Wollknäuel

Beschreibung: Die Wollknäuel-Methode dient als Kennlernmethode. Die SuS sitzen in einem Stuhlkreis und sollen ihren Mitschüler*innen bestimmte Informationen preisgeben. Die Informationen werden von der Lehrkraft vorgegeben, um nicht zu viele Inhalte auszutauschen. Nachdem der*die erste Schüler*in sich vorgestellt hat, hält der*die Schüler*in das Ende des Wollknäuels fest und wirft es zu einem*r Mitschüler*in, so dass sich das Knäuel abwickelt. Die Reihenfolge ist dabei beliebig. Der*die nächste Schüler*in hält den Faden fest, stellt sich vor und wirft den Knäuel zum*r Nächsten. Mit dieser Vorgehensweise entsteht eine Art Spinnennetz, mit dem jede*r SuS verbunden ist.

Blitzlicht

Beschreibung: Die Lehrperson beginnt mit ihrer Moderation und führt die SuS zu einem Oberthema/ Oberbegriff und erklärt die Blitzlichtmethode. Die SuS haben nun die Möglichkeit, ihre spontanen Gedanken dazu nacheinander auszusprechen. Der Lehrer hält jeden Begriff an der Tafel fest. Die Äußerungen der SuS werden währenddessen weder kommentiert noch bewertet.

Mind-Map

Die Mind-Map Methode ist eine der am häufigsten eingesetzten Unterrichtsmethoden. Begonnen wird mit der Platzierung des Themas in der Mitte eines Blattes. Danach werden rund um dieses Hauptthema die Unterthemen eingetragen. Dies sollten nicht zu viele sein, damit die Übersichtlichkeit der Mind-Map nicht beeinträchtigt wird. Nun machen sich die SuS jeweils zu den Unterthemen Gedanken und notieren diese wiederum an den jeweiligen Strängen. In der Regel geht eine Mind-Map nicht über diese drei Ebenen hinaus. Nun kann die fertige Mind-Map als Gliederungshilfe, Gedankenstütze oder einfach als Lernzettel benutzt werden.

Reporter (Auch: Rasender Reporter)

Bei dieser Methode handelt es sich um ein Spiel, welches sich besonders zum Kennenlernen oder zum Einstieg in ein Thema eignet. Es werden also erste Assoziationen entweder zum Unterrichtsthema oder zu den Mitschüler/innen geweckt. Alle Schüler/innen erhalten dabei einen Fragebogen. Die Fragen müssen grundsätzlich mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten sein. Ziel des Spiels ist es, eine Reihe (senkrecht oder waagerecht bzw. eins von beiden je nach Anordnung des Fragebogens) von Fragen mit „Ja“ beantwortet zu haben und anschließend „Bingo“ zu rufen. Dafür müssen sich die SuS gegenseitig befragen – sie fungieren quasi als Reporter mit der Aufgabe ihre Mitschüler/innen zu befragen und geben gleichzeitig Antworten. Gibt ein/e Schüler/in einem/einer Schüler/in eine Antwort, so  muss er auf ihrem/seinem Fragebogen bei der entsprechenden Frage mit seinem Namen unterschreiben. Nach einer vorgegeben Zeit versammeln sich alle SuS wieder an ihrem Platz. Anschließend können sie einen anderen Schüler/eine andere Schülerin darüber befragen, weshalb er/sie eine bestimmte Frage auf seinem/ihrem Fragebogen mit „Ja“ beantwortet und unterschrieben hat.

Talkshow

Bei der gesprächsorientierten Methode „Talkshow“ handelt es sich um ein fiktives, im Unterricht inszeniertes Streitgespräch, das unterschiedliche Meinungen und Standpunkte gegenüberstellt und diskutiert. Eine Talkshow besteht aus einer Recherche-, Debatten- und Reflexionsphase.

Das Konzept der Talkshow fördert die Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler indem diese lernen, widerstreitende Positionen klar herauszuarbeiten, zu vertreten, zweckrational oder wertrational zu begründen und vergleichend gegenüberzustellen.


