Tabu – Zahl

Die Methode Tabu – Zahl ist eine Variation der Methode Tabu. Hierbei gibt die Lehrkraft eine Tabu – Zahl, wie z.B. die 4 vor. Nun sollen alle SuS der Reihe nach die Zahlen von eins an aufsagen, dabei nennt jede*r eine Zahl. Sobald eine Zahl genannt werden müsste, die eine 4 enthält oder durch 4 teilbar ist, sagt der Schüler „Tabu“ statt der Zahl. Das Spiel ist beendet oder kann mit einer neuen Tabu- Zahl beginnen, wenn ein Fehler gemacht worden ist.

Domino

Die Aufgaben der Dominosteine bewegen sich im Hunderterraum. Die SuS wiederholen und festigen spielerisch die Grundrechenarten. Es werden Kleingruppen gebildet. Jeder Dominostein weist zwei Felder auf. Im ersten Feld steht jeweils der 1. Summand bzw. der Minuend, im zweiten Feld befindet sich der Rechenoperator und der zweite Summand bzw. der Subtrahend. Links steht also eine Zahl und rechts eine Rechenoperation und ebenfalls eine Zahl. Alle Steine werden verdeckt in die Mitte gelegt, gemischt und gleichmäßig an die Teilnehmer verteilt. Die Schülerinnen und Schüler legen ihre Steine verdeckt vor sich hin. Ein Dominostein aus der Mitte wird aufgedeckt und als Startstein genutzt. Der Teilnehmer, dessen Stein passt legt ihn an. Der nächste der Runde deckt ebenfalls einen Stein auf und versucht ihn an ein Ende anzulegen. Kann der nächste keinen Stein anlegen, muss sich derjenige einen Stein aus der Mitte nehmen. Passt dieser wieder nicht, ist der nächste dran. Hat ein Teilnehmer keine Steine mehr vor sich liegen, ist das Spiel beendet. Die SuS lernen das Dominospiel regelgebunden durchzuspielen und dabei die jeweiligen mathematischen Kombinationen zu kontrollieren.

 

Lehrervortrag

Der Lehrervortrag soll die Schülerinnen und Schüler über ein bestimmtes Thema informieren oder in eine Unterrichtseinheit einführen.
Dabei wird folgendes beachtet:
Das Thema des Vortrags sollte angemessen in den Unterrichtsverlauf eingebettet und sein Ziel nachvollziehbar sein.
Die Dauer des Vortrags ist abhängig von Alter, Schulform (…) der Lerngruppe und sollte einen Zeitraum von 20 Minuten nicht übersteigen. Eine gute Gliederung und Strukturierung erleichtert es den Schülerinnen und Schülern, dem Unterricht zu folgen.
Der Einsatz von Medien unterstützt die Lehrkraft in ihrem Vortrag und gestaltet ihn abwechslungsreicher und interessanter. Die Lehrkraft sollte ihren Vortrag frei vortragen und flexibel auf Fragen oder Einwände reagieren können.

Gruppeneinteilungsmethoden

Durch verschiedene Gruppeneinteilungsmethoden lassen sich starre Klassenverhältnisse aufbrechen und eine Aktivierung aller SuS erreichen. Jede Einteilungsmethode ist situationsspezifisch auszuwählen, da Faktoren wie der Vorbereitungsaufwand, die Kosten, der zeitliche Rahmen in der Unterrichtseinheit, Spontanität, die Schülerschaft u.v.m. variieren können. Einige Methoden ermöglichen es der Lehrperson eine für die SuS scheinbar „zufällig“ erfolgte Gruppenzuteilung vorzunehmen, obwohl diese von vornherein intendiert gewesen sein kann.

Einer bleibt, drei gehen

Die SuS haben zuvor in einer Gruppenarbeit Ergebnisse erarbeitet. Die Gruppenmitglieder werden daraufhin neu eingeteilt, ein*e Schüler*in bleibt am Arbeitsplatz, die anderen verteilen sich gleichmäßig an die anderen Gruppentische. Am Ende befindet sich in den neuen Gruppen jeweils ein Experte der vorherigen Arbeitsgruppen. Alle tauschen sich über die zuvor erarbeiteten Ergebnisse aus. Die SuS finden sich anschließend wieder in ihren ersten Gruppen zusammen und vergleichen ihre neuen Ergebnisse.

