Material sammeln

Die SchülerInnen sollen für einen bestimmten Zweck (z.B. Bau einer Hütte, Erstellen einer Collage) Gegenstände in einem dafür vorgesehenen Raum (z.B. Wald, Zeitschriften) suchen und an einem Platz zusammenbringen. Sie können verschiedene Gruppenmitglieder zum Sammeln von unterschiedlichem Material einteilen. Ziel ist es, verschiedene Materialien zu sammeln und damit ein Produkt zu erstellen oder ein Experiment durchzuführen. Auch können zusätzlich vom Lehrer Aufgabenkarten hineingegeben werden (siehe Material).

Aktions-/Rollenkarten

Die SuS werden in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhält ein Set mit Rollenkarten, die auf die einzelnen SuS aufgeteilt werden (zufällig, offen oder vom Lehrer verteilt). Dieses zugeteilte Amt führen die SuS dann während der Gruppenarbeit aus.

Beispiele für Rollen: Gruppenleiter, Lautstärkewächter, Materialbeschaffer, Zeitwächter…

Zahlenkiste

Die Methode „Zahlenkiste“ ist für Additions- und Subtraktionsaufgaben im Zahlenraum bis 100 entwickelt worden. Auf Arbeitsblättern o.ä. sind Kisten abgebildet, die vorne auf der Kiste eine Zahl und im Inneren mehrere unterschiedliche Zahlen haben (Zahlenkiste Beispiel). Die SuS sollen die Zahlen im Inneren der Kiste interpretieren und eigenständig Rechenoperationen und -Konstellationen erkennen, sodass sie mit den Zahlen in der Kiste Aufgaben bilden können, die als Lösung die Zahl auf der Vorderseite haben. Dabei müssen nicht alle Zahlen in der Kiste durch Rechenoperationen die Zahl auf der Vorderseite ergeben. Es können demnach auch Zahlen übrig bleiben.

Arbeitsschritte der Methode:

  • Die SuS bekommen ein Arbeitsblatt mit den Zahlenkisten und versuchen mit dem Partner die Aufgaben zu lösen
  • Danach setzen sich jeweils zwei Zweiergruppen zusammen und vergleichen die Lösungen. Sie kontrollieren, ergänzen und korrigieren ggf. ihre Lösungen.
  • Zum Schluss bekommen die SuS ein AB, bei dem wahlweise nach dem Rechenbefehl (Addition/ Subtraktion), nach der Eingabezahl oder nach der Ausgabezahl gefragt wird.

Tabu – Zahl

Die Methode Tabu – Zahl ist eine Variation der Methode Tabu. Hierbei gibt die Lehrkraft eine Tabu – Zahl, wie z.B. die 4 vor. Nun sollen alle SuS der Reihe nach die Zahlen von eins an aufsagen, dabei nennt jede*r eine Zahl. Sobald eine Zahl genannt werden müsste, die eine 4 enthält oder durch 4 teilbar ist, sagt der Schüler „Tabu“ statt der Zahl. Das Spiel ist beendet oder kann mit einer neuen Tabu- Zahl beginnen, wenn ein Fehler gemacht worden ist.

Domino

Die Aufgaben der Dominosteine bewegen sich im Hunderterraum. Die SuS wiederholen und festigen spielerisch die Grundrechenarten. Es werden Kleingruppen gebildet. Jeder Dominostein weist zwei Felder auf. Im ersten Feld steht jeweils der 1. Summand bzw. der Minuend, im zweiten Feld befindet sich der Rechenoperator und der zweite Summand bzw. der Subtrahend. Links steht also eine Zahl und rechts eine Rechenoperation und ebenfalls eine Zahl. Alle Steine werden verdeckt in die Mitte gelegt, gemischt und gleichmäßig an die Teilnehmer verteilt. Die Schülerinnen und Schüler legen ihre Steine verdeckt vor sich hin. Ein Dominostein aus der Mitte wird aufgedeckt und als Startstein genutzt. Der Teilnehmer, dessen Stein passt legt ihn an. Der nächste der Runde deckt ebenfalls einen Stein auf und versucht ihn an ein Ende anzulegen. Kann der nächste keinen Stein anlegen, muss sich derjenige einen Stein aus der Mitte nehmen. Passt dieser wieder nicht, ist der nächste dran. Hat ein Teilnehmer keine Steine mehr vor sich liegen, ist das Spiel beendet. Die SuS lernen das Dominospiel regelgebunden durchzuspielen und dabei die jeweiligen mathematischen Kombinationen zu kontrollieren.

