Abstimmung

Die Abstimmung ist laut der Bundeszentrale für politische Bildung ein „Verfahren zur Endscheidung von Sachfragen“(Hrsg. Bundeszentrale für politische Bildung, 2016, Abstimmung). Durch die Moderation des Lehrers wird eine bestimmte vorher klar definierte Thematik besprochen – z.B. die Klassensprecherwahl oder der nächste Schulausflug. Die SuS schreiben ihre Stimmen auf einen Zettel und die Lehrperson zählt die Zettel aus. Anschließend wird von ihr gekennzeichnet, welche Kategorie die meisten Stimmen hat. Bei Gleichstand muss noch einmal gewählt werden.

Einstiegsgeschichte

„Es gibt nichts Spannenderes als eine gut erzählte Geschichte“ (Greving & Paradies, S.30). – Die Methode eignet sich prinzipiell für alle Schulformen, bedarf lediglich kleiner individueller Variationen.

Eine Geschichte, welche je nach Thematik und Altersstufe variiert, wird möglichst natürlich und frei von der Lehrperson erzählt. Die Geschichte kann dabei entweder einer Quelle entnommen oder von der Lehrperson eigenständig verfasst sein.

Um die Geschichte möglichst ansprechend zu erzählen und für Lebendigkeit zu sorgen, sollte Wert auf gezielt „eingesetzte Mimik, Gestik und Bewegungen im Raum, Variationen in Intonation und Lautstärke, Sprechtempo und Pausen“ (Greving & Paradies, S. 31) gelegt werden.

Durch die Einbettung der Geschichte in altersgemäße Settings und Handlungsabläufe sowie Charaktere, in die sich die SuS gut hineinversetzen können, kann Spannung und Neugier erzeugt werden.

Ampelspiel

Die Methode eignet sich prinzipiell für alle Schulformen, bedarf lediglich kleiner individueller Variationen.

Alle SuS erhalten drei Farbkarten entsprechend den Farben der Ampel. Grün bedeutet Zustimmung, gelb bedeutet Unentschiedenheit oder Diskussionsbedarf, rot bedeutet Ablehnung.

Die Lehrperson nennt Thesen, zu denen die SuS mittels Hochhalten der entsprechenden Farbkarte ihre Einschätzung/Meinung ausdrücken. Anschließend wird nach kurzer Beobachtungszeit über das Ergebnis gesprochen, indem die SuS sich gegenseitig nach Gründen fragen oder mögliche Unentschiedenheit thematisiert werden kann.

Tonne und Koffer

Kurzbeschreibung:
Bestandsaufnahme einer Lerneinheit mit zwei Metaphern: eine Tonne für Unwichtiges und einen Koffer für Wichtiges.

Durchführung:
Jeder bekommt je einen Zettel mit dem Symbol „Mülltonne“ und einen mit dem Symbol „Koffer“. Die SuS können jeweils maximal drei Rückmeldungen in die Mülltonne bzw. den Koffer schreiben. In den Koffer schreiben die Lernenden die für sie wichtigen Aspekte, gewissermaßen, was sie aus der Unterrichtseinheit mitnehmen möchten und in die Tonne schreiben sie etwas, das unnötig ist oder sie nicht mehr benötigen.
Anschließend liest jede*r Schüler*in von den Mitschüler*innen unkommentiert seine Aspekte vor und pinnt sie mit einem Magneten in das jeweilige Symbol an der Tafel. Zum Schluss überlegt die Klasse, wie die Tonne „entsorgt“ werden soll. Wer möchte, darf seinen*ihren Koffer mitnehmen.

Klassenmusizieren

gemeinsam Musik machen

Klassenmusizieren bezeichnet die „didaktisch-methodisch geplante, gemeinsame Ausübung mit Gesang, Instrumentalspiel, Bewegung und Szene […]. Als musikalischer Lernprozess und als ästhetisch-musikalische Gebrauchspraxis enthält Klassenmusizieren sowohl Anteile von musikalischem Handwerk und von künstlerischer Ausübung als auch von Reflexion der Material- und Bedeutungsdimensionen von Musik sowie der musikalischen Handlungen“  (Bähr, Kosuch, Terhag 2005, S. 160). Als Formen des Klassenmusizierens gelten unter anderem Singen, Warmups, Bodypercussion, Vocussion, das Klassenorchester, Live- Arrangements, Mitspielsätze wie auch das Musizieren in einem Schulchor, einer Schulband oder in Streicher- und Bläserklassen.

Laute Post – Rhythmen herumgeben

Rhythmuskommunikation

Ähnlich wie beim bekannten Kinderspiel „stille Post“ wird ein eintaktiger Rhythmus im Kreis von Schüler*in zu Schüler *in weitergegeben. Der Rhythmus kann sowohl mit Bodypercussion (z.B. Klatschen) als auch mit Schlag- und Rhythmusinstrumenten weitergegeben werden.

  1. Als Probedurchlauf gibt der Lehrer einen einfachen Rhythmus vor. Zur metrischen Unterstützung stampfen alle SuS den Rhythmus mit. Zusätzlich sollte das Metrum durch ein Schlaginstrument (etwa eine Trommel) verstärkt werden.
  2. Nun leiten die SuS die Übung selbst an und geben eigene Rhythmen vor.
  3. Für fortgeschrittene Klassen: Im Abstand von 5 bis 10 Schülern werden neue Rhythmen auf den Weg geschickt. Eine Verkürzung der Abstände ist möglich, wobei dies auch mehr Konzentration erfordert.

(Vgl. Buschendorff 2008, S. 10)

Brainstorming

Die Lehrperson stellt eine präzise Frage, welche an der Tafel/Flipchart notiert wird. Dabei handelt es sich zumeist um Fragen, die aus dem Nahbereich der Schülerinnen und Schüler entstammen.
Daraufhin haben diese eine festgelegte Zeitspanne, um sich Gedanken zu dem Thema zu machen. Dies absolvieren sie in Einzelarbeit. Dabei sollen sie alle Ideen, die ihnen kommen, ohne Wertung formulieren, welche anschließend gemeinsam im Plenum an der Tafel/Flipchart o.ä. gesammelt werden. Während der Sammelphase sind Kommentare, Kritik und Korrekturen an den bisherigen Aussagen nicht gestattet. Eine Diskussion zur Äußerung von Kritik o.ä. kann sich anschließen.

Bilder-Kiosk

Verschiedene Bildmotive, z.B. Postkarten, Fotos, usw., die passend zur Themenstellung ausgewählt werden, werden in der Raummitte oder im gesamten Raum ausgelegt oder aufgehängt. Die Teilnehmer*innen gehen im Raum herum und schauen sich alle Motive an. Dies kann als Stillarbeit vereinbart werden. Jede*r Teilnehmer*in entschließt sich nun eigenständig, ohne Eingreifen der Lehrkraft, für ein Motiv und nimmt es an sich. Sobald sich jede*r für ein Motiv entschieden hat, nimmt jede*r Teilnehmer*in je nach Thema oder Aufgabe Stellung zu diesem. Hierbei werden zum Beispiel die eigenen Empfindungen beziehungsweise das eigene Wissen zu diesem Gegenstand erläutert. Es ist wichtig, dass jede*r Teilnehmer*in angehört wird. Diese Methode sollte zudem nicht losgelöst vom Kommenden stehen, sondern immer Bezug zum Thema haben und kann auch im Laufe des Unterrichts immer wieder aufgegriffen werden.