Lehrervortrag

Der Lehrervortrag soll die Schülerinnen und Schüler über ein bestimmtes Thema informieren oder in eine Unterrichtseinheit einführen.
Dabei wird folgendes beachtet:
Das Thema des Vortrags sollte angemessen in den Unterrichtsverlauf eingebettet und sein Ziel nachvollziehbar sein.
Die Dauer des Vortrags ist Abhängig von Alter, Schulform (…) der Lerngruppe und sollte einen Zeitraum von 20 Minuten nicht übersteigen. Eine gute Gliederung und Strukturierung erleichtert es den Schülerinnen und Schülern, dem Unterricht zu folgen.
Der Einsatz von Medien unterstützt die Lehrkraft in ihrem Vortrag und gestaltet ihn abwechslungsreicher und interessanter. Die Lehrkraft sollte ihren Vortrag frei vortragen und flexibel auf Fragen oder Einwände reagieren können.

Bisoziation

Über die Assoziationen zu Bildern, die nichts mit der Ausgangsfrage gemeinsam haben, gelangen die Schülerinnen und Schüler zu kreativen Lösungen für eine Problemstellung. Die Bisoziation ermöglicht die Problembetrachtung aus einem anderen Blickwinkel.

  1. Die Lehrperson formuliert die Problemstellung und präsentiert der Gruppe verschiedene Bilder die inhaltlich möglichst wenig mit der Thematik gemeinsam haben, aber den SuS dennoch bekannt sind.
  1. Nun werden die SuS gebeten sich auf ein Bild zu einigen und dazu frei ihre Ideen, Gefühle und Emotionen zu äußern. Diese werden von den Moderatoren auf den Moderationskarten festgehalten.
  1. Ist diese Phase beendet, werden die Moderationskarten an die Pinnwände geheftet und die Problemstellung wieder in den Mittelpunkt gerückt.
  1. Nun werden die SuS gebeten ihre Assoziationen mit der Problemstellung in Verbindung zu bringen. Dadurch können kreative und unkonventionelle Lösungen formuliert werden, die den Blick auf die Problemstellung erweitern.
  2. Die Lösungsvorschläge werden gesammelt und auf ihre Realisierbarkeit überprüft.

Lernspirale

Die Lernspirale ist eine Methode, bei der es möglich ist, viele andere Methoden zu integrieren. Es geht darum, dass der neu gelernte Inhalt immer wieder aufgegriffen und weiter gefestigt wird. Dies soll möglichst durch verschiedene Sozialformen geschehen, wobei die Schüler selbstständig arbeiten sollen.

Vorgesehen sind zunächst vier Arbeitsphasen, die unterschiedliche Aufgaben beinhalten sollen: Einzelarbeitsphase, Partnerarbeitsphase, Gruppenarbeitsphase und die Zusammenfassung im Plenum.

Brain-writing

Brainwriting ist eine Abwandlung des Brainstormings. Jeder schreibt seine Assoziationen zu einem vorgegebenen Thema für sich auf einen Bogen Papier. Dadurch entsteht eine große Ideensammlung, ohne dass einzelne Ideen untergehen oder dominieren.

Im Fokus sollten beim Brainwriting Fragen und Probleme mit geringerer bis mittlerer Komplexität stehen. Auch für Themen, die weniger strukturiert sind, bietet sich diese Methode an.

Die TeilnehmerInnen sitzen gemeinsam an einem Tisch und jeder bekommt ein Blatt Papier. Oben auf diesem Blatt steht bei jedem Teilnehmer die selbe Fragestellung bzw. Problematik. Der Moderator gibt nun jedem Teilnehmer drei Minuten Zeit, jeweils drei Ideen auf das Blatt Papier zu schreiben. Wenn die Zeit abgelaufen ist werden die Blätter zu der jeweils links sitzenden Person weitergegeben. Jetzt beginnt eine neue Runde und jeder schreibt drei neue Ideen unter die des Nachbarn, die als Inspiration genutzt oder einfach ignoriert werden können. Eine Runde muss dabei nicht vollständig sein.

Nach der Ideenfindungsphase werden alle Ideen vorgelesen, diskutiert und vom Moderator, bzw. Lehrer zusammengeführt. Die Vorteile vom Brainwriting sind die vielen Ideen, die produziert werden. Sie werden sofort schriftlich festgehalten und gehen nicht verloren, während andere Teilnehmer ihre Ideen vorstellen. Alle Teilnehmer kommen beim Brainwriting zu Wort und alle Beiträge bekommen die selben Chancen. Die Ideen können anonym vorgestellt werden, daher kann sich beim Brainwriting jeder trauen, auch einmal verrückte Ideen einzubringen. (vgl. http://lexikon.stangl.eu/9714/brainwriting)

(Lern-)Feature

Das (Lern-)Feature ermöglicht es, ein Thema durch emotionale Zugänge zu vermitteln und multimedial alle Sinne zu aktivieren. Hierbei werden von der Lehrkraft gleichzeitig verschiedene haptische, visuelle und auditive Impulse präsentiert und nach der Vorstellung bezüglich spezifischer Fragen analysiert. Somit kann die Methode sowohl als Einstieg als auch als Abschluss einer Stunde eingesetzt werden. Es steht vor allem der emotionale Gesamteindruck als Spagat zwischen Wissensvermittlung und Unterhaltung im Fokus (vgl. Klein 2013, Gerlach 2016).