Museumsrundgang mit Experten

Der Museumsrundgang, auch Galeriegang genannt, ist eine Methode, bei der die Schülerinnen und Schüler das Präsentieren der Ergebnisse einer Gruppenarbeit üben sollen.

Ein Museumsrundgang mit Experten beinhaltet, dass die rundgehende Gruppe zu jeder Station einen Schüler oder eine Schülerin aufweisen kann, der mit der darzustellenden Materie vertraut ist.

Dabei wandern sie von Station zu Station bzw. von Plakat zu Plakat und erklären sich gegenseitig den zuvor erstellten Präsentationsgegenstand. Der Grundgedanke dieser Methode ist folglich, dass im Idealfall jede*r Schüler*in einmal die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe vortragen muss. Dementsprechend dient sie sowohl der Reflexion und Durchdringung als auch der Begutachtung verschiedener Gruppenergebnisse.

Ferner ist der Museumsrundgang eine einfache Methode, mit der in kurzer Zeit vielen SuS effektiv verschiedene Perspektiven eines Themenbereiches nahe gebracht werden können, da mehrere Präsentationen gleichzeitig durchgeführt werden. Infolgedessen ist die Methode des Museumsrundgangs somit auch vorteilhaft, wenn die Lehrperson ein hohes Maß an Kommunikation erreichen möchte.

Des Weiteren stellt er auch eine Präsentationsmöglichkeit dar, die in nahezu allen Jahrgangsstufen und Schularten (siehe Schulbereich) eingesetzt werden kann.

Die klassischen Formen der Informationsquelle bei dieser Methode sind Plakate oder Poster, aber es ist durchaus auch möglich kurze Filme oder Hörproben zu präsentieren. Im Sachunterricht bzw. in den naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern sind darüber hinaus kleine Experimente oder Ausstellungsstücke denkbar.

Einsatzmöglichkeiten:

  • Erarbeitung neuer Thematiken,
  • Förderung der Präsentationskompetenz, da alle Schülerinnen und Schüler einmal innerhalb ihrer Kleingruppe präsentieren müssen

Vorbereitung:

Zunächst werden Gruppen gebildet, in denen die SuS einen Präsentationsgegenstand erarbeiten sollen. Bereits bei der Einteilung der Arbeitsgruppen muss auf die Gruppengröße geachtet werden. Im Idealfall hat man genauso viele Gruppenmitglieder wie Arbeitsgruppen, also z. B. 5 Gruppen mit 5 Personen.

Oftmals geht dieses jedoch nicht aufgrund von unterschiedlichen Klassengrößen, so dass man mehr Arbeitsgruppen bilden muss, als die Gruppen Mitglieder haben. Zum Beispiel 6 Arbeitsgruppen mit je 4 Personen.

Hierfür werden die Lernenden, wie im Anhang 1.2. verdeutlicht, in verschiedenen Gruppen (z.B. Gruppe 1, Gruppe 2, Gruppe 3….) eingeteilt. Zusätzlich erhält jedes Gruppenmitglied innerhalb der Kleingruppe jeweils einen Buchstaben.

Beispiel:

Wenn die Gruppen aus je 4 Personen bestehen, werden ihnen die Buchstaben „A“ bis „D“  zugeteilt (siehe Anhang 1.2). Folglich besteht die Expertengruppe immer aus kongruent vielen Mitgliedern, wie es Gruppen gegeben hat (z.B. zunächst 6 Gruppen á  4 Mitglieder, anschließend 4 Gruppen á  6 Mitglieder (siehe Anhang 1.2.).

Der Museumsrundgang verläuft in der Regel in drei Phasen (siehe Anhang 1.3.)   

Anhang 1.1., Anhang 1.2. und Anhang 1.3.:

  • Anhang 1.1. = Skizzierung des Museumsrundgangs
  • Anhang 1.2. = Gruppeneinteilung
  • Anhang 1.3. = Phasen des Museumsrundgangs

Fishbowl-Diskussion

Bei der Diskussionsmethode „Fishbowl“ (Aquarium) entfalten die Schüler und Schülerinnen ein Thema argumentativ (Brenner & Brenner, 2012, S. 54).

