Denkhüte

In der Gruppe soll ein Thema diskutiert werden. Dazu wird allerdings jedem Schüler/jeder Schülerin eine spezielle Sichtweise zugeordnet, die die eigene Argumentation leiten soll. Dabei gibt es sechs verschiedene Sichtweisen, die durch sechs verschieden farbige Hüte symbolisiert werden. „Der weiße Hut“ soll eine positive Sichtweise haben und vor allem die Vorteile sehen. „Der grüne Hut“ hat ebenfalls eine positive Sichtweise und kann darüber hinaus kreative Ideen einbringen, die über die normalen Denkmaßstäbe hinausgehen. „Der schwarze Hut“ hat eine negative Sichtweise und versucht überall die Nachteile zu suchen. „Der blaue Hut“ leitet die Diskussion und vermittelt zwischen den anderen Teilnehmern. „Der rote Hut“ ist dafür zuständig, die Gefühlsebene aller Diskussionsmitglieder zu erkennen, zu analysieren und gegebenenfalls darauf einzugehen. (Vgl. Uhlenwinkel/Wienecke 2013: S.44f.)

World-Café

Die Grundidee des „World-Café“ ist es, Lernende bzw. Teilnehmer eines Seminars o.Ä. miteinander ins Gespräch zu bringen und so Problem- oder Fragestellungen in Kleingruppen intensiv diskutieren und reflektieren zu können. Dabei ist die Art der Fragestellungen ebenso abhängig von der Bedeutsamkeit für die Lernenden/Teilnehmer wie von deren Interessen. Die Gespräche sollen den ganz alltäglichen Gesprächen in einem Straßen-Café ähneln. Eine Vertiefung der Gespräche wird hier durch das mehrfache Wechseln und Mischen der Lernenden/Teilnehmer ermöglicht. Am Ende wird eine Abschlussrunde im Plenum gehalten, bei der die Lernenden/Teilnehmer ihre Ergebnisse präsentieren.“Die Methode sorgt dafür, dass sich die Seminarteilnehmer schnell und ohne Berührungsängste treffen, kennen lernen und austauschen können“ (Uni Kiel).

Ablauf: Man beginnt mit einer Begrüßung und Erläuterungen zum Ablauf und zur Rolle der Gastgeber. Gastgeber sind die fixen Gesprächsrundenleiter an den jeweiligen Tischen.  In aufeinanderfolgenden Gesprächsrunden von 15-20 Minuten werden an allen Tischen gleichzeitig Frage- oder Problemstellungen besprochen. Die Lernenden schreiben, zeichnen und kritzeln in jeder Runde das nach ihrer Meinung nach Wichtigste auf das Papier. Nach jeder Runde mischen sich die Lernenden neu. Die Gastgeber bleiben an ihrem Tisch, begrüßen die Neuankömmlinge, resümieren das bisher Besprochene und bringen den Diskurs erneut in Gang (vgl. Uni Kiel). World-Café

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Info-Ecke

Info-Ecken sind eine Methode, mit der die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern zur weitgehend selbstständigen Informationsbeschaffung verhelfen kann.

Vorbereitung: Die Lehrkraft stellt geeignetes Informationsmaterial zu einem bestimmten Themenkomplex zusammen. Unterschiedliche Facetten des Themas und verschiedene Medien sollten berücksichtigt werden (Bücher, Bilder, Zeitschriften, Interviews, Karikaturen, Videos, …). Die unterschiedlichen Materialien werden nach Thema im Klassenraum verteilt und bilden so die Info-Ecken.

Durchführung: Die Schülerinnen und Schüler bekommen Rechercheaufträge. Bei Bedarf gehen sie selbstständig zu den Info-Ecken, um zu forschen und ihre Aufgaben zu bearbeiten. Die Schülerinnen und Schüler können die Aufgaben in Einzel-, Partner- oder Kleingruppenarbeit bearbeiten.

Material sammeln

Die SchülerInnen sollen für einen bestimmten Zweck (z.B. Bau einer Hütte, Erstellen einer Collage) Gegenstände in einem dafür vorgesehenen Raum (z.B. Wald, Zeitschriften) suchen und an einem Platz zusammenbringen. Sie können verschiedene Gruppenmitglieder zum Sammeln von unterschiedlichem Material einteilen. Ziel ist es, verschiedene Materialien zu sammeln und damit ein Produkt zu erstellen oder ein Experiment durchzuführen. Auch können zusätzlich vom Lehrer Aufgabenkarten hineingegeben werden (siehe Material).

Aktions-/Rollenkarten

Die SuS werden in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe erhält ein Set mit Rollenkarten, die auf die einzelnen SuS aufgeteilt werden (zufällig, offen oder vom Lehrer verteilt). Dieses zugeteilte Amt führen die SuS dann während der Gruppenarbeit aus.

