Kopfstand

Bei der Kopfstand-Methode handelt es sich um eine Problemlösetechnik, bei der die Problematik sprichwörtlich auf den Kopf gestellt wird. Die Ursprüngliche Frage/Herausforderung, beispielsweise „Wie wird unsere Theateraufführung ein voller Erfolg?“, wird also zunächst umgekehrt zu „Was können wir tun, damit unsere Theateraufführung glorreich scheitert?“. Die Schülerinnen und Schüler notieren anschließend in Einzelarbeit ihre „Negativ-Ideen“. Nach ca. 10 Minuten werden die Vorschläge an der Tafel oder einer Pinnwand gesammelt und in Kategorien geclustert. Letztendlich werden die notierten Vorschläge wieder umgekehrt um somit eine Grundlage zur Lösung des Ausgangsproblem zu bieten.

Differenzierungsmöglichkeiten

Da die Schülerinnen und Schüler den Schwierigkeitsgrad ihrer Antworten selbstständig und frei wählen können, findet bei dieser Methode eine natürliche Differenzierung statt. Somit kann auch in leistungsheterogenen Gruppen jeder einen Beitrag zur Lösung leisten.

Tipps

Beim Umkehren der Negativ-Ideen sollte darauf geachtet werden, dass „nicht“ und „kein“ vermieden werden. im Zuge dessen sollten die Schülerinnen und Schüler darauf hingewiesen werden, neue Stätze zu formulieren.

Material

  • Tafel oder Pinnwand
  • Post-it-Zettel
  • Stifte

Variation

Schülerinnen und Schüler können animiert werden möglichst absurde Ideen zu finden. Dies fördert die Kreativität und führt zu individuelleren Beiträgen.

Die Ideensammlung kann auch in Partnerarbeit stattfinden, um jeden zu aktivieren.

Quellen

Prof. Dr.-Ing. Graham Horton, Innovationslabor der Universität Magdeburg: Ideal.ovgu.de, 2014, URL: http://www.ideal.ovgu.de/ideal_media/Kopfstandtechnik.pdf (Zugriff am 27.09.2017)