Expertenbefragung

In der Expertenbefragung befragen die SuS eine fachkundige Person zu einem bestimmten Thema gemäß ihren Interessen und/oder gestellten Aufgaben. In jedem Fall sollte die Expertenbefragung strukturell geplant, Fragen im Vorfeld gesammelt und u. U. ein Fragenkatalog erstellt werden.

Expertenbefragungen können sowohl in der Schule als auch bei Besuchen von außerschulischen Lernorten durchgeführt werden. Die Lehrkraft moderiert nur zu Beginn einführend organisatorisch und tritt dann in den Hintergrund. Nur bei Gefährdung des Gesamtablaufes oder bei Überforderung der Klasse ist ein Eingreifen sinnvoll.

Um den Lernerfolg zu gewährleisten, sollte die Expertenbefragung in einer Nachbereitung reflektiert und gesammelte Befragungsergebnisse gesichert, korrigiert und verfestigt werden.

Zuruffrage

Die Lehrkraft stellt eine gut verständliche Frage an die Klasse. Diese wird auch visuell an der Tafel oder auf einer Overheadfolie dargestellt, damit die SuS diese im Laufe der Methode nochmals nachlesen können bzw. ggf. SuS mit Förderschwerpunkten diese nochmals anders präsentiert bekommen.

Im weiteren Verlauf werden die SuS dazu angeregt, ihre Antworten auf die Frage hereinzurufen. Die Antworten werden dann bspw. durch die Lehrkraft neben der schriftlich notierten Frage festgehalten.

Die SuS sollen besonders zu spontanen Äußerungen und Handlungen angeregt werden. Hierbei greift kein ordnendes Prinzip, sondern die Spontanität bestimmt die Methode.

VIT-Pool (very important terms – Schlüsselbegriffe)

VIT steht für very important terms. Diese Methode zielt darauf ab, zuvor erarbeitete Sachgebiete begrifflich durchzuarbeiten, zu definieren und zu lernen bzw. zentrale Schlüsselbegriffe zu festigen.

Vorgehen:

  1. Einteilung in Gruppen (max. 5 Personen)
  2. Jede Kleingruppe bekommt die Aufgabe, sich für fünf very important terms, die im Verlauf der Unterrichtseinheit/Veranstaltung vermittelt wurden, zu entscheiden.
  3. Anschließend soll die Gruppe die entsprechenden Begriffe (oder Fragen zu diesen Begriffen) einzeln auf Moderationskarten notieren.
  4. Neben den Begriffskarten soll die Gruppe, auf fünf weiteren Kärtchen, die Definitionen (oder Antworten auf die Fragen) für ihre ausgewählten Begriffe notieren. (Ggf. dürfen Mappen und Materialien zu Hilfe genommen werden)

Jetzt folgt das Quiz:

  1. Die Lehrkraft sammelt alle Begriffskarten ein und vermeidet durch die Strukturierung der Karten in Gruppen (A,B,C-oder im Vorfeld durch extra farbig gekennzeichnete Karten), dass eine Gruppe ihre eigenen VITs zieht.
  2. Die Gruppen werden nacheinander aufgefordert, „blind“ eine Karte zu ziehen und den darauf notierten Begriff zu diskutieren und zu definieren.
  3. Die Gruppe, in deren Besitz sich die Antwortkarte zum Begriff befindet, ist für die Kontrolle der Antwortqualität verantwortlich und verpflichtet, fehlende Aspekte zu ergänzen.

Als Anreiz können Punkte vergeben und abschließend eine Gewinnergruppe gekürt werden.

Schneeball Verfahren

Ziel ist, dass die Schüler*innen zu einem vorgegebenen Thema Stichworte, Fragen oder Antworten notieren und diese dann von den Schüler*innen in Gruppen auf das Wesentliche reduziert werden.

Die Lehrkraft gibt der Lerngruppe eine Fragestellung vor, woraufhin alle Schüler*innen sich drei Fragen, Stichworte, Impulse etc. zum Thema notieren. Die Klasse wird in Dreiergruppen aufgeteilt, in denen sich die Schüler*innen auf vier Punkte einigen müssen, die ihnen am treffendsten erscheinen. Danach werden je zwei Dreiergruppen zu Sechsergruppen zusammengeführt, die sich auf je fünf gemeinsame Punkte einigen. Diese „konzentrierten“ Notizen werden an die Tafel/Stellwand/Wand geheftet, sodass eine Sammlung für die gesamte Klasse entsteht.

