Mind-Map

Die Mind-Map Methode ist eine der am häufigsten eingesetzten Unterrichtsmethoden. Begonnen wird mit der Platzierung des Themas in der Mitte eines Blattes. Danach werden rund um dieses Hauptthema die Unterthemen eingetragen. Dies sollten nicht zu viele sein, damit die Übersichtlichkeit der Mind-Map nicht beeinträchtigt wird. Nun machen sich die SuS jeweils zu den Unterthemen Gedanken und notieren diese wiederum an den jeweiligen Strängen. In der Regel geht eine Mind-Map nicht über diese drei Ebenen hinaus. Nun kann die fertige Mind-Map als Gliederungshilfe, Gedankenstütze oder einfach als Lernzettel benutzt werden.

Talkshow

Bei der gesprächsorientierten Methode „Talkshow“ handelt es sich um ein fiktives, im Unterricht inszeniertes Streitgespräch, das unterschiedliche Meinungen und Standpunkte gegenüberstellt und diskutiert. Eine Talkshow besteht aus einer Recherche-, Debatten- und Reflexionsphase.

Das Konzept der Talkshow fördert die Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler indem diese lernen, widerstreitende Positionen klar herauszuarbeiten, zu vertreten, zweckrational oder wertrational zu begründen und vergleichend gegenüberzustellen.


Ablauf:

Die Lehrkraft präsentiert den Schülerinnen und Schülern eine präzise formulierte Streitfrage. Zuallererst wird die Klasse in zwei Gruppen unterteilt. Gruppe A beschäftigt sich mit der Pro-Position und Gruppe B mit der Kontra-Position. Dann beginnt die Recherchephase. Die Schülerinnen und Schüler werden in Partner- oder Kleingruppen eingeteilt und entwickeln Argumente für ihre Position, antizipieren Argumente der Gegenseite und konzipieren argumentative Gegenstrategien. Informationen können beispielsweise mittels Literatur- oder Internetrecherche zusammengetragen werden. Es folgt im Anschluss an die Recherchephase ein Austausch über die gesammelten Argumente innerhalb der Großgruppe. Nun beginnt die praktische Umsetzung des Streitgespräches. Die Schülerinnen und Schüler werden ihren Rollen zugewiesen, die sie während der Diskussion übernehmen sollen: Repräsentant der Pro- oder Kontra-Seite, neutraler Moderator oder Beobachter bzw. Publikum. Gegebenenfalls erhält die Klasse nun noch einmal Zeit sich auf die tatsächliche Umsetzung vorzubereiten. Der konkrete Ablauf der Talkshow an sich kann frei gestaltet werden. Zum Abschluss ist es möglich, eine Abstimmung durchführen zu lassen, in der sich jede Schülerin und jeder Schüler frei positionieren kann. Die entstandenen Ergebnisse sollten reflektiert und zu guter Letzt gesichert werden.

Debatte/ Pro- und Contragespräch

In einer Debatte oder dem Pro- und Contragespräch können unterschiedliche Standpunkte zu einem umstrittenen Thema präsentiert werden. Dies geschieht unter bestimmten, vorher besprochenen Regeln.
Die Schüler haben hierbei die Möglichkeit zu lernen, „ihre eigenen Interessen zu erkennen, sie zu artikulieren, gewaltfreie Formen der Auseinandersetzung zu praktizieren, sich dabei aber auch in andere Positionen hineinzuversetzen, Kompromisse zu schließen und diese zu akzeptieren.“ (Scholz 2004, Methodenkarte 6a)

Fehlergeschichte

Die Fehlergeschichte sollte ein Text sein, der Informationen zu einem Thema enthält, mit dem die Schülerinnen und Schüler bereits vertraut sind. In diesen sollen bewusst an diversen Stellen falsche Informationen eingebaut werden, die die Schülerinnen und Schüler erkennen und benennen sollen. Die Geschichte kann z.B. mehrmals vorgelesen werden und die Schülerinnen und Schüler machen sich zunächst Notizen. Anschließend können im Plenum die Ergebnisse zusammengetragen werden.

Laufdiktat

Bei einem Laufdiktat wird ein Text in einzelne Abschnitte geteilt, welche durch die Lehrkraft im Raum an verschiedenen Stellen abgelegt werden. Die Aufgabe der Lernenden ist es, nach vorgegebener Reihenfolge, jeweils zu einem der Abschnitte zu gehen und sich diesen einzuprägen. Danach gehen die Lernenden zu ihrem Sitzplatz und schreiben den Textabschnitt auf.
Bei einem Laufdiktat kann die Zielsetzung entweder die Förderung der Rechtschreibkompetenz oder die Vermittlung von Sachinhalten durch den zu bearbeitenden Text sein.

