Ergebnissicherung in Bildform

Die Schülerinnen und Schüler haben durch die Methode die Möglichkeit ihre Ergebnisse kreativ fest zu halten. Die Lehrkraft ist hierbei nur Beobachter und gibt eventuell Hilfestellungen. Die SuS müssen die zuvor erarbeiteten Ergebnisse in ein Bild übertragen. Es ist dabei die freie Entscheidung der Lehrkraft, ob es ein vorgefertigtes Bild ist oder ob die SuS, durch freie Entscheidungen ihr Bild gestalten können.

Ampelquiz

Für diese Methode erhalten alle SuS drei Farbkarten entsprechend der Ampel. Die Lehrperson präsentiert gut sichtbar auf großen Karten oder als Powerpoint- Präsentation einige Fragen zur Thematik, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können und liest diese vor. Die SuS halten, je nachdem welche Antwort sie für richtig halten, eine rote Karte (Nein), eine grüne Karte (Ja) oder eine gelbe Karte (Ich bin mir nicht sicher) hoch. Dies soll möglichst schnell, nachdem die Frage gestellt wurde, erfolgen. Daraufhin kann die Lehrperson, wenn dafür genügend Zeit ist, die Zahl der roten Karten und die Zahl der grünen Karten zählen und in eine Strichliste an der Tafel eintragen.Anschließend wird nach kurzer Beobachtungszeit über das Ergebnis gesprochen, indem die Lehrperson einige SuS nach einer Begründung für ihre Antwort fragt oder indem sich die SuS  gegenseitig nach Gründen fragen. So können mögliche Unentschiedenheit thematisiert werden. Abschließend gibt die Lehrperson kurz die richtige Antwort.

Die Methode des Ampelquiz eignet sich als Unterrichtseinstieg, bei dem in das Unterrichtsthema eingeführt wird, Vorwissen aktiviert wird und/oder der Wissensstand der Klasse in Erfahrung gebracht werden soll. Hierfür sollten nur wenige, einfache Fragen gewählt werden. Die Methode kann jedoch auch als Ergebnissicherung verwendet werden, bei der das erworbene Wissen abgefragt wird. Hierfür können dann auch mehrere komplexere Fragen verwendet werden.

Bildervergleich

Die SuS erhalten jeweils zwei Bilder. Diese sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufweisen, damit diese in einer Gegenüberstellung von den SuS verglichen und analysiert werden können. Diese Methode kann im Plenum oder auch in Einzel- oder Partner*innenarbeit durchgeführt werden. Anschließend wird es im Plenum besprochen.

Wandzeitung

Die Wandzeitung ist eine vielfältige und kreative Methode, um die Schülerinnen und Schüler zu motivieren.

Eine Wandzeitung bietet die Möglichkeit der Visualisierung und Dokumentation von bestimmten Themen und Arbeitsprozessen. Zugleich verschafft die Wandzeitung dem Betrachter einen Überblick über ein bestimmtes Thema.

Es können End- und Zwischenergebnisse, Prozesse, Projekte, Meinungen und Informationen dokumentiert werden. Neben dieser inhaltlichen Arbeit ist die Wandzeitung auch geeignet, um Beziehungsarbeit in der Klasse zu leisten. Dies bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler Kritik und Lob mit Hilfe der Wandzeitung zum Ausdruck bringen können, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, sich eine Meinung zu bilden und diese frei zu äußern. Die Lernenden übernehmen selbst Verantwortung, indem sie die Wandzeitung gestalten und sich daher mit dem Lerngegenstand persönlich verbinden.

 

Aus einem Gedicht etwas Eigenes machen

Als Grundlage kann jedes erdenkliche Gedicht dienen. Etwas Eigenes daraus zu machen, kann dabei bedeuten, z.B. einen eigenen Text dazu zu verfassen, oder ein Bild zu zeichnen, bzw. zu malen, oder aber auch etwas zu basteln. Die Anforderungen sollten dabei auf die Klassenstufe und das Thema zugeschnitten sein.

Modellbau

Die Schüler*innen sollen ein Modell eines vorher vorgestellten oder eines imaginär beschriebenen Sachgegenstands herstellen und nutzen dazu mathematische Fähigkeiten, sowie die Möglichkeit auszuprobieren. Am Ende soll nicht ein mathematisch korrektes Produkt stehen (zumindest nicht in der Primarstufe), sondern ein mögliches Ebenbild des Gegenstands.

