Abstimmung

Die Abstimmung ist laut der Bundeszentrale für politische Bildung ein „Verfahren zur Endscheidung von Sachfragen“(Hrsg. Bundeszentrale für politische Bildung, 2016, Abstimmung). Durch die Moderation des Lehrers wird eine bestimmte vorher klar definierte Thematik besprochen – z.B. die Klassensprecherwahl oder der nächste Schulausflug. Die SuS schreiben ihre Stimmen auf einen Zettel und die Lehrperson zählt die Zettel aus. Anschließend wird von ihr gekennzeichnet, welche Kategorie die meisten Stimmen hat. Bei Gleichstand muss noch einmal gewählt werden.

Einstiegsgeschichte

„Es gibt nichts Spannenderes als eine gut erzählte Geschichte“ (Greving & Paradies, S.30). – Die Methode eignet sich prinzipiell für alle Schulformen, bedarf lediglich kleiner individueller Variationen.

Eine Geschichte, welche je nach Thematik und Altersstufe variiert, wird möglichst natürlich und frei von der Lehrperson erzählt. Die Geschichte kann dabei entweder einer Quelle entnommen oder von der Lehrperson eigenständig verfasst sein.

Um die Geschichte möglichst ansprechend zu erzählen und für Lebendigkeit zu sorgen, sollte Wert auf gezielt „eingesetzte Mimik, Gestik und Bewegungen im Raum, Variationen in Intonation und Lautstärke, Sprechtempo und Pausen“ (Greving & Paradies, S. 31) gelegt werden.

Durch die Einbettung der Geschichte in altersgemäße Settings und Handlungsabläufe sowie Charaktere, in die sich die SuS gut hineinversetzen können, kann Spannung und Neugier erzeugt werden.

Klassenmusizieren

gemeinsam Musik machen

Klassenmusizieren bezeichnet die „didaktisch-methodisch geplante, gemeinsame Ausübung mit Gesang, Instrumentalspiel, Bewegung und Szene […]. Als musikalischer Lernprozess und als ästhetisch-musikalische Gebrauchspraxis enthält Klassenmusizieren sowohl Anteile von musikalischem Handwerk und von künstlerischer Ausübung als auch von Reflexion der Material- und Bedeutungsdimensionen von Musik sowie der musikalischen Handlungen“  (Bähr, Kosuch, Terhag 2005, S. 160). Als Formen des Klassenmusizierens gelten unter anderem Singen, Warmups, Bodypercussion, Vocussion, das Klassenorchester, Live- Arrangements, Mitspielsätze wie auch das Musizieren in einem Schulchor, einer Schulband oder in Streicher- und Bläserklassen.

Laute Post – Rhythmen herumgeben

Rhythmuskommunikation

Ähnlich wie beim bekannten Kinderspiel „stille Post“ wird ein eintaktiger Rhythmus im Kreis von Schüler*in zu Schüler *in weitergegeben. Der Rhythmus kann sowohl mit Bodypercussion (z.B. Klatschen) als auch mit Schlag- und Rhythmusinstrumenten weitergegeben werden.

  1. Als Probedurchlauf gibt der Lehrer einen einfachen Rhythmus vor. Zur metrischen Unterstützung stampfen alle SuS den Rhythmus mit. Zusätzlich sollte das Metrum durch ein Schlaginstrument (etwa eine Trommel) verstärkt werden.
  2. Nun leiten die SuS die Übung selbst an und geben eigene Rhythmen vor.
  3. Für fortgeschrittene Klassen: Im Abstand von 5 bis 10 Schülern werden neue Rhythmen auf den Weg geschickt. Eine Verkürzung der Abstände ist möglich, wobei dies auch mehr Konzentration erfordert.

(Vgl. Buschendorff 2008, S. 10)

Schätzspiel

Der Lehrer stellt eine Frage und die SuS müssen die Antwort schätzen. Dies kann auf viele Arten passieren. Sie könnten es laut in die Klasse rufen, auf einen Zettel schreiben, oder z.B. die geschätzte Höhe des Wassers auf dem Messbecher Markieren. Wichtig ist, dass es ein schlüssiges Ergebnis gibt – immer verbunden mit zu schätzenden Werten.

Einsatz/Ziel: Als Einstieg in ein Thema; Selbsteinschätzung. Ziel ist es einen Wert zu schätzen, ihn bestätigt oder widerlegt zu finden und daraus Schlüsse zu ziehen (Wieso ist das so?).

