Hörverstehen – Dialoge hören

Das Hörverstehen ist eine gängige Methode in allen Klassenstufen und wird vor allem in (fremd-)sprachlichen Fächern genutzt. Die Lernenden hören sich einen bestimmten Text auf einer CD oder von einer Audiodatei an und müssen  Fragen zum Hörtext beantworten. Anschließend werden die Aufgaben im Plenum besprochen und die Lösungen verglichen. Gerade in Fremdsprachen, zum Beispiel Französisch oder Spanisch, ist es sinnvoll, die Aussprache zu trainieren, indem man die SuS die Lösungen vorlesen lässt. Durch die Übungen zum Hörverstehen, die von Kapitel zu Kapitel anspruchsvoller werden können, werden die Entwicklung des Wortschatzes und das aktive Zuhören gefördert.

(Vgl. Hugvísindasvið S. 9-10)

KaWa

Beim Erstellen von KaWas (kreative Ausbeute mit Wort Assoziationen) geht es darum, zu jedem Buchstaben des Ausgangswortes (z.B. ein Name oder ein Fachbegriff) Assoziationen zu finden, die mit den Buchstaben des Wortes beginnen (z.B. Urknall: U-Universum, R-Raum, K-Kosmos, N-Naturwissenschaften usw.). Es soll Vorwissen genutzt und mit neuem Wissen verknüpft werden, sodass die Wort-Bilder auch als Gedächtnisstütze dienen können.

Dabei darf „kreativ geschummelt“ werden, d.h. es können auch Assoziationen genutzt werden, die aus mehreren Wörtern bestehen (wenn z.B. die Schülerin Kim beschrieben wird, darf für das „i“ die Assoziation „immer fröhlich“ verwendet werden).

KaWas können von einem Schüler, Schülerpaaren und -gruppen sowie gemeinsam im Plenum erstellt werden.

Die Methode hat Ähnlichkeit mit der Versform „Akrostichon“, die im Deutschunterricht in der Grundschule behandelt wird.

Schneeballmethode

Das Ziel dieser Methode ist die Meinungsfindung oder die Reduktion von vielen Meinungen zu einem Gruppenkonsens.

Dazu machen sich die SuS zuerst individuell Gedanken zur gestellten Frage/zum Problem. Danach werden Schülerpaare gebildet, die ihre Meinungen austauschen und diskutieren, sich auf eine (von der Lehrkraft festgelegte) Anzahl von Punkten einigen und diese festhalten. Im Folgenden „rollt der Schneeball weiter“, indem sich je zwei Paare zu einer Gruppe zusammenfinden, ihre Meinungen besprechen, sich auf die wichtigsten Aussagen einigen und sie, z.B. auf einem Plakat, notieren. Ein Gruppensprecher erläutert diese Aussagen im Plenum für die ganze Klasse.

Impuls-Lesen

Das Impulslesen ist eine ab der dritten Jahrgangsstufe empfohlene Methode, mit der Schülerinnen und Schüler lernen Texte „aktiv zu lesen“ (Brenner & Brenner, 2012, S. 101). Hierbei bekommen die Schülerinnen und Schüler einen Text vorgelegt, den sie zunächst überfliegen und danach, während eines intensiveren Leseprozesses, mit Markierungen versehen sollen. Diese Markierungen werden in einer darauf folgenden Gruppenarbeit besprochen.

Brenner und Brenner (2012, S.102) schlagen zur Markierung des Textes während der Lesephase einheitliche Symbole vor. So wird beispielsweise ein Ausrufezeichen „!“ hinter Informationen geschrieben, die für den einzelnen Schüler / die einzelne Schülerin neu sind. Ein „Häkchen“ wird hinter bereits bekannte Informationen gesetzt. Unklare Passagen des Textes werden mit zwei Fragezeichen „??“ markiert und Textstellen, die bei den Schülern Fragen aufwerfen, durch ein Fragezeichen mit darauf folgendem Ausrufezeichen „?!“ gekennzeichnet. Textstellen, die der Schüler oder die Schülerin noch einmal in der Gruppe thematisieren möchte, sollen mit drei Punkten versehen werden „…“.

Nach dieser Lesephase, die als Einzelarbeit erfolgt, soll die Klasse in Gruppen die so markierten Textstellen besprechen und dabei Symbol für Symbol vorgehen. Es empfiehlt sich, unklare Textstellen und Passagen, zu denen Fragen aufgekommen sind, besonders zu behandeln. Dies stärkt sowohl die Selbst- als auch die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler, da sie dadurch sowohl lernen die Hilfe Gleichaltriger anzunehmen als auch selbst Mitschülern zu helfen. Im letzten Schritt werden noch offene Fragen, die durch die Gruppenarbeit nicht beantwortet wurden, im Plenum mit der Lehrkraft besprochen und geklärt.

Stimmungsbarometer

Das Stimmungsbarometer dient als Reflexionsmethode nach einer Arbeitsphase und kann bereits ab der ersten Jahrgangsstufe eingesetzt werden.

Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler allein Gedanken über die vergangene Arbeitsphase gemacht haben, sollen sie auf einem durch die Lehrperson vorbereiteten Plakat Klebepunkte auf einer Skala anbringen, die das Arbeitsklima bewertet.

Brenner und Brenner (2012, S. 79) schlagen eine differenzierte Einteilungen für die Skala vor, beispielsweise nach Schulnoten oder von „sehr zufrieden“ bis hin zu „sehr unzufrieden“.