Zukunftswerkstatt

Die Zukunftswerkstatt wurde von Robert Jungk erfunden und ist eine Methode, bei der die Schüler eine Vorstellung von einer erwünschten Zukunft entwickeln. Dabei ist der Ausgangspunkt für alle gleich, welcher immer ein bestimmtes Problem darstellt. Der Zeitrahmen, sowie die Materialien sind dabei frei wählbar.

Die Zukunftswerkstatt kann in fünf Phasen unterteilt sein, die bei der Entwicklung des problemlösenden Denkens helfen können. Nach der Vorbereitungsphase, Darstellung des Problems, wird dieses nun genauer betrachtet. In der Kritikphase stellt sich heraus, warum es nicht mehr so weiter gehen kann wie bisher. Die dritte Phase ist die Fantasiephase, wo die Schüler ihre Wünsche für die Zukunft entwickeln, die das Problem lösen können. Dabei können sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen. In der Verwicklichungsphase werde die Wünsche dargestellt, die umgesetzt werden sollen. Zudem müssen Sie die angewendeten Schritte, die nötig sind, um die Ziele zu erreichen, herausarbeiten. Zum Abschluss, in der Nachbereitungsphase, sollen die Schüler sich klar machen, was sich ändern muss und was sie neues erfahren haben. Danach können die Ergebnisse präsentiert werden.

Wortwiese

Die Methode Wortwiese ist von der Mind-Map Methode abgeleitet und eignet sich zur Vorwissensaktivierung, Hinführung, Erarbeitung und Ergebnissicherung einer Einheit. Mit der Wortwiese werden wichtige Begriffe, neue Erkenntnisse und bereits vorhandenes Wissen festgehalten. Es wird eine Pinnwand mit grünem Untergrund für die Schülerinnen und Schüler (SuS) vorbereitet. Als stiller Impuls können aus einem Umschlag bereits beschriebene Blütenblätter zu einem Thema herausgezogen und angepinnt werden. Die SuS äußern sich und geben Rückmeldung über ihr Vorwissen. In der Mitte der Wiese wird eine Fläche frei gelassen, sodass die SuS selbstständig auf das Kernthema stoßen. In der folgenden Arbeitsphase können die SuS in Partner-, Gruppen- oder Einzelarbeit Blüten mit neu entdeckten oder ergänzenden Begriffen, Halbsätzen oder Stichpunkten beschreiben. Diese werden im Plenum besprochen und an die Wortwiese gepinnt. Die Pinnwand kann nach Beenden der Unterrichtssequenz stehen bleiben und im weiteren Verlauf der Einheit zur Ergebnissicherung mit weiteren Blüten beliebig ergänzt werden.

Modell einer angefangenen Beispiel-Blumenwiese zum Thema „Kinder und Bibel – Wege der Begegnung“

Fotografieren

Die Methode „Fotografieren“ dient zur bildlichen Dokumentation von Sachverhalten. Durch die Nutzung einer Digitalkamera zur Anfertigung von Fotos für ausgewählte Lerngegenstände im Sachunterricht, erweitern die Schülerinnen und Schüler ihre Medienkompetenzen.

Eine Fotodokumentation könnte folgendermaßen aussehen:
Ein Baum im Jahreskreis

  1. Die Klasse sucht sich einen Laubbaum (jener zeigt gut die jahreszeitlichen Veränderungen) aus. Dieser sollte möglichst dicht am Schulgelände sein. Der Baum wird ein ganzes Jahr beobachtet und jeden Monat zum Ersten fotografiert.
  2. Dabei ist es wichtig, dass die Kamera jedes Mal gleich positioniert wird. Am Besten kann eine Markierung zur Orientierung vorgenommen werden.
  3. Anschließend wird das Foto auf den Computer übertragen, bearbeitet und für den Klassenraum ausgedruckt sowie aufgehängt. Die Aufgaben können dabei in kleinen Gruppen unter den Schülern verteilt und mit jedem Monat gewechselt werden.
  4. Nach einem Jahr können die Fotos einen Blankokalender füllen und von der Klasse verschenkt oder verkauft werden. Führt die Schule eine Homepage, so können die Bilder monatlich verwechselnd dort aufgeführt werden.

 

Murmelgruppe (Buzz Group)

Die Methode dient zur Auflockerung des Frontalunterrichts. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ein bis zwei Partner*innen zusammen und tauschen sich aktiv über vorgegebene Leitfragen aus. Nach einer Zeitspanne von drei bis zehn Minuten fragt die Lehrkraft nach, ob noch eine weitere Besprechung notwendig ist und fährt dann mit dem Unterricht fort. Ziel ist die Feststellung, ob die Lerninhalte bei den SuS angekommen sind.