Beispiele für Rollen: Gruppenleiter, Lautstärkewächter, Materialbeschaffer, Zeitwächter…

Stationenarbeit

Beim Stationen-Lernen oder der themenbezogenen Freiarbeit sind an verschiedenen Positionen im Raum, den sogenannten „Lernstationen“, handlungsorientierte Arbeitsaufträge unterschiedlicher Art ausgelegt, die nacheinander von den Lernenden bearbeitet werden. Die Aufträge können in einem thematischen Zusammenhang stehen, dürfen aber auch unabhängig voneinander und in unterschiedlicher Reihenfolge bearbeitet werden. Dadurch erhalten die Lernenden die Möglichkeit, ihren Lernweg entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten selbst zu steuern. Beim Stationen lernen wird durch Art und Auswahl der Aufträge die Vielfalt möglicher Zugänge zum Stoff betont. Innerhalb einer vorgegeben Zeit können die Kinder zum Teil selbst den Umfang und Schwierigkeitsgrad ihrer Aufgabe wählen, sowie den Arbeitsrhythmus und die Sozialform festsetzten. Stationen lernen setzt auf selbstverantwortliches, zielorientiertes Arbeiten in regelgeleiteter Atmosphäre, auf Kooperation der Schüler und Schülerinnen in Partner- oder Gruppenarbeit. Die Methode weist den Lernenden eine aktive und verantwortungsvolle Rolle innerhalb des Lernprozesses zu. Stationen lernen wird besonders empfohlen zur Vertiefung von Wissen, zur Übung und im Rahmen von fächerübergreifendem Unterricht.

Tabu – Zahl

Die Methode Tabu – Zahl ist eine Variation der Methode Tabu. Hierbei gibt die Lehrkraft eine Tabu – Zahl, wie z.B. die 4 vor. Nun sollen alle SuS der Reihe nach die Zahlen von eins an aufsagen, dabei nennt jede*r eine Zahl. Sobald eine Zahl genannt werden müsste, die eine 4 enthält oder durch 4 teilbar ist, sagt der Schüler „Tabu“ statt der Zahl. Das Spiel ist beendet oder kann mit einer neuen Tabu- Zahl beginnen, wenn ein Fehler gemacht worden ist.

Domino

Die Aufgaben der Dominosteine bewegen sich im Hunderterraum. Die SuS wiederholen und festigen spielerisch die Grundrechenarten. Es werden Kleingruppen gebildet. Jeder Dominostein weist zwei Felder auf. Im ersten Feld steht jeweils der 1. Summand bzw. der Minuend, im zweiten Feld befindet sich der Rechenoperator und der zweite Summand bzw. der Subtrahend. Links steht also eine Zahl und rechts eine Rechenoperation und ebenfalls eine Zahl. Alle Steine werden verdeckt in die Mitte gelegt, gemischt und gleichmäßig an die Teilnehmer verteilt. Die Schülerinnen und Schüler legen ihre Steine verdeckt vor sich hin. Ein Dominostein aus der Mitte wird aufgedeckt und als Startstein genutzt. Der Teilnehmer, dessen Stein passt legt ihn an. Der nächste der Runde deckt ebenfalls einen Stein auf und versucht ihn an ein Ende anzulegen. Kann der nächste keinen Stein anlegen, muss sich derjenige einen Stein aus der Mitte nehmen. Passt dieser wieder nicht, ist der nächste dran. Hat ein Teilnehmer keine Steine mehr vor sich liegen, ist das Spiel beendet. Die SuS lernen das Dominospiel regelgebunden durchzuspielen und dabei die jeweiligen mathematischen Kombinationen zu kontrollieren.

 

Gruppeneinteilungsmethoden

Durch verschiedene Gruppeneinteilungsmethoden lassen sich starre Klassenverhältnisse aufbrechen und eine Aktivierung aller SuS erreichen. Jede Einteilungsmethode ist situationsspezifisch auszuwählen, da Faktoren wie der Vorbereitungsaufwand, die Kosten, der zeitliche Rahmen in der Unterrichtseinheit, Spontanität, die Schülerschaft u.v.m. variieren können. Einige Methoden ermöglichen es der Lehrperson eine für die SuS scheinbar „zufällig“ erfolgte Gruppenzuteilung vorzunehmen, obwohl diese von vornherein intendiert gewesen sein kann.

Einer bleibt, drei gehen

Die SuS haben zuvor in einer Gruppenarbeit Ergebnisse erarbeitet. Die Gruppenmitglieder werden daraufhin neu eingeteilt, ein*e Schüler*in bleibt am Arbeitsplatz, die anderen verteilen sich gleichmäßig an die anderen Gruppentische. Am Ende befindet sich in den neuen Gruppen jeweils ein Experte der vorherigen Arbeitsgruppen. Alle tauschen sich über die zuvor erarbeiteten Ergebnisse aus. Die SuS finden sich anschließend wieder in ihren ersten Gruppen zusammen und vergleichen ihre neuen Ergebnisse.