Stimmungsbarometer

Das Stimmungsbarometer dient als Reflexionsmethode nach einer Arbeitsphase und kann bereits ab der ersten Jahrgangsstufe eingesetzt werden.

Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler allein Gedanken über die vergangene Arbeitsphase gemacht haben, sollen sie auf einem durch die Lehrperson vorbereiteten Plakat Klebepunkte auf einer Skala anbringen, die das Arbeitsklima bewertet.

Brenner und Brenner (2012, S. 79) schlagen eine differenzierte Einteilungen für die Skala vor, beispielsweise nach Schulnoten oder von „sehr zufrieden“ bis hin zu „sehr unzufrieden“.

Hierbei empfiehlt es sich, dass die Schülerinnen und Schüler nacheinander, beispielsweise nach alphabetischer Reihenfolge, die Punkte anbringen, um einen geregelten Ablauf herzustellen.

Damit zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal die individuellen Bewertungen betrachtet und auf sie eingegangen werden kann, dürfen die Schülerinnen und Schüler ihren Klebepunkt besonders kennzeichnen, sodass sie diesen später wiedererkennen.

 

 

Differenzierungsmöglichkeiten

Die Beschriftung der Skala sollte der jeweiligen Jahrgangsstufe und dem Entwicklungsstand angepasst werden. So eignet es sich in unteren Jahrgangsstufen mit Bildkarten zu arbeiten, die beispielsweise Gesichtsausdrücke abbilden. In höheren Jahrgangsstufen dagegen sollte eher mit verschiftlichten Ausdrücken gearbeitet werden, damit die Klasse die Reflexionsmethode ernst nimmt.

Tipps

Die Methode empfiehlt sich besonders dann, wenn eine Arbeitsphase, zum Beispiel eine mehrtägige Gruppenarbeit, reflektiert werden soll. Hierbei würde das Stimmungsbarometer nach jeder Unterrichtsstunde eingesetzt werden, damit die Schülerinnen und Schüler am Ende der Einheit auch eventuelle Entwicklungen erkennen können. Zudem könnte man Überlegungen anstellen, ob es sinnvoll wäre, je nach Gruppe andersfarbige Klebepunkte zu verwenden, damit sowohl die Arbeitsatmosphäre der ganzen Klasse als auch die der einzelnen Gruppen betrachtet werden kann.

Material

  • Ein Plakat mit vorbereiteter Skala.
  • Der Klassengröße entsprechend viele Klebepunkte.

Variation

Wird die Methode spontan angewandt, reicht auch eine Tafel mit Kreide aus, an der die Schülerinnen und Schüler ihre Zufriedenheit mit der zurückliegenden Arbeitsphase markieren können.

Wenn die Skala hinter der Tafel angebracht wird, kann die Methode auch anonym durchgeführt werden.

Quellen

Brenner, G. & Brenner, K. (Hrsg.) (2012). 80 Methoden für die Grundschule. Berlin: Cornelsen.

Paradies, L. & Linsen, H. J. (2001). Differenzieren im Unterricht. Berlin: Cornelsen.

Scholz, I. (2012). Das heterogene Klassenzimmer. Differenziert unterrichten. Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht.

Lehrerrolle:

beobachten, die Schüler zur Reflexion anregen, eine passive Rolle einnehmen

Schülerrolle:

bewerten, reflektieren, die Unterrichtsstunde Revue passieren lassen, eine aktive Rolle einnehmen

Sozialform:

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Kompetenz:

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Basismodell des Lernens:

Schulform:

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