 

Aus einem Gedicht etwas Eigenes machen

Als Grundlage kann jedes erdenkliche Gedicht dienen. Etwas Eigenes daraus zu machen, kann dabei bedeuten, z.B. einen eigenen Text dazu zu verfassen, oder ein Bild zu zeichnen, bzw. zu malen, oder aber auch etwas zu basteln. Die Anforderungen sollten dabei auf die Klassenstufe und das Thema zugeschnitten sein.

WWW-Methode

Die Methode soll den SuS ermöglichen konstruktiv Feedback zu geben und anzunehmen. WWW steht hier für Wahrnehmung, Wirkung und Wunsch. Sie sollen formulieren, wie sie etwas wahrnehmen und dazu Ich-Botschaften verwenden. Dann  sagen sie, wie sich das Wahrgenommene auf sachlicher und emotionaler Ebene auswirkt. Zuletzt formulieren die SuS einen Wunsch für die Zukunft, indem sie Änderungsvorschläge oder Lösungen darbieten.

Die Methode hat Ähnlichkeit mit dem ‚Feedback‘ ist jedoch durch die festgelegten Teilaspekte fokussierter auf bestimmte Aspekte des ‚Feedback‘.

Modellbau

Die Schüler*innen sollen ein Modell eines vorher vorgestellten oder eines imaginär beschriebenen Sachgegenstands herstellen und nutzen dazu mathematische Fähigkeiten, sowie die Möglichkeit auszuprobieren. Am Ende soll nicht ein mathematisch korrektes Produkt stehen (zumindest nicht in der Primarstufe), sondern ein mögliches Ebenbild des Gegenstands.

Steckbrief (als Plakat)

Die Lehrperson erklärt zunächst die Herangehensweise. Hierzu verwendet sie unterstützend ein Beispielplakat und eine Checkliste, mit den Regeln zur Erstellung eines Steckbriefes/Plakats. Dann gibt die Lehrperson ggf. den Informationstext vor, aus dem die Schüler*innen sich die nötigen Informationen heraussuchen müssen. Eine andere Möglichkeit wäre es,  Material für die Recherche bereitzustellen oder die Möglichkeit bieten einen Computerraum oder ähnliches zu nutzen. Bevor die Schüler*innen  das Plakat gestalten können, müssen sie sich ausreichend über ihr Thema informieren. Steckbriefe können sinnvoll sein, um z.B. verschiedene Tierarten kennenzulernen und zu vergleichen. Wenn genügend Informationen gesammelt wurden, wird zunächst ein Entwurf des Pakts erstellt. Gegliedert wird das Plakat, wie für einen Steckbrief üblich, in verschiedene Unterpunkte. Bei Tieren wären das z.B. Lebensraum, Nahrung, Feinde. Dann fixieren die Schüler*innen  ihre Ergebnisse in Stichpunkten auf ihrem Plakat und fügen unterstützend Bilder hinzu. Die Lehrperson beobachtet und hilft.

Lesestrategien

Lesestrategien dienen zur Förderung des verstehenden Lesens. Die Lesestrategien sollen, nach dem Erlernen, den Schülern und Schülerinnen dazu dienen, Texte selbstständig zu erarbeiten und zu verstehen. Es gibt verschiedene Arten von Lesestrategien.
Ordnende Lesestrategien dienen dazu, Texte zu strukturieren und auf ihre wesentlichen Kernaussagen zu reduzieren.
Elaborierende Lesestrategien sollen dazu genutzt werden, bewusst über die unmittelbare Textebene „hinauszugehen“, um die Inhalte mit Vorwissen, Gefühlen, Meinungen, inneren Bildern etc. der Schüler und Schülerinnen in Beziehung zu setzen.
Die Wiederholenden Lesestrategien, welche eine erneute intensivierte Textauseinandersetzung einleiten sollen, sind gut geeignet, um die Verstehens- und Behaltensleistungen zu vertiefen.