Hierbei empfiehlt es sich, dass die Schülerinnen und Schüler nacheinander, beispielsweise nach alphabetischer Reihenfolge, die Punkte anbringen, um einen geregelten Ablauf herzustellen.

Damit zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal die individuellen Bewertungen betrachtet und auf sie eingegangen werden kann, dürfen die Schülerinnen und Schüler ihren Klebepunkt besonders kennzeichnen, sodass sie diesen später wiedererkennen.

 

 

Lawinendiktat

Bei einem Lawinendiktat erhalten alle Schülerinnen und Schüler der Sitzordnung folgend eine Nummer. Die Lehrkraft diktiert ein bis zwei Sätze, welche die Schülerinnen und Schüler auf ein vor sich liegendes Blatt Papier schreiben und anschließend auf Rechtschreibfehler überprüfen. Nach der Überprüfung werden die beschriebenen Blätter an den Sitznachbarn mit der nächsthöheren Nummer weitergegeben. Zwei weitere Sätze werden von der Lehrkraft diktiert und diese danach wieder auf die Rechtschreibung überprüft. Diese Prozedur wird mehrmals wiederholt, bis sich ein größerer Gesamttext ergeben hat. Zum Schluss geht der Text wieder an die erste Person zurück, die die korrigiert und falsch geschriebenen Wörter noch einmal gründlich betrachtet und reflektiert.

Es ist darauf zu achten, dass alle Fehler reflektiert und berichtigt werden. Andernfalls kann es zu Fehleinprägungen kommen, die sich auch auf die folgenden Lernprozesse auswirken können.

Improvisation und Rollenspiel

Improvisation:

Improvisationen können gut genutzt werden, um entweder normale Alltagsgeschehnisse oder auch andere teils konkrete Szenen aus Büchern, Theaterstücken oder Liedern nach zu spielen. Dabei ist es wichtig, dass es kein konkretes „Drehbuch“ gibt, sondern die Situation aus dem Stand heraus nachgestellt wird. Auch die jeweiligen Rollen der Mitspieler/innen werden erst im Kontext gewählt.(Scholz, 2012, S. 36)

Rollenspiel:

Bei dem Rollenspiel werden den Teilnehmern vorher feste Rollen zugewiesen. Dies kann anhand von Melden, Zettel ziehen oder anderen Methoden geschehen.
Bei dem sogenannten freien Rollenspiel ist die Rolle schon vorher festgelegt. Jedoch sind die Eigenschaften und Ähnliches nicht vorgegeben. Die Teilnehmer haben nur ihre Rollenbezeichnung und die vorgegebene Situation.
Bei dem gebundenen Rollenspiel sind die Rollen genauer definiert und haben individuelle festgelegte Charaktereigenschaften.(Scholz, 2012, S. 36)

 

Erkundung

Ziel der Erkundung: Herausführen des Lernenden aus seinem gewohnten Lernumfeld und außerschulische Lernorte in der Wirklichkeit mit allen Sinnen erfahren. Das zuvor nur theoretisch erlernte Wissen kann durch die Erkundung vor Ort eigenständig überprüft werden. Es soll ein ausgeglichenes Verhältnis von Theorie und Praxis geschafft werden, sodass authentische und realitätsnahe Aufgaben besser von den Kindern aufgenommen und behalten werden können (vgl. Witt: 2013, s.7). Erkundung dient dazu, theoretische Erkenntnisse durch wirklichkeitsnahes Erleben zu vertiefen.

Gruppe: Förderung der Teamfähigkeit und Kommunikation, Entwicklung von Gemeinschaftsgefühl (Sozialkompetenzen) und Umgang mit Materialien wie Kamera, Texten usw. (Fachkompetenz)

Unterschied zur Exkursion: den Lernenden ist keine Aufgabenstellung vorgegeben, sodass Selbstbestimmung ein elementarer Bestandteil der Erkundung ist.

(Vgl. http://www.bpb.de/methodik/DJN1Z4,0,0,1_Erkundung.html)

Denkhüte

In der Gruppe soll ein Thema diskutiert werden. Dazu wird allerdings jedem Schüler/jeder Schülerin eine spezielle Sichtweise zugeordnet, die die eigene Argumentation leiten soll. Dabei gibt es sechs verschiedene Sichtweisen, die durch sechs verschieden farbige Hüte symbolisiert werden. „Der weiße Hut“ soll eine positive Sichtweise haben und vor allem die Vorteile sehen. „Der grüne Hut“ hat ebenfalls eine positive Sichtweise und kann darüber hinaus kreative Ideen einbringen, die über die normalen Denkmaßstäbe hinausgehen. „Der schwarze Hut“ hat eine negative Sichtweise und versucht überall die Nachteile zu suchen. „Der blaue Hut“ leitet die Diskussion und vermittelt zwischen den anderen Teilnehmern. „Der rote Hut“ ist dafür zuständig, die Gefühlsebene aller Diskussionsmitglieder zu erkennen, zu analysieren und gegebenenfalls darauf einzugehen. (Vgl. Uhlenwinkel/Wienecke 2013: S.44f.)

Ideen-Karussell

Eine Problem- oder eine Fragestellung wird in kleinere Teilaspekte unterteilt, die dann auf jeweils einem Blatt Papier notiert werden. Die Lehrkraft hat so viele Blätter vorbereitet, wie Schüler und Schülerinnen da sind. Jeder Schüler erhält dann eines dieser Blätter und notiert seine eigenen Ideen. Anschließend werden die Blätter von Person zu Person im Kreise weitergereicht, so dass weitere Ideen hinzukommen. Nach mehrmaligem Austausch werden die Ideen in der Gesamtgruppe besprochen.