Mathekonferenz

Die SuS lösen zunächst in Einzelarbeit, ggf. mit Hilfe der bereitgestellten Forschermittel, eine Mathematikaufgabe und dokumentieren ihre Vorgehensweise auf einem Blatt Papier. Das Plakat mit „Tipps für mögliche Satzanfänge und wichtige Wörter“ soll ihnen bei der Beschreibung der Vorgehensweise eine Unterstützung sein. Für die Bearbeitung der Aufgabe benötigen die SuS ausreichend Zeit.

Anschließend werden Kleingruppen von max. 3-4 SuS gebildet, die sich eine ruhige Umgebung suchen, um ihre Lösungswege und -strategien miteinander zu vergleichen und zu diskutieren. Die Kleingruppen wählen eine*n Sprecher*in, der nach der Gruppenphase die Gesprächsergebnisse dem Plenum präsentiert, eine*n Schreiber*in, der die zusammengefassten Gruppenergebnisse dokumentiert und eine*n Zeitwächter*in, der die für die Gruppenarbeit angesetze Zeit im Blick hat. Um den Ablauf besser zu strukturieren und die Kommunikation in der Lerngruppe anzuregen, können die SuS die Leitfragen zur Mathekonferenz nutzen. Die Fragen sollen außerdem den Blick auf die individuellen Lösungswege der Gruppenmitglieder lenken. Die SuS erhalten damit die Möglichkeit, ihre eigenen Lösungswege zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Zum Schluss werden die Gespächsergebnisse dem gesamten Plenum präsentiert. Dabei haben die Zuhörer*innen die Möglichkeit den Gruppen eine Rückmeldung zu geben.

Markt der Ergebnisse

Die SuS werden zunächst in Kleingruppen eingeteilt. Sie erhalten einen schriftlichen Arbeitsauftrag, den sie gemeinsam erarbeiten. Nach der Erarbeitungsphase erstellen sie eine Präsentation ihrer Ergebnisse, die dann im Klassenzimmer oder einem separaten Raum ausgestellt werden.
Die Kleingruppen wählen einen Gruppensprecher, der den „Marktstand“ besetzt, um Auskunft zu geben. Die übrigen Gruppenmitglieder spazieren über den „Markt der Ergebnisse“ und besichtigen die einzelnen Stände. Hier sollen sie sich über die Ergebnisse informieren. Die SuS entscheiden selbst, wie lange sie an den einzelnen Markständen verweilen und müssen Wissen aktiv erfragen.
An jedem „Marktstand“ soll es eine Möglichkeit für eine Rückmeldung geben. Hierfür schreiben die SuS Fragen, Kritikpunkte und positive Wertungen auf ein Kärtchen oder Klebezettel und hinterlegen diesen an dem Marktstand.
Zum Abschluss kehrt jede Gruppe zu ihrem Stand zurück und wertet ihre Rückmeldungen aus. Zusätzlich können diese noch im Plenum besprochen werden.

Rechenolympiade

Die „Rechenolympiade“ bietet zur Wiederholung verschiedene Übungsbereiche und Aufgabenformate und stärkt die Konzentrationsfähigkeit. Die Aufgaben sind gestaffelt in die unterschiedlichen Anforderungsbereiche und werden der Reihe nach gelöst. Bevor das Ergebnis der jeweiligen Aufgabe aufgeschrieben werden darf, müssen die Schülerinnen und Schüler zuerst zur Tür rennen, diese berühren und zurück rennen. Nachdem das Ergebnis aufgeschrieben wurde, rennt der nächste der Gruppe zur Tür, bevor das Ergebnis notiert werden darf usw. Ist eine Gruppe fertig und ruft Stopp, ist die Zeit für alle abgelaufen und es darf nicht mehr weitergerechnet werden. Die Aufgabenbögen werden zur Korrektur an eine andere Gruppe weitergegeben. Die Lehrkraft teilt die Lösungsbögen aus, damit die Gruppenlösungen mit dem Lösungsbogen verglichen werden können. So kontrollieren die Gruppen nicht ihre eigenen Aufgaben, sondern die der anderen. Die Gruppe mit den meisten richtigen Aufgaben, hat gewonnen. Der Wettkampfcharakter wirkt motivierend.

