Think-pair-share

In der ersten Phase der think-pair-share Methode setzt sich jede*r Einzelne mit einer Aufgabe auseinander (think). Diese Aufgabe kann z.B. daraus bestehen einen kurzen Text zu bearbeiten oder über eine Fragestellung nachzudenken (1-5). Darauf folgt in der zweiten Phase ein Austausch mit einem*einer Partner*in (pair), in der am Ende jede*r die Themen so gut verstanden hat, dass diese vorgestellt werden können (5-10 Min). Schließlich findet in der dritten Phase der Austausch in einer Gruppe oder in dem Plenum statt (share), das kann in Form eines Vortrags geschehen (5-10 Min).

BINGO

Bingo ist ein motivierendes und spannendes Spiel, da zum Wissensfaktor auch Glück zum Gewinnen hinzukommt. Aufgrund der Wettbewerbssituation werden die SuS motiviert, ihre Aufgaben zügig und richtig zu lösen. Die SuS erhalten ein Arbeitsblatt mit einem Quadrat von 4×4 Kästchen. Nun werden 16 Zahlen diktiert. Die SuS tragen diese in beliebiger Reihenfolge in die 16 Felder ein. Anschließend werden Rechenaufgaben gestellt, deren Ergebnis jeweils eine der diktierten Zahl ergibt. Die SuS kreuzen das richtige Ergebnis an. Wer zuerst 4 Ergebnisse senkrecht, waagerecht oder diagonal hat, ruft „Bingo“. Wenn die Ergebnisse stimmen, hat diese*r Schüler*in gewonnen.

Tabu – Zahl

Die Methode Tabu – Zahl ist eine Variation der Methode Tabu. Hierbei gibt die Lehrkraft eine Tabu – Zahl, wie z.B. die 4 vor. Nun sollen alle SuS der Reihe nach die Zahlen von eins an aufsagen, dabei nennt jede*r eine Zahl. Sobald eine Zahl genannt werden müsste, die eine 4 enthält oder durch 4 teilbar ist, sagt der Schüler „Tabu“ statt der Zahl. Das Spiel ist beendet oder kann mit einer neuen Tabu- Zahl beginnen, wenn ein Fehler gemacht worden ist.

Lehrervortrag

Der Lehrervortrag soll die Schülerinnen und Schüler über ein bestimmtes Thema informieren oder in eine Unterrichtseinheit einführen.
Dabei wird folgendes beachtet:
Das Thema des Vortrags sollte angemessen in den Unterrichtsverlauf eingebettet und sein Ziel nachvollziehbar sein.
Die Dauer des Vortrags ist abhängig von Alter, Schulform (…) der Lerngruppe und sollte einen Zeitraum von 20 Minuten nicht übersteigen. Eine gute Gliederung und Strukturierung erleichtert es den Schülerinnen und Schülern, dem Unterricht zu folgen.
Der Einsatz von Medien unterstützt die Lehrkraft in ihrem Vortrag und gestaltet ihn abwechslungsreicher und interessanter. Die Lehrkraft sollte ihren Vortrag frei vortragen und flexibel auf Fragen oder Einwände reagieren können.

Bisoziation

Über die Assoziationen zu Bildern, die nichts mit der Ausgangsfrage gemeinsam haben, gelangen die Schülerinnen und Schüler zu kreativen Lösungen für eine Problemstellung. Die Bisoziation ermöglicht die Problembetrachtung aus einem anderen Blickwinkel.

  1. Die Lehrperson formuliert die Problemstellung und präsentiert der Gruppe verschiedene Bilder die inhaltlich möglichst wenig mit der Thematik gemeinsam haben, aber den SuS dennoch bekannt sind.
  2. Nun werden die SuS gebeten sich auf ein Bild zu einigen und dazu frei ihre Ideen, Gefühle und Emotionen zu äußern. Diese werden von den Moderatoren auf den Moderationskarten festgehalten.
  3. Ist diese Phase beendet, werden die Moderationskarten an die Pinnwände geheftet und die Problemstellung wieder in den Mittelpunkt gerückt.
  4. Nun werden die SuS gebeten ihre Assoziationen mit der Problemstellung in Verbindung zu bringen. Dadurch können kreative und unkonventionelle Lösungen formuliert werden, die den Blick auf die Problemstellung erweitern.
  5. Die Lösungsvorschläge werden gesammelt und auf ihre Realisierbarkeit überprüft.

Lernspirale

Die Lernspirale ist eine Methode, bei der es möglich ist, viele andere Methoden zu integrieren. Es geht darum, dass der neu gelernte Inhalt immer wieder aufgegriffen und weiter gefestigt wird. Dies soll möglichst durch verschiedene Sozialformen geschehen, wobei die Schüler selbstständig arbeiten sollen.

