Ausatmen

Bei der Methode des „Ausatmens“ handelt es sich um eine Atemübung, bei der sich die SuS entspannen und beruhigen sollen, um sich im Nachhinein wieder besser konzentrieren zu können.

Die SuS sitzen während der gesamten Übung auf ihren Stühlen. Hierbei sollte von der Lehrkraft darauf geachtet werden, dass sie die ganze Sitzfläche nutzen, also mit ihrem Rücken an der Lehne sitzen. Die Füße sollten auf dem Boden stehen, die Hände entspannt auf den Oberschenkeln liegen. Wer mag, darf seine Augen schließen. Bleiben die Augen geöffnet, sollte der Blick auf einen Punkt im Raum fixiert sein. Die Schultern sollten bei geradem Rücken locker herunterhängen. Die SuS atmen nun mehrmals ein und aus. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass beim Einatmen durch Pressen des Zwerchfells erst der Bauch und dann die Lunge mit Luft gefüllt wird. Der Atemtakt kann von der Lehrkraft vorgesprochen werden. Beim Einatmen wird bis drei gezählt, dann bei vier und fünf die Luft angehalten und beim Ausatmen von fünf rückwärts bis eins gezählt. Nach einer kurzen Pause beginnt die nächste Atemphase. Die Lehrkraft kann die Übung auch mitmachen.

Kreuzworträtsel

Bei dem Kreuzworträtsel handelt es sich um ein Buchstabenrätsel, welches eine beliebte Methode zur Festigung bestimmter Begriffe darstellt. Hierbei müssen die Schülerinnen und Schüler Lösungen in ein vorgegebenes Rätselschema eintragen. Dieses Schema besteht aus waagerechten und senkrechten Reihen, die sich so kreuzen, dass sich Überschneidungen von Buchstaben ergeben. Die einzutragenden Lösungsbegriffe lassen sich durch Synonyme, Beschreibungen, Erläuterungen oder Definitionen ermitteln. Innerhalb des Schemas sind einige Buchstabenkästchen besonders gekennzeichnet, sodass die Buchstaben der markierten Kästchen am Ende ein Lösungswort ergeben. Da es sich hierbei um eine Überprüfung der gelernten Inhalte und Begriffe handelt, ist die Methode nach dem Lernen bzw. am Ende einer Unterrichtsstunde oder Einheit einzusetzen.

Odd man out (Eins passt nicht)

Die Methode „Odd man out“ (Müller, 2016, S. 168) ist in der Literatur auch unter der Bezeichnung „Eins passt nicht“ (Roche u.a., 2015, S. 26), „Fehlersuche“ (Gugel, 2011, S. 204) oder „Falsche Serie/Kuckuckseier“ (Brenner & Brenner, 2012, S. 138) zu finden. Ziel des „Odd man out“ ist es, anhand einer Serie von Symbolen, Wörtern, Zahlen oder Bildern einerseits das ihnen zugrunde liegende und sie verbindende Kriterium zu erkennen und andererseits das eine Element zu identifizieren, das der erkannten Kategorie nicht untergeordnet werden kann (Müller, 2016). Um diesen „überzähligen Mann“ (Müller, 2016, S. 168), den „odd man“, zu finden, ist es notwendig, von den einzelnen Aspekten auf den Oberbegriff abstrahieren und generalisieren zu können. Nur wenn dies erfolgt ist, kann der sich davon unterscheidende „odd man“ ausgemacht werden.

Gitterrätsel

Das Gitterrätsel (← Beispiel) ist auch unter dem Namen „Schwedenrätsel“ (Gugel 2011, S.207) bekannt. Ziel der Methode ist es, Schlüsselbegriffe, die in einer Unterrichtseinheit erlernt werden, zu festigen. Dazu werden in ein Gitter verschiedene Begriffe eines bestimmten Themas eingetragen, die zuvor im Unterricht behandelt wurden. Dies kann waagerecht, senkrecht oder diagonal geschehen (Gugel 2011). Die freien Kästchen im Gitter werden mit willkürlich gewählten Buchstaben aufgefüllt. Dabei muss darauf geachtet werden, dass keine neuen, ungewollten Wörter entstehen. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist es, durch vertiefende und anleitende Fragen die im Gitter versteckten Antworten (Schlüsselbegriffe) zu finden und zu umkreisen (Müller 2004).

Fantasiegeschichte Kooperation

Diese Methode setzt sich mit den alltäglichen Problemen sowie dem positiven Potenzial bei den SchülerInnen im Klassenraum und/ oder in der Gruppenarbeit auseinander und fördert eine Reflexion bei den Schüler*innen.

