Sokratisches Gespräch/Dialog

Bei dem „Sokratischen Gespräch/Dialog“ geht es darum, die SuS über eine Leitfrage diskutieren zu lassen. Wichtig dabei ist vor allem die rege Beteiligung aller SuS und die Beachtung und Akzeptanz aller Meinungen. Jeder Schüler und jede Schülerin soll verstanden und berücksichtigt werden. Es geht dabei um Respekt gegenüber anderen Meinungen und dem Wunsch diese zu verstehen. Gemeinsam wird nach einer Wahrheit/Lösung gesucht, jedoch kann auch akzeptiert werden, dass manche Fragen nicht eindeutig zu beantworten sind.

Ideensalat

Die Methode besteht aus drei Phasen. In der ersten Phase bekommen die Schülerinnen und Schüler Fragen und schreiben ihre Antworten in Einzelarbeit. Sie bekommen dazu von der Lehrkraft ein Blatt Papier oder verschiedenfarbige Karten und auf jeder Karte wird eine andere Frage beantwortet. Die Lehrkraft sammelt die Karten ein und verteilt sie auf Gruppen. Es müssen so viele Gruppen vorhanden sein, wie Fragen gestellt wurden. In der zweiten Phase bekommen die Gruppen alle vorher aufgeschriebenen Antworten zu einer Frage und sortieren diese, beispielsweise indem öfter genannte Aspekte zusammengelegt, oder die Antworten Kategorien zugeordnet werden. In der dritten Phase stellen die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum vor.

Schneeballmethode

Die Schülerinnen und Schüler notieren in Einzelarbeit fünf Aspekte zu einer Frage auf ein Din-A5-Blatt. Danach tauschen sie sich mit einem Partner oder einer Partnerin aus. Beide einigen sich auf sechs Aspekte, die auf ein Din-A4-Blatt geschrieben werden. Anschließend werden zwei Zweierteams zu einer Vierergruppe zusammengefasst. In dieser Gruppe besprechen die Schülerinnen und Schüler wieder ihre Ergebnisse und einigen sich auf acht Aspekte, die auf ein Din-A3- Blatt geschrieben werden. Zum Schluss stellen die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum vor.

Buchstaben-Verbindungen

Die Methode „Buchstaben-Verbindungen“ soll Assoziationen zu einem Thema oder zu einem Begriff liefern. Sie ist besonders geeignet als Einstieg in ein neues Thema, um zu überprüfen, auf welchem Stand die SuS sich befinden und über welches Vorwissen sie verfügen.
Diese Methode lässt sich in drei verschiedene Variationen unterteilen (s. Buchstaben-Verbindungen )

  1. Die erste Variante ist das „Alphabet“. Dabei werden zu einem Thema oder Schlagwort Assoziationen gesammelt, die mit den Buchstaben des Alphabets beginnen.
  2. Die zweite Variante „Buchstaben-Impulse“ nutzt die Buchstaben des Schlagwortes, z.B. Freundschaft, als Anfangsbuchstaben für die dazugehörigen Begriffe.
  3. Die dritte Variante ist der „Buchstaben-Impuls“. Bei dieser Variante wird das Impulswort waagerecht geschrieben und die Assoziationen werden senkrecht in dieses Impulswort eingefügt.

Fiktives Interview

Die Methode „Fiktives Interview“ stellt ein Rollenspiel dar, in dem ein Journalist einen Experten oder eine beteiligte Person nach einem Sachverhalt befragt.
Grundlage ist hierbei ein Text (z.B. ein Zeitungsartikel oder ein Sachbericht), der von den Schülerinnen und Schülern gelesen und in Textabschnitte gegliedert wird.
Anschließend stellt Schüler A (Journalist) Fragen, die aus dem Text beantwortet werden. Schüler B (Experte) beantwortet die Fragen, als habe er selbst den Text verfasst bzw. als sei er selbst dabei gewesen.

Fünf-Finger-Methode (vgl. Aßmann Methodenbox 2012)

Die Schüler(innen) malen zunächst den Umriss ihrer Hand auf ein weißes DIN-A4-Blatt. In die einzelnen Finger sollen die Schüler(innen) nun „stichpunktartig verschiedene Aspekte zu einem vom Lehrer vorgegebenen Thema notieren“ (Aßmann Methodenprofi 2012). Jedem Finger wird ein Aspekt zugeordnet. Anschließend werden die Notizen in Partnerarbeit ausgetauscht und verglichen (vgl. Aßmann Methodenprofi 2012).