Feedbackplakate

Jedem Teilnehmer wird ein Papier, am besten DIN A3, auf dem Rücken mit Klebeband befestigt. Außerdem erhält jeder Teilnehmer einen Stift. Um das Feedback zu geben, bewegt sich die Gruppe durch den Raum. Jeder der einer Person eine Rückmeldung geben möchte, schreibt diese auf dem Papier, auf dem Rücken nieder. Rückmeldungen können sich auf bereits geschriebene Aussagen beziehen oder eigenständig stehen. Eine wichtige Regel bei der Feedbackgabe ist, dass jede Aussage differenziert begründet werden muss. Eine differenzierte Rückmeldung ist wichtig, da selbst und Fremdeinschätzung oft differieren. Bei negativen Anmerkungen sollten konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht werden.
Nach einer festgelegten Zeit, die sich an der Gruppengröße orientiert, ist die Feedbackzeit beendet und jeder darf sein Plakat vom Rücken nehmen und lesen.
Die Methode kann in unterschiedlichen Situationen genutzt werden. Besonders geeignet ist sie nach einer Phase in der die Gruppe etwas erarbeitet und präsentiert hat. So können verschiedene Aspekte bei der Rückmeldung Beachtung finden. Es kann auf persönliche Kompetenzen, die gezeigt wurden und auf die spezifische Leistung der Präsentation eingegangen werden. Zudem wird Jeder für seine Leistung individuell belohnt.
Durch diese Methode hat Jeder die Chance eine ehrliche Meinung abgeben und auch erhalten zu können. Die Personen, die das Feedback erhalten, wissen nicht, von wem es kommt. Deswegen ist es sehr ehrlich.

„Fishbowl-Diskussion, Variation: Expertengespräch“

Bei dieser Methode werden die Schüler und Schülerinnen in mindestens zwei Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe vertritt hier dabei eine eigene, von den anderen Gruppen unterschiedliche Meinung. Die Gruppen erarbeiten zunächst ein Thema, indem sie z.B. einen Text lesen. Sie erarbeiten Argumente, welche sie für ihre Rolle bzw. für ihre zugeteilte Meinung benötigen. Anschließend werden (ca. drei) Schüler aus jeder Gruppe ausgewählt, welche die Sprecher der Gruppe sind. Diese werden in der Gruppe des Klassenraums positioniert und diskutieren über das Thema. Die anderen Schüler sind Zuhörer bzw. Beobachter. Des Weiteren gibt es einen „heißen Stuhl“, der allen Zuhörern die Möglichkeit bietet, sich an der Diskussion spontan zu beteiligen. Am Ende der Diskussion wertet der Moderator die Diskussion aus.

Methode „schneller Schuh“

Der schnelle Schuh ist eine Methode des Lernens durch eigene kleine Lernvorträge.
Die SuS werden in gleich große Gruppen an ca. vier Tischen eingeteilt, an denen jeweils ein Gruppenauftrag bearbeitet wird. Aus jeder Gruppe wird ein schneller Schuh ausgewählt. Der Arbeitsauftrag wird zunächst in Einzelarbeit gelöst, die SuS notieren ihre eigenen Gedanken auf Post-its. Diese werden auf der Tischplatte aufgeklebt, gruppiert und zusammengefasst. Die Gruppe einigt sich auf einen Kerngedanken. Dieser wird auf zwei Postern festgehalten. Der schnelle Schuh nimmt eines der Poster mit auf seinen Rundgang. Er beginnt am nächsten Tisch, an dem er eine kleine Präsentation über die Ergebnisse seiner Gruppe hält. Dann präsentiert mind. ein Mitglied der Gasttischgruppe die dortigen Ergebnisse. Nach einer bestimmten Zeit gehen die schnellen Schuhe zum nächsten Tisch, bis alle Gruppentische abgelaufen wurden. Nach ihrer Rückkehr berichten die schnellen Schuhe ihrer Stammtischgruppe von den Gesprächen. Es folgt eine Auswertung aller Arbeitsergebnisse.

Das Vierer-Skript

Die Ergebnisse aus einer Gruppenarbeit werden in Stichpunkten auf einem Plakat mit vier Feldern festgehalten. Die Felder können sich durch vier verschiedene Themenaspekte unterscheiden oder aus den individuell verschiedenen Ergebnissen zu einem Thema in einer Gruppe mit vier Personen bestehen. In ein Feld schreibt entweder eine einzelne Person ihre Ergebnisse oder die Gruppe einigt sich auf Stichpunkte, welche sie in eines der Felder einträgt. In diesem Fall würde die nächste Gruppe ihre Ergebnisse in das nächste Feld schreiben. In einem Kreis in der Mitte können Übereinstimmungen oder passende Überschriften festgehalten werden.