Zugrunde gelegt werden zwei verschiedene Bilder. Während das eine Bild Hilfsbereitschaft und Kooperation zeigt, sieht man bei dem anderen Bild  eine egoistischere Verhaltensweise bei Schüler*innen-

Die Lehrkraft bittet die Schüler*innen sich für eines der Bilder zu entscheiden und dazu innerhalb von 15-20 Minuten eine Fantasiegeschichte zu schreiben. Hierbei sollen sie sich in eine der Situationen hineinversetzen und aus der Perspektive einer der Schüler*innen, die abgebildet sind, schreiben. Natürlich können die Schüler*innen ihre eigenen Erfahrungen und Gefühle als Schreibinspiration nutzen. Für eventuelle Schreibhemmungen kann ein kurzer Gedankenaustausch der Schüler*innen mit dem gleichen Bild von Vorteil sein.

Daraufhin werden einige der Fantasiegeschichten aus beiden Bildvorschlägen im Plenum vorgelesen. Bei Bedarf können die Schüler*innen eine beliebige Fantasiegeschichte besprechen oder kommentieren. Außerdem können die Schüler*innen eine der Fantasiegeschichten zum Anlass nehmen ihre eigenen Gedanken und Erfahrungen kund zu tun. Die Lehrperson sollte schließlich auf beide Bilder eingehen und die Wichtigkeit von Kooperation sowie Kommunikation hervorheben. Abschließend können nochmals Fragen gestellt werden oder Anregungen für zukünftiges Arbeiten ausgetauscht werden.

Das Ziel dieser Methode ist es demnach, egoistisches Verhalten zu reflektieren und die Zusammenarbeit zu fördern. Eine wünschenswerte Erkenntnis wäre also, dass ein Miteinander mehr Stärke bedeutet.

Rettungsleine (Rettungsleiter)

Es wird eine Rettungsleine senkrecht nach unten hängend an einem gut sichtbaren Ort platziert. In der Nähe, wenn möglich daneben, wird ein Schwimmring befestigt, an dem Wäscheklammern mit den Namen der SuS sind.

SuS, die Hilfe benötigen, gehen zur Rettungsleine und befestigen ihre Wäscheklammer in einer festen Reihenfolge (von oben nach unten). Wer sich vordrängelt, wird wieder nach unten gesetzt. Hier kontrollieren sich die SuS meist selbst sehr streng. Ein*e Schüler*in, welche*r Hilfe erhalten hat oder in der Wartezeit selbst auf eine Lösung kam, hängt seine Wäscheklammer wieder selbst an den Schwimmring.

Die Rettungsleine ist immer da und die SuS können diese prinzipiell immer nutzen.

Wichtig ist es, vorher die Regeln im Umgang mit der Rettungsleine mit den SuS zu klären und diese in Worten oder Symbolen in der Nähe der Rettungsleine anzubringen.

  • Vorher: Ich überlege eine Minute, bevor ich zum Schwimmreifen gehe
  • Am Seil: Ich achte auf die Reihenfolge
  • Nachher: Ich nehme die Klammer vom Seil und befestige sie wieder am Schwimmring

Mit dieser Methode hat die Lehrkraft die Möglichkeit, auf die SuS, die Fragen haben oder eine zusätzliche Erklärung benötigen, der Reihe nach einzugehen. Alle behalten optisch stets den Überblick, wer als nächstes dran ist. Wenn ein*e Schüler*in während der Wartezeit selbst auf eine Lösung kommt, nimmt er*sie die Wäscheklammer mit Namen von der Leine. So erledigen sich manche anfangs dringenden Nachfragen von selbst, die Lehrkraft kann sich den SuS widmen, die wirklich Probleme haben. Alle fühlen sich betreut, da das Angebot jedem offen steht, der wirklich gerade nicht mehr weiterkommt und eine Minute nachgedacht hat.

Die Hörmaler

In dieser Methode geht es darum Erlebnisse und Eindrücke kreativ auszudrücken und zu reflektieren. Der Fokus liegt hierbei auf der Wahrnehmung von Geräuschen, einer Melodie oder der Stimme einer anderen Person, die die Schülerinnen und Schüler im Vorfeld einer Aufgabe gehört haben. Aufgrund dieser Wahrnehmung beginnen sie zu malen und verbinden damit Empfindungen, die durch das Hören hervorgerufen werden, mit der kreativen Gestaltung eines Bildes. Dies führt zu dem Namen der Methode „Die Hörmaler“.

