Zukunftswerkstatt

Die Zukunftswerkstatt wurde von Robert Jungk erfunden und ist eine Methode, bei der die Schüler eine Vorstellung von einer erwünschten Zukunft entwickeln. Dabei ist der Ausgangspunkt für alle gleich, welcher immer ein bestimmtes Problem darstellt. Der Zeitrahmen, sowie die Materialien sind dabei frei wählbar.

Die Zukunftswerkstatt kann in fünf Phasen unterteilt sein, die bei der Entwicklung des problemlösenden Denkens helfen können. Nach der Vorbereitungsphase, Darstellung des Problems, wird dieses nun genauer betrachtet. In der Kritikphase stellt sich heraus, warum es nicht mehr so weiter gehen kann wie bisher. Die dritte Phase ist die Fantasiephase, wo die Schüler ihre Wünsche für die Zukunft entwickeln, die das Problem lösen können. Dabei können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In der Verwicklichungsphase werde die Wünsche dargestellt, die umgesetzt werden sollen. Zudem müssen Sie die angewendeten Schritte, die nötig sind, um die Ziele zu erreichen, herausarbeiten. Zum Abschluss, in der Nachbereitungsphase, sollen die Schüler sich klar machen, was sich ändern muss und was sie neues erfahren haben. Danach können die Ergebnisse präsentiert werden.

Kettenquiz

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte, auf der Vorder- und Rückseite befinden sich eine Frage und eine nicht dazugehörige Antwort. Ein Schüler liest seine Frage vor. Derjenige, der die zugehörige Antwortkarte hat, liest diese vor und anschließend die neue Frage auf seiner Karte. So läuft das Quiz als laufendes Frage- Antwortspiel durch die Klasse.

Menschen-Memory

  • Durch die Lehrkraft wird ein Oberthema festgelegt, z.B. Verben, Tiere, Körperteile, etc.
  • Zwei SchülerInnen werden ausgewählt, die den Raum verlassen müssen, um anschließend die einzelnen Paare erraten zu können
  • Während die zwei draußen warten, suchen sich die anderen Schülerinnen und Schüler einen Partner und überlegen sich eine passende Bewegung
  • Nachdem jedes Paar sich eine Bewegung überlegt hat, dürfen die zwei „Ratekinder“ reinkommen
  • Die zwei ratenden Kinder spielen nun gegeneinander und müssen jeweils zwei SchülerInnen aussuchen, die ihr Verb nennen und die Bewegung vormachen
  • wurde ein Paar zusammen „aufgedeckt“, müssen diese sich hinter dem „Ratekind“ aufstellen, welches nochmal raten darf
  • wurden alle Paare erraten, ist das Spiel vorbei

Jeopardy – Der große Preis –

Bei der Methode Jeopardy – Der große Preis – handelt es sich um eine Art Quizspiel. Es gibt in der Regel sechs Kategorien wobei jede der fünf Fragen mit einer Punktzahl versehen (z.B. 20, 40, 60, 80, 100) ist. Die schwierigen Fragen geben mehr Punkte als die leichten Fragen. Die Fragen und Antworten werden im Vorfeld vorbereitet und an eine Tafel oder Wand befestigt. Auf der Vorderseite stehen die möglichen Punkte der jeweiligen Frage, damit die Schüler*innen diese gleich sehen können. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel. Die Teams wechseln sich bei der Auswahl der Frage ab.

Wort-Lawine

Bei dieser Methode bilden die Schülerinnen und Schüler Gruppen aus 4-5 Personen. Jede/r bekommt nun ein Blatt mit einem vorgefertigten Schema, auf das Worte eingetragen werden sollen. Jedes Kind schreibt in die erste Reihe ein Wort, das ihm besonders gut gefällt und reicht den Zettel an den/die linke/n Sitznachbar/in weiter. Jetzt sollen die Schüler und Schülerinnen unter das erste Wort in die zweite Zeile zwei weitere Worte schreiben, von denen sie denken, dass sie gut zu dem ersten Wort passen. Das Blatt wird wieder weitergegeben. In die dritte Zeile kommen nun dementsprechend drei Worte. Die Weitergabe der Arbeitsblätter wird so lange fortgeführt, bis das Schema vervollständigt und ein Gedicht entstanden ist.

Bildergeschichte

Die Methode „Bildergeschichte“ kann auf verschiedenste Arten und Weisen angewandt werden. Hierbei sollen die Schülerinnen und Schüler von den Bildern zu kreativem Schreiben angeregt werden (Brenner & Brenner, 2012, S.122). „Die SchülerInnen sollen anhand vorgegebener Bildimpulse eine Geschichte schreiben, die einerseits gut verständlich zu formulieren und andererseits mit einem eigenen Schlussteil zu versehen ist“ (Klippert, 2008, S. 121).

Ablauf:
Die Lehrperson wählt vor der Unterrichtseinheit geeignete Bilder aus. Zu Beginn der Unterrichteinheit werden die Bilder im Plenum beprochen. Je nach Variation, müssen die Schülerinnen und Schüler die Bilder chronologisch sortieren und sich eventuell einen passenden Schluss überlegen. Geschrieben wird die Geschichte in Einzelarbeit. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt im Plenum (Klippert, 2008, S. 121).

