Malen nach Hören

Die Methode „Malen nach Hören“ bietet sich für jedes Alter und nahezu jedes Unterrichtsfach an. Besonders geeignet sind die Fächer Kunst und Musik. Das „Malen nach Hören“ verlangt keine Leistung von den SuS, sondern soll stattdessen ihre Kreativität, ihre Gedankengänge und ihre Selbstwahrnehmung anregen. Die SuS können sich hierbei ganz sich selbst zuwenden, einen klaren Kopf bekommen und ihre Empfindungen (auch unbewusst) reflektieren.

Generell läuft das Malen nach Hören so ab, dass die SuS zu einer zuvor vom Lehrenden ausgewählten Musik (möglichst länger als ein paar Minuten und ohne Text) mit verschiedenen Farben malen. Sie sind aufgefordert, alles, was ihnen beim Klang der Musik und beim Zuhören durch den Kopf geht, in Farben auszudrücken, ohne sich anschließend erklären zu müssen (aber zu können) und ohne dass das Entstandene bewertet wird. Die SuS können während der Musik beliebig viele Blätter Papier verbrauchen.

Freewriting

Die Methode des Freewriting eignet sich gut als Einstieg in das kreative Schreiben im Fach Deutsch. Ziel ist es nach einem kurzen thematischen Impuls der Lehrkraft mit dem Schreiben zu beginnen und den Stift erst nach fünf Minuten wieder abzusetzen. Der Schreibprozess soll dabei weitestgehend unbewusst ablaufen, wichtig ist, dass der Stift nicht abgesetzt wird. Das Resultat soll keine besondere Qualität aufweisen, sondern lediglich die Quantität zählt. Mit der Methode kann den Schülerinnen und Schülern aufgezeigt werden, wie leicht sie Schreibblockaden überwinden können. Darüber hinaus ist es ein guter Einstieg um ihnen das Grundkonzept der Rohfassung von Texten und sogar Liedern nahe zu bringen. Damit bietet sich die Methode gut als Einstiegsübung für diverse Unterrichtseinheiten an.

Im Anhang finden Sie von einer Ausbildungsklasse erarbeitetes Material unter dem Stichwort „Gesetz“. Die Bearbeitungszeit Betrug fünf Minuten.

Freewriting zum Thema „Gesetz“ CAW2 Politik
Freewriting zum Thema „Gesetz“ CAW 2 Politik

Ankreuzblatt

Mithilfe dieser Methode werden die Meinungen und Überzeugungen einzelner Gruppen sichtbar gemacht, um später darüber zu diskutieren. Die Methode eignet sich sowohl zum Einstieg ins Thema als auch zur Vergewisserung über den Diskussions-/Wissensstand einer Gruppe.

Vorgehensweise:

Die Schülerinnen und Schüler füllen zunächst einzeln das Ankreuzblatt aus. In der erste Spalte werden die einzelnen Teilgebiete eines Themas oder Begriffe aufgelistet. Die anderen Spalten sollen mögliche Positionen/Meinungen zu den Teilgebieten repräsentieren.

Anschließend werden die Ergebnisse in einer Gruppe diskutiert und es wird nach einer Gruppenmeinung gesucht.

Zum Schluss können die Gruppenergebnisse mit anderen Gruppen oder Definitionen verglichen werden.

Dosendiktat

Bei einem Dosendiktat wird ein Text in kleine Abschnitte, bestehend aus kurzen Sätzen, geteilt. Diese Abschnitte werden mit der Schrift nach unten hingelegt und gemischt.

Im Anschluss werden die Streifen wieder umgedreht und der Lernende liest sie sich nach und nach aufmerksam durch. Die Streifen werden nun wieder in die richtige Reihenfolge gebracht.

Danach nimmt sich der Lernende den ersten Streifen, liest ihn sich aufmerksam durch und steckt ihn in die Dose. Nun schreibt er den zuvor gelesenen Satz in sein Heft. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis sich alle Streifen in der Dose befinden.

Bevor der Lernende die Dose öffnet, liest er sich seinen Text noch einmal genau durch und vergleicht ihn dann mit dem Originaltext.

