Fallstudie

Beschreibung:

Die Schülerinnen und Schüler werden mit einem praxisorientierten Fall konfrontiert und diskutieren diesen innerhalb von Kleingruppen (vier bis sechs Personen) mit dem Ziel Lösungsvorschläge zu finden. Innerhalb der Gruppe muss sich für eine Alternative entschieden und die Wahl dieser Alternative begründet werden. Anschließend soll überprüft werden ob die getroffene Entscheidung und deren Konsequenzen/Bedingungen mit der Realität vereinbar sind. (vgl. Brettschneider und Kaiser 2008, S. 144)

Gliederung in Phasen:

1. Phase: Konfrontation mit dem Fall
→ Erfassen der Problem- und Entscheidungssituation

2.Phase: Informationsbeschaffung/bereitgestelltes Fallmaterial
→ Beschaffung und/oder Bewertung von Information zur Entscheidungsfindung

3.Phase: Exploration→Diskussion alternativer Lösungsmöglichkeiten

4.Phase: Resolution/Entscheidungsfindung
→ Gegenüberstellung und Bewertung der Lösungsvarianten mit anschließender Festlegung auf eine Variante

5.Phase: Disputation/Begründung der Entscheidungen
→ Gruppen argumentieren und bekräftigen ihre Wahl anhand von Argumenten

6.Phase: Kollation/Vergleich mit Lösung in der Realität 
→ Abwägen der Interessenzusammenhänge, in denen Einzellösungen stehen

(vgl. Brettschneider und Kaiser 2008, S. 149)

Zukunftswerkstatt

Die Zukunftswerkstatt wurde von Robert Jungk erfunden und ist eine Methode, bei der die Schüler eine Vorstellung von einer erwünschten Zukunft entwickeln. Dabei ist der Ausgangspunkt für alle gleich, welcher immer ein bestimmtes Problem darstellt. Der Zeitrahmen, sowie die Materialien sind dabei frei wählbar.

Die Zukunftswerkstatt kann in fünf Phasen unterteilt sein, die bei der Entwicklung des problemlösenden Denkens helfen können. Nach der Vorbereitungsphase, Darstellung des Problems, wird dieses nun genauer betrachtet. In der Kritikphase stellt sich heraus, warum es nicht mehr so weiter gehen kann wie bisher. Die dritte Phase ist die Fantasiephase, wo die Schüler ihre Wünsche für die Zukunft entwickeln, die das Problem lösen können. Dabei können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In der Verwicklichungsphase werde die Wünsche dargestellt, die umgesetzt werden sollen. Zudem müssen Sie die angewendeten Schritte, die nötig sind, um die Ziele zu erreichen, herausarbeiten. Zum Abschluss, in der Nachbereitungsphase, sollen die Schüler sich klar machen, was sich ändern muss und was sie neues erfahren haben. Danach können die Ergebnisse präsentiert werden.

Kettenquiz

Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Karte, auf der Vorder- und Rückseite befinden sich eine Frage und eine nicht dazugehörige Antwort. Ein Schüler liest seine Frage vor. Derjenige, der die zugehörige Antwortkarte hat, liest diese vor und anschließend die neue Frage auf seiner Karte. So läuft das Quiz als laufendes Frage- Antwortspiel durch die Klasse.

Menschen-Memory

  • Durch die Lehrkraft wird ein Oberthema festgelegt, z.B. Verben, Tiere, Körperteile, etc.
  • Zwei SchülerInnen werden ausgewählt, die den Raum verlassen müssen, um anschließend die einzelnen Paare erraten zu können
  • Während die zwei draußen warten, suchen sich die anderen Schülerinnen und Schüler einen Partner und überlegen sich eine passende Bewegung
  • Nachdem jedes Paar sich eine Bewegung überlegt hat, dürfen die zwei „Ratekinder“ reinkommen
  • Die zwei ratenden Kinder spielen nun gegeneinander und müssen jeweils zwei SchülerInnen aussuchen, die ihr Verb nennen und die Bewegung vormachen
  • wurde ein Paar zusammen „aufgedeckt“, müssen diese sich hinter dem „Ratekind“ aufstellen, welches nochmal raten darf
  • wurden alle Paare erraten, ist das Spiel vorbei

Jeopardy – Der große Preis –

Bei der Methode Jeopardy – Der große Preis – handelt es sich um eine Art Quizspiel. Es gibt in der Regel sechs Kategorien wobei jede der fünf Fragen mit einer Punktzahl versehen (z.B. 20, 40, 60, 80, 100) ist. Die schwierigen Fragen geben mehr Punkte als die leichten Fragen. Die Fragen und Antworten werden im Vorfeld vorbereitet und an eine Tafel oder Wand befestigt. Auf der Vorderseite stehen die möglichen Punkte der jeweiligen Frage, damit die Schüler*innen diese gleich sehen können. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel. Die Teams wechseln sich bei der Auswahl der Frage ab.