Find the Fib (Finde den Fehler)

Die SuS überlegen sich in Kleingruppen drei Behauptungen zu einem vorgegeben Thema. Zwei Behauptungen sind wahr und eine ist es nicht. Alle drei Behauptungen werden als Fakten der Klasse präsentiert. Der Rest der Klasse soll daraufhin die Lüge herausfinden.

Bienenkorb

 

Diese Methode wird nach einer Einzelarbeits- oder auch einer Informationsphase eingesetzt. Die Lernenden bilden mit ihren direkten Sitznachbarn Teams (Partner- oder Kleingruppen). Dabei ist angedacht, dass sie sich nur mit ihren Stühlen drehen müssen und nicht den Raum verlassen, um so den Charakter eines Bienenkorbes zu imitieren. In den so entstandenen Teams tauschen sie sich über das in der Informationsphase Erfahrene oder bezüglich einer gegebenen Fragestellung aus (ca. 5 Minuten). Es soll möglichst jeder des Teams einen Beitrag leisten. Die Resultate der Teams werden dann im Plenum vorgestellt.

Diese Methode kann neben der Sachkompetenz auch die Sozial- und die Selbstkompetenz schulen, da die SuS mit Klassenkameraden zusammenarbeiten müssen. Einzelne Standpunkte sollen argumentiert und respektiert werden. Dies hat zu Folge, dass die SuS die Möglichkeit haben sich selbst zu reflektieren.

 

Kompetenzspinne

Mithilfe der Kompetenzspinne sollen die Schüler und Schülerinnen ihre eigenen Kompetenzen einschätzen und reflektieren. Durch diese Methode können Stärken und Schwächen sichtbar gemacht werden.

Benötigt wird die Abbildung eines Spinnennetzes. An den Achsen des Spinnennetzes stehen die Kompetenzen. An den Knotenpunkten des Netzes stehen die Werte. Der Schüler oder die Schülerin erkennt welche Kompetenzen noch förderungsbedürftig sind und welche nicht. Außerdem wird durch diese Methode die Eigenständigkeit im Bezug auf den eigenen Lernprozess unterstützt. Der Schüler oder die Schülerin kann das Lernen selbst in die Hand nehmen.

Gruppenpuzzle

Ein großes Gesamtthema, welches in gleichwertige Unterthemen unterteilt wurde, wird von den SuS selbstständig in verschiedenen Gruppenzusammensetzungen erarbeitet. Charakteristisch für das Gruppenpuzzle ist der Wechsel zwischen Wissensaneignung in den themengleichen Expertengruppen und Wissensvermittlung in den themenverschiedenen Stammgruppen. Es kann zwischen 5 verschiedenen Phasen unterschieden werden:

  1. Einführungsphase (Plenum)
  2. Einführungsphase (Stammgruppen)
  3. Aneignungsphase (Expertengruppen)
  4. Vermittlungs- und Vertiefungsphase (Stammgruppen)
  5. Kontrollphase (Plenum)

Einsatzmöglichkeiten: Das Gruppenpuzzle eignet sich besonders gut zur Erarbeitung neuer Inhalte.

Experiment

Die Schülerinnen und Schüler sollen zu einer Thematik in einem praktischen Experiment durch Probieren, Untersuchen und Beobachten, neue Sachverhalte erforschen. Dabei geht es in erster Linie um die Selbsttätigkeit der SuS und um die Beantwortung der Frage „Warum?“. Diese Forscherrolle der SuS begünstigt nachhaltiges Lernen.

Es gibt mehrere Phasen des Experimentierens, in die die SuS einbezogen werden:

  1. Begegnung mit dem Phänomen
  2. Hypothesenbildung
  3. Planung des Versuchsaufbaus
  4. Durchführung mit Dokumentation
  5. Auswertung und Erklärung der Zusammenhänge

Experimente müssen unter gleichen Bedingungen wiederholbar und überprüfbar sein.

Beispiel Versuchsprotokoll