One-Minute-Paper

Am Ende einer Unterrichtsstunde oder Unterrichtseinheit formuliert die Lehrkraft eine überschaubare Anzahl von Fragen zum zuvor behandelten Thema. Die Schülerinnen und Schüler haben eine Minute Zeit, ihre Gedanken auf Papier zu bringen. Anschließend sammelt die Lehrkraft die Papiere ein und wertet sie aus. In der nächsten Unterrichtsstunde werden offene Fragen und Unklarheiten geklärt.

Kofferpacken

Am Ende der Unterrichtseinheit dient diese Methode dazu, die gesamte Einheit mit der Klasse zu evaluieren. Hierbei können die Teilnehmer sich selbst und der Lehrkraft Rückmeldung geben. Dazu versammeln sich alle in einem Stuhlkreis. Ein großer Bogen Papier wird an die Wand gehängt, auf den ein großer Koffer gezeichnet ist, oder ein echter Koffer wird in den Stuhlkreis gestellt. Die SuS bekommen jeweils einen Stift und Papier und können nun aufschreiben, was sie aus der Einheit in ihren Koffer packen wollen. Ihre Ergebnisse kleben sie abschließend an das Koffersymbol oder legen sie in den mitgebrachten Koffer. Nachdem alle SuS ihre Ergebnisse angebracht haben, wird anschließend das gemeinsame Ergebnis besprochen. In einem ersten Schritt werden dabei die Ergebnisse lediglich unkommentiert betrachtet, bevor in einem zweiten Schritt Unklarheiten geklärt werden können. Diese Evaluation kann als Einstieg für die nächste Stunde genutzt werden. Mithilfe dieser Methode wird ein offener Meinungsaustausch ermöglicht, sowie das Selbstbewusstsein der SuS gestärkt.

Collage

Die Lehrperson unterteilt die Klasse in gleichgroße Gruppen. Die Gruppen sollen jeweils zu einem bestimmten Thema (zum Beispiel als Sicherung) eine Collage erstellen. Dazu verwenden sie die gegebenen Materialien und kleben aus diesen eine Ideensammlung auf ihr Plakat. Zusätzlich können handschriftliche Elemente ergänzt werden. Insgesamt sollte eine strukturelle Übersicht entstehen. Wenn alle Gruppen fertig sind, stellt jede ihre Collage der Klasse vor.

Gehirnjogging

Die Lehrkraft verteilt Arbeitsblätter mit kurzen Sachaufgaben zu dem Thema ,,Körpergröße“ der Mitschüler*innen und erklärt klar und deutlich die Aufgabenstellung. Falls einige SuS Verständnisschwierigkeiten haben, können Hilfestellungen an der Tafel gegeben werden.

Hierbei geht es darum, dass die SuS möglichst schnell die Aufgaben selbstständig im Kopf lösen und das Ergebnis dann auf ihrem Arbeitsblatt notieren. Nachdem die SuS die Sachaufgaben gelöst haben, wird im Plenum verglichen und gegebenenfalls korrigiert.

Diese Methode ist eine Möglichkeit, das Gedächtnis und die Phantasie der SuS zu trainieren. Die Aufgaben aus ihrer realen Umwelt bieten interessante und motivierende Lerngelegenheiten. Ebenfalls wird die Kurzspeicher-Kapazität gefördert und die Fähigkeit sich mehrere Informationen zu merken.

Interview

Das Interview ist eine Methode, bei der es eine*n Interviewer*in (Fragende*n) und eine*n Interviewte*n (Befragte*n) gibt. Damit der Begriff des Interviews und die Aufgabenbereiche eines Interviewers klar für die SuS werden, kann ein Infoblatt zur gemeinsamen oder zur Erarbeitung in Kleingruppen in die Klasse gegeben werden.

Nach der Erarbeitung des Infoblattes erarbeiten die SuS sich in Kleingruppen (gebildet nach Interessengebiet oder Leistung), welche Person sie zu welchem Thema und an welchem Ort interviewen wollen. Hierzu gehören Fragen, die sie gemeinsam formulieren. Hilfreich kann dabei eine Checkliste sein, die die SuS abarbeiten.
Bevor die Fragen explizit formuliert werden können, sollen die SuS die zu befragende Person (Schüler*in, Hausmeister*in, Schulsekretär*in) aufsuchen und in einem Gespräch erfragen, ob sie zu einem Interview bereit wären und zu welchen Themenbereichen sie befragt werden können. Bei der Erarbeitung der Fragen für das Interview kann ein Arbeitsblatt unterstützen, welches die verschiedenen Fragearten kategorisiert.