Ablauf:

Die Lehrkraft präsentiert den Schülerinnen und Schülern eine präzise formulierte Streitfrage. Zuallererst wird die Klasse in zwei Gruppen unterteilt. Gruppe A beschäftigt sich mit der Pro-Position und Gruppe B mit der Kontra-Position. Dann beginnt die Recherchephase. Die Schülerinnen und Schüler werden in Partner- oder Kleingruppen eingeteilt und entwickeln Argumente für ihre Position, antizipieren Argumente der Gegenseite und konzipieren argumentative Gegenstrategien. Informationen können beispielsweise mittels Literatur- oder Internetrecherche zusammengetragen werden. Es folgt im Anschluss an die Recherchephase ein Austausch über die gesammelten Argumente innerhalb der Großgruppe. Nun beginnt die praktische Umsetzung des Streitgespräches. Die Schülerinnen und Schüler werden ihren Rollen zugewiesen, die sie während der Diskussion übernehmen sollen: Repräsentant der Pro- oder Kontra-Seite, neutraler Moderator oder Beobachter bzw. Publikum. Gegebenenfalls erhält die Klasse nun noch einmal Zeit sich auf die tatsächliche Umsetzung vorzubereiten. Der konkrete Ablauf der Talkshow an sich kann frei gestaltet werden. Zum Abschluss ist es möglich, eine Abstimmung durchführen zu lassen, in der sich jede Schülerin und jeder Schüler frei positionieren kann. Die entstandenen Ergebnisse sollten reflektiert und zu guter Letzt gesichert werden.

Fiktives Interview

Um einen Text zu erfassen und zu verstehen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Das fiktive Interview ist eine davon. Hierbei geht es darum, dass Schüler einen beliebigen Text in ein Interview umwandeln. Dies dient vor allem dazu, den Inhalt des Textes zu verstehen und wichtige Punkte aus dem Text herauszuarbeiten. Die Schüler erstellen zum Beispiel Fragen, die durch den Text beantwortet werden. Zum Schluss kann das Interview auch im Plenum vorgespielt werden (vgl. Scholz 2004, Methodenkarte 12b).

Debatte/ Pro- und Contragespräch

In einer Debatte oder dem Pro- und Contragespräch können unterschiedliche Standpunkte zu einem umstrittenen Thema präsentiert werden. Dies geschieht unter bestimmten, vorher besprochenen Regeln.
Die Schüler haben hierbei die Möglichkeit zu lernen, „ihre eigenen Interessen zu erkennen, sie zu artikulieren, gewaltfreie Formen der Auseinandersetzung zu praktizieren, sich dabei aber auch in andere Positionen hineinzuversetzen, Kompromisse zu schließen und diese zu akzeptieren.“ (Scholz 2004, Methodenkarte 6a)

Fehlergeschichte

Die Fehlergeschichte sollte ein Text sein, der Informationen zu einem Thema enthält, mit dem die Schülerinnen und Schüler bereits vertraut sind. In diesen sollen bewusst an diversen Stellen falsche Informationen eingebaut werden, die die Schülerinnen und Schüler erkennen und benennen sollen. Die Geschichte kann z.B. mehrmals vorgelesen werden und die Schülerinnen und Schüler machen sich zunächst Notizen. Anschließend können im Plenum die Ergebnisse zusammengetragen werden.

Sokratisches Gespräch/Dialog

Bei dem „Sokratischen Gespräch/Dialog“ geht es darum, die SuS über eine Leitfrage diskutieren zu lassen. Wichtig dabei ist vor allem die rege Beteiligung aller SuS und die Beachtung und Akzeptanz aller Meinungen. Jeder Schüler und jede Schülerin soll verstanden und berücksichtigt werden. Es geht dabei um Respekt gegenüber anderen Meinungen und dem Wunsch diese zu verstehen. Gemeinsam wird nach einer Wahrheit/Lösung gesucht, jedoch kann auch akzeptiert werden, dass manche Fragen nicht eindeutig zu beantworten sind.

Ideensalat

Die Methode besteht aus drei Phasen. In der ersten Phase bekommen die Schülerinnen und Schüler Fragen und schreiben ihre Antworten in Einzelarbeit. Sie bekommen dazu von der Lehrkraft ein Blatt Papier oder verschiedenfarbige Karten und auf jeder Karte wird eine andere Frage beantwortet. Die Lehrkraft sammelt die Karten ein und verteilt sie auf Gruppen. Es müssen so viele Gruppen vorhanden sein, wie Fragen gestellt wurden. In der zweiten Phase bekommen die Gruppen alle vorher aufgeschriebenen Antworten zu einer Frage und sortieren diese, beispielsweise indem öfter genannte Aspekte zusammengelegt, oder die Antworten Kategorien zugeordnet werden. In der dritten Phase stellen die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum vor.