Es werden zu einem strittigen Thema in der Klasse eine Pro- und eine Kontra-Gruppe und anschließend zwei Stuhlkreise (ein Innen- und ein Außenkreis) gebildet (Hugenschmidt & Technau, 2005, S. 66). Der Innenkreis, in dem die Thematik diskutiert wird, besteht aus einem Sprecher der Gruppen, einem oder zwei Moderator*innen und einem bis zwei freien Stühlen (ebd.) Der*die Moderator*in leitet die Diskussion ein und achtet auf die Einhaltung der Gesprächsregeln (Mattes, 2011, S. 254). SuS des Außenkreises beteiligen sich an der Diskussion, indem sie sich auf einen freien Stuhl im Innenkreis setzen. Diese*r  Schüler*in erhält als nächstes das Wort, setzt sich aber nach Verdeutlichung des Standpunktes zurück in den Außenkreis (Hugenschmidt & Technau, 2005, S. 66). Vom Außenkreis kann der Antrag gestellt werden, die Diskussion zu beenden, wenn keine neuen Gesichtspunkte mehr angesprochen werden. Die Gesamtgruppe stimmt über diesen Antrag ab (Brenner & Brenner, 2012, S. 55).

 

Abstimmung

Die Abstimmung ist laut der Bundeszentrale für politische Bildung ein „Verfahren zur Endscheidung von Sachfragen“(Hrsg. Bundeszentrale für politische Bildung, 2016, Abstimmung). Durch die Moderation des Lehrers wird eine bestimmte vorher klar definierte Thematik besprochen – z.B. die Klassensprecherwahl oder der nächste Schulausflug. Die SuS schreiben ihre Stimmen auf einen Zettel und die Lehrperson zählt die Zettel aus. Anschließend wird von ihr gekennzeichnet, welche Kategorie die meisten Stimmen hat. Bei Gleichstand muss noch einmal gewählt werden.

Interview

Das Interview oder auch Partnerinterview genannt, kann zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und zur Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls in neu gebildeten Klassen beitragen. Dies geschieht, indem sich zuvor gebildete Interviewpartner*innen gegenseitig mit Hilfe von festgelegten Fragen interviewen. Die Fragen werden in der Vorbereitung von der Lehrkraft entwickelt und dienen zum Kennenlernen des Gegenübers. Nach dem Interview werden die erfassten Informationen im Plenum vorgestellt. Im Anschluss können Ähnlichkeiten innerhalb der Klasse zusammengetragen oder ein Quiz erstellt werden, um das Kennenlernen zu vertiefen (Müller, 2016, S. 173).

Expertenexperimentierpuzzle

Das Expertenexperimentierpuzzle besteht aus drei Teilen:

Teil 1: Expertengruppen

Die Expertengruppen führen ein Experiment durch. Wenn sie fertig sind, überlegen sie, wie dieses Experiment  für andere Kinder angeleitet werden kann.

Teil 2: Experimentierpuzzle

Die Expertengruppen werden gemischt zu Experimentiergruppen. In diesen Gruppen gibt es für jeden Versuch immer mindestens einen Experten. Die Experimentiergruppen bearbeiten nun nacheinander jede Experimentierstation. Der Experte an der jeweiligen Station leitet das Experiment. Nach einer festgelegten Zeit gibt die Lehrkraft ein Signal, woraufhin die Versuche aufgeräumt werden und jede Gruppe zur nächsten Station wechselt.

Teil 3: Expertenfrage und Sicherung

Zum Schluss kehren wieder alle Experten zurück in ihre Expertengruppe und versuchen eine knifflige Expertenaufgabe zu lösen. Die Lehrkraft kann bezüglich der Präsentation der Ergebnisse Vorgaben machen. Zum Beispiel wäre die Erstellung eines Posters mit anschließendem Museumsrundgang möglich.

