Lernspirale

Die Lernspirale ist eine Methode, bei der es möglich ist, viele andere Methoden zu integrieren. Es geht darum, dass der neu gelernte Inhalt immer wieder aufgegriffen und weiter gefestigt wird. Dies soll möglichst durch verschiedene Sozialformen geschehen, wobei die Schüler selbstständig arbeiten sollen.

Vorgesehen sind zunächst vier Arbeitsphasen, die unterschiedliche Aufgaben beinhalten sollen: Einzelarbeitsphase, Partnerarbeitsphase, Gruppenarbeitsphase und die Zusammenfassung im Plenum.

Brainwriting

Brainwriting ist eine Abwandlung des Brainstormings. Jede*r schreibt seine*ihre Assoziationen zu einem vorgegebenen Thema für sich auf ein Blatt Papier. Dadurch entsteht eine große Ideensammlung, ohne dass einzelne Ideen untergehen oder dominieren.

Im Fokus sollten beim Brainwriting Fragen und Probleme mit geringerer bis mittlerer Komplexität stehen. Auch für Themen, die weniger strukturiert sind, bietet sich diese Methode an.

Die SuS sitzen gemeinsam an einem Tisch und jeder bekommt ein Blatt Papier. Oben auf diesem Blatt steht für alle die selbe Fragestellung bzw. Problematik. Der*die Moderator*in gibt nun den SuS drei Minuten Zeit, jeweils drei Ideen auf das Blatt Papier zu schreiben. Wenn die Zeit abgelaufen ist werden die Blätter zu der jeweils links sitzenden Person weitergegeben. Jetzt beginnt eine neue Runde und jede*r schreibt drei neue Ideen unter die des*der Nachbar*in, die als Inspiration genutzt oder einfach ignoriert werden können. Eine Runde muss dabei nicht vollständig sein.

Nach der Ideenfindungsphase werden alle Ideen vorgelesen, diskutiert und von dem*der Moderator*in, bzw. Lehrerkraft zusammengeführt. Die Vorteile vom Brainwriting sind die vielen Ideen, die produziert werden. Sie werden sofort schriftlich festgehalten und gehen nicht verloren, während andere SuS ihre Ideen vorstellen. Alle SuS kommen beim Brainwriting zu Wort und alle Beiträge bekommen die selben Chancen. Die Ideen können anonym vorgestellt werden, daher kann sich beim Brainwriting jede*r trauen, auch einmal verrückte Ideen einzubringen. (vgl. http://lexikon.stangl.eu/9714/brainwriting)

Denkzettel

Der Denkzettel ist ein weitläufiger Begriff und kann als eine Art Denkanstoß angesehen werden. Dieser kann unterschiedlich gestaltet werden. So können in der 1. Klasse zum Beispiel Piktogramme auf einen Merkzettel geklebt werden, damit die Kinder wissen was in welcher Phase zu tun ist (möglich wäre dies beim Stundenplan). In weiteren Jahrgängen können Denkzettel zum Festhalten neuer Erkenntnisse genutzt werden oder zur Hilfe genommen werden, um zum Beispiel Texte zu strukturieren und inhaltlich zu vervollständigen. Auch Erwachsene erstellen beispielsweise fürs Einkaufen Denkzettel, damit sie nichts vergessen. Dabei kann der Denkzettel verbindlich für alle gelten und als eine Art Vertrag gesehen werden oder nur als Erinnerungshilfe für eine Person dienen.

Der Denkzettel kann genutzt werden bei:

  • Sprechregeln
  • Klassenregeln
  • Stundenplan
  • Lernhilfen (zum Beispiel kleine Merksätze aufschreiben oder die Struktur von Inhaltsangaben etc.)
  • Einkaufslisten
  • kleinen Störungen (zur Erinnerung wird der Denkzettel auf den Tisch des entsprechenden Kindes gelegt werden, z.B. „Denk bitte daran zu flüstern.“)

WebQuest

Die Erarbeitungs- bzw. Vertiefungsmethode WebQuest ist eine Form der angeleiteten Internetrecherche, durch die SchülerInnen sich motiviert, schülerzentriert und eigenständig Wissen zu einem bestimmten Thema aneignen können und das „Lernen lernen“ gefördert wird. Die SchülerInnen erhalten Fragestellungen, die sie mithilfe der vorgegebenen Links beantworten müssen. Die Internetseiten werden vorgegeben, um den Informationspool des Internets zu kontrollieren und überfordernde oder nicht angemessene Seiten zu vermeiden. Um den Rechercheprozess festzuhalten, kann ein Protokollblatt von den Lernenden ausgefüllt werden. Nach dem WebQuest werden die Ergebnisse im Klassengespräch oder anhand von erstellten Plakaten präsentiert und diskutiert. Die Methode ist in jedem Fach einsetzbar. Allerdings sollte ein gewisses Maß an Internetkompetenz der SchülerInnen vorhanden sein (vgl. Mattes 2011, Gerber 2007).