Fragenball

Bei der Methode Fragenball bilden die Schüler*innen einen Kreis, je nach Bedarf entweder im Plenum oder in kleineren Gruppen. Für den Inhalt eignet sich am besten ein bereits eingeführtes Thema, zu dem die Lehrkraft eine Frage stellt und dann irgendeinem SoS dabei den Ball zuwirft. Der Schüler oder die Schülerin beantwortet diese Frage und setzt das Spiel fort. Hierfür eignen sich am besten Lerninhalte, die bereits mit den SuS behandelt wurden. Die Literatur verweist diesbezüglich z.B. auf folgende Themen:

  • Gegensätze („Wie heißt das Gegenteil von …?“)
  • Synonyme („Nenne ein anderes Wort für …?“)
  • Zeitform von Verben („Wie heißt die Vergangenheit von „ich gehe“?“)
  • Steigerung von Adjektiven („Wie heißen die Steigerungsformen von „schön“?“)
  • Artikel („Welcher Artikel steht vor „Biene“?“)

Die SuS benötigen deutsche Sprachkenntnisse entsprechend des jeweiligen Lerngegenstandes. Geeignet ist die Methode für Sprachlernklassen und den Fachunterricht Deutsch; sie ist jedoch auch in anderen Unterrichtsfächern nutzbar. Außerdem ist sie für verschiedene Gruppengrößen und Altersgruppen passend und geeignet. Die Durchführung ist unkompliziert und beinhaltet die aktive Mitarbeit.

Vier-Ecken-Methode

Bei der Vier-Ecken-Methode werden in die Ecken des Raumes Plakate gehängt, auf denen verschiedene Sichtweisen zu einem Thema aufgeführt werden. Die Schüler und Schülerinnen sammeln sich in der Mitte des Raumes, lesen sich jede aufgeführte Sichtweise durch und ordnen sich der zu, der sie am ehesten zustimmen. Am Plakat kann nun eine Diskussion zu der Sicht zwischen den Schülern und Schülerinnen stattfinden. Hierbei spielt sowohl die Meinungsbildung als auch das Vorwissen eine große Rolle in der Diskussion.

Die Ergebnisse der Diskussionen werden schließlich im Plenum diskutiert.

Ziele dieser Methode sind vor allem die Meinungsbildung, der Erwerb und die Förderung sozialer Kompetenzen, wie beispielsweise das Führen einer Diskussion, eine Meinung zu bewerten und zu assoziieren, sowie Entscheidungen zu treffen und diese zu begründen.

Interview mit einem Bild

Bei der Methode „Interview mit dem Bild“ geht es darum in Gruppen, oder im Plenum Fragen an ein Bild, beziehungsweise an den „Künstler“ / die „Künstlerin“ des Bildes zu stellen. Diese Fragen dienen dazu eine Bildinterpretation vorzubereiten, oder sich ein Bild langsam überhaupt erst zu erarbeiten, sowie dessen Entstehungsgeschichte und Problemgehalt.

Die Lerngruppe wird, nachdem das Bild bereits betrachtet wurde (z.B. als Hausaufgabe), aufgeteilt in „Künstler“ und „Reporter“. Nun stellen die „Reporter“ reihum Fragen an das Bild, also an die „Künstler“, welche diese Fragen beantworten müssen. Besonders bei Werken die stellvertretend für eine Kunstepoche behandelt werden, kann diese Methode Verwendung finden.

Wortwiese

Die Methode Wortwiese ist von der Mind-Map Methode abgeleitet und eignet sich zur Vorwissensaktivierung, Hinführung, Erarbeitung und Ergebnissicherung einer Einheit. Mit der Wortwiese werden wichtige Begriffe, neue Erkenntnisse und bereits vorhandenes Wissen festgehalten. Es wird eine Pinnwand mit grünem Untergrund für die Schülerinnen und Schüler (SuS) vorbereitet. Als stiller Impuls können aus einem Umschlag bereits beschriebene Blütenblätter zu einem Thema herausgezogen und angepinnt werden. Die SuS äußern sich und geben Rückmeldung über ihr Vorwissen. In der Mitte der Wiese wird eine Fläche frei gelassen, sodass die SuS selbstständig auf das Kernthema stoßen. In der folgenden Arbeitsphase können die SuS in Partner-, Gruppen- oder Einzelarbeit Blüten mit neu entdeckten oder ergänzenden Begriffen, Halbsätzen oder Stichpunkten beschreiben. Diese werden im Plenum besprochen und an die Wortwiese gepinnt. Die Pinnwand kann nach Beenden der Unterrichtssequenz stehen bleiben und im weiteren Verlauf der Einheit zur Ergebnissicherung mit weiteren Blüten beliebig ergänzt werden.

Modell einer angefangenen Beispiel-Blumenwiese zum Thema „Kinder und Bibel – Wege der Begegnung“

Visionengalerie

Bei der aktivierenden Methode „Visionengalerie“ ist das Engagement und die Handlungsmöglichkeiten der SuS oberste Priorität und soll so zu einer vertiefenden Auseinandersetzung des Themas führen. Außerdem zeigt diese Methode die Meinungsverschiedenheiten der SuS auf.

Ablauf:
Zuerst bekommt jede*r Schüler*in ein Blatt Papier und ausreichend Material zum Malen oder Zeichnen. Nun geht es darum, dass jeder seine eigenen Zukunftsvorstellungen aufmalt. Wichtig ist, dass den SuS bewusst ist, dass es nicht um richtig oder falsch geht. Es soll dabei kein möglichst schönes Bild entstehen, die eigenen Vorstellungen und Meinungen stehen im Vordergrund.
Wenn jeder sein Bild fertiggestellt hat, werden sie an den Wänden so befestigt, dass eine Art Galerie entsteht. Nun darf jeder sein Bild vorstellen und seine Zukunftsvorstellung erklären. Durch Nachfragen der anderen SuS entsteht schnell ein Austausch im Plenum.