Beschreibung
Die Methode kann auf folgende Art und Weise durchgeführt werden:
- In einer Gruppe von mindestens drei Personen erhält jedes Mitglied eine Funktion: Begleiter*in, Erforscher*in, Beobachter*in.
- Der/die Begleiter*in stellt Fragen.
- Der/die Erforscher*in beantwortet diese Fragen, indem er/sie die Rolle eines Träumers, Realisten oder Kritikers einnimmt.
- Der/die Beobachter*in achtet auf die Einhaltung der Rollenaufgaben.
- Einübung der Rollen
- Jede Rolle wird mit eigenen Erlebnissen verbunden.
- Zur Unterstützung der Rolle wird eine typische Körperhaltung eingenommen.
- Ziel des Träumers: Positive Artikulierung des Ziels, es soll ausgedrückt werden, was die Idee bewirkt.
- Ziel des Realisten: Zeitrahmen und Meilensteine für den Fortschritt werden festgelegt.
- Ziel des Kritikers: Detaillierte Analyse und Überprüfung des Vorhabens.
- Einnahme der Rollen
- Es wird jeweils eine Rolle angenommen, in der Reihenfolge: Träumer*in, Realist*in, Kritiker*in.
- Wiederholung
- Der Zyklus wird so lange wiederholt, bis eine Lösung gefunden wurde.
Differenzierung
Folgende Differenzierung ist möglich:
- Lernende mit Förderbedarf können bei dieser Methode Unterstützung durch ein Gruppenmitglied oder die Lehrperson erhalten.
Tipps
- Innerliche Einnahme der Rollen, ohne Rolleneinübung und Gesprächsfunktionen.
- Für jede Rolle wird ein spezieller Raum hergerichtet, in dem rollenspezifische Einrichtungsgegenstände den Lernenden helfen, sich die Haltung zu vergegenwärtigen.
- Das Team nimmt gemeinsam eine Rolle an und diskutiert über diese Haltung.
- Eine vierte Rolle wird eingeführt. Die Meta-Position ist besonders zu Beginn und am Schluss praktisch, da das gemeinsame Vorwissen oder die geführte Diskussion mit Distanz zu dem Geschehen zusammengefasst werden kann.
- Die Rollen wandern reihum, bis jedes Gruppenmitglied alle Rollen innehatte.
Literatur
Brunner, Anne (2009). Kreativer denken. Konzepte und Methoden von A-Z. München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag. S. 304-317.