Ampelfeedback

Kurzbeschreibung: Das sogenannte Ampelfeedback dient der schnellen Rückmeldung der SuS an den Lehrenden.

Durchführung: Die SuS erhalten drei Karten in den Farben einer Ampel (rot,gelb,grün), welche sie hochhalten und dadurch ihre Ansichten vertreten können. Es lässt sich auf klar formulierte Fragestellungen ein deutliches Meinungsbild der gesamten Klasse erstellen. Auch bei Schwierigkeiten oder Unklarheiten in Arbeitsphasen lassen sich die Ampelkarten adäquat auswerten, sodass sofort geholfen werden kann, ohne das Lärm entsteht. Die Lehrkraft kann auf der Grundlage des erhaltenen Feedbacks (direkt/indirekt) den weiteren Unterrichtsverlauf anpassen und modellieren. Die Methode lässt sich sowohl in der Einstiegsphase als Meinungs-/Stimmungsbild, in der Arbeitsphase als Lärmvermeidung als auch in der Ausstiegsphase als Reflexion anwenden. Die Methode ist nicht besonders zeitintensiv und erfolgt meist in nur 5 Minuten. Die Methode stellt allerdings nur ein allgemeines Meinungsbild dar und enthält keine argumentativen Begründungen für das Feedback der SuS.

Differenzierungsmöglichkeiten: Das Ampelfeedback kann zu einer allgemeinen stummen Stimmungslinie um einen Kommentar der SuS ergänzt werden, weshalb sie zu der jeweiligen Beurteilung gelangt sind. Diesen kann die Lehrkraft bei dem stummen Meinungsbild erfragen und bekommt dadurch einen stichprobenartigen Überblick über die Gedanken der SuS. Diese Anregungen können zur Verbesserung und Anpassung des Unterrichts verwendet werden.

Tipps: Die Ampelkarten sollten einlaminiert werden, um Knicke und Malereien auf den Karten präventiv vorzubeugen. Außerdem sollten die Ampelkarten von drei Schülern, die jeweils eine Farbe an jede*n Schüler*in vergeben, ausgeteilt werden. Somit kann Chaos vermieden werden und die Lehrkraft ist entlastet. Nach dem Ampelfeedback/nach der Unterrichtsstunde sollten die Karten von den selben drei SuS wieder eingesammelt werden, da die Karten immer wieder verwendet werden können.

Material: 3 einlaminierte Karten (rot,gelb,grün) pro Schüler*in

Variation: Es ist auch möglich, das sich die SuS mit ihren Ampelkarten nach Farben in verschiedene Ecken des Klassenraumes sortieren und in ihrer Gruppe eine positive Anmerkung sowie einen Verbesserungsvorschlag auswählen. Somit erhält die Lehrkraft ein noch differenzierteres Feedback und kann dieses in folgenden Unterrichtsstunden berücksichtigen. Dabei sollte das Sozialverhalten der Klasse beachtet werden, in wieweit ein solches Feedback nicht zu Chaos führt.

Quellen: meinUnterricht, Methodik & Didaktik, Unterrichtsmaterial. Feedback geben: 5 überzeugende Methoden. Abgerufen von URL: https://www.meinunterricht.de/blog/feedback-methoden-unterricht-schule/ (aufgerufen am 12.07.2020)