Aus einem Gedicht etwas Eigenes machen

Als Grundlage kann jedes erdenkliche Gedicht dienen. Etwas Eigenes daraus zu machen, kann dabei bedeuten, z.B. einen eigenen Text dazu zu verfassen, oder ein Bild zu zeichnen, bzw. zu malen, oder aber auch etwas zu basteln. Die Anforderungen sollten dabei auf die Klassenstufe und das Thema zugeschnitten sein.

Bildergeschichte ergänzen und schreiben

Als Grundlage für diese Methode sollte eine der Klassenstufe und dem Thema angemessene Bildergeschichte dienen. Diese soll dann in Worten entweder ergänzt werden, oder gänzlich in Worten beschrieben werden. Die genaue Textart kann je nach Anforderungen variieren. Es wird das Texte verfassen und die Kreativität gefördert.

Modellbau

Die Schüler*innen sollen ein Modell eines vorher vorgestellten oder eines imaginär beschriebenen Sachgegenstands herstellen und nutzen dazu mathematische Fähigkeiten, sowie die Möglichkeit auszuprobieren. Am Ende soll nicht ein mathematisch korrektes Produkt stehen (zumindest nicht in der Primarstufe), sondern ein mögliches Ebenbild des Gegenstands.

Zukunftswerkstatt

Die Zukunftswerkstatt wurde von Robert Jungk erfunden und ist eine Methode, bei der die Schüler eine Vorstellung von einer erwünschten Zukunft entwickeln. Dabei ist der Ausgangspunkt für alle gleich, welcher immer ein bestimmtes Problem darstellt. Der Zeitrahmen, sowie die Materialien sind dabei frei wählbar.

Die Zukunftswerkstatt kann in fünf Phasen unterteilt sein, die bei der Entwicklung des problemlösenden Denkens helfen können. Nach der Vorbereitungsphase, Darstellung des Problems, wird dieses nun genauer betrachtet. In der Kritikphase stellt sich heraus, warum es nicht mehr so weiter gehen kann wie bisher. Die dritte Phase ist die Fantasiephase, wo die Schüler ihre Wünsche für die Zukunft entwickeln, die das Problem lösen können. Dabei können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In der Verwicklichungsphase werde die Wünsche dargestellt, die umgesetzt werden sollen. Zudem müssen Sie die angewendeten Schritte, die nötig sind, um die Ziele zu erreichen, herausarbeiten. Zum Abschluss, in der Nachbereitungsphase, sollen die Schüler sich klar machen, was sich ändern muss und was sie neues erfahren haben. Danach können die Ergebnisse präsentiert werden.

Wortwiese

Die Methode Wortwiese ist von der Mind-Map Methode abgeleitet und eignet sich zur Vorwissensaktivierung, Hinführung, Erarbeitung und Ergebnissicherung einer Einheit. Mit der Wortwiese werden wichtige Begriffe, neue Erkenntnisse und bereits vorhandenes Wissen festgehalten. Es wird eine Pinnwand mit grünem Untergrund für die Schülerinnen und Schüler (SuS) vorbereitet. Als stiller Impuls können aus einem Umschlag bereits beschriebene Blütenblätter zu einem Thema herausgezogen und angepinnt werden. Die SuS äußern sich und geben Rückmeldung über ihr Vorwissen. In der Mitte der Wiese wird eine Fläche frei gelassen, sodass die SuS selbstständig auf das Kernthema stoßen. In der folgenden Arbeitsphase können die SuS in Partner-, Gruppen- oder Einzelarbeit Blüten mit neu entdeckten oder ergänzenden Begriffen, Halbsätzen oder Stichpunkten beschreiben. Diese werden im Plenum besprochen und an die Wortwiese gepinnt. Die Pinnwand kann nach Beenden der Unterrichtssequenz stehen bleiben und im weiteren Verlauf der Einheit zur Ergebnissicherung mit weiteren Blüten beliebig ergänzt werden.