Wortstamm

Jedes Wort hat einen Wortstamm  (Beispiel: schenken, beschenken, das  Geschenk). Wörter mit gleichem oder ähnlichem Wortstamm gehören zu einer Wortfamilie. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, zu einem Wortstamm einen Baum mit vielen übereinander liegenden Ästen zu zeichnen. In den Stamm eines Baumes wird jeweils der Wortstamm (Beispiel: schenk), auf die Äste werden möglichst viele Wörter geschrieben, die  von diesem Wortstamm abgeleitet sind. Dies dient der Überprüfung  der Schreibweise mit einem verwandten Wort. Da der gleiche Wortstamm vieler Wörter einen zentralen Schlüssel bei der richtigen Schreibweise bildet, kann die Strategie „Wortstamm“ als eine der wichtigsten orthografischen Regeln der deutschen Rechtschreibung angesehen werden. Mit Hilfe der Wortverwandtschaft können sich die Schülerinnen und Schüler auch bei Lautähnlichkeit zwischen „e“ und „ä“ sowie der Lautgleichheit von „eu“ und „äu“ die  richtige Schreibweise  der Wörter herleiten.

One-Minute-Paper

Am Ende einer Unterrichtsstunde oder Unterrichtseinheit formuliert die Lehrkraft eine überschaubare Anzahl von Fragen zum zuvor behandelten Thema. Die Schülerinnen und Schüler haben eine Minute Zeit, ihre Gedanken auf Papier zu bringen. Anschließend sammelt die Lehrkraft die Papiere ein und wertet sie aus. In der nächsten Unterrichtsstunde werden offene Fragen und Unklarheiten geklärt.

Cluster

Cluster“ bedeutet übersetzt „Gruppe“ und stellt eine Methode dar, mit der etwas gruppiert werden soll. Dies geschieht, indem ein Oberbegriff festgelegt und notiert wird. Per Brainstorming werden alle Begriffe, die einem zu dem Oberbegriff spontan einfallen, notiert. Alle Begriffe lassen sich mit dem Oberbegriff in Verbindung setzten, aber auch untereinander kategorisieren oder durch eingezeichnete Linien eine Verbindung dargestellt werden.

Das Cluster muss nicht durch spontane Ideen erstellt werden. Es kann sich auch jede Gruppe, jedes Paar oder jeder Einzelne eine Anzahl von X Begriffen überlegen und sie auf einen Tonkartonstreifen notieren. Diese Notizen werden dann an der Tafel befestigt.

Pinnwandkarten

Die Lehrperson wirft eine Fragestellung in den Raum. Zu dieser Fragestellung notieren die Teilnehmer*innen der Gruppe ihre Ideen oder Vorschläge  auf eine Karteikarte. Die Karteikarten werden an die Pinnwand geheftet. Anschließend folgt die Diskussion der Ideen  im Plenum. Während der Diskussion stellt sich heraus, welche Ideen von der breiten Mehrheit akzeptiert werden. Andere Ideen werden aussortiert und dadurch das Tafelbild reduziert. Die verbleibenden Ideen können strukturiert werden und für die weitere Bearbeitung, Verbesserung und Diskussion der Fragestellung verwendet werden.

Fragerunde

Die Schülerinnen und Schüler überlegen sich jeweils eine Frage zu einer bestimmten, vorgegebenen Thematik und schreiben diese auf ein Blatt Papier. Die Blätter werden reihum weitergegeben und wer kann, beantwortet die Frage schriftlich. Anschließend werden Fragen und Antworten im Plenum präsentiert und ggf. auf einer Folie oder einem Plakat festgehalten.

Gehirnjogging

Die Lehrkraft verteilt Arbeitsblätter mit kurzen Sachaufgaben zu dem Thema ,,Körpergröße“ der Mitschüler*innen und erklärt klar und deutlich die Aufgabenstellung. Falls einige SuS Verständnisschwierigkeiten haben, können Hilfestellungen an der Tafel gegeben werden.

Hierbei geht es darum, dass die SuS möglichst schnell die Aufgaben selbstständig im Kopf lösen und das Ergebnis dann auf ihrem Arbeitsblatt notieren. Nachdem die SuS die Sachaufgaben gelöst haben, wird im Plenum verglichen und gegebenenfalls korrigiert.

Diese Methode ist eine Möglichkeit, das Gedächtnis und die Phantasie der SuS zu trainieren. Die Aufgaben aus ihrer realen Umwelt bieten interessante und motivierende Lerngelegenheiten. Ebenfalls wird die Kurzspeicher-Kapazität gefördert und die Fähigkeit sich mehrere Informationen zu merken.