Ziele: Stichpunkte zu fachlichen Inhalten, Ideen oder Erlebnissen verfassen; Informationen aufnehmen und weitergeben (vgl. Aßmann Methodenprofi 2012)

Hörverstehen – Dialoge hören

Das Hörverstehen ist eine gängige Methode in allen Klassenstufen und wird vor allem in (fremd-)sprachlichen Fächern genutzt. Die Lernenden hören sich einen bestimmten Text auf einer CD oder von einer Audiodatei an und müssen  Fragen zum Hörtext beantworten. Anschließend werden die Aufgaben im Plenum besprochen und die Lösungen verglichen. Gerade in Fremdsprachen, zum Beispiel Französisch oder Spanisch, ist es sinnvoll, die Aussprache zu trainieren, indem man die SuS die Lösungen vorlesen lässt. Durch die Übungen zum Hörverstehen, die von Kapitel zu Kapitel anspruchsvoller werden können, werden die Entwicklung des Wortschatzes und das aktive Zuhören gefördert.

(Vgl. Hugvísindasvið S. 9-10)

KaWa

Beim Erstellen von KaWas (kreative Ausbeute mit Wort Assoziationen) geht es darum, zu jedem Buchstaben des Ausgangswortes (z.B. ein Name oder ein Fachbegriff) Assoziationen zu finden, die mit den Buchstaben des Wortes beginnen (z.B. Urknall: U-Universum, R-Raum, K-Kosmos, N-Naturwissenschaften usw.). Es soll Vorwissen genutzt und mit neuem Wissen verknüpft werden, sodass die Wort-Bilder auch als Gedächtnisstütze dienen können.

Dabei darf „kreativ geschummelt“ werden, d.h. es können auch Assoziationen genutzt werden, die aus mehreren Wörtern bestehen (wenn z.B. die Schülerin Kim beschrieben wird, darf für das „i“ die Assoziation „immer fröhlich“ verwendet werden).

KaWas können von einem Schüler, Schülerpaaren und -gruppen sowie gemeinsam im Plenum erstellt werden.

Die Methode hat Ähnlichkeit mit der Versform „Akrostichon“, die im Deutschunterricht in der Grundschule behandelt wird.

Impuls-Lesen

Das Impulslesen ist eine ab der dritten Jahrgangsstufe empfohlene Methode, mit der Schülerinnen und Schüler lernen Texte „aktiv zu lesen“ (Brenner & Brenner, 2012, S. 101). Hierbei bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Text vorgelegt, den sie zunächst überfliegen und danach, während eines intensiveren Leseprozesses, mit Markierungen versehen sollen. Diese Markierungen werden in einer darauf folgenden Gruppenarbeit besprochen.

Brenner und Brenner (2012, S.102) schlagen zur Markierung des Textes während der Lesephase einheitliche Symbole vor. So wird beispielsweise ein Ausrufezeichen „!“ hinter Informationen geschrieben, die für den einzelnen Schüler / die einzelne Schülerin neu sind. Ein „Häkchen“ wird hinter bereits bekannte Informationen gesetzt. Unklare Passagen des Textes werden mit zwei Fragezeichen „??“ markiert und Textstellen, die bei den Schülern Fragen aufwerfen, durch ein Fragezeichen mit darauf folgendem Ausrufezeichen „?!“ gekennzeichnet. Textstellen, die der Schüler oder die Schülerin noch einmal in der Gruppe thematisieren möchte, sollen mit drei Punkten versehen werden „…“.

Nach dieser Lesephase, die als Einzelarbeit erfolgt, soll die Klasse in Gruppen die so markierten Textstellen besprechen und dabei Symbol für Symbol vorgehen. Es empfiehlt sich, unklare Textstellen und Passagen, zu denen Fragen aufgekommen sind, besonders zu behandeln. Dies stärkt sowohl die Selbst- als auch die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler, da sie dadurch sowohl lernen die Hilfe Gleichaltriger anzunehmen als auch selbst Mitschülern zu helfen. Im letzten Schritt werden noch offene Fragen, die durch die Gruppenarbeit nicht beantwortet wurden, im Plenum mit der Lehrkraft besprochen und geklärt.

Perspektivenwechsel

Bei dem Perspektivenwechsel geht es darum, sich eine literarische Erzählung aus einem anderen Blickwinkel zu erschließen. Der ausgewählte, literarische Text wird zunächst aufmerksam gelesen, dann werden die Schüler gebeten den Text, oder einen Teil dessen, aus einer anderen Perspektive neu zu schreiben. Hierbei kann beispielsweise ein auktorialer (allwissender) Erzähler in einen Ich-Erzähler umgeschrieben oder die Geschichte aus der Perspektive einer anderen Figur neu erzählt werden.