Modell einer angefangenen Beispiel-Blumenwiese zum Thema „Kinder und Bibel – Wege der Begegnung“

Fotografieren

Die Methode „Fotografieren“ dient zur bildlichen Dokumentation von Sachverhalten. Durch die Nutzung einer Digitalkamera zur Anfertigung von Fotos für ausgewählte Lerngegenstände im Sachunterricht, erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Medienkompetenzen.

Eine Fotodokumentation könnte folgendermaßen aussehen:
Ein Baum im Jahreskreis

  1. Die Klasse sucht sich einen Laubbaum (jener zeigt gut die jahreszeitlichen Veränderungen) aus. Dieser sollte möglichst dicht am Schulgelände sein. Der Baum wird ein ganzes Jahr beobachtet und jeden Monat zum Ersten fotografiert.
  2. Dabei ist es wichtig, dass die Kamera jedes Mal gleich positioniert wird. Am Besten kann eine Markierung zur Orientierung vorgenommen werden.
  3. Anschließend wird das Foto auf den Computer übertragen, bearbeitet und für den Klassenraum ausgedruckt sowie aufgehängt. Die Aufgaben können dabei in kleinen Gruppen unter den Schülern verteilt und mit jedem Monat gewechselt werden.
  4. Nach einem Jahr können die Fotos einen Blankokalender füllen und von der Klasse verschenkt oder verkauft werden. Führt die Schule eine Homepage, so können die Bilder monatlich verwechselnd dort aufgeführt werden.

 

Murmelgruppe (Buzz Group)

Die Methode dient zur Auflockerung des Frontalunterrichts. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ein bis zwei Partner*innen zusammen und tauschen sich aktiv über vorgegebene Leitfragen aus. Nach einer Zeitspanne von drei bis zehn Minuten fragt die Lehrkraft nach, ob noch eine weitere Besprechung notwendig ist und fährt dann mit dem Unterricht fort. Ziel ist die Feststellung, ob die Lerninhalte bei den SuS angekommen sind.

Lautes denken

Lautes Denken bedeutet, dass das Individuum eine handlungsbegleitende, mündliche Beschreibung seiner gedanklichen Planungen und Vorgehensweisen formulieren soll“ (Düsing, 2014).

Alle S.[chüler] einer Lerngruppe entwickeln spontan Deutungsideen zu einem Text. In einem regelgeleiteten Verfahren üben sie Strategien des aktiven Lesens ein und intensivieren ihre geistige Beteiligung beim Lesen und Verstehen. In einem kleinen sozialen Kontext (Partnerarbeit) entwickeln sie eine intensive Interaktion, in der ein erstes, vorläufiges Textverstehen formuliert wird“ (Brenner & Brenner, 2009, S.106).

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Grundlage der Methode ein Text ist, zu dem Gedanken laut geäußert werden.

Wortstamm

Jedes Wort hat einen Wortstamm  (Beispiel: schenken, beschenken, das  Geschenk). Wörter mit gleichem oder ähnlichem Wortstamm gehören zu einer Wortfamilie. Die Schülerinnen und Schüler erhalten den Auftrag, zu einem Wortstamm einen Baum mit vielen übereinander liegenden Ästen zu zeichnen. In den Stamm eines Baumes wird jeweils der Wortstamm (Beispiel: schenk), auf die Äste werden möglichst viele Wörter geschrieben, die  von diesem Wortstamm abgeleitet sind. Dies dient der Überprüfung  der Schreibweise mit einem verwandten Wort. Da der gleiche Wortstamm vieler Wörter einen zentralen Schlüssel bei der richtigen Schreibweise bildet, kann die Strategie „Wortstamm“ als eine der wichtigsten orthografischen Regeln der deutschen Rechtschreibung angesehen werden. Mit Hilfe der Wortverwandtschaft können sich die Schülerinnen und Schüler auch bei Lautähnlichkeit zwischen „e“ und „ä“ sowie der Lautgleichheit von „eu“ und „äu“ die  richtige Schreibweise  der Wörter herleiten.