehen werden oder nur als Erinnerungshilfe für eine Person dienen.

Der Denkzettel kann genutzt werden bei:

  • Sprechregeln
  • Klassenregeln
  • Stundenplan
  • Lernhilfen (zum Beispiel kleine Merksätze aufschreiben oder die Struktur von Inhaltsangaben etc.)
  • Einkaufslisten
  • kleinen Störungen (zur Erinnerung wird der Denkzettel auf den Tisch des entsprechenden Kindes gelegt werden, z.B. „Denk bitte daran zu flüstern.“)

Schreibkonferenz

Die Schreibkonferenz ist eine Methode zur Überarbeitung von Schülertexten. Die SuS stellen ihren selbst verfassten Text zur Diskussion in einer Gruppe und erfahren durch die Außenperspektive auf ihren Text wichtige Verbesserungsvorschläge (Spitta, 1992, S. 13).
In einer Gruppe von drei bis vier SuS beginnt ein/e Schüler/in.
1) Er/ sie erklärt der Gruppe das Ziel des selbst verfassten Textes und liest ihn vor.
2) Die Gruppe gibt eine kurze Rückmeldung zum ersten Eindruck.
3) Der/ die Schüler/in liest den Text nun Satz für Satz vor, die Gruppe gibt dabei Tipps, die der/ die Schüler/in notiert.
4) In der Gruppe werden die Texte der anderen SuS besprochen.
5) Alle SuS bearbeiten ihre Texte anhand der Verbesserungsvorschläge.
6) In der Gruppe werden die bearbeiteten Texte erneut präsentiert (Brenner & Brenner, 2012, S. 129).

wahlweise:
Die Lehrperson führt eine Endkorrektur durch. Die SuS fertigen anhand der Endkorrektur eine Reinschrift an. Präsentation im Plenum, z.B. als Klassenzeitung oder Vorlesestunde

Folgende Aspekte können in der Gruppe überarbeitet werden: inhaltliche, stilistische und orthographische Aspekte
(Böttcher & Becker-Mrotzek, 2003, S. 131f.)

Projektarbeit

Die Projektarbeit ist eine Großmethode, die durch eine Vielzahl an kleineren Methoden gefüllt werden kann. Das Projekt ist eine gemeinsame Aufgabe von Lehrer/innen und Schüler/innen, die in einer vorgegebenen Zeit bewältigt werden soll (Mattes, 2002, S. 70). Ziel ist es, durch einen gemeinsamen Prozess ein Problem zu lösen und ein Produkt zu entwickeln (Paradies & Linser, 2010, S. 49). Die Projektarbeit ist ganzheitlich und hebt die Strukturen vom klassischen Schulunterricht (wie Fächertrennung oder Klassen) kurzzeitig auf (Peterßen, 2009, S. 239).

Mit Projektarbeit (oder auch Projektunterricht) ist dabei der gesamte Ablauf gemeint:

  1. Erkunden des Themas
  2. Planung des Projekts
  3. Durchführung
  4. Präsentation
  5. Auswertung (Brenner & Brenner, 2012, S. 20f.)

Vorteile der Projektarbeit sind die Handlungsorientierung, die Berücksichtigung der Interessen der SuS sowie die Möglichkeit der Partizipation der SuS an Entscheidungsprozessen. All dies führt gewöhnlich zu einer hohen Motivation. Weiterhin werden soziale Fähigkeiten trainiert: Das Arbeiten verläuft kooperativ und trainiert die Zusammenarbeit (Brenner & Brenner, 2012, S. 21).

WebQuest

Die Erarbeitungs- bzw. Vertiefungsmethode WebQuest ist eine Form der angeleiteten Internetrecherche, durch die SchülerInnen sich motiviert, schülerzentriert und eigenständig Wissen zu einem bestimmten Thema aneignen können und das „Lernen lernen“ gefördert wird. Die SchülerInnen erhalten Fragestellungen, die sie mithilfe der vorgegebenen Links beantworten müssen. Die Internetseiten werden vorgegeben, um den Informationspool des Internets zu kontrollieren und überfordernde oder nicht angemessene Seiten zu vermeiden. Um den Rechercheprozess festzuhalten, kann ein Protokollblatt von den Lernenden ausgefüllt werden. Nach dem WebQuest werden die Ergebnisse im Klassengespräch oder anhand von erstellten Plakaten präsentiert und diskutiert. Die Methode ist in jedem Fach einsetzbar. Allerdings sollte ein gewisses Maß an Internetkompetenz der SchülerInnen vorhanden sein (vgl. Mattes 2011, Gerber 2007).

Paarlesen

Es werden Paare gebildet und die Aufgabe besprochen.
Die Partner lesen jeweils den gleichen Text in Ruhe durch. Wenn beide Partner mit dem Lesen des Abschnitts fertig sind, liest abwechselnd ein Partner dem anderen einen der Abschnitte des Textes vor. Der Partner, dem vorgelesen wird, hört aufmerksam zu und gibt den Abschnitt anschließend in eigenen Worten wieder, während der Partner, der zuvor vorgelesen hat, das Gesagte mithilfe des Textes überprüft. Anschließend tauschen die Partner die Rollen und der nächste Abschnitt wird ebenso erschlossen. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis der gesamte Text besprochen wurde.

Memory

Die Klasse wird in mehrere Kleingruppen von 3-6 Personen geteilt. Die Teilnehmer setzen sich um einen Tisch und in die Mitte des Tisches werden verdeckt, mit der Bild-/Textseite nach unten, die Memorykarten verteilt. Nun beginnt der erste Spieler und deckt zwei Karten auf. Wenn die beiden aufgedeckten Karten zusammen passen nimmt er sie zu sich und ist erneut an der Reihe. Wenn die beiden aufgedeckten Karten nicht zusammen passen, werden sie wieder zugedeckt und der nächste Mitspieler ist an der Reihe. Das Spiel endet, wenn alle Kartenpaare gefunden wurden (Hugenschmidt und Technau, 2005).