Der Vorgang erfolgt z.B. durch eine Melodie, welche die Kinder in der Klassengemeinschaft hören. Aufgrund dieser melodischen Basis und einer Erinnerung, die die Kinder teilen (z.B. ein gemeinsamer Schulausflug), reflektieren die Schüler und Schülerinnen anschließend in Einzelarbeit die Eindrücke und beginnen zu malen. Hierzu falten sie ein Blatt Papier in 4 Kästchen, die sie nummerieren und mit vorgegebenen Stationen des Schulausflugs kreativ gestalten. Dies kann beispielsweise mit der Erinnerung an das gemeinsame Frühstück, dem anschließenden Spaziergang durch den Wald, dem Klettererlebnis und einer anschließenden Mittagspause erfolgen. Anschließend erhalten die Schülerinnen und Schüler genügend Zeit, um ihre Ideen „schön“ auszudrücken, welche dann im Plenum vorgestellt werden. Wichtig ist an dieser Stelle, dass es keine falschen Hörbilder gibt.

Ziel ist es herauszufinden, welche Assoziationen die Schülerinnen und Schüler zu beispielsweise einer gemeinsamen Erinnerung haben und inwiefern sie sich unter Berücksichtigung des Hörens kreativ ausdrücken. Zudem soll die Merkfähigkeit trainiert werden.

 

Malen nach Hören

Die Methode „Malen nach Hören“ bietet sich für jedes Alter und nahezu jedes Unterrichtsfach an. Besonders geeignet sind die Fächer Kunst und Musik. Das „Malen nach Hören“ verlangt keine Leistung von den SuS, sondern soll stattdessen ihre Kreativität, ihre Gedankengänge und ihre Selbstwahrnehmung anregen. Die SuS können sich hierbei ganz sich selbst zuwenden, einen klaren Kopf bekommen und ihre Empfindungen (auch unbewusst) reflektieren.

Generell läuft das Malen nach Hören so ab, dass die SuS zu einer zuvor vom Lehrenden ausgewählten Musik (möglichst länger als ein paar Minuten und ohne Text) mit verschiedenen Farben malen. Sie sind aufgefordert, alles, was ihnen beim Klang der Musik und beim Zuhören durch den Kopf geht, in Farben auszudrücken, ohne sich anschließend erklären zu müssen (aber zu können) und ohne dass das Entstandene bewertet wird. Die SuS können während der Musik beliebig viele Blätter Papier verbrauchen.

Freewriting

Die Methode des Freewriting eignet sich gut als Einstieg in das kreative Schreiben im Fach Deutsch. Ziel ist es nach einem kurzen thematischen Impuls der Lehrkraft mit dem Schreiben zu beginnen und den Stift erst nach fünf Minuten wieder abzusetzen. Der Schreibprozess soll dabei weitestgehend unbewusst ablaufen, wichtig ist, dass der Stift nicht abgesetzt wird. Das Resultat soll keine besondere Qualität aufweisen, sondern lediglich die Quantität zählt. Mit der Methode kann den Schülerinnen und Schülern aufgezeigt werden, wie leicht sie Schreibblockaden überwinden können. Darüber hinaus ist es ein guter Einstieg um ihnen das Grundkonzept der Rohfassung von Texten und sogar Liedern nahe zu bringen. Damit bietet sich die Methode gut als Einstiegsübung für diverse Unterrichtseinheiten an.

Im Anhang finden Sie von einer Ausbildungsklasse erarbeitetes Material unter dem Stichwort „Gesetz“. Die Bearbeitungszeit Betrug fünf Minuten.

Freewriting zum Thema „Gesetz“ CAW2 Politik
Freewriting zum Thema „Gesetz“ CAW 2 Politik

Ankreuzblatt

Mithilfe dieser Methode werden die Meinungen und Überzeugungen einzelner Gruppen sichtbar gemacht, um später darüber zu diskutieren. Die Methode eignet sich sowohl zum Einstieg ins Thema als auch zur Vergewisserung über den Diskussions-/Wissensstand einer Gruppe.

Vorgehensweise:

Die Schülerinnen und Schüler füllen zunächst einzeln das Ankreuzblatt aus. In der erste Spalte werden die einzelnen Teilgebiete eines Themas oder Begriffe aufgelistet. Die anderen Spalten sollen mögliche Positionen/Meinungen zu den Teilgebieten repräsentieren.

Anschließend werden die Ergebnisse in einer Gruppe diskutiert und es wird nach einer Gruppenmeinung gesucht.

Zum Schluss können die Gruppenergebnisse mit anderen Gruppen oder Definitionen verglichen werden.