Stimmungsbarometer

Das Stimmungsbarometer dient als Reflexionsmethode nach einer Arbeitsphase und kann bereits ab der ersten Jahrgangsstufe eingesetzt werden.
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Beschreibung

Die Methode kann auf folgende Art und Weise durchgeführt werden:

  1. Die Lernenden machen sich zunächst Gedanken über die vergangene Arbeitsphase.
  2. Die Lehrperson bereitet ein Plakat vor, auf dem die Lernenden mit Klebepunkten anhand einer Skala das Arbeitsklima bewerten sollen.
    • Die Skala kann unterschiedlich ausfallen, als Beispiel wäre eine Skala von „sehr unzufrieden“ bis „sehr zufrieden“ oder an den Schulnoten (1–6) angelehnte Skala möglich.
  3.  Hierbei empfiehlt es sich, dass die Lernenden nacheinander, beispielsweise in alphabetischer Reihenfolge, die Punkte anbringen, um einen geregelten Ablauf herzustellen.
  4. Damit zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal die individuellen Bewertungen betrachtet und auf sie eingegangen werden kann, dürfen die Lernenden ihre Klebepunkte besonders kennzeichnen, sodass sie diese später wiedererkennen.

Variation

Folgende Variationen sind denkbar:

  • Wird die Methode spontan angewandt, reicht auch eine Tafel mit Kreide aus, an der die Lernenden ihre Zufriedenheit mit der zurückliegenden Arbeitsphase markieren können.
  • Wenn die Skala hinter der Tafel angebracht wird, kann die Methode auch anonym durchgeführt werden.
  • Alternativ kann das Stimmungsbarometer auch mit digitalen Tools durchgeführt werden, welche ebenfalls anonym genutzt werden könnten. Hier wäre der Vorteil, dass die Lerngruppe zeitgleich ihre Ergebnisse eingeben können.

Differenzierung

Folgende Differenzierung ist möglich:

  • Die Beschriftung der Skala sollte der jeweiligen Alterstufen und dem Entwicklungsstand angepasst werden. So eignet es sich in jüngeren Altersstufen, mit Bildkarten zu arbeiten, die etwa Gesichtsausdrücke abbilden. In höheren Alterstufen dagegen sollte eher mit verschriftlichten Ausdrücken gearbeitet werden, damit die Lerngruppe die Reflexionsmethode ernst nimmt.

Tipps

Die Methode empfiehlt sich besonders dann, wenn eine Arbeitsphase oder eine mehrtägige Gruppenarbeit reflektiert werden soll. Hierbei würde das Stimmungsbarometer nach jeder Unterrichtsstunde eingesetzt werden, damit die Lernenden am Ende der Einheit auch eventuelle Entwicklungen erkennen können. Zudem könnte man Überlegungen anstellen, ob es sinnvoll wäre, je nach Gruppe andersfarbige Klebepunkte zu verwenden, damit sowohl die Arbeitsatmosphäre der ganzen Lerngruppe als auch die der einzelnen Gruppen betrachtet werden kann.

Material

  • Ein Plakat mit vorbereiteter Skala.
  • Der Klassengröße entsprechend viele Klebepunkte.

Literatur

Brenner, G. & Brenner, K. (Hrsg.) (2012). 80 Methoden für die Grundschule. Berlin: Cornelsen.

Paradies, L. & Linsen, H. J. (2001). Differenzieren im Unterricht. Berlin: Cornelsen.

Scholz, I. (2012). Das heterogene Klassenzimmer. Differenziert unterrichten. Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht.

Hashtag

In welcher Phase deines Unterrichts würdest du diese Methode einsetzen?

Zitationsvorschlag

Methodenkartei. Ein Kooperationsprojekt an den Universitäten Oldenburg und Vechta. Abrufbar unter: https://www.methodenkartei.uni-oldenburg.de/

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