Projektarbeit

Die Projektarbeit ist eine Großmethode, die durch eine Vielzahl an kleineren Methoden gefüllt werden kann. Das Projekt ist eine gemeinsame Aufgabe von Lehrer/innen und Schüler/innen, die in einer vorgegebenen Zeit bewältigt werden soll (Mattes, 2002, S. 70). Ziel ist es, durch einen gemeinsamen Prozess ein Problem zu lösen und ein Produkt zu entwickeln (Paradies & Linser, 2010, S. 49). Die Projektarbeit ist ganzheitlich und hebt die Strukturen vom klassischen Schulunterricht (wie Fächertrennung oder Klassen) kurzzeitig auf (Peterßen, 2009, S. 239).

Mit Projektarbeit (oder auch Projektunterricht) ist dabei der gesamte Ablauf gemeint:

  1. Erkunden des Themas
  2. Planung des Projekts
  3. Durchführung
  4. Präsentation
  5. Auswertung (Brenner & Brenner, 2012, S. 20f.)

Vorteile der Projektarbeit sind die Handlungsorientierung, die Berücksichtigung der Interessen der SuS sowie die Möglichkeit der Partizipation der SuS an Entscheidungsprozessen. All dies führt gewöhnlich zu einer hohen Motivation. Weiterhin werden soziale Fähigkeiten trainiert: Das Arbeiten verläuft kooperativ und trainiert die Zusammenarbeit (Brenner & Brenner, 2012, S. 21).

WebQuest

Die Erarbeitungs- bzw. Vertiefungsmethode WebQuest ist eine Form der angeleiteten Internetrecherche, durch die SchülerInnen sich motiviert, schülerzentriert und eigenständig Wissen zu einem bestimmten Thema aneignen können und das „Lernen lernen“ gefördert wird. Die SchülerInnen erhalten Fragestellungen, die sie mithilfe der vorgegebenen Links beantworten müssen. Die Internetseiten werden vorgegeben, um den Informationspool des Internets zu kontrollieren und überfordernde oder nicht angemessene Seiten zu vermeiden. Um den Rechercheprozess festzuhalten, kann ein Protokollblatt von den Lernenden ausgefüllt werden. Nach dem WebQuest werden die Ergebnisse im Klassengespräch oder anhand von erstellten Plakaten präsentiert und diskutiert. Die Methode ist in jedem Fach einsetzbar. Allerdings sollte ein gewisses Maß an Internetkompetenz der SchülerInnen vorhanden sein (vgl. Mattes 2011, Gerber 2007).

Memory

Die Klasse wird in mehrere Kleingruppen von 3-6 Personen geteilt. Die Teilnehmer setzen sich um einen Tisch und in die Mitte des Tisches werden verdeckt, mit der Bild-/Textseite nach unten, die Memorykarten verteilt. Nun beginnt der erste Spieler und deckt zwei Karten auf. Wenn die beiden aufgedeckten Karten zusammen passen nimmt er sie zu sich und ist erneut an der Reihe. Wenn die beiden aufgedeckten Karten nicht zusammen passen, werden sie wieder zugedeckt und der nächste Mitspieler ist an der Reihe. Das Spiel endet, wenn alle Kartenpaare gefunden wurden (Hugenschmidt und Technau, 2005).