Fragenball

Bei der Methode Fragenball bilden die Schüler*innen einen Kreis, je nach Bedarf entweder im Plenum oder in kleineren Gruppen. Für den Inhalt eignet sich am besten ein bereits eingeführtes Thema, zu dem die Lehrkraft eine Frage stellt und dann irgendeinem SoS dabei den Ball zuwirft. Der Schüler oder die Schülerin beantwortet diese Frage und setzt das Spiel fort. Hierfür eignen sich am besten Lerninhalte, die bereits mit den SuS behandelt wurden. Die Literatur verweist diesbezüglich z.B. auf folgende Themen:

  • Gegensätze („Wie heißt das Gegenteil von …?“)
  • Synonyme („Nenne ein anderes Wort für …?“)
  • Zeitform von Verben („Wie heißt die Vergangenheit von „ich gehe“?“)
  • Steigerung von Adjektiven („Wie heißen die Steigerungsformen von „schön“?“)
  • Artikel („Welcher Artikel steht vor „Biene“?“)

Die SuS benötigen deutsche Sprachkenntnisse entsprechend des jeweiligen Lerngegenstandes. Geeignet ist die Methode für Sprachlernklassen und den Fachunterricht Deutsch; sie ist jedoch auch in anderen Unterrichtsfächern nutzbar. Außerdem ist sie für verschiedene Gruppengrößen und Altersgruppen passend und geeignet. Die Durchführung ist unkompliziert und beinhaltet die aktive Mitarbeit.

Vier-Ecken-Methode

Bei der Vier-Ecken-Methode werden in die Ecken des Raumes Plakate gehängt, auf denen verschiedene Sichtweisen zu einem Thema aufgeführt werden. Die Schüler und Schülerinnen sammeln sich in der Mitte des Raumes, lesen sich jede aufgeführte Sichtweise durch und ordnen sich der zu, der sie am ehesten zustimmen. Am Plakat kann nun eine Diskussion zu der Sicht zwischen den Schülern und Schülerinnen stattfinden. Hierbei spielt sowohl die Meinungsbildung als auch das Vorwissen eine große Rolle in der Diskussion.

Die Ergebnisse der Diskussionen werden schließlich im Plenum diskutiert.

Ziele dieser Methode sind vor allem die Meinungsbildung, der Erwerb und die Förderung sozialer Kompetenzen, wie beispielsweise das Führen einer Diskussion, eine Meinung zu bewerten und zu assoziieren, sowie Entscheidungen zu treffen und diese zu begründen.

Pferderennen (Bewegungsspiel)

Die Kinder sitzen dicht nebeneinander auf dem Boden oder auf Stühlen, so dass sich ihre Schultern berühren. Sie bilden dabei einen Kreis.

Es wird ein Pferderennen inszeniert, das von der Spielleitung, der Lehrperson, moderiert wird. Die Kinder sind die Pferde, die am Rennen teilnehmen. Zuerst müssen die Teilnehmer  die Bewegungen kennen lernen und die Kommandos üben, welche variiert werden können. Dazu werden die Aktivitäten auf dem Rennplatz vor dem Start geschildert.

  • Die Pferde gehen an den Zuschauern vorbei (abwechselnd ruhig auf die Oberschenkel klopfen).
  • Die Zuschauer begrüßen Pferde und Reiter (applaudieren).
  • Die feinen Damen begrüßen Pferde und Reiter (sachtes Winken).
  • Die Pferde laufen durch eine Pfütze (schnalzen mit der Zunge),
  • sie stehen aufgeregt in den Startboxen (mit Finger- oder Fußspitzen auf den Boden tippeln),
  • der Kameramann filmt (pantomimisch filmen mit Kurbelbewegung).
  • Die Pferde kommen zur Ruhe (langsamer auf die Oberschenkel klopfen, schließlich aufhören),
  • dann der Start (in die Hände klatschen und laut „Start“ rufen.
  • Die Pferde galoppieren los (schnelles Klopfen auf die Oberschenkel),
  • dann das erste Hindernis (mit den Händen einen Sprung nachahmen),
  • es folgt eine Rechts-/Linkskurve (nach rechts/links lehnen),
  • die Pferde laufen über eine Holzbrücke (mit den Fäusten auf die Brust klopfen).
  • Jetzt ein Doppelhindernis (zweifache Handbewegung),
  • hinter der nächsten Kurve befindet sich die Zielgerade (zum Endspurt schneller auf die Oberschenkel schlagen)
  • und … gewonnen! (Jubeln, Hände in die Luft strecken),
  • Pferde werden langsamer (langsamer schlagen),
  • das Publikum applaudiert, es wird ein Foto für die Zeitung gemacht (lächeln).

Interview mit einem Bild

Bei der Methode „Interview mit dem Bild“ geht es darum in Gruppen, oder im Plenum Fragen an ein Bild, beziehungsweise an den „Künstler“ / die „Künstlerin“ des Bildes zu stellen. Diese Fragen dienen dazu eine Bildinterpretation vorzubereiten, oder sich ein Bild langsam überhaupt erst zu erarbeiten, sowie dessen Entstehungsgeschichte und Problemgehalt.

Die Lerngruppe wird, nachdem das Bild bereits betrachtet wurde (z.B. als Hausaufgabe), aufgeteilt in „Künstler“ und „Reporter“. Nun stellen die „Reporter“ reihum Fragen an das Bild, also an die „Künstler“, welche diese Fragen beantworten müssen. Besonders bei Werken die stellvertretend für eine Kunstepoche behandelt werden, kann diese Methode Verwendung finden.