 

Find the Fib (Finde den Fehler)

Die SuS überlegen sich in Kleingruppen drei Behauptungen zu einem vorgegeben Thema. Zwei Behauptungen sind wahr und eine ist es nicht. Alle drei Behauptungen werden als Fakten der Klasse präsentiert. Der Rest der Klasse soll daraufhin die Lüge herausfinden.

Kompetenzspinne

Mithilfe der Kompetenzspinne sollen die Schüler und Schülerinnen ihre eigenen Kompetenzen einschätzen und reflektieren. Durch diese Methode können Stärken und Schwächen sichtbar gemacht werden.

Benötigt wird die Abbildung eines Spinnennetzes. An den Achsen des Spinnennetzes stehen die Kompetenzen. An den Knotenpunkten des Netzes stehen die Werte. Der Schüler oder die Schülerin erkennt welche Kompetenzen noch förderungsbedürftig sind und welche nicht. Außerdem wird durch diese Methode die Eigenständigkeit im Bezug auf den eigenen Lernprozess unterstützt. Der Schüler oder die Schülerin kann das Lernen selbst in die Hand nehmen.

Brainwriting

Brainwriting ist eine Abwandlung des Brainstormings. Jede*r schreibt seine*ihre Assoziationen zu einem vorgegebenen Thema für sich auf ein Blatt Papier. Dadurch entsteht eine große Ideensammlung, ohne dass einzelne Ideen untergehen oder dominieren.

Im Fokus sollten beim Brainwriting Fragen und Probleme mit geringerer bis mittlerer Komplexität stehen. Auch für Themen, die weniger strukturiert sind, bietet sich diese Methode an.

Die SuS sitzen gemeinsam an einem Tisch und jeder bekommt ein Blatt Papier. Oben auf diesem Blatt steht für alle die selbe Fragestellung bzw. Problematik. Der*die Moderator*in gibt nun den SuS drei Minuten Zeit, jeweils drei Ideen auf das Blatt Papier zu schreiben. Wenn die Zeit abgelaufen ist werden die Blätter zu der jeweils links sitzenden Person weitergegeben. Jetzt beginnt eine neue Runde und jede*r schreibt drei neue Ideen unter die des*der Nachbar*in, die als Inspiration genutzt oder einfach ignoriert werden können. Eine Runde muss dabei nicht vollständig sein.

Nach der Ideenfindungsphase werden alle Ideen vorgelesen, diskutiert und von dem*der Moderator*in, bzw. Lehrerkraft zusammengeführt. Die Vorteile vom Brainwriting sind die vielen Ideen, die produziert werden. Sie werden sofort schriftlich festgehalten und gehen nicht verloren, während andere SuS ihre Ideen vorstellen. Alle SuS kommen beim Brainwriting zu Wort und alle Beiträge bekommen die selben Chancen. Die Ideen können anonym vorgestellt werden, daher kann sich beim Brainwriting jede*r trauen, auch einmal verrückte Ideen einzubringen. (vgl. http://lexikon.stangl.eu/9714/brainwriting)

(Lern-)Feature

Das (Lern-)Feature ermöglicht es, ein Thema durch emotionale Zugänge zu vermitteln und multimedial alle Sinne zu aktivieren. Hierbei werden von der Lehrkraft gleichzeitig verschiedene haptische, visuelle und auditive Impulse präsentiert und nach der Vorstellung bezüglich spezifischer Fragen analysiert. Somit kann die Methode sowohl als Einstieg als auch als Abschluss einer Stunde eingesetzt werden. Es steht vor allem der emotionale Gesamteindruck als Spagat zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung im Fokus (vgl. Klein 2013, Gerlach 2016).