Reporter (Auch: Rasender Reporter)

Bei dieser Methode handelt es sich um ein Spiel, welches sich besonders zum Kennenlernen oder zum Einstieg in ein Thema eignet. Es werden also erste Assoziationen entweder zum Unterrichtsthema oder zu den Mitschüler/innen geweckt. Alle Schüler/innen erhalten dabei einen Fragebogen. Die Fragen müssen grundsätzlich mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sein. Ziel des Spiels ist es, eine Reihe (senkrecht oder waagerecht bzw. eins von beiden je nach Anordnung des Fragebogens) von Fragen mit „Ja“ beantwortet zu haben und anschließend „Bingo“ zu rufen. Dafür müssen sich die SuS gegenseitig befragen – sie fungieren quasi als Reporter mit der Aufgabe ihre Mitschüler/innen zu befragen und geben gleichzeitig Antworten. Gibt ein/e Schüler/in einem/einer Schüler/in eine Antwort, so  muss er auf ihrem/seinem Fragebogen bei der entsprechenden Frage mit seinem Namen unterschreiben. Nach einer vorgegeben Zeit versammeln sich alle SuS wieder an ihrem Platz. Anschließend können sie einen anderen Schüler/eine andere Schülerin darüber befragen, weshalb er/sie eine bestimmte Frage auf seinem/ihrem Fragebogen mit „Ja“ beantwortet und unterschrieben hat.

Buddy – Book

Das „Buddy-Book“ ist ein kleines, aus einem DIN A4-Blatt gefaltetes Büchlein mit 8 Seiten, das von den Schülerinnen und Schülern ohne großen Aufwand selbst hergestellt und individualisiert werden kann. Es kann in vielfältiger Funktion eingesetzt werden: Als Vokabelheft, als Formelsammlung, als kleines Reflexionsheft, als Notizbuch, als Adress-Buch, als Stichwort-Heft für eine Präsentation oder als Protokoll-Heft.


Ablauf:

1. Das Blatt entlang der kürzeren Mitte zu einem DIN-A5-Blatt falten

2. Dann wieder entlang der kürzeren Mitte zu einem DIN-A6-Blatt

3. Dann wieder entlang der kürzeren Mitte zu einem DIN-A7-Blatt

4. Das Blatt öffnen und glatt streichen

5. Noch einmal das Blatt entlang der kürzeren Mitte zu einem DIN-A5-Blatt falten

6. Das gefaltete Blatt von der geschlossenen Mitte bis zur Mitte einschneiden

7. Das Blatt wieder öffnen

8. Das Blatt entlang der längeren Mitte falten und in Querform aufstellen

9. Das Buch so zusammenschieben, dass die Form eines Kreuzes entsteht

10. Das Buch ist fertig und kann beschrieben werden

Buddybook
Abbildung (1): „Buddy – Book“ Vorlage

Freiarbeit

Freiarbeit ist eine Unterrichts- und Lernform die besonders im offenen Unterricht eingesetzt werden kann. In der Freiarbeit hat der Lerner ein hohes Maß an Eigenverantwortung und persönlicher Freiheit. Er setzt sich selbst ein Lernziel und versucht dieses in Eigenleistung zu erreichen.

Klassische, hierachische Strukturen zwischen Lehrenden und Lernenden werden in der Freiarbeit teilweise aufgehoben. Der Lehrende übernimmt bei dieser Methode vermehrt eine Rolle als Begleiter und Berater. Des Weiteren hat er die Aufgabe, den Lernenden ausreichend Materialien und Aufgaben zur Verfügung zu stellen.

Die Themen, die in der Freiarbeit behandelt werden, sollten sich an der Lebenswelt und den Interessen der Lernenden orientieren.

Ein wichtiges Ziel von Freiarbeit ist, das selbstverantwortliche Lernen zu fördern und den Lernenden zu ermöglichen, eigene Lernwege zu entdecken.

Lesetagebuch

In einem Lesetagebuch werden Erstleseeindrücke zu Büchern, Geschichten oder Gedichten von den Lernern in einem Tagebuch festgehalten. Die Schülerinnen und Schüler können spontane Ideen, Fragen, Assoziationen, Bemerkungen oder Kommentare zum Gelesenen in ihrem Lesetagebuch aufschreiben. Auf diese Weise können sie sich mit der Lektüre auseinandersetzen.

Bei der Methode „Lesetagebuch“ ist es wichtig, dass die Lehrerin oder der Lehrer nicht zu stark lenkend eingreift, um den Schülerinnen und Schülern genügend Freiraum zu geben, eigene Ideen zu verwirklichen. Die Lerner haben also die Möglichkeit, relativ frei und offen die für sie wichtigsten Aspekte im Tagebuch festzuhalten. Auf diese Weise kann der Lehrende gut herausfinden, welche Textstellen von den SuS als besonders wichtig empfunden werden, bzw. welche ihnen Schwierigkeiten bereiten.

Mit einem Lesetagebuch können die Lernenden ein erweitertes Textverständnis erreichen und das eigene Leseerlebnis intensivieren, da sie sich mehr mit der Literatur auseinandersetzen.