Die SuS suchen einen geeigneten Ort für das Interview aus unter Berücksichtigung der Aspekte aus dem Text.
Falls das Interview gefilmt werden soll, sollten auch die folgenden Punkte des Infoblattes und die dazugehörigen Arbeitsblätter zum Thema „Funktionen der Kamera“ und „Lösung Kamerafunktionen“ abgearbeitet werden.
Während der Durchführung des Interviews sollten mindestens zwei SuS anwesend sein. Eine*r der SuS sollte die Fragen während des Interviews stellen, ein*e andere*r SuS sollte die Kamera bedienen. Hilfreich kann ein Notizblatt sein, auf dem die zu stellenden Fragen notiert sind (notizblatt_interview).

Nach Beendigung des Interviews finden Nacharbeiten statt, wie zum Beispiel das Verschriftlichen des Interviews. Hierzu wird das mit der Kamera aufgezeichnete Interview abgespielt und die Fragen, wie auch die Antworten dem Wortlaut entsprechend am Computer abgetippt. So kann das Interview auch in einer Schülerzeitung abgedruckt und gelesen werden.

Beispiele für Arbeitsaufgaben zur Erarbeitung eines Interviews finden sie unter folgendem Link.

Würfelfeedback

Die Methode des Würfelfeedbacks wird zum Schluss einer Unterrichtseinheit, eines Tages oder einer Stunde eingesetzt. Dabei werfen nacheinander mehrere Kinder den Würfel und nehmen abhängig von der Augenzahl Stellung zu den dazugehörigen Satzanfängen. Diese wurden zuvor von der Lehrkraft auf einem Plakat vorbereitet oder an die Tafel geschrieben. Die Satzanfänge können je nach Situation und Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler in ihrem inhaltlichen Schwerpunkt und ihrer Komplexität variiert werden.

Sobald die Schülerinnen und Schüler mit der Methode vertraut sind, können diese auch das Würfelfeedback selbst vorbereiten. So werden die Satzanfänge zu Beginn des Würfelfeedbacks selber erarbeitet, indem sich beispielsweise sechs Gruppen bilden, die sich jeweils einen Satzanfang überlegen.

Mögliche Satzanfänge für die gewürfelten Zahlen sind:

  1. Mir hat gut gefallen, dass …
  2. Mir hat nicht so gut gefallen, dass …
  3. Ich konnte heute gut umsetzen, dass …
  4. Ich konnte heute nicht so gut umsetzen, dass …
  5. Beim nächsten Mal könnte ich besser machen, dass …
  6. Ich habe heute gelernt, dass …

Die Reflexion kann beispielsweise zu einer neu gelernten Methode oder einem zuvor behandelten Inhalt durchgeführt werden.

Expertenexperimentierpuzzle

Das Expertenexperimentierpuzzle besteht aus drei Teilen:

Teil 1: Expertengruppen

Die Expertengruppen führen ein Experiment durch. Wenn sie fertig sind, überlegen sie, wie dieses Experiment  für andere Kinder angeleitet werden kann.

Teil 2: Experimentierpuzzle

Die Expertengruppen werden gemischt zu Experimentiergruppen. In diesen Gruppen gibt es für jeden Versuch immer mindestens einen Experten. Die Experimentiergruppen bearbeiten nun nacheinander jede Experimentierstation. Der Experte an der jeweiligen Station leitet das Experiment. Nach einer festgelegten Zeit gibt die Lehrkraft ein Signal, woraufhin die Versuche aufgeräumt werden und jede Gruppe zur nächsten Station wechselt.

Teil 3: Expertenfrage und Sicherung

Zum Schluss kehren wieder alle Experten zurück in ihre Expertengruppe und versuchen eine knifflige Expertenaufgabe zu lösen. Die Lehrkraft kann bezüglich der Präsentation der Ergebnisse Vorgaben machen. Zum Beispiel wäre die Erstellung eines Posters mit anschließendem Museumsrundgang möglich.