Vorgesehen sind zunächst vier Arbeitsphasen, die unterschiedliche Aufgaben beinhalten sollen: Einzelarbeitsphase, Partnerarbeitsphase, Gruppenarbeitsphase und die Zusammenfassung im Plenum.

Brainwriting

Brainwriting ist eine Abwandlung des Brainstormings. Jede*r schreibt seine*ihre Assoziationen zu einem vorgegebenen Thema für sich auf ein Blatt Papier. Dadurch entsteht eine große Ideensammlung, ohne dass einzelne Ideen untergehen oder dominieren.

Im Fokus sollten beim Brainwriting Fragen und Probleme mit geringerer bis mittlerer Komplexität stehen. Auch für Themen, die weniger strukturiert sind, bietet sich diese Methode an.

Die SuS sitzen gemeinsam an einem Tisch und jeder bekommt ein Blatt Papier. Oben auf diesem Blatt steht für alle die selbe Fragestellung bzw. Problematik. Der*die Moderator*in gibt nun den SuS drei Minuten Zeit, jeweils drei Ideen auf das Blatt Papier zu schreiben. Wenn die Zeit abgelaufen ist werden die Blätter zu der jeweils links sitzenden Person weitergegeben. Jetzt beginnt eine neue Runde und jede*r schreibt drei neue Ideen unter die des*der Nachbar*in, die als Inspiration genutzt oder einfach ignoriert werden können. Eine Runde muss dabei nicht vollständig sein.

Nach der Ideenfindungsphase werden alle Ideen vorgelesen, diskutiert und von dem*der Moderator*in, bzw. Lehrerkraft zusammengeführt. Die Vorteile vom Brainwriting sind die vielen Ideen, die produziert werden. Sie werden sofort schriftlich festgehalten und gehen nicht verloren, während andere SuS ihre Ideen vorstellen. Alle SuS kommen beim Brainwriting zu Wort und alle Beiträge bekommen die selben Chancen. Die Ideen können anonym vorgestellt werden, daher kann sich beim Brainwriting jede*r trauen, auch einmal verrückte Ideen einzubringen. (vgl. http://lexikon.stangl.eu/9714/brainwriting)

(Lern-)Feature

Das (Lern-)Feature ermöglicht es, ein Thema durch emotionale Zugänge zu vermitteln und multimedial alle Sinne zu aktivieren. Hierbei werden von der Lehrkraft gleichzeitig verschiedene haptische, visuelle und auditive Impulse präsentiert und nach der Vorstellung bezüglich spezifischer Fragen analysiert. Somit kann die Methode sowohl als Einstieg als auch als Abschluss einer Stunde eingesetzt werden. Es steht vor allem der emotionale Gesamteindruck als Spagat zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung im Fokus (vgl. Klein 2013, Gerlach 2016).

Galeriegang/ Museumsgang

Der Galeriegang auch Museumsgang genannt, ist eine Methode, bei der die SuS das Präsentieren der Ergebnisse einer Gruppenarbeit üben sollen.Die Resultate der SuS wie z.B. einer  Gruppenarbeit werden wie in einem Museum oder einer Kunstgalerie im gesamten Klassenzimmer an den Wänden befestigt und ausgestellt. Die SuS wandern in Gruppen durch die Ausstellung, wobei jeweils ein*e Schüler*in mit der jeweiligen Materie vertraut sein sollte. Der Grundgedanke dieser Methode ist folglich, dass im Idealfall jede*r Schüler*in einmal die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe vortragen muss. Die SuS haben die Aufgabe über die entstandenen Ergebnisse zu diskutieren und sich auszutauschen. Dementsprechend dient die Methode sowohl der Reflexion und Durchdringung als auch der Begutachtung verschiedener Gruppenergebnisse. Zur Unterstützung und für den gezielten Austausch ist es hilfreich, einen von der Lehrkraft angefertigten Fragebogen zu dem erarbeiteten Thema anzufertigen, mit dem die SuS den Galeriegang bzw. Museumsgang absolvieren können. Zum Abschluss  sammeln sich die SuS und präsentieren ihre Beobachtungen.

Ferner ist der Museumsrundgang eine einfache Methode, mit der in kurzer Zeit vielen SuS effektiv verschiedene Perspektiven eines Themenbereiches nahe gebracht werden können, da mehrere Präsentationen gleichzeitig durchgeführt werden. Infolgedessen ist die Methode des Museumsrundgangs somit auch vorteilhaft, wenn die Lehrperson ein hohes Maß an Kommunikation erreichen möchte.

Die Lehrkraft kann überlegen, ob die Galerie großflächig (Eltern, andere Klassen) oder nur im Rahmen der eigenen Klasse angeboten wird. Das weiteren könnten Preise verliehen werden, die durch die anderen SuS gewählt werden