Klassenmusizieren

gemeinsam Musik machen

Klassenmusizieren bezeichnet die „didaktisch-methodisch geplante, gemeinsame Ausübung mit Gesang, Instrumentalspiel, Bewegung und Szene […]. Als musikalischer Lernprozess und als ästhetisch-musikalische Gebrauchspraxis enthält Klassenmusizieren sowohl Anteile von musikalischem Handwerk und von künstlerischer Ausübung als auch von Reflexion der Material- und Bedeutungsdimensionen von Musik sowie der musikalischen Handlungen“  (Bähr, Kosuch, Terhag 2005, S. 160). Als Formen des Klassenmusizierens gelten unter anderem Singen, Warmups, Bodypercussion, Vocussion, das Klassenorchester, Live- Arrangements, Mitspielsätze wie auch das Musizieren in einem Schulchor, einer Schulband oder in Streicher- und Bläserklassen.

Laute Post – Rhythmen herumgeben

Rhythmuskommunikation

Ähnlich wie beim bekannten Kinderspiel „stille Post“ wird ein eintaktiger Rhythmus im Kreis von Schüler*in zu Schüler *in weitergegeben. Der Rhythmus kann sowohl mit Bodypercussion (z.B. Klatschen) als auch mit Schlag- und Rhythmusinstrumenten weitergegeben werden.

  1. Als Probedurchlauf gibt der Lehrer einen einfachen Rhythmus vor. Zur metrischen Unterstützung stampfen alle SuS den Rhythmus mit. Zusätzlich sollte das Metrum durch ein Schlaginstrument (etwa eine Trommel) verstärkt werden.
  2. Nun leiten die SuS die Übung selbst an und geben eigene Rhythmen vor.
  3. Für fortgeschrittene Klassen: Im Abstand von 5 bis 10 Schülern werden neue Rhythmen auf den Weg geschickt. Eine Verkürzung der Abstände ist möglich, wobei dies auch mehr Konzentration erfordert.

(Vgl. Buschendorff 2008, S. 10)

Bewegungsspiel: „Gustaf Gustafsson, wie tief ist das Wasser?“ (Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?)

Dieses Bewegungsspiel ist an die Geschichte von Gustaf Gustafsson angelehnt, normalerweise würde man stattdessen immer von dem Fischer reden. Es wird ein Kind als Gustaf Gustafsson (Fischer) gewählt, das kann die Lehrkraft übernehmen. Außerdem wird eine Start- und Ziellinie festgelegt. Diese sollten ca. 10 Meter voneinander entfernt sein, es bietet sich also an, das Spiel draußen oder in der Aula zu spielen. Gustaf Gustafsson stellt sich an die Ziellinie, die anderen Kinder an die Startlinie. Die Kinder rufen Gustaf (dem Fischer) dann zu: „Gustaf Gustafsson, wie tief ist das Wasser?“ („Fischer Fischer…“) Gustaf antwortet mit einer beliebigen Zahl, z.B. „ozeantief“, „20 Meter tief“ etc. Dann antworten die Kinder: „Und wie kommen wir darüber?“. Daraufhin denkt sich Gustaf eine Fortbewegungsart aus, z.B. hüpfend, krabbelnd, rückwärts, auf einem Bein, Spinnenschritt, kriechend, lange Schritte, ein Liedchen pfeifend usw. Die Kinder beginnen dann auf diese Weise zur Ziellinie zu laufen und Gustaf wiederum versucht sie (auch mit derselben Fortbewegungsart) zu fangen. Die gefangenen Kinder helfen nun, die übrigen Kinder zu fangen. Wer bis zum Schluss übrig bleibt, ist der neue Gustaf. Das Spiel beginnt dann von vorne.

Chaosspiel (Kennenlernspiel)

Beschreibung:

Die [SuS] stellen sich im Kreis auf und merken sich jeweils den Namen des linken Nachbarn. [Die Lehrkraft] gibt/wirft/rollt nach und nach Geräte zum ersten Spieler und sagt jeweils den Namen sowie die Bezeichnung des Gerätes („Arne  – [ein Ball]“). Dieser gibt das Gerät dann an seinen linken Nachbarn weiter usw. Am Ende des Spiels müssen alle Geräte wieder [bei der Lehrkraft] ankommen. (LSB/NTB 2012: 7)

Ziel:

Kennenlernen der Namen und Geräte/Materialien, Förderung der Konzentrationsfähigkeit, Förderung der Orientierungsfähgikeit, allgemeine Erwärmung” (LSB/NTB 2012: 7)