Abstimmung

Die Abstimmung ist laut der Bundeszentrale für politische Bildung ein „Verfahren zur Endscheidung von Sachfragen“(Hrsg. Bundeszentrale für politische Bildung, 2016, Abstimmung). Durch die Moderation des Lehrers wird eine bestimmte vorher klar definierte Thematik besprochen – z.B. die Klassensprecherwahl oder der nächste Schulausflug. Die SuS schreiben ihre Stimmen auf einen Zettel und die Lehrperson zählt die Zettel aus. Anschließend wird von ihr gekennzeichnet, welche Kategorie die meisten Stimmen hat. Bei Gleichstand muss noch einmal gewählt werden.

Interview

Das Interview oder auch Partnerinterview genannt, kann zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit und zur Entwicklung eines Gemeinschaftsgefühls in neu gebildeten Klassen beitragen. Dies geschieht, indem sich zuvor gebildete Interviewpartner*innen gegenseitig mit Hilfe von festgelegten Fragen interviewen. Die Fragen werden in der Vorbereitung von der Lehrkraft entwickelt und dienen zum Kennenlernen des Gegenübers. Nach dem Interview werden die erfassten Informationen im Plenum vorgestellt. Im Anschluss können Ähnlichkeiten innerhalb der Klasse zusammengetragen oder ein Quiz erstellt werden, um das Kennenlernen zu vertiefen (Müller, 2016, S. 173).

Schätzspiel

Der Lehrer stellt eine Frage und die SuS müssen die Antwort schätzen. Dies kann auf viele Arten passieren. Sie könnten es laut in die Klasse rufen, auf einen Zettel schreiben, oder z.B. die geschätzte Höhe des Wassers auf dem Messbecher Markieren. Wichtig ist, dass es ein schlüssiges Ergebnis gibt – immer verbunden mit zu schätzenden Werten.

Einsatz/Ziel: Als Einstieg in ein Thema; Selbsteinschätzung. Ziel ist es einen Wert zu schätzen, ihn bestätigt oder widerlegt zu finden und daraus Schlüsse zu ziehen (Wieso ist das so?).

Reporter (Auch: Rasender Reporter)

Bei dieser Methode handelt es sich um ein Spiel, welches sich besonders zum Kennenlernen oder zum Einstieg in ein Thema eignet. Es werden also erste Assoziationen entweder zum Unterrichtsthema oder zu den Mitschüler/innen geweckt. Alle Schüler/innen erhalten dabei einen Fragebogen. Die Fragen müssen grundsätzlich mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sein. Ziel des Spiels ist es, eine Reihe (senkrecht oder waagerecht bzw. eins von beiden je nach Anordnung des Fragebogens) von Fragen mit „Ja“ beantwortet zu haben und anschließend „Bingo“ zu rufen. Dafür müssen sich die SuS gegenseitig befragen – sie fungieren quasi als Reporter mit der Aufgabe ihre Mitschüler/innen zu befragen und geben gleichzeitig Antworten. Gibt ein/e Schüler/in einem/einer Schüler/in eine Antwort, so  muss er auf ihrem/seinem Fragebogen bei der entsprechenden Frage mit seinem Namen unterschreiben. Nach einer vorgegeben Zeit versammeln sich alle SuS wieder an ihrem Platz. Anschließend können sie einen anderen Schüler/eine andere Schülerin darüber befragen, weshalb er/sie eine bestimmte Frage auf seinem/ihrem Fragebogen mit „Ja“ beantwortet und unterschrieben hat.

Debatte/ Pro- und Contragespräch

In einer Debatte oder dem Pro- und Contragespräch können unterschiedliche Standpunkte zu einem umstrittenen Thema präsentiert werden. Dies geschieht unter bestimmten, vorher besprochenen Regeln.
Die Schüler haben hierbei die Möglichkeit zu lernen, „ihre eigenen Interessen zu erkennen, sie zu artikulieren, gewaltfreie Formen der Auseinandersetzung zu praktizieren, sich dabei aber auch in andere Positionen hineinzuversetzen, Kompromisse zu schließen und diese zu akzeptieren.“ (Scholz 2004, Methodenkarte 6a)

Freiarbeit

Freiarbeit ist eine Unterrichts- und Lernform die besonders im offenen Unterricht eingesetzt werden kann. In der Freiarbeit hat der Lerner ein hohes Maß an Eigenverantwortung und persönlicher Freiheit. Er setzt sich selbst ein Lernziel und versucht dieses in Eigenleistung zu erreichen.

Klassische, hierachische Strukturen zwischen Lehrenden und Lernenden werden in der Freiarbeit teilweise aufgehoben. Der Lehrende übernimmt bei dieser Methode vermehrt eine Rolle als Begleiter und Berater. Des Weiteren hat er die Aufgabe, den Lernenden ausreichend Materialien und Aufgaben zur Verfügung zu stellen.

Die Themen, die in der Freiarbeit behandelt werden, sollten sich an der Lebenswelt und den Interessen der Lernenden orientieren.

Ein wichtiges Ziel von Freiarbeit ist, das selbstverantwortliche Lernen zu fördern und den Lernenden zu ermöglichen, eigene Lernwege zu entdecken.